Gemeinsame Verantwortung vor Geschichte und Zukunft

Als „Versuch, die Geschichte umzuschreiben“ und „Putins Geschichtsklitterung“ kommentieren die Medien des „Wertewestens“ einen Aufsatz des Präsidenten der Russländischen Föderation, Wladimir W. Putin, zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges.
Es sind genau jene Kommentatoren, „Historiker“ und Medien, die den Beschluss des EU-Scheinparlaments vom September 2019 über „die Bedeutung der Erinnerung an die europäische Vergangenheit für die Zukunft Europas“ bejubeln. ….
Da man hierzulande (außer bei RT deutsch und Sputnik sowie der Website der Russischen Botschaft) wenig Chancen hat, den „O-Ton Putin“ zur Kenntnis zu nehmen, dokumentieren wir den vollständigen Text.

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Die Befreiung Palästinas steht noch aus

Beitrag von Evelyn Hecht-Galinski
Am 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag des Kriegsendes, und dem Tag der Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee, hielt Bundespräsident Steinmeier seine obligatorische Rede und brachte es fertig, mit keinem Wort die tapferen Soldaten der Roten Armee als Befreier zu erwähnen. … Das wirft die Frage auf, wie es mit der Verantwortung gegenüber den Palästinensern steht, die genauso zum Gedenken an den 8. Mai stehen sollte und in einem Zusammenhang zu sehen ist. Jeder bis heute vergossene „Besatzungs-Blutstropfen“ liegt auch und gerade in deutscher Verantwortung, die durch aktive Hilfe, diese Besatzung aufrechtzuerhalten, erst ermöglicht.

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Galerie: Freidenker zum 75. Jahrestag der Befreiung

Obwohl aus bekannten Gründen die große Kundgebungen und Feiern nicht wie geplant stattfinden konnten, haben Tausende Menschen in Berlin und ganz Deutschland dem 75. Jahrestag  der Befreiung vom Faschismus und des Sieges der Roten Armee gedacht. Natürlich waren auch Freidenker dabei. Hier einige Bilder aus Berlin, Offenbach, Frankfurt a.M. und Potsdam.
Die Siegesfeier zum 9. Mai in Berlin-Treptow war sehr gut besucht, auch wenn das in der offiziellen Medienberichterstattung kaum eine Rolle spielte. Vertreter des Freidenker-Verbandes aus Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt haben im Namen des Gesamtverbandes einen Kranz mit der Aufschrift „Dank euch, ihr Sowjet Soldaten“ niedergelegt.

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Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Beitrag von Prof. Dr. Helga E. HörzIn Danzig 1935 geboren, nach Kriegsende mit der Familie ausgesiedelt und nach langer Fahrt in Nauen gelandet, studierte und wirkte ich dann in Berlin. Die Kindheitserlebnisse prägten nachhaltig mein Leben. Danzig wurde durch Hitlerdeutschland erst überfallen und dann »heim ins Reich« geholt. … Mein Vater Paul Ivertowski, Arbeiter auf der Danziger Werft, war Antifaschist und aktiver Widerstandskämpfer. Er wurde 1934 verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. … Damit waren wir diskriminiert und wurden gemieden. Meine Mutter versuchte, diese Isolation auszugleichen. Sie erzählte uns von der Sowjetunion, in der die Menschen ein anderes Leben führen würden. …

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FREIDENKER 1-20 – Was ist Faschismus – was Antifaschismus?

Die Ausgabe 1-20 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Was ist Faschismus – was Antifaschismus“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Männe Grüß: Ernst Thälmann und Antifaschismus heute
– Interview mit Erika Baum: Lehren aus dem VII. Weltkongress für den Kampf gegen Faschismus und Krieg
– Klaus Hartmann: Was Faschismus ist und Antifaschismus folglich sein muss
– Klaus Linder: Antifaschistische Strategie: Irrationalismus – Schlagwort oder Begriff?
– Jürgen Rose: Töten für Deutschland
– Wladimir W. Putin: Kriegsschuldfrage und Geschichts­revisionismus

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Am 9. Mai: Dank den Sowjetsoldaten!

Ansprache von Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes,  am 9. Mai 2019 auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main
Unsere Trauer um die Opfer, um die Gefallenen, um die Ermordeten, bedeutet einerseits ehrendes Gedenken, aber es ist zugleich Mahnung: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Diese Mahnung bedeutet zuerst, nicht zuzulassen, dass die Erinnerung verdrängt oder verfälscht wird. Die Haltung heutiger Politiker zu diesem Erinnern ist ein Kriterium, ihre Einstellung zum Humanismus ebenso zu erkennen wie ihr politisches Selbstverständnis und ihre Ziele.

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Frankfurt – Abgesang der Friedensbewegung

Beitrag von Rainer Rupp
Was macht die deutsche Friedensbewegung dieses Jahr am 8. Mai? In einer Zeit zunehmender US-NATO-Kriege und Kriegsdrohungen, auch in Europa, wäre bundesweit eine machtvolle Demonstration angesagt. Das Gegenteil ist der Fall, wie das Beispiel Frankfurt zeigt. …
Tatsächlich handelt es sich bei den Frankfurter Feierlichkeiten nicht um eine anti-Kriegsveranstaltung, sondern um eine Zelebration der „Werte“ der Neuen Linken, beziehungsweise all jener, die sich selbst gerne als „links“ darstellen, deren Hirne jedoch schon längst vom neoliberalen Virus zerfressen sind.

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Tag des Sieges 2018 in Moskau: Nach-Moskauer Nachtgedanken

Beitrag von Diether Dehm
Unter der rechten Schulter seines einen feinen Jacketts (für den besondersten aller Anlässe!) verrät beim Schreiten ein leises austarierendes Rudern des Oberarms eine Abnutzung der Hüfte. Er heißt Winter, stammt aus Prag und spricht deutsch: „Heiße Waldemar, ja russisch Wladimir, bin neun, vier, ja… 94“. Über allen Orden (ein hiesiges Medienfrettchen hätte vielleicht geschrieben „dekoriert wie ein Zuchtbulle“; aber das liegt daran, dass Medienfrettchen auf dem NATO-Strich auch dann gut bezahlt werden, wenn sie nichts können), von denen jeder seine Geschichte erzählt, hängt der rote Stern mit HammerUndSichel. Linksoben, direkt neben dem akkuraten Krawattenknoten.

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Zum Tag des Sieges 2017

Ansprache von Klaus Hartmann auf der Gedenkfeier am 9. Mai 2017 auf dem Hauptfriedhof Frankfurt a.M.
Auszug: „Der 9. Mai ist ein Tag der Trauer um 27 Millionen ermordete Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Es ist ein Tag des ehrenden Gedenkens an über 11 Millionen Rotarmisten, die für diesen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ihr Leben hingaben. Es ist aber auch ein Tag des Abscheus und des Zornes über die abscheulichen Verbrechen, die im Namen Deutschlands an den Völkern der SU und ganz Europas verübt wurden. Der 9. Mai ist ein Tag der Mahnung: Nie wieder ein Feldzug gen Osten, den NATO-Aufmarsch stoppen! …“

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Nach 70 Jahren immer noch Ärger mit der Befreiung vom Faschismus

Bundeskanzlerin Merkel wird laut einem Bericht nicht an der Weltkriegsgedenkfeier in Moskau teilnehmen. Regierungssprecher Seibert dementierte, dass Merkel über die Befreiung vom Faschismus verärgert sei. Er wies auch Spekulationen zurück, die Kanzlerin wolle bei der aktuellen Mobilmachung gegen Russland nicht daran erinnert werden, wie der letzte Feldzug endete. Die Gründe für die Absage seien viel banaler, eigentlich „typisch weiblich: sie hat nichts anzuziehen“. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, haben die Gastgeber ihre beabsichtigte Garderobe abgelehnt. Ihr Kompromissvorschlag: Sie reist einen Tag später an – in Zivilkleidung.

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Freidenker-Brief 4-2015: Friedensbewegung in Aktion und Reflexion zum 8. Mai 2015

In Solidarität mit allen Aktiven der Friedensbewegung wirbt der Deutsche Freidenker-Verband, eine der ältesten deutschen Friedensorganisationen, für bevorstehenden Aktionen.
Vor dem Hintergrund von Auseinandersetzungen innerhalb der Friedensbewegung verweist der Deutsche Freidenker-Verband auf aktuelle Texte.

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