Kirche

Arbeit & Soziales

Werner Rügemer zum 1. September

Ein Artikel von Werner Rügemer
Liebe Freunde […] Ich bringe Euch Grüße aus Köln, aus der Stadt, aus der ich komme: Da steht der große christliche Kölner Dom, weltberühmt. Aber die vorletzten Gläubigen treten aus der Kirche aus, zahlen keine Kirchensteuer mehr – wie sich auch in ganz Deutschland die Kirchen leeren. Deshalb kostet jetzt der Eintritt in den Dom zwölf Euro, weil der Dom sich nur noch als Touristen-Attraktion lohnt. Aber die Kirchenbeamten und der im Generalsrang bezahlte Erzbischof von Köln, zum Beispiel, der zum sexuellen Missbrauch gelogen hat, müssen doch trotzdem weiter bezahlt werden. Schließlich muss auch die Hetze gegen Russland und die Aufrüstung und der damit verbundene Abbau des Sozialstaats abgesegnet werden. Und auch die Senkung der Löhne und Renten muss abgesegnet werden – politisch durchgeführt von der christlichen Partei des Bundeskanzlers, der auch die Mitglieder und Wähler weglaufen. Merz hat gerade noch 13 Prozent Wählerzustimmung.

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Religions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Pfarrer Jürgen Fliege: „Die Kirche ist eine H***“: Die Wahrheits-Schau #22

Der populäre Fernsehpfarrer über seinen Weg vom Bildschirm zurück zur Kanzel
Video von Diether Dehm und weltnetz.tv
Diether Dehm begrüßt den bekanntesten Geistlichen Deutschlands: Jürgen Fliege. Sie blicken hinter die Kulissen von Kirche und Politik, analysieren die „Brandmauer“ und diskutieren, warum der wahre Frieden oft an der Kasse scheitert.
In dieser Folge: Jürgen Fliege exklusiv: Der populäre Fernsehpfarrer über seinen Weg vom Bildschirm zurück zur Kanzel und warum freie Meinungen im medialen Betrieb oft keinen Platz mehr finden. 
Die Kirche als „Staatsverein“? Eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Amtskirchen, der Ausgrenzung von Andersdenkenden und der Frage, ob das spirituelle Fundament dem Machtkalkül geopfert wurde. 

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Interview mit Klaus Hartmann auf der Demo „Weltweites Friedenszeichen“

Interview von freidenken.TV mit Klaus Hartmann
Der Freidenkerverband (gegr. 1881 in Frankfurt) setzt sich seit jeher für Aufklärung, Trennung von Staat und Kirche sowie gegen Krieg und Militarismus ein. Ursprünglich als Selbsthilfe für Dissidenten (z. B. gegen Lehrverbote) aktiv, kämpft er heute gegen Kriegshetze (NATO, Bundeswehr-„Operationsplan Deutschland“) und die Instrumentalisierung der Kirchen (z. B. „göttliche Kriegsvorbereitung“ via Militärseelsorge). Aktuell warnt der Verband vor Wiederbelebung der Wehrpflicht („gesellschaftliches Pflichtjahr“) und Spaltung der Friedensbewegung. Mit Infoständen, Vorträgen (z. B. zu Faschismus-Tendenzen) und Kampagnen will er Jugendliche mobilisieren und öffentliche Debatten anstoßen. Gemeinsamer Widerstand gegen Krieg – unabhängig von politischen Lagern.

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Weltanschauung & Philosophie

Nehmt den Jesus vom Kreuz

Ein Essay zum Osterfest von Sabiene Jahn
Zu Ostern spricht man gern von Hoffnung, Erlösung und Neubeginn. Doch was, wenn eines der mächtigsten Symbole des christlich geprägten Abendlandes zugleich ein Bild der Gewöhnung ist – an Leid, an Opfer, an die stille Veredelung von Gewalt. Eine persönliche Erinnerung, ein Gespräch über Jesus, Kreuz und inneren Glauben und der Blick auf eine Gegenwart aus Krieg, Deutung und moralischer Selbstberuhigung führen zu einer unbequemen Frage: Welchen Symbolen geben wir eigentlich noch immer unsere Kraft? […] Es war ein Abend im Privaten. Sami, ein junger Mann, der damals in meiner Nähe wohnte, nahm das hölzerne Kreuz von der Wand und zerrte den daran mit feinen Messingdrähten befestigten Jesus herunter. Ich erstarrte. Nicht aus religiösem Reflex. Ich bin religiös in keiner Weise verwurzelt.

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PositionenReligions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Pressemitteilung: Freidenker-Protest gegen Kriegskurs der Kirchen

Der Verbandsvorstand des Deutschen Freidenker-Verbandes, der am 28. und 29. März 2026 in Magdeburg tagte, hat einstimmig die folgende Erklärung beschlossen:
Der Deutsche Freidenker-Verband sieht die Bereitschaft der Katholischen und Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Marsch in einen Krieg gegen Russland geistliche Schützenhilfe zu leisten, als alarmierend und empörend an. Seit einigen Jahren stellen wir eine zunehmende Tendenz fest, dass kirchliche Verlautbarungen zu Fragen von Krieg und Frieden immer weniger von biblischen Mahnungen zu Frieden und Nächstenliebe, sondern durch die scharfmacherischen Vorgaben von Bundessregierung, EU und NATO geleitet werden. […] Der bisherige Höhepunkt kirchlicher Mobilmachung ist der „Geistliche Operationsplan Deutschland“ mit der offenbar lustig gemeinten Abkürzung „GOD“, offenkundig in Anlehnung an den „Operationsplan Deutschland“ der Bundeswehr.

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GeschichteReligions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Das Erbe der Herrenvolkdemokratien

Beitrag von Andreas Wehr aus: „FREIDENKER“ Nr. 4-25
Herrenvolkdemokratien – die Herrschaft Weißer in kolonisierten Ländern – zeichnen sich durch besonders brutale Formen der Unterdrückung der Indigenen aus. Domenico Losurdo hat sich mit diesem Phänomen im Rahmen seiner Liberalismus-Studien intensiv auseinandergesetzt. Sowohl die Niederländische und die Englische als auch die Amerikanische Revolution haben der Entwicklung der Freiheit, der politischen Gleichheit und der Demokratie entscheidende Impulse gegeben. Doch das alles galt nur für die Weißen, für die Bevölkerungen der westlichen, kolonisie­renden Länder und auch lange Zeit nur für die wenigen Besitzenden dort. In den Kolonien erkämpften sich europäische Einwanderer Freiheitsrechte und verlangten nach staat­licher Unabhängigkeit. Nach Losurdo kann man ohne die Sklaverei (und die darauffolgende Rassentrennung) „die ‚amerikanische Freiheit‘ nicht verstehen: sie wachsen, sich gegenseitig stützend, gemeinsam heran. …“

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Geschichte

Thomas Müntzer, Theologe und Revolutionär

Der Große Bauernkrieg – Höhepunkt einer Epoche im Umbruch und historische Parallelen
von Thomas Loch
Vortrag, gehalten auf der Thomas-Müntzer-Tagung des DFV in Bad Frankenhausen am 30.05.2025. – Die Epoche, in welcher Thomas Müntzer lebte, war eine Epoche des Umbruchs, des Übergangs vom Feudalismus zum Kapitalismus. Damit ähnelt sie in gewissem Sinne unserer Epoche, die die Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus im Weltmaßstab genannt wird. Daher können wir versuchen, diese Epochen zu vergleichen oder zumindest historische Parallelen zu ziehen. Zu diesem Zweck ist eine nähere Klärung des Begriffes Epoche angebracht. Eine Epoche ist ein bestimmter Zeit­abschnitt in der Geschichte der menschlichen Gesellschaft. Der Begriff steht in engem Zusammenhang mit dem Begriff der Gesellschaftsformation.

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Demokratie – Medien – AufklärungReligions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

„Vergiftung der Seelen“

Politik, Medien und Kirche mobilisieren erneut gegen kritische Wahrnehmung
Von Bernhard Loyen
Die sinnbildliche große Glocke der mentalen Müdigkeit senkt sich konstant mehr als bedenklich nieder auf die Köpfe kritisch wahrnehmender, differenzierender Bürger. Die soweit bekannten Melodien und nur teilweise neu arrangierten Texte und Inhalte des woken Panikorchesters, zum vermeintlichen Dauerleid der „guten Menschen“, beschäftigen sich dabei nicht nur mit den weiterhin konstanten, teils steigenden Umfragewerten der AfD im ganzen Land, der „Gefahr von Rechts“ – ohne der weiterhin verweigerten Eruierung und eindeutigen Benennung existierender Gründe – sondern dem Tod eines politischen Aktivisten und US-Podcasters.

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AktuellesPositionenPublikationen für FreidenkerReligions- & Kirchenkritik, Säkulare Szene

Für die Trennung von Staat und Kirche, Kirche und Schule sowie den Dialog mit religiösen Menschen

Neu herausgegeben: Das aktualisierte Forderungsprogramm des Deutschen Freidenker-Verbandes zum Verhältnis Staat – Kirche auf der Grundlage der Berliner Erklärung von 1994 und mit Auszügen aus den Thesen zur Religion
[Aus dem Editorial:] Die Forderung nach strikter Trennung von Staat und Kirche ist eine fundamentale For­derung der europäischen Aufklärung, von deren Verwirklichung in der Bundesrepublik Deutschland keine Rede sein kann. Angefangen mit dem staatlichen Kirchen­steuereinzug, über den kirchlich gestalteten Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, Streikverbot und Mitgliedschaftszwang bei kirchlichen Arbeitgebern, bis hin zu Milliar­denzahlungen an dauerhaften „altrechtlichen Staatsleistungen“, um nur die empörendsten Tatsachen zu nennen, werden nicht nur die Kirchen staatlicherseits privilegiert, sondern auch die Bürger zugunsten der Kirchen entrechtet.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Existenzrecht? Für Besatzung, Vertreibung und Völkermord? Freiheit vom Fluss bis zum Meer!

Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski
Es ist erschreckend, mit welch blindem Aktionismus nicht nur die Politik und ihre Vertreter versuchen, diesen schrecklichen Solinger Anschlag dafür missbrauchen zu wollen, um daraus den Honig für Wahlgewinne oder Sympathiekundgebungen zu saugen. Es ist aber noch verwerflicher, wie christliche und jüdische „Würdenträger“ und Funktionäre diesen Anschlag versuchen zu nutzen, um von eigenem Versagen abzulenken. War es natürlich zuerst der Präsident des Zentralrats der Juden Schuster, der sich beeilte, die „Gefahren des Islamismus“ ernster zu nehmen. Außerdem warf er Sarah Wagenknecht (BSW) vor, dass sie nicht anerkenne, dass Israel sich gegen eine Terrororganisation verteidige, und warf ihr indirekt Judenhass vor. Wagenknecht wiederum konterte zu Recht, dass der Zentralrat die Kriegsführung nicht ausreichend verurteile.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Video: Klaus Hartmann bei MOATS

Video-Interview von Dr. Diether Dehm mit Klaus Hartmann
In seiner Sendung „MOATS (Mother of all Talkshows)“, der deutschen Variante des vom britischen linken ehemaligen Parlamentarier George Galloway entwickelten wöchentlichen Podcasts, präsentiert Diether Dehm Gäste, die zu aktuellen Fragen unangepasste Meinungen äußern. Zum zweiten Mal saß Klaus Hartmann vor der Kamera und stellte sich Diethers Fragen, zunächst: „Was ist eigentlich der Freidenkerverband, wofür und wogegen ist er entstanden, und warum wurde Max Sievers, der Vorsitzende des Verbandes verfolgt und ermordet?“. Danach über den Wechsel der Schwerpunkte in den Aktivitäten der Freidenker: Zwar geht es immer noch um die Abschaffung ungerechtfertigter Privilegien der Kirche, aber bei der ideologischen Massenbeeinflussung wurde der Kirchenglaube inzwischen von den Massenmedien abgelöst, mit der Folge, sich auf die Bekämpfung des weltlichen Irrationalismus zu konzentrieren.

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