Wirtschaft

AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Chinas Aufstieg und der strategische Irrweg des Westens

Beitrag von Rainer Rupp
Die fünfhundert Jahre westlicher Dominanz könnten sich ihrem Ende nähern. Nicht unbedingt durch einen militärischen Zusammenbruch der USA oder Europas, sondern durch eine wesentlich unspektakulärere Verschiebung von Produktion, Technologie, Rohstoffen, Kapital und einer sozial funktionierenden und intellektuell blühenden Gesellschaft in China. Dies ist – kaum zu glauben – der Kern der Aussage eines pensionierten US‑Obersten, des hochdekorierten Panzeroffiziers Douglas Macgregor, mit realen Kriegserfahrungen im Mittleren Osten. Der studierte Militär- und Politikwissenschaftler […] ist wegen seiner glasklaren Analysen und treffend scharfen Aussagen in alternativen Medien wie YouTube weit über die Grenzen der USA hinaus bekannt.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Europa am Wendepunkt

Aufrüstung, Russland und der schwindende diplomatische Spielraum
von Wolfgang Effenberger
Die aktuelle Entwicklung in Europa lässt sich nicht mehr allein als Fortsetzung des Ukrainekrieges betrachten. Gleichzeitig verändern sich die militärischen Strukturen in Osteuropa, die Rüstungsproduktion in Deutschland wird ausgeweitet, die militärischen Auseinandersetzungen nehmen an Intensität zu – und der diplomatische Spielraum zwischen Russland, der Ukraine, Europa und den Vereinigten Staaten scheint enger zu werden. Drei Beiträge aus dem September 2026 beleuchten diese Entwicklung aus unterschiedlichen Blickwinkeln: ein Bericht der Associated Press/Euronews über den möglichen Ausbau einer dauerhaften US-Militärpräsenz in Polen, Paul Craig Roberts mit seinem Beitrag „Does Anyone Understand the Actual Situation?“, […] sowie Larry C. Johnson mit seiner Analyse „Moscow Closes the Door“, […] Gerade im Zusammenspiel dieser Quellen wird eine Entwicklung sichtbar, die über einzelne Gefechte hinausgeht:

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Der Westen verliert am Golf

Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Washington kann drohen, blockieren und bombardieren. Doch kann es seine Verbündeten noch schützen? In einem auf Substack am 1. Oktober veröffentlichten Gespräch zwischen dem norwegischen Politikwissenschaftler Prof. Glenn Diesen und dem eminenten US-Professor John Mearsheimer zeichnete letzterer das Bild einer Großmacht, deren einstige militärische Überlegenheit zunehmend an politische und praktische Grenzen stößt. Am Persischen Golf sei demnach das amerikanische Sicherheitsversprechen für seine ölreichen „Verbündeten“ unter iranischen Raketenschlägen verpufft. Zugleich würde es in Europa – selbst nach einem Ende der Kämpfe in der Ukraine – keinen dauerhaften Frieden geben. Beide Krisen verbinde eine unbequeme und uns alle existentiell betreffende Frage …

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Von der City of London zur Wall Street und zurück (1)

Teil 1: Vom Fugger-Kapital zur Finanzwelt des Atlantiks
von Wolfgang Effenberger
Die City of London  ist die kleine historische Kernstadt Londons, eine seit der Römerzeit bestehende Handelsstadt mit eigener kommunaler Verfassung; ihre Umwandlung zum führenden Finanzzentrum verdankt sich vor allem durch die Krise der oberdeutschen Handelshäuser Fugger und Welser im 16. und 17. Jahrhundert, die Verlagerung der europäischen Handels- und Machtachsen zum Atlantik und den Aufbau des englischen Fiskal- und Kriegsstaates entscheidend beschleunigt, wobei der Dreißigjährige Krieg als Beschleuniger wirkte. Sie ist nicht gleichzusetzen mit „London“ insgesamt. Aus der mittelalterlichen Bürgergemeinde ging die heutige City of London Corporation hervor. Schon im 12. und frühen 13. Jahrhundert erhielten die Bürger Rechte auf Selbstverwaltung und Bürgermeisterwahl.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Jeffrey Sachs: „Machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst ‒ niemand kann es aufhalten“

Beitrag von Rainer Rupp
In einer Reihe von Interviews und Diskussionen auf YouTube liegt die Ursache der gegenwärtigen Krise laut Professor Sachs im historischen Machtverlust des Kollektiven Westens. Aber im Aufstieg Chinas oder Russlands sieht Sachs nicht die Gefahr für einen neuen Weltkrieg, sondern in der Reaktion des Westens. Die Vereinigten Staaten und ihre engsten Verbündeten – Großbritannien, die Europäische Union, Japan und Australien – hätten über rund zwei Jahrhunderte die Welt maßgeblich bestimmt und ausgebeutet. Diese Ära gehe nun zu Ende. Nicht weil der Westen verschwindet oder wirtschaftlich bedeutungslos geworden wäre, sondern weil er seine frühere Fähigkeit verloren hat, die internationale Ordnung allein zu seinen eigenen Gunsten zu bestimmen. Sachs spricht deshalb von einer „doppelten Krise“: einer Krise der USA und einer Krise des Westens. Besonders problematisch sei, dass die amerikanische Außenpolitik noch immer von der Vorstellung geprägt wird, dass die Vereinigten Staaten ihre Vorherrschaft über den Globus verteidigen müssten und dies auch noch könnten.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Washington zwingt Venezuela zur Erstattung seiner Kosten für die Invasion

Beitrag von Rainer Rupp
Die Vereinigten Staaten haben nach dem militärischen Überfall auf Caracas vom 3. Januar 2026 mit Dutzenden von Toten Venezuelas Ölindustrie in eine reichlich fließende Einnahmequelle für Washington verwandelt. Der venezolanische Ökonom Professor Francisco Rodríguez, Mitarbeiter des US-Center for Economic and Policy Research (CEPR), erklärte, dass die Trump-Administration Venezuela 4,7 Milliarden Dollar – rund 32 Prozent der Ölexporte des Landes im laufenden Jahr – mit der Begründung in Rechnung gestellt hat, dass damit die Kosten des US-Überfalls auf Venezuela gedeckt werden müssten. Dieses Geld war von den USA bereits abgezogen worden, bevor die Zahlungen für die Ölexporte die venezolanische Staatskonten überhaupt erreichten. Das heißt, dass alle Zahlungen für venezolanische Ölausfuhren direkt an die Trump-Administration gehen und dort an verschiedene Empfänger aufgeteilt werden.

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Veranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

Magdeburger Friedensfestival – das siebente – vom 03.-06.09.2026!

Magdeburger Friedensfestival – „Die DDR-Wirtschaft – von den Anfängen bis zur Treuhandanstalt“.
Der Landesverband des Deutschen Freidenker-Verband Sachsen-Anhalt beteiligt sich in diesem Jahr wieder am Magdeburger Friedensfestival. Zum einen wird der Verband mit einem Stand vor Ort sein, aber auch ein Zelt betreuen, in welchen Veranstaltungen organisiert, durchgeführt und betreut werden. Zu einer Veranstaltung wurde Uwe Trostel eingeladen, er wird ein Referat halten und anschließend ist eine Diskussion zum Thema geplant. Der Vortrag ist überschrieben mit: „Die DDR-Wirtschaft – von den Anfängen bis zur Treuhandanstalt“.
Wann und Wo: Samstag, 05.09.2026, 18:00 Uhr – 7. Magdeburger Friedensfestival im Unterhorstweg 26.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Der (un)aufhaltsame Untergang der Ukraine

Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Der Krieg in der Ukraine wird fortgesetzt. Eine Friedenslösung ist nicht in Sicht, unabhängig davon, dass immer mal wieder jemand sie in Kürze herannahen sieht. Russlands Armee rückt Stück für Stück weiter vor. Zugleich werden immer massiver ukrainische Infrastrukturobjekte angegriffen und zerstört, die militärisch genutzt werden. In Moskau heißt es inzwischen, der Krieg werde durch den Sieg entschieden. Die Kiewer Führung ist anscheinend entschlossen, darauf mit Terrorangriffen gegen Russland und seine Menschen zu antworten. Täglich werden in der Tiefe des Landes mit Langstreckendrohnen, unterstützt vom Westen, zivile Objekte und Menschen angegriffen, verletzt und getötet. Den Meldungen darüber – die es selten in bundesdeutsche Mainstreammedien schaffen – zufolge steigen derzeit die Zahlen der russischen zivilen Opfer an.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

BlackRock enthüllt! Dr. Werner Rügemer zeigt, wie Merz und die Finanzmacht die Politik steuern.

Video-Mitschnitt eines Vortrages von Dr. Werner Rügemer
BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verwaltet Billionen an Geldern für Kunden wie Pensionsfonds, Versicherungen, Staaten, aber auch für extrem große private Investoren wie Bill Gates. Dadurch hat BlackRock enormen Einfluss, da es große Beteiligungen an Tausenden von Unternehmen weltweit hält. Über diese Beteiligungen üben sie politischen Einfluss aus, zum Beispiel durch Aktionärsstimmen bei Hauptversammlungen, wo sie über strategische Unternehmensentscheidungen mitbestimmen. Zudem beraten sie Regierungen und Zentralbanken in Krisenzeiten und sind mit ihrer KI „Aladdin“ tief in die Analyse zentraler Finanzdaten eingebunden. Gemeinsam mit Vanguard und State Street, den sogenannten „Big Three“, sorgen sie so für eine massive Machtkonzentration.

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Arbeit & SozialesGeschichte

Das Recht auf Entwicklung und der Aufstieg Chinas und Indiens im Human Development Index (HDI)

Ein historischer Überblick von Wolfgang Schürer
Am 22. November 1965 wurde das United Nations Development Programme (UNDP) gegründet. Das UNDP ist ein Ausschuss der Generalversammlung (GEV). Sein Hauptsitz befindet sich in New York City, im dortigen exterritorialen Gebiet. Die Vereinigten Staaten waren gegen die Bildung des UNDP, da sie es als Konkurrenz zu den von ihnen dominierten UNO-Sonderorganisationen, der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, betrachteten. […] Am 04. Dezember 1986, in der Resolution 0178/2110246, erklärte die GEV das Recht auf Entwicklung zu einem „unveräußerlichen Menschenrecht, kraft dessen alle Menschen und Völker Anspruch darauf haben, an einer wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Entwicklung, in der alle Menschenrechte und Grundfreiheiten voll verwirklicht werden können, teilzuhaben, dazu beizutragen und daraus Nutzen zu ziehen.“

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Unheilvolle Rückkehr

Der deutsche Militarismus kehrt zurück – samt seinem alten Feindbild
Im Juli 1945 trafen sich die Sieger über den deutschen Faschismus zur Konferenz im Schloß Cecilienhof von Potsdam. Die führenden Vertreter der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens wollten sicherstellen, dass „Deutschland niemals mehr seine Nachbarn oder die Erhaltung des Friedens in der ganzen Welt bedrohen kann“. Sie sahen ihr vorrangiges Ziel darin, den „deutschen Militarismus und Nazismus“ auszurotten. Das betraf das Verhältnis von Politik und Militär sowie den Geist des Militarismus in der Gesellschaft und insbesondere im Militärapparat wie auch die starke Position der deutschen Rüstungsindustrie seit dem Kaiserreich. Während in der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR dieser Bruch vollzogen wurde, wurde das Ziel schon in der alten Bundesrepublik nicht erreicht.

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