FREIDENKER 3-19 – 70 Jahre DDR

Die Ausgabe 3-19 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „70 Jahre DDR“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Egon Krenz: Was war und was bleibt
– Hans Bauer: Vorwärts! Und nicht vergessen!
– Annett Torres: Das DDR-Bildungswesen aus heutiger  Sicht
– Klaus Blessing: War die DDR-Wirtschaft pleite, marode und unproduktiv?
– Herbert Hörz: Wissenschaftsakademie der DDR überlebt als Verein
– Renate Schönfeld: Staat und Kirchen in der DDR
– Eberhard Schinck: Neugründung der Freidenkerbewegung in der DDR 1989

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Ein Wunder oder Zahlenspiele?

Beitrag von Andreas Peter
Die Römisch-Katholische Kirche Deutschlands hat 2018 eine Rekordsumme an Kirchensteuer eingenommen. Das gab jetzt die Bischofskonferenz bekannt. Dies bestätigt ähnliche Zahlen der Evangelischen Kirche in Deutschland, die bereits seit April vorliegen. Die Rekordeinnahmen konnten trotz sinkender Mitgliederzahlen erzielt werden. Wie erklärt sich das?
Die beiden großen christlichen Amtskirchen in Deutschland basieren bekanntlich auf einer Geschichte, die nichts Geringeres als ein Wunder verkündet.

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BAStA-Pressemitteilung: 100  Jahre Weimarer Verfassung – 100 Jahre Ablösungsgebot

100 Jahre Weimarer Verfassung – das heißt bisher auch 100 Jahre Nichtstun der Regierungen beim Verfassungsgebot der Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen. Das Bündnis altrechtliche Staatsleistungen abschaffen (BAStA) will Bewegung in die Sache bringen und hat Parteien, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Fraktionen, Regierungen, Landesrechnungshöfe und Kirchen mit der Aufforderung angeschrieben, endlich die  Initiative zur Beendigung der Zahlungen zu ergreifen. Die über 50 Antworten fallen zwar differenziert, aber insgesamt gesehen ernüchternd aus. Auffallend ist, dass sich praktisch keine der Antworten mit der Frage befasst, ob es rechtlich zulässig ist, den Verfassungsauftrag zur Ablösung weiter zu missachten.

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Beschränkung des Spielraums der Kirchen im Arbeitsrecht

Beitrag von Klaus von Raussendorff
Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen unterliegt bei Arbeitsrechtsstreitigkeiten der Kontrolle durch staatliche Gerichte. So urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in zwei Fällen. Geklagt hatte eine konfessionslose Sozialpädagogin, die zu einer Bewerbung auf eine Stelle bei der Diakonie nicht zugelassen worden war, und ein Chefarzt einer katholischen Klinik, dem nach seiner Wiederverheiratung gekündigt worden war. Die Sozialpädagogin bekam Recht. Im Fall des Arztes darf man gespannt sein …

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DFV Nord protestiert gegen die Verquickung von Schule und Kirche in Hamburg

Der Deutsche Freidenker-Verband Nord e. V. protestiert scharf gegen die Beeinflussung von Lehrerinnen und Lehrern an Hamburger Schulen. Diese werden über ihre Schulleitungen zum Gottesdienst in eine Hamburger Kirche vom Pädagogisch- Theologischen Institut zum 28. August eingeladen. Der Vorstand des DFV Nord fordert die Schulleitungen auf, dieses Ansinnen der Kircheninstitution abzulehnen und die Lehrerinnen und Lehrer mit Glaubensfragen im Schulalltag nicht zu behelligen. Weiter fordert der Vorstand des DFV Nord, dass die Schulleitungen das Institut auffordern zukünftig von solchen Aktionen Abstand zu nehmen.

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Interpretationen und Erfindungen

Interview von Peter Wolter mit dem evangelischen Theologen Gerd Lüdemann in: jW vom 24.12.2009
Wolter: Viele Menschen sind genervt vom Weihnachtsrummel – aus zahllosen Lautsprechern in Supermärkten wimmerte in den vergangenen Tagen »Stille Nacht, heilige Nacht«, und selbst auf dem Ostbahnhof im heidnischen Berlin wurden Krippenfiguren ausgestellt. Als protestantischer Theologe haben Sie sich seit Jahrzehnten mit der christlichen Mythologie befaßt – gibt es wirklich Leute, die an das Jesuskindchen und die Krippe glauben?
Lüdemann: Beides hat es mit Sicherheit nicht gegeben. Provokativ würde ich sagen: Die Krippe war leer und das Grab Jesu war voll. Alles, was mit diesen Erzählungen zusammenhängt, beruht auf Interpretationen oder Erfindungen.

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Rechenschaftsbericht von Klaus Hartmann auf dem DFV Verbandstag 2009

Videoaufzeichnung des Rechenschaftberichtes von Klaus Hartmann an den Verbandstag 2009 in Berlin
Auszug: „Unserem Verband wird von manchem vorgehalten, dass wir uns nicht ausschließlich mit Kirche und Religion befassen … Der Verbandsvorstand steht dagegen auf dem Standpunkt, dass wir den Irrationalismus insgesamt, in religiöser wie weltlicher Gestalt ins Visier nehmen müssen. Das heißt: Der Kapitalismus, der Imperialismus ist in unübertrefflichem Maße unvernünftig, ja er ist mehr als das: lebensgefährlich. Dieser Gefahr, von den Kriegen über Armut, Elend und Ausgrenzung bis zur Umweltzerstörung, sie ist real, und ihre Bekämpfung hat Priorität. Und diesen Fragen stellen wir uns tatsächlich – vom Standpunkt unserer Weltanschauung!“

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Kirchenkritik aus der Sicht eines Christen und Sozialisten

Interview mit Peter Franz aus: FREIDENKER 1-08
Ich halte es für einen der gefährlichsten und folgenreichsten Irrtümer der Religionswissenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts, wenn sie von einer angeblichen „Höherentwicklung“ der Religion spricht: einer Entwicklung weg von einer Vielzahl niederer Erdgeister und Dämonen über verschiedene Zwischenstufen, etwa das griechische Pantheon oder den römischen Götterhimmel bis hin zu dem Einen Gott, der angeblich alles beherrscht und umfasst. Gott der Allmächtige, Allwissende und Alleslenkende, wie er leider auch heute weithin im Judentum, Christentum und im Islam geglaubt wird, halte ich für eine Projektion des Irrglaubens.

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„Ein besseres Leben – nicht glauben, sondern schaffen!“

Buchveröffentlichung im Eigenverlag des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V.
Materialien des Symposiums aus Anlass des 200. Geburtstages am 24. Juli 2004 in Nürnberg

Im einleitenden Beitrag unterstreicht der Bundesvorsitzende des DFV, Klaus Hartmann (Offenbach), die Verpflichtung des Deutschen Freidenker-Verbandes, als Weltanschauungsgemeinschaft das vernünftige, humanistische und materialistische Denken als sein ureigenstes Erbe zu pflegen. Auch darum ist die Beschäftigung mit Feuerbachs Philosophie nicht etwa nur eine Angelegenheit für „Spezialisten“. Sie korrespondiert vielmehr mit dem Ziel der Freidenkerbewegung, die Menschen nicht auf ein besseres „Jenseits“ zu vertrösten, sondern die Menschenwürde in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen, für ein menschenwürdiges Leben zu kämpfen und für solche sozialen und politischen Verhältnisse, die dies ermöglichen.

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Klaus Hartmann: Aufstehen statt niederknien

Beitrag von Klaus Hartmann aus FREIDENKER 3-05
„Weltjugendtag“ heißt die fromme Heerschau dieser Tage in Köln, der Name jedoch ist Anmaßung: Obwohl Hunderttausende erwartet werden, die „Weltjugend“ ist das nicht – es ist ebenso wenig das Treffen von Atheisten wie von Buddhisten, Muslimen oder Hindus, Juden oder orthodoxen Chris­ten.
Zumindest der Form nach geht die Katholische Kirche mit der Zeit: Event ist angesagt, eine Pop-, Polit- und Glaubensshow wird inszeniert, und wie in der üblichen kommerziellen Event-„Kultur“ droht Seichtigkeit die Inhalte zu verdrängen, ernsthafte Anliegen und Fragen unterzubuttern. Wer der Kirche nichts Gutes wünscht, kann das Spektakel mit einer gewissen Schadenfreude sehen.

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