Journalismus als Blase: Wie der DJV die Pressefreiheit interpretiert

Beitrag von Gerd Ewen Ungar
An den großen Erschütterungen, an Finanzkrise, Ukrainekrise, an der Berichterstattung über Syrien oder jetzt Afghanistan wird deutlich: Dem deutschen Journalismus fehlt es an ganz viel. Es fehlt an Ausgewogenheit, an Differenziertheit und Vielfalt in der Themensetzung und in der Setzung von Blickwinkeln. Seinen Meinungsbeiträgen fehlt es nicht nur an Tiefe, sondern auch an der Fähigkeit mittels Kontroverse eine diskursive Breite herzustellen, über die eine Demokratie eigentlich verfügen muss, um überhaupt für eine solche zu gelten. Der deutsche Journalismus hat sich eingeigelt – mit jeder globalen Krise ein bisschen mehr.

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Der Fall Nawalny und die FSB-Geisterjäger von Bellingcat und Co (Teil 1)

Beitrag von Jürgen Cain Külbel
Wer kennt sie nicht, die lustigen Slapstick-Filme mit dem Road Runner und Karl dem Coyoten? Der Plot ist stets der gleiche: Der Bösewicht Coyote jagt den Road Runner durch die Wüste; es geht durch Rohre, Tunnel, Fallen, der Kojote stellt sich dabei blöd an, fällt von der Klippe, wird unter Felsbrocken begraben, sprengt sich selbst in die Luft, ist aber in sekundenschnelle wieder in Aktion. Karl, so sehr er sich müht, auch Köder auslegt, die der Gejagte bereitwillig schluckt, bekommt seine Beute nie zu fassen.
Offenbar haben die Damen und Herren von Bellingcat und Spiegel zu viel von dem Slapstick intus, denn ihr neuestes Drehbuch im Fall Nawalny lässt sich ähnlich deuten …

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Für aufrechten, wahrheitsgemäßen Journalismus

Beitrag der NRhZ-Redaktion sowie Rede von Annette Groth
In Kooperation mit Assange-Aktionsgruppen und dem Bundesverband Arbeiterfotografie hat die Neue Rheinische Zeitung (NRhZ) am 16. Oktober 2020 den Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik an die Eventmanagerin und Künstlerin Sabiene Jahn und den WikiLeaks-Gründer Julian Assange verliehen. Stellvertretend für den inhaftierten Julian Assange hat sein Vater John Shipton den Preis entgegengenommen. Die Preisübergabe fand im Rahmen einer 55-stündigen Mahnwache für die Freilassung von Julian Assange statt – unmittelbar vor dem Kölner Dom.
Auf der Kundgebung sprach u.a. Annette Groth, Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes, deren Rede hier dokumentiert wird.

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Gates-Stiftung kauft von den Medien wohlwollende Berichterstattung

Kommentar von Rainer Rupp
Das US-Medien-Magazin „Columbia Journalism Review (CJR)“ … findet – ebenso wir die anderen blinden Hühner New York Times, Washington Post und der CCN-Fake News Sender – hin und wieder auch ein Korn Wahrheit. Das war jüngst der Fall, als am 21. August Tim Schwab im CJR-Magazin einen Artikel über seine Recherche über die finanzielle Einflussnahme der „Bill und Melinda Gates Stiftung“ auf die Medienberichterstattung über die Stiftung in den USA, Europa und darüber hinaus vorgelegt hat.

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