Elbe-Tag 2022 in Torgau

Bericht von Klaus Hartmann und Rede von Liane Kilinc
Zur jährlichen Erinnerung an die Begegnung sowjetischer und US-amerikanischer Truppen am 25.April 1945 fand am 23.04.2022 eine große Friedensdemonstration statt, am 25.04.2022 folgte die Kranzniederlegung am Torgauer Denkmal der Begegnung. Der Deutsche Freidenker-Verband hatte ebenfalls zur Teilnahme aufgerufen. …
Leider hatten im Vorfeld Meldungen wie „Handschlag an der Elbe fällt aus“ (ND, 19.04.2022) für Verunsicherung gesorgt – zumindest unter jenen, die nicht weitergelesen haben. Es war lediglich die CDU-Oberbürgermeisterin, die den städtischen Festakt abgesagt hatte, die Demonstration war davon weder berührt noch beeindruckt.

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Häuser sollen nicht brennen, Bomber sollt man nicht kennen

Texte und Lieder gegen den Krieg
mit Johanna Arndt, Anna von Rhoden und Nicolás Miquea
Samstag, 28.05.2022, Beginn: 19:30 Uhr
Bessunger Knabenschule, Ludwighöhstr. 42, Darmstadt
Eintritt: 12 €, ermäßigt 8,- €
Die Lieder und Texte des ersten Teils des Konzertes von Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Mordechaj Gebirtig, Friedrich Holländer, Ludvík Aškenazy, Elie Wiesel, Paul Dessau und Kurt Tucholsky führen uns in die Zeit der beiden Weltkriege. …
Im zweiten Teil des Konzertes spielt der chilenische Gitarrist, Dichter, Komponist und Liedermacher Nicolás Miquea eigene Friedens- und Lebenslieder. … Er klagt mit seiner politischen Kunst den Kapitalismus weltweit an und tut dies mit hinreißender Stimme und virtuosem Gitarrenspiel.

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Feindstaat Deutschland

Kein Friedensvertrag, aber Einbindung in die US- und NATO-Aggression
Beitrag von Wolfgang Bittner
Nicht wenige Menschen wundern sich über die Aggressionen, die von der Berliner Regierung gegen Russland ausgehen. Offensichtlich gibt es Vorgaben aus Washington. Aber warum geht die Bundesregierung, warum geht Kanzler Olaf Scholz darauf ein? Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Deutschland seit 1945 und bis heute nicht nur ein Einflussgebiet, sondern ein besetztes Land ist – ein Land, das unter Vormundschaft der ehemaligen Alliierten, insbesondere der USA steht. Nach der Teilung des bis 1945 bestehenden Deutschen Reiches und der Annexion der Ostgebiete durch Polen wurde und wird ein Friedensvertrag verweigert. …

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Buchenwald und die vertauschten Fahnen – Geht es noch zynischer?

Beitrag von von Dagmar Henn
„Unsere Sache ist gerecht – der Sieg muss unser sein!“ So endete nicht nur die Rede Molotows am Tag des Überfalls der Naziwehrmacht auf die Sowjetunion, dieser Satz ist auch Teil des Schwurs von Buchenwald. Ein Schwur, den Tage, nachdem die Häftlinge selbst ihre Bewacher überwunden hatten, alle überlebenden Häftlinge aller Nationen auf dem Appellplatz ablegten; ein Schwur, dessen Text weltweit bekannt ist.
Wenn man betrachtet, wie sich die Gedenkstätte seit dem Ende der DDR entwickelt hat, und insbesondere die Gestaltung der letzten Gedenkfeier diese Woche, dann ist es schwer zu sagen, ob Wut oder Zorn überwiegt.

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Auf zum „Tag der Begegnung“ am 23. April 2022 nach Torgau!

Am 23. April 2022 wird in Torgau anlässlich des „Tages der Begegnung“ erneut eine Friedensdemonstration stattfinden. Der „Tag der Begegnung“ erinnert an das Zusammentreffen der Soldaten der Roten Armee und der US–Armee am 25.April 1945 an der Elbe und Ihren historischen Handschlag, der zum Symbol der Befreiung vom Faschismus und Krieg wurde. Angesichts der Verbrechen des deutschen Faschismus schworen sie, alles zu tun, um künftige Kriege zu verhindern. … Angesichts des Krieges in der Ukraine, der dort existierenden faschistischen Bataillone und der massiven Hochrüstung der Bundeswehr und der NATO gilt diese Losung jetzt erst recht.

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Ein paar Worte zu Butscha

Beitrag von Dagmar Henn
Ganz plötzlich beherrscht der Krieg in der Ukraine wieder die Schlagzeilen, und die politische Klasse überschlägt sich mit neuen Sanktionsforderungen. „Die Bilder aus Butscha sind unerträglich“, erklärt beispielsweise Außenministerin Baerbock, und fordert sofort neue Sanktionen gegen Russland. Die Bilder aus dem Ort in der Nähe von Kiew wurden sofort „eingeordnet“ – das kann nur ein russisches Massaker an unschuldigen ukrainischen Zivilisten sein, ein abscheuliches Kriegsverbrechen. Nun ist die Berichterstattung über jeden Krieg seit jenem in Vietnam im Westen unlauter. Weil die Sichtbarkeit des Elends damals weltweit einen starken Widerwillen gegen jenen Krieg auslöste, werden Bilder aus Kriegsgebieten nur noch in homöopathischen Dosen verabreicht.

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Die USA und die EU steuern auf die Rehabilitierung des Faschismus zu

Appell des Präsidiums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF)
In diesen Tagen nehmen die Bandera-Faschisten Hunderttausende von Einwohnern ukrainischer Städte als Geiseln, um eine vollständige Niederlage zu vermeiden. Unter Androhung des Todes lassen die Nazis die Zivilbevölkerung nicht aus dem Kampfgebiet heraus und verdammen sie zur Rolle eines menschlichen Schutzschildes. Sie wiederholen die abscheuliche Taktik der Hitler-Truppen auf dem Gebiet der UdSSR, als Frauen und Kinder bei Angriffen vorangeschoben wurden und die Menschen in Minenfelder getrieben wurden.

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Donbass – Das war auch nach deutschem Recht ein Genozid

Beitrag von Dagmar Henn
Bundeskanzler Olaf Scholz ist derart überzeugt davon, der Krieg im Donbass habe nichts mit einem Genozid zu tun, dass er vor den Fernsehkameras darüber lacht. Aber er hat Unrecht; er hätte vor seiner letzten Reise nach Moskau etwas gründlicher die Akten studieren sollen. …
Wie ist es beispielsweise mit dem Aufruf Kolomoiskijs von Mitte April 2014, als der damalige Gouverneur von Dnjepropetrowsk ein Kopfgeld auf „Separatisten“ aussetzte? Hat das womöglich zu den Ereignissen in Odessa beigetragen? War das nicht bereits ein Aufruf zum Völkermord, da jeder, der sich für eine Bewahrung russischer Kultur und Sprache in der Ukraine einsetzte, schon damals als „Separatist“ gezählt wurde? …

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Veranstaltung: 1941 – Zerstörung des ersten Jugoslawien

Vortrag und Diskussion mit Bernd Duschner
Samstag, 28. August 2021, 15 Uhr, Wiener Hof, Langener Str. 23, 63073 Offenbach a. M. – Bieber
Vor 80 Jahren, am 6. April 1941, überfiel das faschistische Deutschland das damalige Königreich Jugoslawien. Seine territoriale Zerschlagung und Besetzung sollte vor dem Krieg gegen die Sowjetunion den „Hinterhof“ Balkan als Risikofaktor ausschalten. …. Die jugoslawischen Volksbefreiungskräfte konnten den entscheidenden Beitrag zur Befreiung ihres Landes selbst leisten und die Grundlagen für das sozialistische Jugoslawien schaffen. Wie erklärt sich ihr Erfolg? … Wie sehen die Menschen in Serbien und die Regierung in Belgrad heute den Befreiungskampf gegen die faschistische Okkupation 1941-44?

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Die Dimension des nächsten Waffengangs

Kommentar von Willy Wimmer
Der 22. Juni 2021 bot noch einmal die Gelegenheit, geradezu “in-sich-zu gehen”. Die Welt erinnerte sich an diesem Tag an den Angriff des Deutschen Reiches auf die damalige Sowjetunion vor achtzig Jahren. Es war eine Erinnerung an unsagbares Grauen, dessen Zündschnur von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gewusst und gewollt in “Versailles 1919” gelegt worden war, um sich der beiden möglichen Rivalen – Deutschland und das bolschewistische Russland, die Sowjetunion – zu entledigen. Die Bestimmungen von “Versailles 1919”, die Deutschland ohne Not knebelten, wirkten wie eine Tagesordnung, die ein bewusst geförderter Adolf Hitler nur abarbeiten musste, um den nächsten Krieg, der gewollt angesteuert worden war, entfachen zu können.

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