Wer blockiert die Straße nach Radensk?
Oleschky zwischen Drohnen, Minen und Deutungshoheit
Ein Essay von Sabiene Jahn
In Oleschky (russisch Aljoschki) entscheidet die Straße nach Radensk über Leben und Tod. Ukrainische Einheiten verminen Nebenwege aus der Ferne, Drohnen kreisen über der Stadt, und westliche Medien zeichnen das Bild einer russischen Aushungerung. Nun haben sich Russland und die Ukraine unter Vermittlung von Melania Trump auf eine örtlich begrenzte humanitäre Feuerpause verständigt. Beide Militärführungen kündigten deren Beginn für den 27. Oktober an. Die Zufahrtswege sollen gesichert, Hilfsgüter geliefert und ausreisewillige Zivilisten evakuiert werden. Während die praktische Umsetzung vorbereitet wird, bleiben die Verantwortlichkeiten für die lebensgefährliche Situation auf den Straßen umstritten. Wer hat diese Wege unpassierbar gemacht, wer kontrolliert ihre Öffnung, und wer bestimmt künftig, welche Bilder die Welt von Oleschky zu sehen bekommt?





































