Dialog

AktuellesReligions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Wohin geht die Reise mit dem „Einheitspapst“ Leo XIV.?

Beitrag von Gerhard Feldbauer
Am 8. Mai 2025, nach nur vier Wahlgängen, einem weniger als bei seinem am 21. April verstorbenen Vorgängers Franziskus, war Kardinal Franziskus Prevost bereits am zweiten Tag des Konklave zum 267. Pontifex gewählt worden. Laut Stimmen aus Vatikankreisen, habe eine große Mehrheit der 133 wahlberechtigten Kardinäle für ihn gestimmt. Auffällig war, dass noch vor Beginn der Abstimmung von einem kurzen Konklave, das ein Zeichen der Einheit der katholischen Kirche setzen werde, die Rede war. Das konnte nur darauf deuten, dass es Absprachen, Prevost zu wählen, gegeben hatte. 1955 in Chicago geborenen, kam mit ihm erstmals ein US-Amerikaner auf den Heiligen Stuhl. Er hat Eltern mit französischen, spanischen, italienischen und kreolischen Wurzeln und besitzt auch die Staatsbürgerschaft Perus, wo er lange Jahre als Missionar tätig war. 2015 hatte ihn Franziskus zum Bischof von Chiclayo, einer Diözese im Norden des Andenstaates, ernannt. 2023 war er zum Kardinal berufen worden.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Russlandhass im Westen befeuert Kriegsgefahr

Ein Kommentar von Tilo Gräser
Ein neuer großer Krieg wird kommen und Europa zerstören – darin sind sich immer mehr Beobachter und Analytiker des neuen West-Ost-Konfliktes auf beiden Seiten einig. Verantwortlich dafür sind demnach vor allem westeuropäische Politiker. Diese „schlafwandeln“ nicht, sondern provozieren sehenden Auges weiter Russland. Sie glauben anscheinend tatsächlich, sie könnten die größte Nuklearmacht der Welt „in die Knie“ zwingen. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die gefährlichste Illusion seit Ende des Kalten Krieges. Als seien die dafür verantwortlichen Politiker im Westen blind aufgrund ihrer eigenen Russophobie. Die mehr ein tiefsitzender pathologischer Russlandhass ist, wie der britische Politikwissenschaftler Richard Sakwa einschätzt.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Ex-Politiker und Ex-General: Frieden durch Dialog mit Russland

Klaus von Dohnanyi und Erich Vad auf der Suche nach dem Weg zum Frieden
Ein Kommentar von Tilo Gräser
Deutschlands Kurs der massiven Aufrüstung, auch um wirtschaftliche Probleme zu bewältigen, sieht der ehemalige Bundeswehrgeneral Erich Vad als „Ausweg in die Hölle“. Für den ehemaligen SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi ist der Ukraine-Krieg „nicht unser Krieg“. Deshalb fordert er wie Vad die Bundesregierung auf, den Dialog mit der russischen Führung unter Präsident Wladimir Putin zu suchen. Es gehe darum, den Krieg in der Ukraine zu beenden, auch weil die Gefahr bestehe, dass er zu einem großen europäischen Krieg werden kann – der dann Deutschland ein letztes Mal zerstört. Der Ex-General und der Ex-Politiker sagten das in einem Gespräch, das Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer Zeitung Die Weltwoche, mit ihnen führte. …

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Zentrale Veranstaltungen

Leben mit Katastrophen – Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Einladung zu einer Veranstaltung am 6. und 7. Juni 2026 im Conference Center der Toskana Therme Bad Sulza
Wie gehen Gesellschaften mit Katastrophen, Kriegserfahrungen und historischen Umbrüchen um und welche Spuren reichen bis in die Gegenwart? Diesen Fragen widmet sich die Veranstaltung des Instituts für mediale und kulturelle Vielfalt. Im Mittelpunkt stehen die Krisen- und Umbruchzeiten des 20. Jahrhunderts in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen. Wissenschaftliche Beiträge, Zeitzeugenberichte und kulturelle Elemente greifen ineinander und schaffen einen Raum für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erinnern. […] Die Veranstaltung versteht sich als Beitrag zur historischen Bildung und zum kulturellen Dialog. Sie lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und sich reflektiert mit Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Orban wankte – und fiel

Ungarn hat gewählt. Viele hoffen, dass die EU ihre Probleme löst – ein möglicher Irrtum
Ein Kommentar von Tilo Gräser
„Orban wankt“ habe ich im Juni vergangenen Jahres nach einem meiner Aufenthalte in Ungarn geschrieben. In dem Beitrag habe ich auf eine Stimmung in dem Land an Donau und Theiß aufmerksam gemacht, die in Richtung Veränderung nach 16 Jahren Amtszeit von Viktor Orbán drängte. Nun ist der dienstälteste Ministerpräsident innerhalb der Europäischen Union (EU) gewissermaßen gefallen. Dafür dürften zuallererst innenpolitische Themen und Probleme gesorgt haben, und eben der Wunsch insbesondere der jungen Ungarn nach Veränderung. Natürlich reichen die Folgen weit über das Land hinaus. […] Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über Einschätzungen gegeben werden, die im deutschen Medienmainstream eher selten zu finden sind, die aber auf interessante Aspekte aufmerksam machen.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Ostermärsche 2026 in Hessen

Wir berichten von einigen Veranstaltungen anlässlich der Ostermärsche in Hessen, an denen auch zahlreiche Mitglieder unseres Verbandes teilnahmen und mitwirkten.
Der traditionelle Start der Hessischen Ostermärsche fand auch diesmal mit dem Ostermarsch der Friedenplattform Hanau 2026 am Karfreitag (3.4.26) in Bruchköbel statt. Die Kundgebung begann um 14:00 Uhr und stand unter der Hauptforderung „Schluss mit Kriegsvorbereitung und Sozialabbau!“  Bereits vor der ersten Rede haben Ernesto Schwarz und Guy Dawson friedensbewegte Lieder angestimmt. Beide Sänger umrahmten dann auch die Kundgebung.  Der Hauptredner war diesmal Michael Altmann. Er ist aktiv in der Gruppe „Gewerkschafter sagen NEIN zum Krieg! NEIN zum sozialen Krieg!“ und Mitglied des ver.di-Landesbezirksvorstands Hessen.
(weitere Kurzberichte vom Ostermarsch am 06.04.2026 in Frankfurt a.M. und von der Demonstration „Weltweites Friedenszeichen“ am 04.04.2026 in Frankfurt am Main)

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Wird Russland Deutschland mit Atomwaffen bestrafen?

Kommentar von Tilo Gräser. 
Deutschland und Großbritannien sind „vorrangige Ziele“ für einen russischen Atomwaffeneinsatz, meint der russische Historiker und einflussreiche Politikwissenschaftler Sergej Karaganow. „Deutschland sollte an erster Stelle stehen, denn Deutschland ist die Quelle des Schlimmsten in der Geschichte Europas.“ Das erklärte er in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit dem US-Journalisten Tucker Carlson. Er fügte hinzu, er hoffe, dass es nicht soweit kommt, denn er habe viele deutsche Freunde. Karaganow fordert von der russischen Führung eine „radikale Eskalation“, wenn die europäischen Politiker den „sinnlosen Krieg“ in der Ukraine nicht beenden. Dafür macht er drastische Vorschläge: „Jetzt müssten wir anfangen, Europa mit konventionellen Waffen anzugreifen, und dann als nächsten Schritt mit Wellen von Atomschlägen.“ Er fügte gegenüber Carlson hinzu, er hoffe, dass dieser Punkt nicht erreicht werde, …

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Demokratie – Medien – AufklärungGeschichte

Gedenken als Widerstand gegen Kriegstreiberei und Geschichtsfälschung

Bericht von Tilo Gräser
Vor 80 Jahren, am 20. November 1945, begann im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes der erste Prozess gegen die deutschen faschistischen Kriegsverbrecher. Das Internationale Militärtribunal begann an dem Tag seine Arbeit und fällte am 30. September und 1. Oktober 1946 seine Urteile gegen 21 führende Vertreter des faschistischen Dritten Reiches. 80 Jahre später erinnerte eine Veranstaltung der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft (GDRF) in Nürnberg an den Prozess, seine Hintergründe sowie an die Lehren daraus. Dabei ging es auch darum, dass die Geschichte des 2. Weltkrieges und der Folgen derzeit im Westen umgeschrieben wird, insbesondere mit Blick auf die Rolle der Sowjetunion.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Antikommunismus – die Grundtorheit der Epoche

Beitrag von Marion Schneider
Thomas Mann bezeichnete 1943 im Exil den Antikommunismus als die Grundtorheit der Epoche. Als nun am 16. Februar 1990, wenige Monate nach dem Fall der deutsch-deutschen Mauer, bei den Visaanträgen für die USA die Frage einer möglichen Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei entfiel und nun auch Kommunisten in die USA einreisen konnten, freute ich mich über dieses Symbol der Entspannungs– und Friedenspolitik zwischen Russland, Europa und den USA. Allerdings ist es bis heute noch so, dass das Visum in die USA wegen kommunistischer Betätigung verweigert werden kann, weil die kommunistische Partei in den USA seit 1954 verboten ist. 1956 wurde die Kommunistische Partei Deutschlands auch in der Bundesrepublik Deutschland verboten …

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Kultur & KunstZentrale Veranstaltungen

Reise in die Zukunft – Die „World Youth Festival Assembly 2025“ lädt ein

Beitrag von Sabiene Jahn
Wenn sich vom 17. bis 21. September 2025 rund 2.000 junge Menschen aus aller Welt in der russischen Stadt Nischni Nowgorod versammeln, geschieht mehr als ein internationales Treffen. Es ist ein Signal der Jugend an die Welt: Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – über Grenzen, Ideologien und Vorurteile hinweg. Die World Youth Festival Assembly 2025 versteht sich nicht als gewöhnliche Konferenz, es ist eine Reise in die Zukunft, und das mit internationalem Gewicht. Eingeladen sind 1.000 Teilnehmende aus Russland sowie 1.000 aus dem Ausland – darunter auch rund 200 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Ziel ist es, junge Menschen mit Engagement, Ideen, Innovationskraft und gesellschaftlichem Bewusstsein zusammenzubringen – jenseits geopolitischer Konfrontation.

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AktuellesPositionenPublikationen für FreidenkerReligions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Für die Trennung von Staat und Kirche, Kirche und Schule sowie den Dialog mit religiösen Menschen

Neu herausgegeben: Das aktualisierte Forderungsprogramm des Deutschen Freidenker-Verbandes zum Verhältnis Staat – Kirche auf der Grundlage der Berliner Erklärung von 1994 und mit Auszügen aus den Thesen zur Religion
[Aus dem Editorial:] Die Forderung nach strikter Trennung von Staat und Kirche ist eine fundamentale For­derung der europäischen Aufklärung, von deren Verwirklichung in der Bundesrepublik Deutschland keine Rede sein kann. Angefangen mit dem staatlichen Kirchen­steuereinzug, über den kirchlich gestalteten Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, Streikverbot und Mitgliedschaftszwang bei kirchlichen Arbeitgebern, bis hin zu Milliar­denzahlungen an dauerhaften „altrechtlichen Staatsleistungen“, um nur die empörendsten Tatsachen zu nennen, werden nicht nur die Kirchen staatlicherseits privilegiert, sondern auch die Bürger zugunsten der Kirchen entrechtet.

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