Dortmund stellt sich quer

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer!“ bereitet eine bundesweite Demonstration gegen den „Nationalen Antikriegstag“ der Neonazis am 5. September 2009 in Dortmund vor. Markus Bernhardt, einer der Initiatoren, bittet um unsere Unterstützung. Dringend werden Unterstützungsunterschriften für den Mobilisierung benötigt. Eine Bitte, der wir sehr gern nachkommen sollten.

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Unruhe stiften

Künstlerinnen und Künstler gegen Rechts veröffentlichten den Aufruf „“Unruhe stiften!“
Darin: Wir schätzen den kulturellen Reichtum aller Völker. Wir wollen das Recht eines jeden Menschen respektiert sehen, seine eigene Kreativität zu entdecken und zu entwickeln. Wir wollen, dass jeder Mensch Zugang erhält zu den oft Jahrtausende alten Traditionen von Kunst und Kultur. Diese Traditionen sprechen in einem großen Chor von Menschenfreundlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit. Wie es einst in die ursprüngliche Losung der großen französischen Revolution von 1789 gemündet ist: Freiheit, Gleichheit, Solidarität. Nichts davon ist zurückzunehmen. Deshalb brauchen wir Unruhe…

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Solidaritätsadresse zum Bildungsstreik

Grußadresse von Klaus Hartmann an die Aktiven beim Bildungsstreik 2009
Der Deutsche Freidenker-Verband erklärt sich solidarisch mit Euren Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2009. Die Brechung des Bildungsprivilegs ist eine zentrale Forderung der Freidenker seit ihrer Organisierung im 19. Jahrhundert. In unserer programmatischen „Berliner Erklärung“ formulieren wir: „Der Deutsche Freidenkerverband tritt für ein ganzheitliches System von Bildung und Erziehung ein, das die maximale Förderung von Neigungen und Fähigkeiten ermöglicht und gleiche Bildungschancen für alle bietet. Dies erfordert eine breite Grundbildung und die Durchlässigkeit der Bildungsgänge, die Vermeidung von Bildungsprivilegien und sozialer Auslese.“

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Rechenschaftsbericht von Klaus Hartmann auf dem DFV Verbandstag 2009

Videoaufzeichnung des Rechenschaftberichtes von Klaus Hartmann an den Verbandstag 2009 in Berlin
Auszug: „Unserem Verband wird von manchem vorgehalten, dass wir uns nicht ausschließlich mit Kirche und Religion befassen … Der Verbandsvorstand steht dagegen auf dem Standpunkt, dass wir den Irrationalismus insgesamt, in religiöser wie weltlicher Gestalt ins Visier nehmen müssen. Das heißt: Der Kapitalismus, der Imperialismus ist in unübertrefflichem Maße unvernünftig, ja er ist mehr als das: lebensgefährlich. Dieser Gefahr, von den Kriegen über Armut, Elend und Ausgrenzung bis zur Umweltzerstörung, sie ist real, und ihre Bekämpfung hat Priorität. Und diesen Fragen stellen wir uns tatsächlich – vom Standpunkt unserer Weltanschauung!“

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Erklärung des Verbandtages 2009

Bericht der jungen Welt über den Verbandstag 2009 des DFV
Am Wochenende tagte in Berlin der Verbandstag des Deutschen Freidenkerverbandes. Er beschloß am Freitag folgende Erklärung: „Wir betrachten Aufklärung als die Hauptaufgabe unserer weltanschaulichen Tätigkeit. Unsere programmatische Erklärung von 1994 formulierte die angesichts der Wirtschaftskrise höchst aktuelle Aussage: »Freidenkerinnen und Freidenker bemühen sich um Antworten bezüglich der Ursachen der alle Lebensbereiche umfassenden allgemeinen weltweiten Krise«. Dies erfordert die Analyse der Widersprüche in ihrer Entwicklung auf der Grundlage unseres materialistisch-dialektischen Weltbildes, die Erarbeitung der darin begründeten Moral- und Wertvorstellungen sowie weltanschaulichen Prämissen. … „

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Aufklärung gegen Krise und Volksverdummung

Presseberichte von jW und RedGlobe zum Verbandstag des Deutschen Freidenker-Verbandes am 22./23. Mai 2009
Am Wochenende trafen sich die Delegierten der Landesverbände des Deutschen Freidenker-Verbandes zu ihrem alle drei Jahre stattfindenden Verbandstag in Berlin. Die Versammlung bekräftigte, daß die Freidenker in der Aufklärung die Hauptaufgabe ihrer weltanschaulichen Tätigkeit sehen. Allerdings befassen sie sich dabei nicht mit der Existenz Gottes, sondern mit der aktuellen Wirtschaftskrise, der zunehmenden Militarisierung der internationalen Beziehungen und Schäubles Marsch in den Überwachungsstaat.

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Mit Ernst Thälmann verteidigen wir den Antifaschismus

Rede von Klaus Hartmann in Ziegenhals bei Berlin am 19. April 2009
Wir sind zusammengekommen, um des 123. Geburtstages von Ernst Thälmann am 16. April zu gedenken. Wir ehren das Andenken, das Leben und das Lebenswerk dieses großen deutschen Arbeiterführers und Antifaschisten. Gegen den Zeitgeist, also den Geist der Herrschenden, also gegen den herrschenden Ungeist. In „Zeiten wie diesen“, wo ihr gepriesener Kapitalismus – für alle erkennbar – wieder das Krankenbett hüten muss, können sie kein Erinnern an Alternativen gebrauchen. Genau dies ist auch der tiefere Grund für den Skandal dieser geschlossenen, geschändeten Gedenkstätte. Es soll möglichst dauerhaft ein geistiges Klima geschaffen werden, in dem „kein Gedanke an Sozialismus“, an progressive Gesellschaftsveränderung mehr denkbar sein soll.

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Wissenschaft und Glaube – der Neoatheismus und seine Grenzen

Beitrag von Horst Pickert und Horst Schild aus FREIDENKER 1-09
In den letzten Jahren hat sich nun ein „neuer“ Atheismus mit viel Kämpfertum und teilweise auch aggressiver Wortwahl zurück gemeldet. Seine Vertreter sind vorwiegend Neurowissenschaftler und Evolutionsbiologen … aber auch Philosophen. Dieser Neoatheismus beansprucht und verficht, gestützt auf den Erkenntnisfortschritt der letzten Jahrzehnte, die Deutungshoheit über das (moderne) Menschenbild ebenso wie über die Welt generell. Dabei geht er in der Auseinandersetzung mit dem religiösen Glauben meist nicht zimperlich um. Religionen seien nicht nur irrational und destruktiv, als Erklärungsmodell antiquiert, gar untauglich und stünden dem Fortschritt der Menschheit diametral entgegen.

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Der halbe oder der ganze Darwin?

Beitrag von Sebastian Bahlo aus: FREIDENKER 1-09
Der 200. Geburtstag Charles Robert Darwins am 12. Februar fand auffallend breite Beachtung. Nach wie vor wird der Begründer der wissenschaftlichen Evolutionstheorie von den Vertretern des wissenschaftlichen und intellektuellen Establishments als überragender Denker, ja, als der bedeutendste Biologe aller Zeiten gefeiert. Das ist in unserer Zeit nicht selbstverständlich, in der sich seit dem einstweiligen Triumph des Imperialismus über den Sozialismus eine Welle des ideologischen Revisionismus, die ihren Ursprung auf dem Gebiet der Geschichts- und Gesellschaftsphilosophie nahm, mit wachsender Schnelligkeit auf alle Gebiete der Erkenntnis ausbreitet und selbst sicher geglaubte Stellungen der Aufklärung wieder bedroht.

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Sozial-‚Darwinismus‘

Beitrag von Annette Schlemm aus: FREIDENKER 1-09
Nach dem Ende des „realen Sozialismus“ ging das Gerücht um, jetzt könne wirklich nur noch die Marktwirtschaft die Welt retten und die Menschheit voranbringen. Nur der Druck der Konkurrenz erzwinge Neues und erhalte die Stabilität. Austausch geschieht nur zwischen konkurrierenden Akteuren und deshalb tragen konkurrierende Verhältnisse die Gesellschaft. Seine ‚natürliche‘ Erklärung erhält dieses Prinzip anscheinend durch die Biologie. Für Darwins Erkenntnisweg war das Malthus-Argument wichtig. Nach Malthus gibt es immer mehr Nachkommen, als überleben und sich fortpflanzen können. Deshalb wird ausgewählt, wer sich fortpflanzt und in einer sich gegenseitig fressenden Welt überleben halt die am besten Angepassten, pflanzen sich und ihre Gene fort, während schlechter Angepasste aussterben.

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Aristoteles und der ‚intelligente Designer‘

Beitrag von Robert Steigerwald aus FREIDENKER 1-09
Vor Jahren setzte der österreichische Kardinal Schönborn den Begriff vom ‚intelligenten Designer’ in die (deutschsprachige) Welt und löste damit ein Rauschen im Blätterwald aus. Manche schüttelten nur den Kopf. Als Thüringens Ministerpräsident Althaus gar meinte, ein Buch zu diesem Thema müsse in den Biologie-Unterricht eingeführt werden, gab es Protest. Eine ganze Schar von Wissenschaftlern machte sich daran, die zur Stützung der These vorgebrachten Argumente zu zerpflücken. So geschehen etwa in einer Wissenschaftsbeilage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 4. Januar 2009.

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