Arbeit & Soziales

Arbeit & Soziales

AktuellesArbeit & Soziales

„Sicherheitsplattform Strom“ – wie groß ist das Problem wirklich?

Beitrag von Dagmar Henn
Es gehe nur um eine „digitale Plattform, mit deren Hilfe die Kommunikation im Falle einer Energiemangellage verbessert werden soll„, erklärte die Bundesnetzagentur zu ihren Plänen einer „Sicherheitsplattform Strom“ auf Nachfrage von Apollo News, das als Erstes über diese seit 2024 laufenden Arbeiten berichtet. „Die deutsche Stromversorgung ist sehr sicher und die Bundesnetzagentur hält großflächige Störungen der Stromversorgung weiterhin für sehr unwahrscheinlich.“ Und „es existieren keinerlei uns bekannte Gründe, welche für einen bevorstehenden Einsatz der Sicherheitsplattform Strom aufgrund von irgendwelchen Versorgungskrisen sprechen würden„. Das tröstet wahrlich. Allerdings gibt es Details, die stutzig machen. Dass der Chef der Bundesnetzagentur von den Grünen kommt und daher wenig daran interessiert ist, die Probleme, die das deutsche Stromnetz bereits heute hat, ehrlich anzusprechen, ist nur der Einstieg. …

Weiterlesen
AktuellesArbeit & Soziales

Warum spätere Messerstecher oft aus der Psychiatrie entlassen werden

Von Dagmar Henn
Die Aussagen kennt man vom Messerstecher in Würzburg 2021 ebenso wie von dem Iraker, der ein junges Mädchen vor den Zug stieß: polizeibekannt, war vor kurzem in der Psychiatrie, wurde entlassen. Und das Ergebnis war immer eine Gewalttat. Man liest auch im Zusammenhang mit dem Mord an dem Trierer Studenten Marius wieder eine inzwischen vertraute Aussage: Der Täter, in diesem Fall ein 22-jähriger Afghane, war nicht nur polizeibekannt, er war auch erst vor kurzem in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden. Jetzt befindet er sich in der forensischen Psychiatrie, und es ist schon anzunehmen, dass er für schuldunfähig erklärt wird, wie so viele andere vor ihm. Es gibt allerdings eine Reihe harter Fakten, die erst zu diesem Ergebnis führten, das kein zwangsläufiges ist. Aber diese Fakten sind nur selten Teil der öffentlichen Debatte.

Weiterlesen
AktuellesArbeit & Soziales

Berlin: Noch mehr unbezahlbarer Wohnraum dank Immobilien-Neu-Lobbyist Habeck

Beitrag von Bernhard Loyen
Die Realität des Scheiterns von Robert Habeck ist außerhalb seiner stabilen Fan-Blase soweit erkannt und dokumentiert. Die Liste ist dabei sehr lang und erkenntnisreich, allein schon beim Blick auf das (politische) Agieren in den letzten fünf Jahren. Bitte nie vergessen, auch Habeck war, also: ist, „Corona-Täter“, neben der langen Liste der Komplettüberforderung und des Versagens als assimilierter Ex-Vize-Kanzler und Ex-Wirtschaftsminister. „Schärfere Corona-Maßnahmen“, hieß es im November 2021, als der liebe, empathische Robert den „‚Lockdown für Ungeimpfte‘ für unumgänglich“ hielt. Er diktierte den ZDF-Zuschauern ins Hausaufgabenheft für denunzierende Nachbarn und Grünen-Wähler: „Es ist völlig klar, was passieren muss: Die Kontakte müssen reduziert werden, 2G muss bundesweit verbindlich umgesetzt werden für alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens außer des Bedarfs, den man in Supermärkten oder Apotheken hat.“

Weiterlesen
AktuellesArbeit & Soziales

Die Russländische Föderation, ein Vielvölkerstaat

Eine statistische Übersicht von Wolfgang Schürer
Die russische Staatsangehörigkeit: Für ein in Russland geborenes Kind gilt: Es bekommt die russische Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil russischer Staatsangehöriger ist. / Ist kein Elternteil russischer Staatsangehöriger, dann bekommt es die russische Staatsangehörigkeit, wenn es keine ausländische erhalten würde. / Wurde das Baby ausgesetzt, dann bekommt es die russische Staatsangehörigkeit, wenn innerhalb von 6 Monaten kein Elternteil ermittelt wurde. / Für ein im Ausland geborenes Kind gilt: Es bekommt die russische Staatsangehörigkeit, wenn beide Elternteile russische Staatsangehörige sind.
Ist nur ein Elternteil russischer Staatsangehöriger, bekommt es die russische Staatsangehörigkeit, wenn der andere Elternteil zustimmt oder wenn es sonst staatenlos sein würde. …

Weiterlesen
AktuellesArbeit & Soziales

Zukunft ohne Wirklichkeit

Beitrag von Michael Meyen aus „FREIDENKER“ Nr. 2-26
KI baut gerade den Journalismus um und überhaupt alles, was in die Öffentlichkeit geflutet wird. Vier Beobachtungen und fünf Thesen.
Beobachtung eins: Mathias Döpfner, Chef von Axel Springer, verordnet den Redaktionen seines Hauses im Herbst 2025 eine Kehrtwende. ChatGPT, KI-Prüfung aller Inhalte und im Zweifel ein Algorithmus auch da, wo bisher ein Mensch war. […]
These 1: KI ist die Brücke in eine Medienzukunft, die den Menschen verschwinden lässt.[…] Die Technologien, die spätestens mit dem Start von ChatGPT Ende 2022 im Arbeitsalltag der Bewusstseins­industrie angekommen sind und damit auch an den Abendbrottischen im Land, krempeln den Maschinenraum um, in dem das entsteht, was wir in der Öffentlichkeit wahrnehmen können. Algorithmen ersetzen den Men­schen. Die Frage heißt längst nicht mehr „ob“, sondern „wo noch nicht“.

Weiterlesen
AktuellesArbeit & Soziales

Gedanken zu Entstehung und Wesen der KI

Beitrag von Sebastian Bahlo aus „FREIDENKER“ Nr. 2-26
Wir sind gewissermaßen Zeugen einer neuen industriellen Revolution, die mit dem Begriff „KI“ zusammenhängt. „Industriell“ kann die­se nur mit der Einschränkung genannt wer­den, daß ihre Wirkung derzeit weniger im Fertigungsprozeß sichtbar wird, wo sie die bereits begonnene digitale Revolution als auf die Software beschränkt zwar weitertreibt, aber (noch) nicht in eine qualitativ neue Phase überführt, sie verdient die Bezeichnung aber wegen ihrer Wirkung auf die Arbeitswelt vor allem im Bereich der „Kopfarbeit“. Alle Tätigkeiten, die mit Texterstellung zu tun haben, einschließlich des Übersetzens, sind zwar durch „KI“ noch nicht komplett überflüssig geworden, (und können es auch niemals werden, wenn man nicht auf mensch­liche Bewertungskriterien verzichten will), doch die für einen journalistischen Artikel, die Übersetzung eines Buches oder ein Drehbuch für einen Film erforderliche Menge an menschlicher Arbeit ist in erstaunlichem Maße verringert worden.

Weiterlesen
Arbeit & Soziales

Bahnreform sorgt für Proteste in Frankreich

Beitrag von Pierre Lévy
Am 10. Juni wurden die französischen Bahnmitarbeiter von den vier großen Gewerkschaften der SNCF (der französischen DB) zum Streik aufgerufen. Eine solche Einigkeit hatte es seit zwei Jahren nicht mehr gegeben. Das Ausmaß dieser Bewegung überraschte viele Beobachter. Zudem könnte sie durch weitere Mobilisierungen anhalten. Die großen Medien konzentrierten sich vor allem auf die Unannehmlichkeiten für die Reisenden. Über die Gründe für den Streik berichteten sie seltener. Tatsächlich reichen die Ursachen für die wachsende Unzufriedenheit unter den Beschäftigten bis zur Liberalisierung des Schienenverkehrs zurück, die Brüssel seit den 2000er Jahren schrittweise vorangetrieben hat. In Frankreich führte insbesondere die Umsetzung der europäischen Richtlinien im Jahr 2018 zur Reform des Eisenbahnsektors, zu Beginn der ersten fünfjährigen Amtszeit von Emmanuel Macron. Damals gab es massive Proteste, doch sie konnten nicht verhindern, dass das Vorhaben durchgesetzt wurde.

Weiterlesen
Arbeit & Soziales

Katherina Reiches Doppelstandards im Land des Lächelns

Beitrag von Rainer Rupp
Am 26. Mai 2026 brach die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche zu ihrer ersten China-Reise auf. Mit einer Delegation von fast 40 Bossen großer Industrieunternehmen wie BASF, Siemens Energy und Thyssenkrupp war es eine der größten und hochrangigsten deutschen Wirtschaftsdelegationen der letzten Jahre. Die Reise fand in einem Klima statt, das zwischen wirtschaftlichem Pragmatismus und politischer „De-Risking“-Strategie der EU hin- und hergerissen ist. Einerseits sehen die machtversessenen Bürokraten in Brüssel, die die EU in eine zentralistische Großmacht verwandeln wollen, die Volksrepublik China zunehmend durch ihre geopolitische Brille als globalen Konkurrenten, weshalb sie den Handel mit China einschränken wollen. Und andererseits können und wollen deutsche Unternehmen den riesigen chinesischen Markt einfach nicht ignorieren.

Weiterlesen
Arbeit & SozialesGeschichte

Das Recht auf Entwicklung und der Aufstieg Chinas und Indiens im Human Development Index (HDI)

Ein historischer Überblick von Wolfgang Schürer
Am 22. November 1965 wurde das United Nations Development Programme (UNDP) gegründet. Das UNDP ist ein Ausschuss der Generalversammlung (GEV). Sein Hauptsitz befindet sich in New York City, im dortigen exterritorialen Gebiet. Die Vereinigten Staaten waren gegen die Bildung des UNDP, da sie es als Konkurrenz zu den von ihnen dominierten UNO-Sonderorganisationen, der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, betrachteten. […] Am 04. Dezember 1986, in der Resolution 0178/2110246, erklärte die GEV das Recht auf Entwicklung zu einem „unveräußerlichen Menschenrecht, kraft dessen alle Menschen und Völker Anspruch darauf haben, an einer wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Entwicklung, in der alle Menschenrechte und Grundfreiheiten voll verwirklicht werden können, teilzuhaben, dazu beizutragen und daraus Nutzen zu ziehen.“

Weiterlesen
Arbeit & Soziales

Angriff auf den Sozialstaat: Kanonen statt Butter oder Kanonen gegen Butter?

Beitrag von Dagmar Henn
Man könnte ja angesichts der Ergebnisse der Bundesregierung meinen, schlimmer ginge es nimmer, aber das Beispiel Finnland zeigt, dass es da noch ein gutes Stück weiter nach unten gehen kann. Wobei das, was die finnischen Regierungen der letzten Jahre hingelegt haben, wirklich wie ein Plan wirkt, das Leben der eigenen Bevölkerung maximal zu verschlechtern. Die Wirtschaftsbeziehungen nach Russland wurden gekappt, weshalb es kaum mehr Tourismus gibt, dann kam der NATO-Beitritt, die EU-Ökovorgaben wurden auch brav umgesetzt, samt Luftsteuern, und jetzt wurden dann auch noch die Rüstungsausgaben auf Kosten des Sozialstaats hochgeschraubt, bei bereits 11,5 Prozent Arbeitslosen… Dabei war Finnland einst, zu Zeiten, als Nokia den Handymarkt beherrschte, ein kleines, aber ziemlich wohlhabendes Land.

Weiterlesen
Arbeit & Soziales

Die große Entbehrungsoper

Beitrag von Sabiene Jahn
Als der Westen noch Kriege führte, versprach er seinen Bürgern Ordnung, Sicherheit und moralische Überlegenheit. Heute verlangt er Verzicht, höhere Spritkosten und neue Opfer – und bringt nicht einmal mehr den Mut auf, die Urheber der Eskalation beim Namen zu nennen. Keir Starmer und Anthony Albanese sprechen wie Männer, die einen Brand beklagen, an dessen Legung sie selbst politisch mitgewirkt haben. Sie bitten ihre Bevölkerungen um Disziplin, während sie zugleich an der großen Irreführung festhalten – so zu tun, als sei diese Krise über ihre Länder gekommen, nicht aber aus ihrer eigenen politischen Komplizenschaft erwachsen. Es ist ein altbekanntes Bühnenbild: Staatsmänner treten vor die Kameras, die Kulisse ist düster, die Worte sind schwer und der Ton getragen, Ja, und irgendwo zwischen „Verantwortung“ und „Solidarität“ beginnt die nächste Zumutung für die eigene Bevölkerung.

Weiterlesen