Alle Beiträge unserer Webseite in chronologisch absteigender Reihenfolge

AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Das Rätsel um August Hanning

Beitrag von Dagmar Henn
Eigentlich kein Wunder, dass eine Geschichte, in der Geheimdienste eine derart zentrale Rolle spielen, eine Unmenge von Fragen aufwirft. Erst recht, wenn die Hauptfigur ein 80-jähriger, ehemaliger BND-Chef ist. Und ungeachtet der Tatsache, dass sich die Generalbundesanwaltschaft in Deutschland in den letzten Jahren zunehmend zu einem Bundesmärchendienst entwickelt hat, wenn man an „Rollatorputsch“ und ähnliche Leistungen denkt. Das beginnt beim Vorwurf selbst, den angeblich entwendeten 2.000 geheimen Dokumenten und dadurch erlangten Informationen, die an irgendwen verkauft worden sein sollen. In den Medien kursierte das Stichwort Aserbaidschan, aber das Land ist wohl eher kein Akteur, sondern bestenfalls ein Briefkasten, hinter dem sich entweder der türkische oder der israelische Geheimdienst verbergen dürfte …

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Chinas Aufstieg und der strategische Irrweg des Westens

Beitrag von Rainer Rupp
Die fünfhundert Jahre westlicher Dominanz könnten sich ihrem Ende nähern. Nicht unbedingt durch einen militärischen Zusammenbruch der USA oder Europas, sondern durch eine wesentlich unspektakulärere Verschiebung von Produktion, Technologie, Rohstoffen, Kapital und einer sozial funktionierenden und intellektuell blühenden Gesellschaft in China. Dies ist – kaum zu glauben – der Kern der Aussage eines pensionierten US‑Obersten, des hochdekorierten Panzeroffiziers Douglas Macgregor, mit realen Kriegserfahrungen im Mittleren Osten. Der studierte Militär- und Politikwissenschaftler […] ist wegen seiner glasklaren Analysen und treffend scharfen Aussagen in alternativen Medien wie YouTube weit über die Grenzen der USA hinaus bekannt.

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„Unsere Demokratie™“-Komiker präsentierte in Erfurt seine Hurz-Version 2026

Beitrag von Bernhard Loyen
„Total Normal“ im Jahr 2026 ist es, wenn der „Entertainer Hape Kerkeling“ an einer Anhörung zu einem juristischen Parteiverbotsverfahren gegen die Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Thüringer Landtag in Erfurt teilnimmt. Die Fraktion Die Linke hatte den Komiker zu der Anhörung als expliziten Fachexperten eingeladen. „Total Normal“ war der Name eines ARD-Formats, welches mit dem Hauptakteur Hape Kerkeling von 1989 bis zum Jahr 1991 seitens des verantwortlichen Radio Bremen ausgestrahlt wurde. In einem der bekanntesten Sketche veralberte einer der unzähligen, zuverlässigen und aufrechten Demokraten der Gegenwart, genau jene rot-grüne, bürgerliche, elitär-bildungspolitische Gesellschaftsklientel, von der er rund 35 Jahre später den größten Applaus und Zustimmung für seinen aufopferungsvollen „Unsere Demokratie™-Gegen-Rechts-K(r)ampf“ erfährt.

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Information wird Politik

Beitrag von Sabiene Jahn
Eine falsche Nachricht braucht heute keine Redaktion mehr. Ein Smartphone genügt. Ein täuschend echtes Video lässt sich erzeugen, eine Stimme klonen, ein Bild verändern und innerhalb von Minuten über Kontinente verbreiten. Die Korrektur kommt später. Wenn sie überhaupt kommt. Um dieses Problem kreiste am 22. September in Moskau das vierte internationale Forum „Dialog über Fakes 4.0“. Veranstaltungsort war das „Nationale Zentrum Russland“. Rund 2.000 Teilnehmer aus 80 Staaten kamen zusammen. Vertreten waren unter anderem die USA, China, Brasilien, Argentinien, Frankreich, Spanien, die Niederlande, Südkorea, Indien, Pakistan, Iran, Irak, Indonesien, Ägypten, Nigeria, Südafrika, Kasachstan, Kirgisistan, Venezuela und Mexiko. Als Referenten waren rund 70 Experten aus Fachbehörden, internationalen Organisationen, Technologieunternehmen, Medien und Fact-Checking-Projekten angekündigt. Damit reichte das Teilnehmerfeld weit über Russland und seine unmittelbaren Partnerstaaten hinaus.

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Europa am Wendepunkt

Aufrüstung, Russland und der schwindende diplomatische Spielraum
von Wolfgang Effenberger
Die aktuelle Entwicklung in Europa lässt sich nicht mehr allein als Fortsetzung des Ukrainekrieges betrachten. Gleichzeitig verändern sich die militärischen Strukturen in Osteuropa, die Rüstungsproduktion in Deutschland wird ausgeweitet, die militärischen Auseinandersetzungen nehmen an Intensität zu – und der diplomatische Spielraum zwischen Russland, der Ukraine, Europa und den Vereinigten Staaten scheint enger zu werden. Drei Beiträge aus dem September 2026 beleuchten diese Entwicklung aus unterschiedlichen Blickwinkeln: ein Bericht der Associated Press/Euronews über den möglichen Ausbau einer dauerhaften US-Militärpräsenz in Polen, Paul Craig Roberts mit seinem Beitrag „Does Anyone Understand the Actual Situation?“, […] sowie Larry C. Johnson mit seiner Analyse „Moscow Closes the Door“, […] Gerade im Zusammenspiel dieser Quellen wird eine Entwicklung sichtbar, die über einzelne Gefechte hinausgeht:

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Der 7. Oktober ein Gedenktag?

Die Ursache für das Blutbad an diesem Tag ist allein die brutale israelische Besatzung
Beitrag von Arn Strohmeyer
Es gibt in Deutschland Kreise, die den 7. Oktober, den Tag also, an dem die Hamas aus ihrem Gefängnis ausbrach und Israel überfiel, zu einem Gedenktag machen wollen. Man will der Opfer dieses Blutbades gedenken – natürlich nur der israelischen. Was vor und nach dem 7. Oktober geschah, verschweigt man lieber. Die Hamas ist danach an allem schuld und Juden sind die Opfer, so der Tenor. Eine Gruppe jüdischer Demonstranten hielt dieser Tage ein Transparent hoch mit der Aufschrift: „Die Behauptung, dass in Gaza ein Völkermord stattgefunden hat, ist die Folge von Jahrtausende altem Judenhass!“ Was für eine Verfälschung der Geschichte!

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AktuellesVeranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

15.11.2026: Vortrag mit Diskussion „Krise des Westens – Krieg um die neue Weltordnung“

Einladung zu Vortrag mit Diskussion und zur Jahresmitgliederversammlung 2026
Sonntag, den 15.11.2026 um 11:00 Uhr / Brasserie am Schleiferplatz, Hauptstraße 89-91, 55743 Idar-Oberstein
Öffentlicher Vortrag mit Diskussion: Krise des Westens, Krieg um die neue Weltordnung: die Bedrohungslügen und die „Kriegspsychose“, Referent: Dr. Thomas Hohnerlein
Die Architektur der Welt ist in Unordnung geraten – die USA als bislang unumstrittene imperialistische Führungsmacht verlieren deutlich an politischer, ökonomischer und militärischer Führungskraft und Integrationsfähigkeit. Das betrifft auch ihre Vasallen. Herausgefordert wird ihre bisherige Hegemonie durch die Länder des Globalen Südens, die um Russland und China zwei Staatengruppen gebildet haben: die SCO (Shanghai Cooperation Organization) und BRICS+. Sie vertreten einen auf Multilateralität basierenden Ansatz, um die Welt zu gestalten.

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RT France-Chefin: Die wahren Gründe für die von Paris gegen Xenia Fedorowa verhängten Sanktionen

Beitrag von Pierre Levy
Es war die Seifenoper des Sommers. Eine Seifenoper, die eher beunruhigend als unterhaltsam war. Die Hauptrolle spielte dabei – ganz gegen ihren Willen – die russische Journalistin Xenia Fedorowa. Sie war von 2017 bis 2022 Leiterin des Senders und der Website von RT France. Man erinnert sich, dass die Europäische Union im März 2022 nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine beschloss, die Ausstrahlung der verschiedenen RT-Sender auf dem Gebiet der 27 Mitgliedstaaten zu verbieten. Eine höchst politische Entscheidung, deren rechtliche Grundlagen jedoch, gelinde gesagt, fragwürdig waren. Xenia Fedorowa war allerdings in Paris geblieben. Sie knüpfte daraufhin Kontakte zu französischen Medien, die zur Mediengruppe des französischen Milliardärs Vincent Bolloré gehören.

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Der Westen verliert am Golf

Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Washington kann drohen, blockieren und bombardieren. Doch kann es seine Verbündeten noch schützen? In einem auf Substack am 1. Oktober veröffentlichten Gespräch zwischen dem norwegischen Politikwissenschaftler Prof. Glenn Diesen und dem eminenten US-Professor John Mearsheimer zeichnete letzterer das Bild einer Großmacht, deren einstige militärische Überlegenheit zunehmend an politische und praktische Grenzen stößt. Am Persischen Golf sei demnach das amerikanische Sicherheitsversprechen für seine ölreichen „Verbündeten“ unter iranischen Raketenschlägen verpufft. Zugleich würde es in Europa – selbst nach einem Ende der Kämpfe in der Ukraine – keinen dauerhaften Frieden geben. Beide Krisen verbinde eine unbequeme und uns alle existentiell betreffende Frage …

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Merz und der Westfälische Frieden

Von Dagmar Henn
Ein irrealer Moment, diese Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO. Auch wenn das Ganze ohnehin ein gewaltiger Etikettenschwindel ist; den Westfälischen Frieden von 1648 hat sich dieser Klub von Unternehmern nur dekorativ ans Revers geheftet. Der eigentliche Zweck des Vereins ist es, „Verständnis für wirtschaftliche Vorgänge über die trennenden Schranken der Parteien und Berufsstände hinweg zu wecken.“ Natürlich vornehmlich im Interesse der größeren und mächtigeren Teilnehmer an diesen wirtschaftlichen Vorgängen, aber auch immer brav im Rahmen des Erlaubten – sonst hätte man doch glattweg Kritik üben müssen an einer Politik, die Deindustrialisierung auslöst, statt einem der Hauptakteure eben dieser Politik, der NATO, einen Preis zu verleihen.

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Arroganz statt Diplomatie

Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Die Nachricht vom 26. September war eine Überraschung: Am Rande der 81. UNO-Generalversammlung kamen der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein bundesdeutscher Amtskollege Johann Wadephul (CDU) zusammen, um miteinander zu sprechen. Seit dem Frühjahr 2022 hatte es so etwas nicht mehr gegeben. Es schien sich zu Beginn des Herbstes ein Frühling der Diplomatie anzukündigen, vielleicht gar ein neues „Tauwetter“. Auch das Datum war geschichtsträchtig. An dem Tag vor vier Jahren waren drei der vier Stränge der Pipelines Nord Stream 1 und 2 gesprengt worden, welche Deutschland mit preisgünstigem Erdgas aus Russland versorgten. Hatte Wadephul, der vor seiner Amtsübernahme Russland als „ewigen Feind“ bezeichnet hatte, etwa angesichts seiner Verantwortung als Außenminister seine Haltung überdacht?

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