Aktuelles

Zuletzt eingestellte Beiträge auf unserer Webseite und aktuelle Informationen des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V.

AktuellesDemokratie – Medien – AufklärungWeltanschauung & Philosophie

Vier Verschwindungen

Beitrag von Ulrich Gausmann
Roberto J. De Lapuente hat einen Text veröffentlicht, der sich mit sichtlichem Behagen an einer verbreiteten Mode, besser noch: Marotte des linken Milieus abarbeitet, nämlich an der Gewohnheit, jedes Übel dieser Welt, ob Krieg, Pandemie, Migration oder Klima mit dem pauschalen Verweis auf „Der Kapitalismus ist schuld“ zu erledigen und die Sache damit für erklärt zu halten. Der Vorwurf De Lapuentes an dieses Milieu ist nicht neu und auch beileibe nicht aus der Luft gegriffen, und ich stoße mich auch an denjenigen Linken, die den Begriff gebrauchen, wie Gläubige in der Kirche „Amen“ sagen. Insofern trifft der Verfasser einen wunden Punkt, und man könnte seinen Beitrag mit Gewinn lesen, wäre er das, als was er auftritt: eine nüchterne Abrechnung mit der Denkfaulheit. Er ist meines Erachtens nicht derjenige, der endlich einmal ausspricht, was viele zwar ahnen, aber nicht offen sagen, und ihm unterlaufen dabei folgenreiche Verwechslungen.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Kriegsbündnis NATO: Russland weiter im Visier

Ein Kommentar von Tilo Gräser
Der Gipfel der NATO in Ankara beschäftigt sich mit weit mehr als nur den Fragen der Verteidigung des Bündnisgebietes. Das soll angeblich die einzige Aufgabe der NATO seit ihrer Gründung 1949 sein. Längst ist die Legende, es handele sich bei ihr um ein Verteidigungsbündnis, widerlegt, spätestens mit dem Überfall auf Jugoslawien 1999. Am Dienstag und Mittwoch treffen sich die Staats- und Regierungschefs der inzwischen 32 Mitgliedsländer des westlichen Kriegsbündnisses NATO in der türkischen Hauptstadt Ankara. Der mediale Mainstream ergeht sich in Vermutungen, welche Beschlüsse bei dem insgesamt 36. NATO-Gipfel verabschiedet werden. Die Türkei ist zum zweiten Mal nach 2004 in Istanbul Gastgeber. Wenn dieser Text erscheint, wird in Ankara noch beraten, beschlossen und verkündet.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Iran-Berichterstattung: Warum man wahre Trauer zum Verschwinden bringen muss

Beitrag von Dagmar Henn
Könnten sie doch einmal einfach die Wirklichkeit abbilden, statt sie zur Kulisse ihrer Behauptungen zu machen … Während in Iran ein Weltereignis stattfindet, mühen sich die deutschen Medien nach Kräften, es zu verzwergen. Denn es schmerzt. […] Die Tagesschau verwendet in ihrem Bericht viel Platz darauf, aufzuzählen, wer alles nicht gesehen worden sei – als könne man das bei Abermillionen jemals verlässlich sagen. Am Samstag hatte sie zumindest davon geschrieben, dass zu den Trauerfeiern im Iran „internationale Gäste aus rund 30 Ländern“ erwartet würden; der Deutschlandfunk erwähnte China, Weißrussland, den Irak, Turkmenistan, Dmitri Medwedew aus Russland und den pakistanischen Ministerpräsidenten. Und das ZDF, das wieder einmal die Lorbeeren einheimsen will, treibt sogar einen „Experten“ auf, der dann erklärt: „Das zeigt, wie isoliert das Regime an sich ist.“

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Der Kunst-„Fall“ Rudolph Bauer

Ein Beispiel politischer Justiz in „unserer Demokratie“.
Beitrag von Paulo H. Bruder
Das NS-Regime benötigte die Gestapo und ein Reichspropaganda-Ministerium. „Unsere Demokratie“ kann sich auf die Mainstream-Medien, die Meldestellen sowie den kriminalpolizeilichen Top-down-Mechanismus und die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft verlassen. […] Das NS-Regime brandmarkte die nicht genehme Kunst als nicht-völkisch und organisierte die Ausstellung „Entartete Kunst“. „Unsere Demokratie“ lässt Kunstschaffende durch Polizeikommandos überfallen, klagt sie an, verfolgt sie und bestraft sie strafrichterlich. Die Galerien und Großverlage scheuen die mutige Präsentation kritischer Künstler und ihrer Werke. Die folgende Chronologie ist exemplarisch für die Art und Weise, wie in „unserer Demokratie“ mit antitotalitären und antimilitaristischen Künstlern und ihren Werken verfahren wird.

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AktuellesVeranstaltungenVeranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

24.07.2026 – DFV Sachsen: 10 Jahre Freundschaftsreisen nach Russland

Einladung: 10 Jahre Freundschaftsreisen nach Russland
Der Deutsche Freidenker-Verband (Landesverband Sachsen) lädt alle Freunde Russlands und interessierte Bürger herzlich zu einem spannenden Informations- und Diskussionsabend nach Chemnitz ein. In einer anschaulichen PowerPoint-Präsentation blicken wir zurück auf „10 Jahre Freundschaftsreisen nach Russland“ und stellen gleichzeitig die Planungen für unsere nächste gemeinsame Fahrt nach Moskau vor. Im Anschluss an den Vortrag freuen wir uns auf eine offene und lebhafte Diskussion mit euch.
Die wichtigsten Details im Überblick:
Datum: Mittwoch, 24. Juli 2026, ab 18:00 Uhr (Dauer: ca. 1,5 Stunden)
Ort: Heinrich-Schütz-Straße 50, Chemnitz (Raum der Zimmerbühne Chemnitz, etwas oberhalb vom CFC-Stadion)
Eintritt: Frei (über eine kleine Spende freuen wir uns sehr)

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Aktuelles

Rezension: Der Wahrheitskomplex

Rezension von Peter Biebel zu: Häring, Norbert: Der Wahrheitskomplex – Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen; Westend Verlag GmbH, Neu-Isenburg, 2026;
Der Aufbau des Buches ist gut strukturiert. Gleich zu Beginn wird die Wortbedeutung „Wahrheitskomplex“ definiert als … „…eine Vielzahl von staatlichen und privaten Organisationen, die entscheiden, was als wahr zu gelten hat und was als Desinformation, Hass oder Hetze zu bekämpfen ist“. Dann wird der Begriff „Nichtregierungsorganisation“ (NGO) klargestellt, da von diesen privaten Organisationen … „…die meisten von staatlicher Unterstützung abhängen und praktisch alle eng mit Regierungsstellen zusammenarbeiten.“ Häring‘s These ist: „Der Staat lässt das, was er selbst nicht tun darf, durch Organisationen erledigen, die er finanziert, beeinflusst oder reguliert; mit dem gleichen verfassungswidrigen Ergebnis, dass Kritik am Regierungshandeln unterdrückt wird. Dies geschieht seit etwa 2014 in sehr vielen Ländern auf vergleichbare Weise.“

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Konfrontation statt Kooperation

Die USA-Administration versucht, die Region gegen den Iran zu mobilisieren
von Karin Leukefeld
Der Iran informiert die arabischen Golfstaaten über das Memorandum of Understanding und strebt mit den Golfanrainerstatten eine Übereinstimmung über die Sicherheit der persischen Golfregion an. Die USA versprechen den Golfkooperationsstaaten Sicherheit und versuchen, sie auf die Perspektive der USA und Israels einzuschwören. Die Regierung des Libanon wird von den USA gedrängt, trotz massiven Widerstands im eigenen Land, ein »Dreiseitiges Rahmenabkommen zwischen den USA, Israel und Libanon« zu unterzeichnen.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Rüstungsdrehscheibe Bayern

Drohnenproduktion als Eintrittskarte in die strategische Gefahrenzone
Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.
Im April 2026 traf Bundeskanzler Friedrich Merz den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu deutsch‑ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin. Dabei wurde eine Vereinbarung zur vertieften Verteidigungszusammenarbeit beschlossen, unter anderem zur gemeinsamen Produktion von Drohnen mittlerer und großer Reichweite. Selenskyj sprach von einem „Drohnen‑Deal“, der der größte seiner Art in Europa werden könnte. Bei dem Besuch wurden im Kanzleramt verschiedene ukrainische Drohnen und unbemannte Systeme vorgeführt; Deutschland will von den ukrainischen Kriegserfahrungen und Technologien lernen. Bereits zwei Monate zuvor hatten bei Gauting nahe München Verteidigungsminister Boris Pistorius und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine gemeinsame deutsch‑ukrainische Drohnenfabrik eröffnet und dort die erste in Deutschland gefertigte Mehrzweck‑Kampfdrohne für die Ukraine entgegengenommen.

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AktuellesPublikationen für Freidenker

Zwei Israelis über den 7. Oktober 2023 und die Folgen

Eva Illouz: Schwelgen in Selbstmitleid / Gideon Levy: Anklage gegen den Genozid in Gaza und Plädoyer für eine humane Politik
Rezension von Arn Strohmeyer
Zwei prominente israelische Stimmen haben sich in Büchern zu den Folgen des 7. Oktober 2023 – den Überfall der Hamas auf Israel – zu Wort gemeldet: die israelische Soziologin Eva Illouz von der Universität Jerusalem und der Journalist Gideon Levy von der Tageszeitung Haaretz (Tel Aviv). Ihre Ausführungen könnten verschiedener nicht sein. Eva Illouz, einst eine Streiterin für ein aufgeklärtes, liberales Israel hat infolge des 7. Oktober eine weltanschauliche Wende um 180 Grad vollzogen und wurde zu einer Verfechterin eines radikalen zionistischen Nationalismus. Ja, sie setzt jetzt jede Kritik am Zionismus und seiner Politik mit Antisemitismus gleich.  

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AktuellesArbeit & Soziales

Zukunft ohne Wirklichkeit

Beitrag von Michael Meyen aus „FREIDENKER“ Nr. 2-26
KI baut gerade den Journalismus um und überhaupt alles, was in die Öffentlichkeit geflutet wird. Vier Beobachtungen und fünf Thesen.
Beobachtung eins: Mathias Döpfner, Chef von Axel Springer, verordnet den Redaktionen seines Hauses im Herbst 2025 eine Kehrtwende. ChatGPT, KI-Prüfung aller Inhalte und im Zweifel ein Algorithmus auch da, wo bisher ein Mensch war. […]
These 1: KI ist die Brücke in eine Medienzukunft, die den Menschen verschwinden lässt.[…] Die Technologien, die spätestens mit dem Start von ChatGPT Ende 2022 im Arbeitsalltag der Bewusstseins­industrie angekommen sind und damit auch an den Abendbrottischen im Land, krempeln den Maschinenraum um, in dem das entsteht, was wir in der Öffentlichkeit wahrnehmen können. Algorithmen ersetzen den Men­schen. Die Frage heißt längst nicht mehr „ob“, sondern „wo noch nicht“.

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AktuellesArbeit & Soziales

Gedanken zu Entstehung und Wesen der KI

Beitrag von Sebastian Bahlo aus „FREIDENKER“ Nr. 2-26
Wir sind gewissermaßen Zeugen einer neuen industriellen Revolution, die mit dem Begriff „KI“ zusammenhängt. „Industriell“ kann die­se nur mit der Einschränkung genannt wer­den, daß ihre Wirkung derzeit weniger im Fertigungsprozeß sichtbar wird, wo sie die bereits begonnene digitale Revolution als auf die Software beschränkt zwar weitertreibt, aber (noch) nicht in eine qualitativ neue Phase überführt, sie verdient die Bezeichnung aber wegen ihrer Wirkung auf die Arbeitswelt vor allem im Bereich der „Kopfarbeit“. Alle Tätigkeiten, die mit Texterstellung zu tun haben, einschließlich des Übersetzens, sind zwar durch „KI“ noch nicht komplett überflüssig geworden, (und können es auch niemals werden, wenn man nicht auf mensch­liche Bewertungskriterien verzichten will), doch die für einen journalistischen Artikel, die Übersetzung eines Buches oder ein Drehbuch für einen Film erforderliche Menge an menschlicher Arbeit ist in erstaunlichem Maße verringert worden.

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