Krieg

AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Diether Dehm: DGB-Spitze ignoriert Proteste von IG-Metallern gegen Aufrüstung

Beitrag von Felicitas Rabe
Für den 26. September hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Demonstrationen gegen Sozialabbau und für den Schutz von Arbeitnehmerrechten aufgerufen. Unter dem Motto: „Was wir uns hart erarbeitet haben, lassen wir uns nicht nehmen“ beteiligten sich in 15 Großstädten bundesweit rund 175.000 Menschen. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen DGB‑Vorsitzenden Thorben Albrecht nahmen in Essen circa 17.000 Menschen an den Sozialprotesten teil. […] Am Sonntag sprach die Berichterstatterin mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke, dem Unternehmer und Publizisten Dr. Diether Dehm, über die offensichtliche Ignoranz der Gewerkschaftsfunktionäre, was Kriegsvorbereitung und Aufrüstung in diesem Land betrifft.

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AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Deutsche Friedensfreunde mit Tolstoi-Schauspiel auf Russland-Tour

Interview von Ulrich Heyden
Das „Haus der deutschen Wirtschaft” [1] in Moskau ist nicht gerade ein Ort, an dem man die Aufführung eines Puppentheaters erwartet. Das moderne Haus liegt im Zentrum von Moskau nahe der U-Bahn-Station Poljanka in der Ersten Kosaken-Gasse. In einem Saal des Hauses führten drei Deutsche am 26. August ein Puppentheaterstück auf. Dabei saßen sie meistens, denn eine lebensgroße Puppe zu führen braucht Stabilität und Kraft. Aufgeführt wurde ein Auszug aus der Erzählung „Wovon der Mensch lebt“, welche der russische Schriftsteller Lew Tolstoi 1881 zu Papier brachte. Organisator der Veranstaltung war der Moskauer Rotary Club. Etwa 50 Deutsche und Russen waren zu der Vorstellung gekommen. Es waren Studenten, Wissenschaftler, deutsche Unternehmer und Mitarbeiter deutscher Firmen in Russland. Unter den Zuschauern war auch der ehemalige Moskau-Korrespondent des WDR, Hermann Krause, der jetzt das Moskauer Büro der Deutschen Kriegsgräberfürsorge leitet.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

25 Jahre nach 9/11: Der Tag, der die Welt veränderte – und die Fragen, die man nicht stellen sollte (2)

Teil 2 – Das fehlende Gebäude, die offenen Akten, die falschen Kriege, die neuen Strategien
von Wolfgang Effenberger
Ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wird vor allem erinnert: – an fast 3.000 Ermordete, – an die Bilder der brennenden Türme, an Feuerwehrleute und – Angehörige, an den Schock eines Tages, der Amerika und die Welt veränderte. Das Gedenken ist notwendig. Aber es darf nicht an die Stelle einer Bilanz treten. Denn 25 Jahre später liegt die eigentliche Frage nicht nur darin, wie al-Qaida die Anschläge ausführen konnte oder wo die US-amerikanischen Wurzeln dieser islamischen Terrororganisation liegend. Die Frage muss ebenso lauten: Was wussten die amerikanischen Behörden vor dem Anschlag? Warum versagte die Luftverteidigung am Morgen des 11. September? Welche politischen Interessen prägten die Aufklärung danach? Und weshalb führte die Antwort der Vereinigten Staaten in Kriege, die mit den unmittelbaren Tätern nur begrenzt oder – im Fall des Irak und Afghanistans– gar nicht verbunden waren?

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

25 Jahre nach 9/11: Der Tag, der die Welt veränderte – und die Fragen, die man nicht stellen sollte (1)

Teil 1 – Als der Himmel brannte: Meine Erinnerung an den 11. September und den Beginn einer neuen Epoche
von Wolfgang Effenberger
Der persönliche Rückblick eines Zeitzeugen: Betroffenheit, Fassungslosigkeit und die Ahnung, dass auf diesen Tag eine folgenschwere politische Zeitenwende folgen würde.
Das Bild von Bernard Kerik und Rudolph Giuliani, den prägenden Gestalten von New York in jenen Stunden, ist mir bis heute unmittelbar gegenwärtig. Es steht für einen Augenblick, in dem sich persönliches Erschrecken, öffentliche Ratlosigkeit und die Ahnung einer bevorstehenden politischen Zäsur überlagerten. Bereits einen Tag nach der Amtseinführung George W. Bushs, am 21. Januar 2001, hatte ich mit der Arbeit an einem US-kritischen Buch mit dem Arbeitstitel „Imperium USAnum“ (im Original „Pax americana“ 2004) begonnen. Auslöser war die für ihn rätselhafte, in ihren Andeutungen ungewöhnlich weitreichende Vereidigungsrede des neuen Präsidenten. Er wollte ihre Aussagen und den darin erkennbaren politischen Horizont kritisch untersuchen.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Ist Deutschland wirklich kein Kriegsbeteiligter?

Von Dagmar Henn
Wie tief steckt sie drin im ukrainischen Krieg, die deutsche Nase? Das ist eine Frage, die sich von Anfang an stellte, wenn man an den Anfang zurückgehen will, schon am Tag des Maidan-Putsches. Denn ja, die Frage, wann das, was da getrieben wird, als Kriegsbeteiligung gilt, tauchte immer wieder auf in der deutschen Debatte, auch wenn sie in den Leitmedien stetig weiter in den Hintergrund trat und die Kasuistik immer einen Weg fand, die Behauptung eigener Unschuld aufrechtzuerhalten. Das, was man für sich beansprucht, nennt sich „Nichtkriegsführung“. Ein Zwischenzustand, der erst seit der UN-Charta überhaupt denkbar ist, die es zulässt, Angegriffene zu unterstützen. Die ältere Haager Landkriegsordnung kennt nur Neutrale oder Beteiligte, und die Regeln für Neutralität waren strikt. Aber ganz so einfach ist das nicht, und es lässt sich auch kein Weg finden, zu einer allgemein akzeptablen Definition zu kommen. …

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Offene Türen und Herzen

Impressionen aus der Hauptstadt eines großen Landes, das Nachbar und nicht Feind sein will
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Aus den Boxen der Cafés dringt Pop- und Rockmusik, meist englischsprachig, während die Menschen draußen und drinnen Kaffee trinken oder etwas essen, miteinander reden, sich verabreden. Ein Kaffee kostet in der Regel ab 2,50 Euro aufwärts. Manche wirken ganz entspannt, manche sehr beschäftigt, Studenten diskutieren über Gelerntes oder ganz Privates. In den U-Bahnen sind die meisten mit ihren Smartphones beschäftigt. […] Die Stadt, in der ich bin, wirkt so europäisch wie Berlin, Paris oder irgendwo in Italien. Doch es gibt eine Reihe deutlicher Unterschiede: Auf den Straßen fahren vor allem asiatische Automodelle neben wenigen aus Europa, die Informationen auf den Schildern sind in kyrillisch und die Menschen sprechen fast alle russisch miteinander. […] Insgesamt ist es eine Stadt, die wie andere europäische Städte wirkt – und eben doch anders: Moskau.

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Oberstleutnant a. D. zur Frage: Kann Deutschland einen Krieg überhaupt überleben?

Beitrag von Felicitas Rabe
Aktuell gibt es in Deutschland keine so großen Friedensdemonstrationen wie zu Zeiten der Bundesrepublik in den Achtzigerjahren. Doch vielfach unbemerkt von der Öffentlichkeit finden bundesweit unzählige Veranstaltungen von Friedensinitiativen statt, die die Kriegspolitik der Merz-Regierung ablehnen. Die Menschen fordern Frieden und Freundschaft mit Russland – eine Mehrheit lehnt zudem jegliche deutsche Kriegsbeteiligung oder deren Vorbereitung ab. Am Donnerstagabend (10.09.2026) hatte die Hanauer Friedensplattform den Oberstleutnant a. D. Jürgen Rose zum Vortrag „Deutschland auf dem Weg in den Krieg mit Russland?“ im Bürgerhaus Hanau Südost zu Gast. Auf der Veranstaltung informierte der ehemalige Bundeswehroffizier rund 80 interessierte Bürger über das Kriegstüchtigkeitskonzept der Bundesregierung, über deutsche Sicherheitspolitik und über die Risiken bei einem Krieg mit Russland.

Rose ist Mitgründer des Arbeitskreises „Darmstädter Signal“. Das Netzwerk wurde 1983 von Berufssoldaten der Bundeswehr gegründet, die sich gegen die Stationierung neuer Atomraketen engagierten. Heute setzt sich der Arbeitskreis für friedliche Konfliktlösungen ein. Die Hanauer Friedensaktivisten baten den ehemaligen Dozenten der Bundeswehrhochschule um Antworten auf die Fragen: Welche Folgen hat die deutsche Aufrüstung? Kann es zu einem Krieg mit Russland kommen?

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Die gute und die schlechte Sabotage

Beitrag von Dagmar Henn
Man kann ja von Glück sagen, dass das erste Bekennerschreiben von Daniel V. auftauchte, als es erst um zwei versuchte Anschläge auf Umspannwerke ging. Inzwischen geht die Zahl der mutmaßlich von ihm gebastelten Sprengsätze in die Dutzende, über mehrere Bundesländer verteilt und stets in der Nähe von Braunkohlekraftwerken. Mittlerweile wäre die Versuchung wohl zu groß, auch daraus „russische Sabotage“ zu machen. Mit einem Schreiben, in dem auf die Erzählung des „menschengemachten Klimawandels“ Bezug genommen wird, wird das schwierig. Schließlich wurde die Grundlage für derartige Taten tagtäglich in den Leitmedien gelegt, die sich keine Gelegenheit entgehen ließen, Sommertage zu Katastrophen zu erklären und von Tausenden Hitzetoten zu schwadronieren.

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AktuellesDemokratie – Medien – AufklärungVeranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

„Was ist die multipolare Ordnung und wie können wir sie mitgestalten?“

Einladung zu Vortrag und Diskussion mit  Stephan Ossenkopp. Wann: Dienstag, 08. September 2026, 18:00 Uhr. Wo: Kieztreff Wedding, Stralsunder Str. 6, 13355 Berlin. Das Referat „Was ist die multipolare Ordnung und wie können wir sie mitgestalten?“ hält Stephan Ossenkopp, freier Journalist, Blogger sowie Autor aus Berlin. […] In seinem Vortrag geht es um die Strategie zur Errichtung einer fairen multipolaren Ordnung, in der Souveränität, Gleichrangigkeit, gemeinschaftliche Entwicklung und Sicherheit für alle die Kerninteressen darstellen. Die Kriege der NATO, insbesondere der USA und Westeuropas, zielen darauf ab, diese Entwicklungen zu unterminieren, und gefährden damit die Zukunft der Zivilisation. Auf der anderen Seite ist der Aufstieg der globalen Mehrheit, vor allem der Länder im Süden, eine unabänderliche Tatsache.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

„Willkommen in der realen Welt“

Ein Kommentar von Sabiene Jahn
Kriege zerstören nicht erst Häuser, Körper und Landschaften. Sie zerstören zuvor die Sprache. Begriffe werden verschoben, Hemmschwellen sinken, Menschen verschwinden hinter Kategorien wie „Ziele“, „Kapazitäten“, „Verluste“ und „Ersatzraten“. Vielleicht frisst der Krieg deshalb tatsächlich zuerst einige seiner geistigen Kinder. Jene, deren Beruf eigentlich darin bestünde, Distanz zu halten und genau hinzusehen. Michael Martens, langjähriger Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat auf der gemeinsamen Pressekonferenz des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 8.August 2026 in Belgrad eine Frage gestellt, die diese Grenze überschreitet. Er wollte von Selenskyj wissen, was „wir Europäer“ konkret tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, „mehr Russen zu töten“. Unmittelbar fügte er hinzu, „mehr russische Soldaten natürlich“.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Der (un)aufhaltsame Untergang der Ukraine

Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Der Krieg in der Ukraine wird fortgesetzt. Eine Friedenslösung ist nicht in Sicht, unabhängig davon, dass immer mal wieder jemand sie in Kürze herannahen sieht. Russlands Armee rückt Stück für Stück weiter vor. Zugleich werden immer massiver ukrainische Infrastrukturobjekte angegriffen und zerstört, die militärisch genutzt werden. In Moskau heißt es inzwischen, der Krieg werde durch den Sieg entschieden. Die Kiewer Führung ist anscheinend entschlossen, darauf mit Terrorangriffen gegen Russland und seine Menschen zu antworten. Täglich werden in der Tiefe des Landes mit Langstreckendrohnen, unterstützt vom Westen, zivile Objekte und Menschen angegriffen, verletzt und getötet. Den Meldungen darüber – die es selten in bundesdeutsche Mainstreammedien schaffen – zufolge steigen derzeit die Zahlen der russischen zivilen Opfer an.

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