Kapitalismus

Arbeit & SozialesVeranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

Buchvorstellung: Klassengesellschaft Akut 

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja
Mittwoch, 14. Oktober, 19 Uhr, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg. Adam-Klein-Straße 6
Warum Lohnarbeit spaltet – und wie es anders gehen kann
Die da oben, wir hier unten – in dieser griffigen Formel kommt das Grundgefühl einer Klassengesellschaft zum Ausdruck, in der Solidarität ein Fremdwort zu sein scheint. Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja zeigt, wie sich Arbeit im Kapitalismus der Gegenwart verändert, wie Spaltungslinien zwischen Lohnabhängigen vertieft werden und wo Potentiale liegen, um Unterschiedlichkeit und Konkurrenz zu überwinden und für gemeinsame Interessen einzutreten. Mayer-Ahuja beschreibt die sich vertiefende Kluft zwischen Arbeit und Kapital, aber auch zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen. Deren Arbeits- und Lebensbedingungen haben sich so polarisiert, dass manche Lohnabhängige auf Kosten anderer abgesichert werden:

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Von der City of London zur Wall Street und zurück (1)

Teil 1: Vom Fugger-Kapital zur Finanzwelt des Atlantiks
von Wolfgang Effenberger
Die City of London  ist die kleine historische Kernstadt Londons, eine seit der Römerzeit bestehende Handelsstadt mit eigener kommunaler Verfassung; ihre Umwandlung zum führenden Finanzzentrum verdankt sich vor allem durch die Krise der oberdeutschen Handelshäuser Fugger und Welser im 16. und 17. Jahrhundert, die Verlagerung der europäischen Handels- und Machtachsen zum Atlantik und den Aufbau des englischen Fiskal- und Kriegsstaates entscheidend beschleunigt, wobei der Dreißigjährige Krieg als Beschleuniger wirkte. Sie ist nicht gleichzusetzen mit „London“ insgesamt. Aus der mittelalterlichen Bürgergemeinde ging die heutige City of London Corporation hervor. Schon im 12. und frühen 13. Jahrhundert erhielten die Bürger Rechte auf Selbstverwaltung und Bürgermeisterwahl.

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Demokratie – Medien – AufklärungWeltanschauung & Philosophie

Vier Verschwindungen

Beitrag von Ulrich Gausmann
Roberto J. De Lapuente hat einen Text veröffentlicht, der sich mit sichtlichem Behagen an einer verbreiteten Mode, besser noch: Marotte des linken Milieus abarbeitet, nämlich an der Gewohnheit, jedes Übel dieser Welt, ob Krieg, Pandemie, Migration oder Klima mit dem pauschalen Verweis auf „Der Kapitalismus ist schuld“ zu erledigen und die Sache damit für erklärt zu halten. Der Vorwurf De Lapuentes an dieses Milieu ist nicht neu und auch beileibe nicht aus der Luft gegriffen, und ich stoße mich auch an denjenigen Linken, die den Begriff gebrauchen, wie Gläubige in der Kirche „Amen“ sagen. Insofern trifft der Verfasser einen wunden Punkt, und man könnte seinen Beitrag mit Gewinn lesen, wäre er das, als was er auftritt: eine nüchterne Abrechnung mit der Denkfaulheit. Er ist meines Erachtens nicht derjenige, der endlich einmal ausspricht, was viele zwar ahnen, aber nicht offen sagen, und ihm unterlaufen dabei folgenreiche Verwechslungen.

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Veranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

Imperialismus – eine historische Epoche – wie weiter?

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband in Quedlinburg 08. – 09.05.2026
Seit Gründung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutsche Freidenker-Verband, findet jährlich im Rahmen einer offenen Bildungsveranstaltung ein zentrales Treffen in der Stadt der Gründung statt. Dort treffen sich nicht nur Mitglieder des Verbandes, sondern es können immer auch Gäste begrüßt werden, welche zum Teil sogar eine etwas weitere Anreise in Kauf nehmen und aus den verschiedensten Bundesländern anreisen. Aus aktuellem Grund steht für dieses Jahr wieder der Kapitalismus, allerdings diesmal sein höchstes und letztes, besonderes historische Stadium, der Imperialismus, auf dem Plan unseres Bildungswochenendes. Insbesondere jüngste Entwicklungen, also wie der Kapitalismus in seiner höchsten Form des Imperialismus den Menschen gegenwärtig begegnet.

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Arbeit & Soziales

Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus – und die globale System-Alternative

Beitrag von Werner Rügemer aus „FREIDENKER“ Nr. 1-26
Aufgrund seines systemischen Niedergangs rüstet sich der US-geführte Kapitalismus noch weiter auf, vielgestaltig, beschleunigt durch die jüngere, noch aggressivere Fraktion des Kapitals, die der aktuelle US-Präsident Donald Trump verkörpert, gefolgt von seinen unruhig gewordenen, ebenfalls gescheiterten Vasallen vor allem in der EU und in Asien. Wie kann also die Zusammenarbeit des viel größeren „Rests“ der Menschheit in Bezug auf Völkerrecht und Menschenrechte vertieft und ausgeweitet werden, auch auf nichtstaat­licher Ebene? […] Die USA sind „eine brüchige Gerontokratie, die von innen heraus verrottet“ – aber dieses „zerbrochene Amerika“ („broken America“) ist Teil des „seltsamen Triumphs“ eben dieses Staates.

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Verbandsorgan FREIDENKER

FREIDENKER 1-26 – Multipolare Welt gegen imperialistische Hegemonie

Die Ausgabe 1-26 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Multipolare Welt gegen imperialistische Hegemonie“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Elke Zwinge-Makamizile: Die BRICS-Staaten – Motor der multipolaren Entwicklung
– Uwe Behrens: China und die Neue Seidenstraße
– Ibrahim Traoré: Neutralität ist keine Option
– Werner Rügemer: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus– und die globale System-Alternative
– Wolfram Elsner: Die schwierigen deutsch-chinesischen Beziehungen
– Carlos L. Garrido: Warum Russland und China nicht imperialistisch sind
– Wolfgang Bittner: Eine neue Weltordnung – Die Chancen für Deutschland und Europa

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Arbeit & Soziales

Frauen: Modernisierte Sklavenarbeit, global. Ein Aufruf

Beitrag von Dr. Werner Rügemer
Millionen Frauen werden einer modernisierten Sklavenarbeit unterworfen, die ständig ausgeweitet und gleichzeitig verdrängt wird. Sie wird vor allem von US-Konzernen in armen Staaten aller Kontinente organisiert. Dies gilt für Prostitution sowieso, und nicht nur für Textil- und Nahrungsmittelkonzerne, sondern ungleich mehr für die Produktion der Digitalgeräte wie laptops, Handys, für „Löscharbeiten“ in den (a)sozialen Medien, für e-Autos, für Roboter-Steuerung und KI-tools. Und selbst wenn kurzfristig eine besonders kriminelle Form der Sklavenarbeit bekannt wird, in schon bekannten Bereichen, wird sie schnell verdrängt. Hier ein Beispiel: Die indischen Zuckerarbeiterinnen für Coca Cola, Pepsi Cola, Unilever, General Mills. Der Anfang der Produktionskette für den Zucker in Indien sind kleine Plantagen. ….

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Pilloried – Schandpfahl

Beitrag von Stefan Siegert
Das Bild vom frisch gefangengenommenen und in die USA verschleppten Nicolas Maduro, ist pures Mittelalter 2.0 – der Pranger und Schandpfahl, digital immer noch da. Eine Methode der Abschreckung. Sie erreichte vor achthundert Jahren vielleicht die 9000 Seelen große Bevölkerungen einer mittelalterlichen Stadt. Donald Trump postete dieses Symbolbild noch in der Nacht des schwersten Völkerrechtsbruchs seit Bestehen des Völkerrechts auf seiner Plattform „Truth social“. Es ging am 3. 1. 2026 online um die Welt. Der Pranger richtet sich seit tausend Jahren an alle, die es wagen, sich den Mächtigen in den Weg zu stellen: So wie diesem hochgekommenen Busfahrer aus Venezuela wird es allen ergehen, sagt das Bild. Eine Kampfansage.

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GeschichteKultur & Kunst

Indianer in der DDR

Beitrag von Ralf Lux aus FREIDENKER Nr. 4-25
Stellen Sie sich vor, wir befinden uns im Jahr 1973 und Sie machen einen Spaziergang durch den Thüringer Wald. Plötzlich hören Sie in der Ferne Trommeln und fremdartig klingende Gesänge. Neugierig folgen Sie den Geräuschen und erreichen eine Lichtung. Was Sie dort sehen, können Sie kaum fassen. Die ganze Lichtung ist mit Indianertipis vollgestellt und mehrere hundert Menschen, gekleidet wie echte Indianer, führen singend einen Tanz auf. Sollten Sie ein Besucher aus der BRD sein, werden Sie wahrscheinlich unweigerlich an Karl May denken. Als DDR-Bürger eher an Gojko Mitić, dessen letzten Film Sie gerade kürzlich zu den Sommerfilmtagen gesehen haben. Tatsächlich hat das, was sich da abspielt, indirekt auch mit Karl May zu tun; sogar in zweifacher Hinsicht. …

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Demokratie – Medien – AufklärungGeschichte

Vorwärts, und nicht vergessen!

Gedanken zur Leninschen Imperialismus-Theorie und zur Gegenwart
Vortrag von Anton Latzo
In den Kreisen der Antikommunisten und des Reformismus nimmt die Gegenüberstellung von Leninismus und Marxismus breiten Raum ein. In Wirklichkeit war Lenin nicht nur ein Kenner der Arbeiten von Marx und Engels. Die Erkenntnisse von Marx und Engels waren stets der Ausgangspunkt und der theoretische Richtpunkt für Lenins wissenschaftliche und praktische Arbeit im Dienste der Revolution. Das Werk „Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ ist ein Beispiel dafür. Im „Kommunistischen Manifest“ wird z. B. festgestellt: „Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen.“ Dann fragt Marx: „Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; andererseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung der alten Märkte.“

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Antikommunismus – die Grundtorheit der Epoche

Beitrag von Marion Schneider
Thomas Mann bezeichnete 1943 im Exil den Antikommunismus als die Grundtorheit der Epoche. Als nun am 16. Februar 1990, wenige Monate nach dem Fall der deutsch-deutschen Mauer, bei den Visaanträgen für die USA die Frage einer möglichen Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei entfiel und nun auch Kommunisten in die USA einreisen konnten, freute ich mich über dieses Symbol der Entspannungs– und Friedenspolitik zwischen Russland, Europa und den USA. Allerdings ist es bis heute noch so, dass das Visum in die USA wegen kommunistischer Betätigung verweigert werden kann, weil die kommunistische Partei in den USA seit 1954 verboten ist. 1956 wurde die Kommunistische Partei Deutschlands auch in der Bundesrepublik Deutschland verboten …

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