Tag des Sieges 2018 in Moskau: Nach-Moskauer Nachtgedanken

Beitrag von Diether Dehm
Unter der rechten Schulter seines einen feinen Jacketts (für den besondersten aller Anlässe!) verrät beim Schreiten ein leises austarierendes Rudern des Oberarms eine Abnutzung der Hüfte. Er heißt Winter, stammt aus Prag und spricht deutsch: “Heiße Waldemar, ja russisch Wladimir, bin neun, vier, ja… 94”. Über allen Orden (ein hiesiges Medienfrettchen hätte vielleicht geschrieben “dekoriert wie ein Zuchtbulle”; aber das liegt daran, dass Medienfrettchen auf dem NATO-Strich auch dann gut bezahlt werden, wenn sie nichts können), von denen jeder seine Geschichte erzählt, hängt der rote Stern mit HammerUndSichel. Linksoben, direkt neben dem akkuraten Krawattenknoten.

Weiterlesen …

Über Fernwirkungen der Oktoberrevolution

Beitrag von Andreas Wehr aus: FREIDENKER 4-17
Wir müssen begreifen, dass das Widersprüchliche in den sozialistischen Gesellschaften, beginnend mit der Oktoberrevolution, selbst zu einer geschichtlichen Tatsache geworden ist. Die marxistische Theorie wurde zwar als Anleitung benutzt. Sie hatte sich zu bewähren. Sie hatte ihren Praxistest zu bestehen. Und – und darauf kommt es mir hier besonders an – sie konnte dabei aber selbst nicht unverändert bleiben. Die marxistische Theorie wurde konkret, indem sie immer wieder neu interpretiert, indem sie fortlaufend ergänzt wurde. Dabei trat viel Neues hinzu, Unvorhergesehenes, Überraschendes. Anderes wurde verworfen, als untauglich erkannt. Würde man dies leugnen, würde man zugleich den dialektischen Geschichtsverlauf leugnen.

Weiterlesen …

Frauen als Gestalterinnen der Geschichte – Oktoberrevolution und ihre Folgen

Beitrag von Helga Hörz aus: FREIDENKER 4-17
Revolutionen sind Massenbewegungen, in denen herausragende Persönlichkeiten eine entscheidende Rolle spielen und wirkmächtige Ereignisse Auslöser und Verstärker sein können. Um das für die Rolle von Frauen für die Oktoberrevolution und ihre Auswirkungen zu verdeutlichen, wird erstens auf Rollenklischees und den Kampf zu ihrer Überwindung verwiesen und zweitens mit der Lage der Frauen vor der Oktoberrevolution auf vorhergehende revolutionäre Ereignisse eingegangen. Drittens geht es um die Folgen der Oktoberrevolution für die Lebensqualität der Menschen. Der aktive Einsatz von Alexandra Kollontai (1872 – 1952) für die Menschenrechte zeigt viertens die aktive Rolle von Frauenpersönlichkeiten. Als Fazit werden fünftens aktuelle Probleme benannt.

Weiterlesen …

Zum Tag des Sieges 2017

Ansprache von Klaus Hartmann auf der Gedenkfeier am 9. Mai 2017 auf dem Hauptfriedhof Frankfurt a.M.
Auszug: “Der 9. Mai ist ein Tag der Trauer um 27 Millionen ermordete Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Es ist ein Tag des ehrenden Gedenkens an über 11 Millionen Rotarmisten, die für diesen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ihr Leben hingaben. Es ist aber auch ein Tag des Abscheus und des Zornes über die abscheulichen Verbrechen, die im Namen Deutschlands an den Völkern der SU und ganz Europas verübt wurden. Der 9. Mai ist ein Tag der Mahnung: Nie wieder ein Feldzug gen Osten, den NATO-Aufmarsch stoppen! …”

Weiterlesen …

Freidenker zum 75. Jahrestag des faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion

Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbandes zum 70. Jahrestag des faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion
Am 22. Juni 2016 gedenken wir der 27 Millionen Sowjetbürger, die beim Überfall der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion ihr Leben verloren.
Am 22. Juni 1941 begann der Vernichtungskrieg mit dem Ziel der „Ausrottung des Kommunismus für alle Zeiten“ durch die „Vernichtung der bolschewistischen Kommissare und kommunistischen Intelligenz“.
Es war ein barbarischer, ein totaler Krieg, bis heute ohne Beispiel. Angesichts über 50 Millionen Toten, darunter China mit 13,5 Millionen und die Sowjetunion mit 27 Millionen, bekräftigen wir an diesem Tag: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“

Weiterlesen …

FREIDENKER 1-15 – 70 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg

Die Ausgabe 1-15 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „70 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg – Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Prof. Dr. Anton Latzo: Der Sieg über den Faschismus ist eine Tat der Befreiung
– Emil Carlebach: Lasst nicht nach in Eurer Wachsamkeit!
– Klaus Hartmann: Passend zur Kriegszeit: Breitseiten gegen die Friedensbewegung
– Diether Dehm: Für einen nichtsektiererischen Antiimperialismus
– Michael Sommer und Susann Witt-Stahl: Dem Antifaschismus soll der Antikapitalismus ausgetrieben werden.
– George und Doris Pumphrey: Karriere einer “offiziellen EU”-Definition des Antisemitismus
– Klaus von Raussendorff: Eine neue Systemkonfrontation zwischen staatsmonopolitischem Kapitalismus und Staatskapitalismus?

Weiterlesen …

Die Mächtigen und ihre ‚heilige Ordnung‘

Beitrag von Rainer Rupp aus: FREIDENKER 4-07
Seit dem Verschwinden der Sowjetunion sind die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs weitgehend revidiert worden. Folgerichtig droht die Entwicklung in eine Situation zurückzukehren, wie wir sie Anfang des 20. Jahrhunderts erlebt haben: Weltkrieg, Bürgerkrieg, „Religionskrieg“, „Große Spiele“ und Krieg der Kontinente. Aber immer geht es um Macht und Ressourcen. Das Verschwinden der Sowjetunion und die Restauration des alten, ungezügelten Kapitalismus und Imperialismus hat nach außen wieder starke Kriegskräfte freigesetzt.

Weiterlesen …