Friedensbewegung

AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

„Der Elefant im Raum“: die Verbreiterung der Friedensbewegung und die Funktion der AfD dabei

Ein freundschaftliches Streitgespräch mit Patrik Baab, Diether Dehm, Patrik Köbele und Anette Sorg
Hiermit veröffentlichen wir ein ziemlich einmaliges Experiment: der Vorsitzende der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), Patrik Köbele, diskutiert mit dem Spiegel-Bestsellerautor und Kriegsberichterstatter Patrik Baab und dem parteilosen Kulturschaffenden Dr. Diether Dehm – moderiert von Anette Sorg (Nachdenkseiten). Der „Elefant im Raum“ wird in ein paar häufig gestellten Fragen angesprochen: Ist die AfD eine faschistische Partei? Sind führende Kräfte der AfD eine Art „Auferstehung der Nazis vor 33“? Ist eine „Überhöhung“ des eigenen Nationalsstaats heute gleichbedeutend mit dem Nationalismus der faschistischen Protegees vor 1945? Ist eine Verbreiterung von „Frieden mit Russland“ auch möglich oder gar notwendig mit Kräften, die vielleicht nur „halbherzig“ dabei sind?

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Souveränität, Neutralität, Kultur: Deutschland – fremdbestimmt ruiniert

Vortrag von Dr. Wolfgang Bittner
Am 14. April 2026 vereinbarte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Machthaber Wolodymyr Selenskyj, und einen Monat später war Verteidigungsminister Boris Pistorius in Kiew, um eine intensivere militärische Zusammenarbeit zu besprechen. Deutschland soll – wieder einmal – die stärkste Militärmacht in Europa werden, und Deutschland soll die Kiewer Ukraine in ihrem Krieg bis zum Sieg über Russland unterstützen – auf Kosten der eigenen Bevölkerung, der im Kriegsfall die existenzielle Vernichtung droht. Wie konnte es so weit kommen? Bahnte sich doch nach der sogenannten Wiedervereinigung im Jahre 1990 eine für beide Seiten erfolgversprechende Kooperation an.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Liederverbot und Redezensur – Verbots-Salamitaktik auch beim Gedenken am Tag der Befreiung

Beitrag von Felicitas Rabe
In feierlichem Rahmen wurde am Freitag (08. Mai 2026) in Berlin-Karlshorst des 81. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus und der Kapitulation der deutschen Wehrmacht vor den alliierten Siegermächten gedacht. Dass es maßgeblich die Sowjets waren, die Deutschland zur Kapitulation zwangen, wird heute vom deutschen politischen Establishment in plumper Geschichtsignoranz geleugnet. Damit wurden bei der Gedenkveranstaltung in Karlshorst am Freitag auch die teilnehmenden Friedensaktivisten konfrontiert. Der Ort des Gedenkens, das deutsch-russische Museum Karlshorst, wurde peinlicherweise umbenannt in deutsches Museum Karlshorst! Die reinste Satire war die lange Liste der Auflagen für die Veranstaltung. […] Mit deutscher Gründlichkeit hatte die Obrigkeit aufgelistet und im Detail beschrieben, welche Fahnen, Abzeichen und Symbole nicht mitgeführt und welche Lieder und welche Inhalte und Themen nicht vorgetragen werden durften.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Haben Friedenskräfte in Deutschland eine Chance auf Vereinigung?

Elbe-Tag in Torgau macht es vor
Beitrag von Wladislaw Sankin
„Dem Elbe-Tag zu gedenken heißt: Raus aus der NATO! Die Erhaltung des Friedens ist oberstes Gebot.“ Mit diesem Banner der DKP-Torgau zogen Demonstranten am Elbe-Tag durch die Straßen der schmucken sächsischen Kleinstadt. […] Hinter dem Banner stand eine Kolonne mit roten Fahnen und weiteren Anti-NATO-Plakaten, aus den Lautsprechern tönte Musik. Nicht sehr zahlreich, aber gut organisiert und entschlossen wirkte die Gruppe. Man fragte sich unwillkürlich: Was passiert jetzt? Denn der Ton aus den Lautsprechern wurde nicht leiser, sodass es für einen kurzen Moment zum Gewirr aus Stimmen, Musik und Rufen kam. Der DKP-Zug stand quer vor einer Menschentraube einer anderen Kundgebung, „Torgau für Frieden“ Diese wurde bei vielen Friedensbewegten als Konkurrenz zum DKP-Marsch wahrgenommen. Würden jetzt beide Gruppen miteinander kollidieren? Auf der Bühne stand Sänger Tino Eisbrenner und hielt eine Ansprache, die alle derartigen Sorgen beseitigte.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Elbe-Tag in Torgau 2026: Fotos, Videos und Berichte

Vor 81 Jahren, am 25. April 1945, trafen sowjetische und US-amerikanische Truppen bei Torgau an der Elbe aufeinander und vereinigten somit die Ost- und Westfront. […] Wie in den vergangenen Jahren, war der Tag der Begegnung auch dieses Jahr Anlass zu Demonstrationen und Kundgebungen. Da der Gedenktag in diesem Jahr auf einen Samstag fiel, waren es sogar drei Veranstaltungen, die am selben Tag stattfanden. […] Da der Demonstrationszug der DKP und ihrer Unterstützer geografisch bedingt nach offiziellem Ende direkt durch das Veranstaltungsgelände von „Torgau für Frieden“ lief, nutzte Tino Eisbrenner die Gelegenheit, dazu aufzurufen, im nächsten Jahr eine gemeinsame Veranstaltung zu planen und durchzuführen. […] Wir präsentieren hier eine Bildergalerie mit Fotos von der Demonstration und den Kundgebungen. Außerdem gibt es Links zu Presseberichten und Videos.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Interview mit Klaus Hartmann auf der Demo „Weltweites Friedenszeichen“

Interview von freidenken.TV mit Klaus Hartmann
Der Freidenkerverband (gegr. 1881 in Frankfurt) setzt sich seit jeher für Aufklärung, Trennung von Staat und Kirche sowie gegen Krieg und Militarismus ein. Ursprünglich als Selbsthilfe für Dissidenten (z. B. gegen Lehrverbote) aktiv, kämpft er heute gegen Kriegshetze (NATO, Bundeswehr-„Operationsplan Deutschland“) und die Instrumentalisierung der Kirchen (z. B. „göttliche Kriegsvorbereitung“ via Militärseelsorge). Aktuell warnt der Verband vor Wiederbelebung der Wehrpflicht („gesellschaftliches Pflichtjahr“) und Spaltung der Friedensbewegung. Mit Infoständen, Vorträgen (z. B. zu Faschismus-Tendenzen) und Kampagnen will er Jugendliche mobilisieren und öffentliche Debatten anstoßen. Gemeinsamer Widerstand gegen Krieg – unabhängig von politischen Lagern.

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Kultur & Kunst

Spielt wieder Degenhardt und Süverkrüp – trotzt den Vergessenmachern!

Artikel von Diether Dehm
Ab 1964 wurde aus dem Festival „Chanson Folklore International” auf der Hunsrücker Burg Waldeck ein regelrechtes Labor für Friedenskünstler. Aber, obwohl Franz Josef Degenhardt und Dieter Süverkrüp dort die ersten und bedeutendsten westdeutschen Sänger gegen den Krieg nach dem Krieg waren: Als es vor 45 Jahren auf die ganz großen Bühnen in Bonn und Mutlangen ging, durften sie selten ans Mikrofon. Grund war die „Kontaktsperre DKP”, die damals gegen Kommunisten so ähnlich funktionierte wie heute gegen AfD-Leute, die es ehrlich für Frieden mit Russland meinen. Die damalige Brandmauer wirkte vor 45 Jahren tief hinein in die Linke und die Ostermärsche, als wir grade begonnen hatten, für die Großkundgebung gegen NATO-Raketen am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten zu mobilisieren.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Nürnberger Ostermarsch 2026: Friedenstüchtig statt kriegssüchtig

Kurzbericht und Rede von Michael Kraus
Seit 44 Jahren treffen sich unterschiedlichste Organisationen und Personen aus der Region unter dem Dach des Nürnberger Friedensforums zum Ostermarsch in Nürnberg. Weit über tausend Menschen reihten sich unter der Losung „Friedenstüchtig statt kriegssüchtig“ in Demonstrationszügen, ausgehend vom Kopernikusplatz und vom Rosa-Luxemburg-Platz sowie in eine Fahrraddemo vom Fürther Hiroshima Denkmal zur Abschlusskundgebung am Kornmarkt vor dem Gewerkschaftshaus in diesem Jahr ein.  Dort wurden sie von weiteren Friedensaktivisten und von den Künstlern der „StreetOps Music“ mit einer Zeitreise-Revue empfangen. […] Hauptredner Michael Kraus, Politikwissenschaftler, Gewerkschafter und Freidenker spannte in seiner Rede einen weiten Bogen über Geschichte und Verursacher von Kriegen, über den derzeitigen politischen und unfriedlichen Zustand unserer Welt,  bis zu den Möglichkeiten der Entwicklung von Frieden und Völkerfreundschaft.

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Religions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Mit Kirchen-Segen in den Krieg

Meinungsbeitrag von Klaus Hartmann
Nach einem guten Jahr Vorbereitungszeit mit Seelenmassage und Gehirnwäsche bei ihren Schäfchen haben es die Oberhirten geschafft – nach dem „Operationsplan Deutschland der Bundeswehr“ gibt es jetzt den „Geistlichen Operationsplan Deutschland“ mit der offenbar lustig gemeinten Abkürzung „GOD“. Man erinnert sich: „In God we trust“ – das Motto ziert alle Münzen und Geldscheine der USA; seit 1955 ist das gesetzlich vorgeschrieben. Von Gottvertrauen haben sich die beiden Kirchen beim Verfassen des Plans eher nicht leiten lassen, zumindest nicht von Jesu Wort nach dem Johannes-Evangelium „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Für ihren göttlichen „GOD“-Plan haben sich evangelische und katholische Kirche zusammengetan und ein „ökumenisches Rahmenkonzept“, ein Arbeitspapier verfasst, mit dem sperrigen und fast harmlos klingenden Namen „Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Als Zionisten noch die Koexistenz mit den Palästinensern anstrebten

Rezension von Arn Strohmeyer zu Shlomo Sand: Ein Staat für zwei Völker?
Angesichts der unversöhnlichen und starren zionistischen Haltung in Sachen Frieden ist es fast nicht vorstellbar, dass es einmal ernst gemeinte Vorschläge von zionistischer Seite zur Lösung des Konflikts mit den Palästinensern gab. Verschiedene Vorschläge wurden unterbreitet, und sie waren zumeist mit Warnungen verbunden, dass es bei Nicht-Annahme zu einer Katastrophe kommen würde. Und die ist inzwischen – siehe den Völkermord in Gaza – ja auch eingetreten. Die Vorschläge waren (und teilweise gibt es sie noch heute): Zwei Staaten für zwei Völker, eine Konföderation zweier souveräner Staaten, ein gemeinsamer säkularer Staat und ein binationaler Bundesstaat, wobei es zwischen den Konzepten Überschneidungen gibt.

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Frieden - Antifaschismus - SolidaritätZentrale Veranstaltungen

14.02.2026 München: Stoppen wir den Rüstungswahnsinn!

Aufruf zu Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz am 14.02.2026 in München.
Aus dem Aufruf: Die Kriegsangst wird geschürt, jeden Tag eine neue Bedrohung: Drohnensichtungen, Sabotagemeldungen, Alarmismus – auf Basis von Falschbehauptungen statt Fakten. Ein neuer kalter Krieg wird heraufbeschworen. Alles um von sozialen Kürzungen und der endgültigen Militarisierung der Gesellschaft abzulenken. Wir sollen den Gürtel enger schnallen, am besten auf Kanonen wohnen und die Wehrpflicht schlucken. Mit der Behauptung, Russland wolle die NATO angreifen, wird eine Aufrüstungsorgie begründet. Der abgewählte Bundestag schrieb unbegrenzte Sonderschulden ins Grundgesetz. So soll das Land „kriegstüchtig“ gemacht werden. Das zielt auf das Führen von Angriffskriegen mit der Gefahr eines Weltkriegs.

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