Medien

AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Leipziger Drohnenerzählungen

Beitrag von Dagmar Henn
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass die ganze Sache schnell wieder begraben wird. Da hatte zur Urlaubszeit eben mal der Praktikant in der Propagandaabteilung Zugriff gehabt und eine wirre Räuberpistole geliefert, die man am besten schnell wieder vergisst. Schließlich reichte schon die Geschichte vom Busfahrer, der anfangs die in Leipzig angeblich angeflogene Drohne per Fußtritt erledigt haben sollte, um das ganze Drama in der Ablage für moderne Märchen zu entsorgen. Aber ob es nun der Mangel an besseren Angeboten oder die schiere Verzweiflung ob diverser politischer Entwicklungen ist, in den letzten Wochen wurde ein großes Ding aus dieser Nummer gemacht, und man beabsichtigt in Berlin so zu tun, als sei das ein heimtückischer Angriff des finsteren Russland gewesen. Das ja ohnehin hinter jedem Baum lauert.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Mediale Schnappatmung: Russisches „Waffendepot“ entpuppt sich als kleines Sommerloch

Beitrag von Bernhard Loyen
Die folgende Zusammenfassung kann sehr gerne als Satire wahrgenommen werden, ist aber der Versuch, den Medienaufreger des 21. August 2026 rein anhand der publizierten Inhalte diverser Mainstreammedien in der Form darzustellen, wie die deutsche Medienlandschaft ihrem Publikum seit Wochen und Monaten andauernd manipulativ eine russophobe Grundstimmung im Rahmen eines permanenten „Bedrohungsszenarios“ durch Russland aufnötigen will. Ganz Deutschland wird erneut die Luft angehalten haben, als am Vormittag koordiniert der jüngste vereitelte, subversive Angriffsplan Russlands dank der dienlichen Kooperation von Geheimdiensten und Medien mitgeteilt werden konnte.

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AktuellesKultur & Kunst

Lisa Fitz – Der Grabscher von gestern & die Messer von heute – (Staatsfeind Gottschalk)

Video von Lisa Fitz
Meine Nachbarin sagt, sie hat langsam Angst vor Klassentreffen. Nicht wegen der alten Lehrer – wegen der alten Schülerinnen. Die sind ja gnadenlos gword’n. Früher hat man gefragt: „Was machst du heute so?“ Heute: „Was hast du 1994 gemacht?“ Thomas Gottschalk … ist jetzt zum Bösewicht im Ruhestand geworden. Er ist einer der gefährlichsten Männer Deutschlands. Wenn man den Medien-Bohei so anschaut. Der Mann hat‘s geschafft: Früher Samstagabend, heute Sonderkommission.

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US-Eklat: „Corona-Berater“ Fauci verweigert beharrlich Aussagen vor US-Kongress

Beitrag von Bernhard Loyen
Seit Anfang 2023, dem politisch eingeläuteten, willkürlichen Ende der sogenannten „Corona-Pandemie“, wurde Anthony Fauci, bereits im September 2020 medial in den USA auch als der „deutsche Christian Drosten“ geadelt, mehrfach vor sogenannte „Corona-Ausschüsse“ des US-Kongresses bestellt. So auch im Januar 2024 mit damaligen themenbezogenen Antworten und Aussagen in einer mehrtägigen, nicht öffentlichen Befragung vor dem „Sonderunterausschuss des Repräsentantenhauses zur Coronavirus-Pandemie (House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic)“. Gestern erfolgte nun die jüngste Anhörung, die sich im Vorfeld dynamisch zum US-medial-politischen Höhepunkt avancierte, dies durch die arrangierte Veröffentlichung von mehr als 1.100 Seiten privater Aufzeichnungen des kontrovers wahrgenommenen Regierungsberaters zweier US-Regierungen in der „Corona-Krise“.

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AktuellesDemokratie – Medien – AufklärungKultur & Kunst

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Uwe Steimle: Die Wahrheits-Schau #19

Video von Diether Dehm und weltnetz.tv
Satire vor Gericht? Gegen den Kabarettisten Uwe Steimle wird ermittelt – wegen Aussagen bei einem Bühnenauftritt. Diether Dehm spricht über Kunstfreiheit, politische Satire und die Grenzen staatlicher Eingriffe. Außerdem geht es um Jens Spahn, Peter Thiel, Axel Springer und die Frage, wie unabhängig Medien und Politik heute noch sind.
In dieser Folge: – Kunstfreiheit für Uwe Steimle: Warum gegen den Dresdner Kabarettisten wegen eines Bühnenauftritts ermittelt wird und weshalb eine Solidaritätskampagne gestartet wurde.
– Live-Ausschnitt aus Dessau: Am Ende der Sendung zeigen wir die umstrittene Passage von Uwe Steimle, über die bundesweit diskutiert wird – damit sich jeder selbst ein Bild machen kann.
– Stauffenberg, Satire und Strafverfolgung: Was Steimle tatsächlich sagte und warum daraus ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden entstand.

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Welche Hymne ist denn nun die falsche?

Beitrag von Dagmar Henn
Sind sie nicht putzig, die Medien, die sich gerade darüber echauffieren, dass auf einer AfD-Veranstaltung in Dessau die DDR-Hymne gesungen wurde? „Es handle sich um die Hymne eines Staates, der politische Gegner verfolgte“, schreibt dazu die Tagesschau, in völliger Verkennung der Geschichte der anderen Hymne wie der deutschen Gegenwart, und zitiert Kanzleramtsminister Frei, der das „extrem befremdlich“ finde. Dabei ist die Westhymne auch nicht ohne, man tut nur immer erfolgreich so, als wäre dem nicht so. Unter Adenauer wollte man sich irgendwie nicht die Mühe machen, ein neues Lied zu finden, schließlich konnte man die Melodie ja schon, und hat in dem Lied von Hoffmann von Fallersleben nur die Strophe ausgetauscht, nun eben die dritte statt der ersten, die die Nazis als Nationalhymne spielten.

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Deutschland finanziert seinen eigenen Untergang

Im Schraubstock von „Welt-Sicherheits“- und NATO-Gipfel
Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger
Lord Ismays berühmtes Zitat über den Zweck der NATO lautete: „to keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down“ — die Sowjetunion draußen, die Amerikaner drinnen und Deutschland unten zu halten. Sie legen dar, dass sich diese Dynamik inzwischen paradox gewandelt hat: Deutschland finanziert selbst die gigantische Aufrüstung, die einst zu seiner Eindämmung gedacht war. Die Ereignisse rund um den NATO-Gipfel in Ankara und die gescheiterte UN-Sicherheitsratskandidatur geben diesem Befund ein konkretes Gesicht. […] Bislang geheime US-Dokumente aus den 1960er Jahren belegen, dass Ismays Bonmot durchaus ernst gemeint war. In internen Vermerken des US-Außenministeriums wurde 1965/66 offen benannt, dass die Allianz „Westdeutschlands Stärke und Vorherrschaft auf dem Kontinent eindämmen“ solle.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Iran-Berichterstattung: Warum man wahre Trauer zum Verschwinden bringen muss

Beitrag von Dagmar Henn
Könnten sie doch einmal einfach die Wirklichkeit abbilden, statt sie zur Kulisse ihrer Behauptungen zu machen … Während in Iran ein Weltereignis stattfindet, mühen sich die deutschen Medien nach Kräften, es zu verzwergen. Denn es schmerzt. […] Die Tagesschau verwendet in ihrem Bericht viel Platz darauf, aufzuzählen, wer alles nicht gesehen worden sei – als könne man das bei Abermillionen jemals verlässlich sagen. Am Samstag hatte sie zumindest davon geschrieben, dass zu den Trauerfeiern im Iran „internationale Gäste aus rund 30 Ländern“ erwartet würden; der Deutschlandfunk erwähnte China, Weißrussland, den Irak, Turkmenistan, Dmitri Medwedew aus Russland und den pakistanischen Ministerpräsidenten. Und das ZDF, das wieder einmal die Lorbeeren einheimsen will, treibt sogar einen „Experten“ auf, der dann erklärt: „Das zeigt, wie isoliert das Regime an sich ist.“

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AktuellesArbeit & Soziales

Zukunft ohne Wirklichkeit

Beitrag von Michael Meyen aus „FREIDENKER“ Nr. 2-26
KI baut gerade den Journalismus um und überhaupt alles, was in die Öffentlichkeit geflutet wird. Vier Beobachtungen und fünf Thesen.
Beobachtung eins: Mathias Döpfner, Chef von Axel Springer, verordnet den Redaktionen seines Hauses im Herbst 2025 eine Kehrtwende. ChatGPT, KI-Prüfung aller Inhalte und im Zweifel ein Algorithmus auch da, wo bisher ein Mensch war. […]
These 1: KI ist die Brücke in eine Medienzukunft, die den Menschen verschwinden lässt.[…] Die Technologien, die spätestens mit dem Start von ChatGPT Ende 2022 im Arbeitsalltag der Bewusstseins­industrie angekommen sind und damit auch an den Abendbrottischen im Land, krempeln den Maschinenraum um, in dem das entsteht, was wir in der Öffentlichkeit wahrnehmen können. Algorithmen ersetzen den Men­schen. Die Frage heißt längst nicht mehr „ob“, sondern „wo noch nicht“.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Nordstream-Sprengung und Mythenbildung

Filmbesprechung von Sabine Schiffer
Am Montag, 29.06.2026 fand im Berliner Sprechsaal eine Pressevorführung des Dokumentarfilms „Nordstream – die Sprengung“ statt. […] Die Doku ist sowohl inhaltlich, als auch dramaturgisch gut gestaltet und verfolgt einen roten Faden. Dieser rankt um die These, dass das Hauptinteresse an der Sprengung der Nordstream-Pipelines in den USA liegt. Die Entwicklung seither, die am Ende des Films Bezug zu geopolitischen Ereignissen in Osteuropa nimmt, gibt dieser These recht – belässt aber auch einige offene Fragen, die am Ende erörtert und nicht als gelöst dargestellt werden; wie es hingegen die aktuelle Berichterstattung um einen verhafteten, mutmaßlichen ukrainischen Attentäter tut. Ohne zu viel spoilern zu wollen, denn es lohnt den 120-minütigen Film in epischer Gänze zu sehen, muss besonders das Verhältnis von Seymour Hersh und Theodore Postol in den Blick genommen werden.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Von Mücken und Zecken, Menschenversuchen und heutigen Ängsten

Beitrag von Dagmar Henn
Die britische Daily Mail ist eine konservative Boulevard-Zeitung, bei der es ein wenig erstaunt, wenn sie sich in die Archive des Pentagons begibt. Nichtsdestotrotz hat sie das vor einigen Tagen getan und aus alten Akten Menschenversuche des Pentagons ausgegraben. Der Hintergrund dafür dürfte ein Artikel sein, in dem sie sich mit einem Verdacht befasste, der heute einige Menschen umtreibt. Die Versuche, von denen das Blatt berichtet, liegen schon einige Zeit zurück; sie fanden in den 1950er-Jahren statt. Darum sind die Unterlagen darüber auch mittlerweile freigegeben – über aktuelle Gegenstücke kann man nur Vermutungen anstellen. Einer der Versuche nannte sich Projekt Bellwether. Der Abschlussbericht stammt aus dem Jahr 1960, umfasst 69 Seiten und wurde im Jahr 1999 freigegeben.

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