Israel

AktuellesArbeit & Soziales

Deutsche Förderung zionistischer Siedlungen aufgedeckt

Beitrag von Kit Klarenberg
Unter dem Deckmantel akademischer Einrichtungen hat die deutsche Regierung zwischen 2017 und 2021 heimlich Millionen in ein höchst diskriminierendes Projekt fließen lassen, das den Ausbau zionistischer Siedlungen im besetzten Westjordanland begünstigt. Unter ihrer Schirmherrschaft wurden öffentliche Gelder und wissenschaftliche Erkenntnisse für ein von Grund auf rechtswidriges und unmoralisches Unterfangen eingesetzt, was einen eklatanten Verstoß gegen Berlins völkerrechtliche Verpflichtungen sowie gegen innerstaatliche Beschränkungen für akademische Forschungsvorhaben darstellt. Dieser bisher unbekannte Skandal ist nur ein Aspekt davon, wie Deutschland offen und heimlich die Ausweitung zionistischer Siedlungen und die vollständige Auslöschung Palästinas unterstützt.

Weiterlesen
AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Braucht Deutschland eine Erinnerungsstätte Yad Vashem?

Beitrag von Arn Strohmeyer
Vor einiger Zeit ging die Nachricht rum, dass die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Ableger in München und Leipzig errichten will. Deutsche Politiker bezeichneten den israelischen Vorschlag als „große Ehre“. Kritik gab es so gut wie nicht – außer von Meron Mendel, dem Leiter der Anne Frank Gedenkstätte. Er wies darauf hin, dass die israelische Regierung für Yad Vashem verantwortlich ist und dass deshalb die Gefahr bestehe, dass Israel diese Vertretungen in Deutschland für seine Propaganda benutze. Die Gefahr besteht in der Tat, denn Israel rechtfertigt mit dem Holocaust auch seine Politik gegenüber den Palästinensern – sogar den Genozid in Gaza. Man sollte die Errichtung von Holocaust-Depandancen hierzulande also sehr ernst nehmen.

Weiterlesen
Demokratie – Medien – Aufklärung

Ben-Gvirs Mordaufruf

Scheinheilige Empörung
Beitrag von Arn Strohmeyer
Das Entsetzen ist groß. Der israelische Minister für nationale Sicherheit hat gezielte Tötungen im Gazastreifen gefordert. „Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 entfernen“, sagte Itamar Ben-Gvir in einem Podcast. Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, sagte er. Es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben. Das war selbst der deutschen politischen Elite zu viel, die sonst so nibelungentreu zu Israel steht. Sogar der Bundeskanzler unterbrach sein Urlaubsschweigen und bekundete seine Abscheu. Und auch dem Zentralratsvorsitzenden Josef Schuster, ein berufsmäßiger Verteidiger des Zionismus, platzte der Kragen angesichts der öffentlich bekundeten Mordlust des israelischen Ministers, der auch noch für die „Sicherheit“ der Nation zuständig ist.

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - Solidarität

«Die Situation im Mittleren Osten, einschließlich der Palästina Frage»

Beitrag von Karin Leukefeld 
«Middle East region (including Egypt, Israel, Lebanon and Syria)», so lautet der Titel regelmäßig wiederkehrender Debatten im UN-Sicherheitsrat seit 1946. Damals hatten Libanon und Syrien den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, den Abzug der britischen und französischen Mandatstruppen aus den beiden Ländern durchzuführen. Die Mandate waren abgelaufen, die weitere Präsenz der britischen und französischen Truppen verletzten die staatliche Souveränität und territoriale Integrität der beiden UN-Mitgliedsstaaten Libanon und Syrien. Die Lage im Mittleren Osten und die Palästina-Frage war nie eine Frage von Palästina als vielmehr eine Frage europäischer Staaten und später von Israel, die sich das Land der regionalen arabischen Völker – Libanon, Syrien, Palästina – nicht teilen, sondern aneignen wollen.

Weiterlesen
Demokratie – Medien – Aufklärung

Kameraden im alten unheilvollen Geist

Ukrainische und deutsche Militärs verbindet der „ewige Feind“ Russland
Ein Meinungsbeitrag von Tilo Gräser.
Es sind Aussagen, die wahrscheinlich in Deutschland die Kriterien der strafrechtlichen Kategorie „Volksverhetzung“ erfüllen: „Wir sehen, dass man sie nicht als Nachbarn bezeichnen kann. Es handelt sich um eine Nation, die zusammen mit ihrer Führung kein Existenzrecht hat. Seit Jahrtausenden hat sich dort nichts Zivilisiertes verändert – weder in der Mentalität noch in den imperialen Ambitionen.“
Gesagt hat das der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Generalmajor Michail Drapaty. Er wurde kürzlich vom Kiewer Machthaber Wolodymyr Selenskyj dazu ernannt, nachdem sein Vorgänger Alexander Syrski anscheinend in Ungnade fiel. Drapaty hat das über Russland gesagt, in einem Video-Interview von 2023, das unlängst nach seiner Ernennung vom ukrainischen nationalistischen Kanal Ukrainer W veröffentlicht wurde.

Weiterlesen
Demokratie – Medien – AufklärungPublikationen für Freidenker

Israel: Was ist schiefgelaufen?

Ein Buch, das wegen seiner Brisanz in Israel und Deutschland nicht erscheinen soll
Rezension von Arn Strohmeyer
Der Israeli Omer Bartov ist nicht irgendwer. Er ist einer der renommiertesten Holocaust-Historiker, in Israel geboren, in einem Kibbuz aufgewachsen, er hat in der Armee gedient, den 1973 Jom Kippur-Krieg als Soldat mitgemacht und dann seine akademische Karriere an der Universität von Tel Aviv begonnen. Zurzeit hat er einen Lehrstuhl an der Brown-University in Providence (Rhode Island, USA) inne. Wenn dieser Wissenschaftler sich kritisch über Israel äußert, dann hat das Gewicht. Er hat das jetzt gründlich und bestens in seinem neuen Buch getan, dessen Titel Israel: What Went Wrong schon Brisanz verspricht. Was schief gelaufen ist in diesem Staat, schildert Bartov mit so tabuloser Offenheit und Detailkenntnis, dass sich bisher kein Verlag in Israel und Deutschland gefunden hat, der den Mut hat, dieses Buch zu verlegen, …

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Kein Frieden im Süden des Libanon

Beitrag von Karin Leukefeld
Der libanesische Präsident Joseph Aoun ist am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammengetroffen. Ergebnisse des Treffens lagen bei Redaktionsschluß nicht vor. Unterstützt wurde Aoun von den »Freien Libanesen«, wie die libanesische Tageszeitung »L’Orient Today« berichtete. Die Gruppe hatte für Dienstagabend ein Treffen organisiert, bei dem Kerzen angezündet und die libanesische Fahne gehißt wurden. Man wolle den Präsidenten Aoun in Washington unterstützen, hieß es in einer Erklärung. Mit den Kerzen und der Fahne sollten zudem seine Anstrengungen unterstützt werden, für den Libanon und für das libanesische Volk das Recht auf Selbstbestimmung wiederherzustellen.

Weiterlesen
Demokratie – Medien – Aufklärung

Trauerwoche im Iran – Millionen nehmen Abschied von Ali Khamenei

Beitrag von Karin Leukefeld
Millionen Menschen verabschieden sich seit dem vergangenen Freitag von Ali Khamenei, dem langjährigen geistlichen Führer der Islamischen Republik Iran. Khamenei wurde am 28. Februar 2026 zu Beginn des US-israelischen Angriffs auf Iran in seinem Wohn- und Amtssitz in Teheran getötet. Bei dem Angriff starben eine Tochter, eine Schwiegertochter, ein Schwiegersohn und eine Enkeltochter. Khamenei hatte an einem Treffen des Iranischen Verteidigungsrats teilgenommen, das für die frühen Morgenstunden einberufen worden war. 11 hochrangige Militärs und Sicherheitsberater starben mit Khamenei. Die eigentlich für März vorgesehenen Trauerfeierlichkeiten wurden aufgrund des anhaltenden Krieges verschoben.

Weiterlesen
Publikationen für Freidenker

Zwei Israelis über den 7. Oktober 2023 und die Folgen

Eva Illouz: Schwelgen in Selbstmitleid / Gideon Levy: Anklage gegen den Genozid in Gaza und Plädoyer für eine humane Politik
Rezension von Arn Strohmeyer
Zwei prominente israelische Stimmen haben sich in Büchern zu den Folgen des 7. Oktober 2023 – den Überfall der Hamas auf Israel – zu Wort gemeldet: die israelische Soziologin Eva Illouz von der Universität Jerusalem und der Journalist Gideon Levy von der Tageszeitung Haaretz (Tel Aviv). Ihre Ausführungen könnten verschiedener nicht sein. Eva Illouz, einst eine Streiterin für ein aufgeklärtes, liberales Israel hat infolge des 7. Oktober eine weltanschauliche Wende um 180 Grad vollzogen und wurde zu einer Verfechterin eines radikalen zionistischen Nationalismus. Ja, sie setzt jetzt jede Kritik am Zionismus und seiner Politik mit Antisemitismus gleich.  

Weiterlesen
Demokratie – Medien – Aufklärung

Versailles als Bühne: Symbolik statt Stabilität

Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.
Versailles ist ein Ort, an dem sich die Weltordnung inszenieren lässt – und an dem sie schon einmal grandios gescheitert ist. Dass Donald Trump ausgerechnet hier das neue Abkommen (Memorandum of Understanding) mit dem Iran unterzeichnet hat, ist daher mehr als ein historischer Zufall: Versailles ist eine bewusst gewählte Bühne für Bilder von Größe, Sieg und „Frieden“, der vor allem nach innen verkauft werden soll. Hinter den Kameras aber bleibt ein Deal, der die Gewalt nur einfriert, zentrale Risiken vertagt und die strukturelle Instabilität im Nahen Osten unangetastet lässt. Während Trump im Spiegelsaal das Narrativ vom großen Dealmaker schreibt, bleibt die Frage offen, ob Versailles 2026 nicht erneut zum Symbol eines Friedens wird, der schon bei seiner Unterzeichnung auf brüchigem Fundament steht.

Weiterlesen
Demokratie – Medien – Aufklärung

„USA-Iran-Deal“: Täuschungsmanöver oder Kapitulationsdokument?

Ein Kommentar von Tilo Gräser
Angeblich haben die USA und Iran ein Abkommen über das Ende der gegenseitigen Angriffe vereinbart, wurde am Wochenende gemeldet. Doch das vermeintliche Abkommen für ein Ende des von den USA gemeinsam mit Israel begonnenen völkerrechtswidrigen Krieges gegen Iran ist nur eine Absichtserklärung. Darauf macht insbesondere die iranische Seite aufmerksam. Die Erklärung müsste noch mit Fakten untersetzt werden, so mit einer 60-tägigen Waffenruhe, während der ein tatsächliches Abkommen zwischen beiden Seiten ausgehandelt werden soll. Ob es dazu und zur Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten kommt, scheint alles andere als sicher. Es könnte sich auch um ein „Geschenk“ zum 80. Geburtstag von Donald Trump am 14. Juni handeln, von diesem an sich selbst, und vergiftet von anderen.

Weiterlesen