Anfang und Ende eines bayrischen Wunders

Beitrag von Tilo Gräser aus FREIDENKER 2-19
„Die Revolution in Bayern verlief anders als im übrigen Deutschland“, betonte der Historiker Sebastian Haffner in seinem 1969 veröffentlichten Buch „Die verratene Revolution“ über die Ereignisse 1918/19. „Anders als in Berlin fiel die Revolution in München nicht von Anfang an in die Hände ihrer Feinde; anders als im übrigen Reich war sie nicht das Werk führerloser Massen.“
Es sei „kein Zufall, dass die bayrische Monarchie bereits in der Nacht vom 7. auf den 8. November gestürzt wurde, während es in der Reichshauptstadt erst am 9. November zur Ausrufung der Republik kam“. Das schrieb Bernhard Grau in einem Beitrag über Kurt Eisner …

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FREIDENKER 2-19 – 1919: Räterepublik in München

Die Ausgabe 2-19 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „1919: Räterepublik in München“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Hermann Kopp: Die Arbeiter an der Macht – Zur Geschichte der Münchner Räterepublik
– Herrmann Kopp: Der Kaiser ging, die Generäle blieben
– Tilo Gräser: Anfang und Ende eines bayrischen Wunders: Von der Novemberrevolution 1918 zur Räterepublik 1919
– Nadja Bennewitz: Frauen in der Bayerischen Revolution und Räterepublik von 1918/19
– Eugen Leviné: Rede vor Gericht

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Kein Einwand „eingeschränkter Souveränität“ gegen die Kündigung des Truppenstationierungsvertrags!

Beitrag von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
RT Deutsch-Redakteur Florian Warweg hatte im Rahmen der Bundespressekonferenz am 8. Mai 2019 die Frage nach der Aktualität vom Besatzungsrecht in Deutschland gestellt. Er machte darauf aufmerksam, dass in einer Ausarbeitung der „Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages“ vom 21. Juni 2006 der Begriff „Besatzungsrecht“ Verwendung findet, das infolge eines Notenwechsels weiter gültig sei. …
Wenn also „von deutschem Boden“ nur Frieden ausgehen darf, ist es geboten, die auf „deutschem Boden“ befindlichen, der weltweiten Kriegsführung dienenden US- und NATO-Militäreinrichtungen mittels Kündigung des Truppenstationierungsvertrags zu schließen. Der Notenwechsel vom 27./28. September 1990 steht diesem Schritt nicht im Wege.

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Der „Querfront“ auf der Spur: Interview mit Klaus Hartmann

Interview von RT-Deutsch mit Klaus Hartmann
In Deutschland gilt Meinungsfreiheit. Sagen vor allem diejenigen, die von einer Mainstream-Meinung nie abgewichen sind. Was aber passiert, wenn man die Kriege hinterfragt, die im Namen der Demokratie geführt werden? Oder etwa das Sozialsystem in Deutschland?
Diejenigen, die das wagen, sind oft gezwungen, sich gegen Labels wie „Verschwörungstheoretiker“ oder „Antisemit“ zu verteidigen. Auch wenn solche Begriffe auf manche Menschen durchaus zutreffen mögen, bewirken sie vor allem eines: Jegliche Kritik am Kurs der Regierung wird mit einer solchen Abstemplung in ein eher negatives Licht gerückt.

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FREIDENKER 1-15 – 70 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg

Die Ausgabe 1-15 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „70 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg – Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Prof. Dr. Anton Latzo: Der Sieg über den Faschismus ist eine Tat der Befreiung
– Emil Carlebach: Lasst nicht nach in Eurer Wachsamkeit!
– Klaus Hartmann: Passend zur Kriegszeit: Breitseiten gegen die Friedensbewegung
– Diether Dehm: Für einen nichtsektiererischen Antiimperialismus
– Michael Sommer und Susann Witt-Stahl: Dem Antifaschismus soll der Antikapitalismus ausgetrieben werden.
– George und Doris Pumphrey: Karriere einer „offiziellen EU“-Definition des Antisemitismus
– Klaus von Raussendorff: Eine neue Systemkonfrontation zwischen staatsmonopolitischem Kapitalismus und Staatskapitalismus?

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Der unbekannte Weltkrieg

Beitrag von Klaus Hartmann aus: FREIDENKER 4-13
Wenn man den Weg zum Ersten Weltkrieg verstehen will, muss man die Zeit kennen, in der er vorbereitet wurde. Diese Zeit ist, auch bei Linken, merkwürdig unbekannt. Hier gilt es, zuerst mit der Vorstellung Schluss zu machen, dass der Krieg 1914 eine lange Friedenszeit in Europa beendet habe, die zumindest seit 1871 angedauert habe. Tatsächlich haben in den Jahrzehnten vor 1914 Dutzende Kriege stattgefunden: Entgegen einer verbreiteten eurozentristische Sicht müssen zudem die Kriege um Kolonien und in Abhängigkeit gebrachte Länder besichtigt werden.

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120 Jahre Jugendweihe / Jugendfeier in Deutschland

Beitrag von Eberhard Schinck aus FREIDENKER 1-10
Proletarische Freidenker und Arbeiterbewegung lehnten den Begriff Jugendweihe zunächst ab, weil er Vorstellungen von „Segnen“ und „Weihen“ zulässt. Die Unterscheidung zwischen „Schulentlassungsfeier“ und „Jugendweihe“ hatte also einen politischen Grund. Ab 1890 etwa hatten sich die meisten Freireligiösen Gemeinden in einem komplizierten Entwicklungsprozess der Verweltlichung zu freidenkerischen Positionen durchgerungen. Hinsichtlich der Jugendweihe setzte sich um diese Zeit der Name „Jugendweihe“ als die Bezeichnung für das Fest für ihre vierzehnjährigen Kinder durch. Die Freireligiöse Gemeinde zu Berlin kündigte bereits 1889 das Fest mit der Bezeichnung und dem Inhalt „proletarische Jugendweihe“ an.

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