Nichts gelernt

Beitrag von Hans Bauer
Nach der Unterwerfung großer Teile Europas sollte ab dem 22. Juni 1941 der „Bolschewismus vernichtet“ und neuer „Lebensraum im Osten“ erbeutet werden. Das Ende ist bekannt: 27 Millionen der insgesamt 70 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs waren Sowjetbürger – Opfer eines mit beispielloser Grausamkeit geführten Raub- und Vernichtungskrieges des deutschen Faschismus.
Am 8./9. Mai 1945 kapitulierte die faschistische Wehrmacht bedingungslos. In der DDR wurde der 8. Mai auf Beschluss der Volkskammer 1950 als „Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus“ zum Gedenk- und Feiertag erklärt. In der BRD dagegen wurde das Ende des Zweiten Weltkriegs als schmachvolle Niederlage betrachtet.

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Tag der Befreiung 2021

Vor 76 Jahren ging mit der deutschen Kapitulation der Zweite Weltkrieg zu Ende. Auch in diesem Jahr wurde am 8. und 9. Mai mit Kranzniederlegungen, Gedenkkundgebungen und Demonstrationen bundesweit der Befreier gedacht, insbesondere der Roten Armee der Sowjetunion, die die Hauptlast des Krieges getragen und 27 Millionen Opfer zu beklagen hatte. …
In Anbetracht zunehmender politischer Scharfmacherei gegen Russland war das Gedenken vielerorts auch mit Warnungen vor einem neuen Krieg gegen Russland verbunden. … Wir veröffentlichen hier Fotostrecken verschiedener Veranstaltungen in Berlin, Klosterfelde, Dresden, Neuruppin, Frankfurt a.M. und auf den Seelower Höhen sowie die Reden von Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes und unserer Mitglieder Liane Kilinc und Männe Grüß.

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Linken-Politiker zum Tag des Sieges: Die Grünen als Trauma der deutsch-russischen Beziehungen

Bericht von RT Deutsch
Der 9. Mai ist der „Tag des Sieges“ in Russland und einer der wichtigsten Feiertage der heutigen Russischen Föderation. … RT traf an diesem besonderen Tag in Moskau Dr. Diether Dehm. Der Musikproduzent, Liedermacher und Bundestagsabgeordnete (Die Linke) nutzte die Gelegenheit, um eine Brücke zwischen dem historischen Tag und einer friedlichen Zukunft zu schlagen: „Wenn wir heute eine breite Volksfront, gegen die neuen Leichenberge und die neuen Kriege, die NATO wollen, dann müssen wir Minderheiten und Mehrheiten, also die werktätigen Mehrheiten und die auch vom Faschismus Verfolgten zusammenführen unter der Führung der Arbeiterklasse.“ …. Dehm wagt einen Blick in die Zukunft. Eine Regierungsbeteiligung der Grünen würde, angesichts ihrer Russophobie, nichts Gutes verheißen.

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Flugblatt zum 8. und 9. Mai 2021: Befreiung von Faschismus und Krieg

Erfreulicherweise werden die Tage der Befreiung und des Sieges in immer größerem Bündnisrahmen zur Kenntnis genommen und durch Aktionen gewürdigt. Weniger erfreulich, dass Aktionen in diesem Jahr hier und da mit der Begründung „des Infektionsgeschehens“ storniert werden. Außerdem ist zu beobachten, das eine Reihe von Aufrufen zu den Jahrestagen inzwischen deutlich undeutlich werden, also verflachen. …
Gegen solche „Umwidmungen“ des Datums versucht es der Freidenker-Aufruf mit Klartext.

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Gemeinsame Verantwortung vor Geschichte und Zukunft

Als „Versuch, die Geschichte umzuschreiben“ und „Putins Geschichtsklitterung“ kommentieren die Medien des „Wertewestens“ einen Aufsatz des Präsidenten der Russländischen Föderation, Wladimir W. Putin, zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges.
Es sind genau jene Kommentatoren, „Historiker“ und Medien, die den Beschluss des EU-Scheinparlaments vom September 2019 über „die Bedeutung der Erinnerung an die europäische Vergangenheit für die Zukunft Europas“ bejubeln. ….
Da man hierzulande (außer bei RT deutsch und Sputnik sowie der Website der Russischen Botschaft) wenig Chancen hat, den „O-Ton Putin“ zur Kenntnis zu nehmen, dokumentieren wir den vollständigen Text.

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Die Befreiung Palästinas steht noch aus

Beitrag von Evelyn Hecht-Galinski
Am 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag des Kriegsendes, und dem Tag der Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee, hielt Bundespräsident Steinmeier seine obligatorische Rede und brachte es fertig, mit keinem Wort die tapferen Soldaten der Roten Armee als Befreier zu erwähnen. … Das wirft die Frage auf, wie es mit der Verantwortung gegenüber den Palästinensern steht, die genauso zum Gedenken an den 8. Mai stehen sollte und in einem Zusammenhang zu sehen ist. Jeder bis heute vergossene „Besatzungs-Blutstropfen“ liegt auch und gerade in deutscher Verantwortung, die durch aktive Hilfe, diese Besatzung aufrechtzuerhalten, erst ermöglicht.

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Galerie: Freidenker zum 75. Jahrestag der Befreiung

Obwohl aus bekannten Gründen die große Kundgebungen und Feiern nicht wie geplant stattfinden konnten, haben Tausende Menschen in Berlin und ganz Deutschland dem 75. Jahrestag  der Befreiung vom Faschismus und des Sieges der Roten Armee gedacht. Natürlich waren auch Freidenker dabei. Hier einige Bilder aus Berlin, Offenbach, Frankfurt a.M. und Potsdam.
Die Siegesfeier zum 9. Mai in Berlin-Treptow war sehr gut besucht, auch wenn das in der offiziellen Medienberichterstattung kaum eine Rolle spielte. Vertreter des Freidenker-Verbandes aus Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt haben im Namen des Gesamtverbandes einen Kranz mit der Aufschrift „Dank euch, ihr Sowjet Soldaten“ niedergelegt.

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Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Beitrag von Prof. Dr. Helga E. HörzIn Danzig 1935 geboren, nach Kriegsende mit der Familie ausgesiedelt und nach langer Fahrt in Nauen gelandet, studierte und wirkte ich dann in Berlin. Die Kindheitserlebnisse prägten nachhaltig mein Leben. Danzig wurde durch Hitlerdeutschland erst überfallen und dann »heim ins Reich« geholt. … Mein Vater Paul Ivertowski, Arbeiter auf der Danziger Werft, war Antifaschist und aktiver Widerstandskämpfer. Er wurde 1934 verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. … Damit waren wir diskriminiert und wurden gemieden. Meine Mutter versuchte, diese Isolation auszugleichen. Sie erzählte uns von der Sowjetunion, in der die Menschen ein anderes Leben führen würden. …

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FREIDENKER 1-20 – Was ist Faschismus – was Antifaschismus?

Die Ausgabe 1-20 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Was ist Faschismus – was Antifaschismus“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Männe Grüß: Ernst Thälmann und Antifaschismus heute
– Interview mit Erika Baum: Lehren aus dem VII. Weltkongress für den Kampf gegen Faschismus und Krieg
– Klaus Hartmann: Was Faschismus ist und Antifaschismus folglich sein muss
– Klaus Linder: Antifaschistische Strategie: Irrationalismus – Schlagwort oder Begriff?
– Jürgen Rose: Töten für Deutschland
– Wladimir W. Putin: Kriegsschuldfrage und Geschichts­revisionismus

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Am 9. Mai: Dank den Sowjetsoldaten!

Ansprache von Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes,  am 9. Mai 2019 auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main
Unsere Trauer um die Opfer, um die Gefallenen, um die Ermordeten, bedeutet einerseits ehrendes Gedenken, aber es ist zugleich Mahnung: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Diese Mahnung bedeutet zuerst, nicht zuzulassen, dass die Erinnerung verdrängt oder verfälscht wird. Die Haltung heutiger Politiker zu diesem Erinnern ist ein Kriterium, ihre Einstellung zum Humanismus ebenso zu erkennen wie ihr politisches Selbstverständnis und ihre Ziele.

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Frankfurt – Abgesang der Friedensbewegung

Beitrag von Rainer Rupp
Was macht die deutsche Friedensbewegung dieses Jahr am 8. Mai? In einer Zeit zunehmender US-NATO-Kriege und Kriegsdrohungen, auch in Europa, wäre bundesweit eine machtvolle Demonstration angesagt. Das Gegenteil ist der Fall, wie das Beispiel Frankfurt zeigt. …
Tatsächlich handelt es sich bei den Frankfurter Feierlichkeiten nicht um eine anti-Kriegsveranstaltung, sondern um eine Zelebration der „Werte“ der Neuen Linken, beziehungsweise all jener, die sich selbst gerne als „links“ darstellen, deren Hirne jedoch schon längst vom neoliberalen Virus zerfressen sind.

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