Vorwärts in die totalitäre Vergangenheit

Ein Kommentar von Rainer Rupp
Die Älteren unter uns erinnern sich sicherlich noch, wie viele zig Milliarden D-Mark und seit 2002 Euro eine deutsche Bundesregierung nach der anderen für Softpower-Programme ausgegeben haben, um dem Rest der Welt – vor allem den westlichen Verbündeten – den Eindruck zu vermitteln, dass die “Neuen Deutschen” der Bundesrepublik harmlos und friedfertige Gutmenschen sind. …
Aber Jahrzehnte lange Arbeit am guten Ruf können über Nacht für die Katz sein, wenn – wie im Fall der neuen Bundesregierung – unter dem schönen Lack das hässliche Erbe des Terrors vergangener Zeiten wieder zum Vorschein kommt.

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Zur Notwendigkeit breiter antifaschistischer Bündnisse

Vortrag von Klaus Linder, gehalten in der Ortsgruppe Berlin-Marzahn des Rotfuchs-Fördervereins
Wir haben zu prüfen: Was sind Bündnisse? Was ist antifaschistisch? Was ist Breite? Was ist Notwendigkeit? Zunächst stellt sich die Frage nach dem Subjekt von Bündnissen. Ich sollte sagen: nach den Subjekten. Allerdings ist ein Bündnis der Versuch, in zumindest einer Frage soviel Übereinstimmung zu erreichen, dass nach außen das Bündnis eben als ein Subjekt auftritt. Eine Bündnisabsicht legt uns Fragen vor:
Mit wem sind Bündnisse zu schließen? Gegen wen und was richtet sich das Bündnis? Das schließt ein: Mit wem sind Bündnisse nicht oder in einem gegebenen Moment nicht zu schließen?
Was also sind die Kriterien, nach denen gemeinsamer Boden oder Abgrenzung definiert werden könnten?

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Andersdenkende: Säue oder Nazis?

Lyrik von Lucie Sponheimer
ARD und ZDF heißt Rundfunkfreiheit,
ja die Freiheit, Rundfunkfreiheit.
Ihre Freiheit, das ist leider nicht die uns’re,
sie verhöhnt uns und verarscht uns, wo sie kann. /
Zamperoni und den Kleber kennt ein jeder,
eine jede, wirklich jeder,
festgezurrt steh‘n sie auf der Atlantikbrücke,
biegen uns die US-NATO-Linie bei. /
Wenn‘s mal lustig werden soll, zeigen sie Hofnarr‘n,
echte Hofnarr‘n, für‘n Regime-Schmarrn,
damit wir den Kakao dann auch noch trinken,
durch den sie uns mit Wonne täglich zieh’n.

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Vernichtungskrieg: Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Rede von Joachim Guilliard 
Wir sind heute hier, um an ein besonders finsteres Kapitel der dt. Geschichte zu erinnern. Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht heimtückisch, ohne Kriegserklärung die Sowjetunion. Damit startete der deutsche Imperialismus die größte militärische Operation der Geschichte, die in den folgenden vier Jahren mehr Opfer forderte als jeder bisherige Feldzug. … „Tag der Trauer“ nennen die Menschen in den Ländern der früheren Sowjetunion das Gedenken an den Überfall. In ihren Familien bleibt dieser Tag, dieser 22.Juni 1941 unvergessen. Denn es gibt wohl keine Familie dort, die keine Toten durch den deutschen Vernichtungskrieg zu beklagen hatten ‒ die meisten sogar sehr viele.

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Potsdamer Friko gegen Ausstellung der Bundeswehr in der Garnisonkirche

Pressemitteilung der Friedenskoordination Potsdam zur Finanzierung der Dauerausstellung im Turm der Potsdamer Garnisonkirche durch die Bundeswehr
In der letzten Woche war der lokalen Presse … zu entnehmen, dass sich die Bundeswehr finanziell in das umstrittene Projekt zum Wiederaufbau der Potsdamer Hof- und Garnisonkirche einmischt. Dabei soll die neue Dauerausstellung im Turm der im Wiederaufbau befindlichen einstigen Militärkirche mit 350.000 Euro aus dem Wehretat des Bundesverteidigungsministeriums – und somit der Bundeswehr – finanziert werden. Dieses steht im klaren Gegensatz zu den mehrfach geäußerten Versprechungen und Beteuerungen der Wiederaufbaustiftung, die Garnisonkirche werde einerseits nur aus freiwilligen Spendengeldern wiedererrichtet, und die Geschichte des Bauwerks werde andererseits neutral, umfassend und vorurteilsfrei aufgearbeitet.

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Zusammenhang der Tendenz zu Faschisierung und Krieg

Unserer Genossin Erika Baum zum 95. Geburtstag.
Wir gratulieren unserer Genossin zum 95. Geburtstag. Anstelle eigener Worte der Würdigung lassen wir die Jubilarin selbst zu Wort kommen: Ihr Vortrag bei unserer Veranstaltung: „Berliner Runde – Freidenker im Gespräch“ vom 26.01.2018.

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Aufsatzsammlung „Wie konnte das geschehen?“ von Kurt Gossweiler online

Der Historiker Dr. sc. Dr. h.c. Kurt Gossweiler, geboren 1917, zählt zu den bedeutendsten Erforschern des Faschismus. Im Jahr 2017 – seinem Todesjahr – erschien die dreibändige Sammlung seiner Analysen, Referate, Kritiken, Reden und Briefe unter dem Titel „Wie konnte das geschehen?“ Mit dieser Sammlung wollten die Herausgeber – unter ihnen der Deutsche Freidenker-Verband – die Texte Kurt Gossweilers, die verstreut in unterschiedlichen Zeitschriften, vor allem in der offen-siv und der Schriftenreihe der KPD, erschienen sind, zusammenfassen. Auf der Webseite von offen-siv wurden die drei Bände nun erstmals zum direkten Download als PDF-Dateien bereitgestellt.

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Grundrechte verteidigen: Frieden, kein Krieg!

Rede von Klaus Linder, Landesvorsitzender des Berliner Freidenker-Verbandes, auf der Kundgebung „Kündigt Ramstein jetzt“ am 30. Mai 2020 in Berlin
… Sämtliche Widersprüche, mit denen wir jetzt zu tun haben, selbst im Umgang mit einem Virus, sind ohne den übergreifenden weltpolitischen Hauptgegensatz nicht erfassbar. Das ist der Widerspruch zwischen angreifenden, imperialistischen Ländern und solchen, die sich deren Diktat nicht unterwerfen. Wer der Meinung ist, eine Art „globaler Faschismus“ sei auf dem Vormarsch, hat diesen Hauptwiderspruch zwischen der imperialistischen Welt und den Gegenkräften noch nicht erkannt. …

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Was Faschismus ist und Antifaschismus folglich sein muss

Beitrag von Klaus Hartmann aus FREIDENKER 1-20
Die öffentliche Debatte darüber, was faschistisch oder antifaschistisch und demokratisch ist, scheint von politischer Verwirrung gekennzeichnet. Das Koordinatensystem, was politisch rechts oder links ist, ist durcheinandergewirbelt. … Diese Verwirrung ist nicht die Folge von verlorengegangenem Wissen oder mangelndem Bildungsinteresse. Sie ist gezielt herbeigewünschtes und -geschriebenes Ergebnis eines medialen Trommelfeuers, das seit Jahr­zehnten anhält. Die Freidenker versuchen entsprechend, „Aufklärung gegen Volksverdummung und Zerstörung der Vernunft“ zu setzen, wie z.B. unser Konferenzmotto am 19. Februar 2005 in Berlin lautete.

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Lehren aus dem VII. Weltkongress für den Kampf gegen Faschismus und Krieg

Interview mit Erika Baum von Klaus Linder aus FREIDENKER 1-20
Frage: Glaubt man den Herrschenden, aber auch linkeren Teilen der deutschen Presse, dann müsste heute die Regierung mitsamt Oppositionsparteien (außer einer) und außerparlamentarischen „Bewegungen“ eine einzige antifaschistische Front bilden. Wie kann das sein?
Erika: Die imperialistischen Kräfte wissen, dass die nächste Krise kommt. Um die Massen noch still zu halten, brauchen sie diesen scheinbaren Zusammenschluss. Und das haben ihnen, wie wir gerade in Thüringen gesehen haben, auch die „Linken“mit Ramelow angeboten, über ihre eindeutige Anti-DDR-Haltung. Über einen verdeckenden parlamentarischen „Hickhack“ wurde eine klare Gesamtorientierung nach rechts durchgesetzt.

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FREIDENKER 1-20 – Was ist Faschismus – was Antifaschismus?

Die Ausgabe 1-20 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Was ist Faschismus – was Antifaschismus“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Männe Grüß: Ernst Thälmann und Antifaschismus heute
– Interview mit Erika Baum: Lehren aus dem VII. Weltkongress für den Kampf gegen Faschismus und Krieg
– Klaus Hartmann: Was Faschismus ist und Antifaschismus folglich sein muss
– Klaus Linder: Antifaschistische Strategie: Irrationalismus – Schlagwort oder Begriff?
– Jürgen Rose: Töten für Deutschland
– Wladimir W. Putin: Kriegsschuldfrage und Geschichts­revisionismus

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