Ostermärsche 2026 in Hessen
03.04.2026 Ostermarsch in Bruchköbel
06.04.2026 Ostermarsch in Frankfurt a.M.
04.04.2026 Demonstration „Weltweites Friedenszeichen“ in Frankfurt am Main
03.04.2026 Ostermarsch in Bruchköbel
Schluss mit Kriegsvorbereitung und Sozialabbau!
Der traditionelle Start der Hessischen Ostermärsche fand auch diesmal mit dem Ostermarsch der Friedenplattform Hanau 2026 am Karfreitag (3.4.26) in Bruchköbel statt. Die Kundgebung begann um 14:00 Uhr und stand unter der Hauptforderung „Schluss mit Kriegsvorbereitung und Sozialabbau!“ Bereits vor der ersten Rede haben Ernesto Schwarz und Guy Dawson friedensbewegte Lieder angestimmt. Beide Sänger umrahmten dann auch die Kundgebung. Der Hauptredner war diesmal Michael Altmann. Er ist aktiv in der Gruppe „Gewerkschafter sagen NEIN zum Krieg! NEIN zum sozialen Krieg!“ und Mitglied des ver.di-Landesbezirksvorstands Hessen.
Weitere Reden steuerten bei: Julian Eder zum Thema Schulstreiks gegen die künftige Wehrpflicht (der nächste bundesweite Streiktag ist am 8. Mai geplant). Monika Bootz (Wetterauer Aktion Frieden) zu den vielfältigen Formen der Militarisierung in den Kommunen. Aktuelle Entwicklungen in zentralen Kriegskonflikten dieser Welt hat Doris Werder im Rahmen ihrer Moderation angesprochen.
Nach abschließenden Musikbeiträgen folgte der Ostermarsch durch Bruchköbeler Gassen zum Waldgrillplatz an der Dicken Eiche, wo das Programm mit dem traditionellen Friedensfest endete. Für Getränke und Speisen sorgte dort in bewährter Weise die DIDF Hanau.
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Text (leicht bearbeitet) und Bilder übernommen von https://friedensplattform.de/
06.04.2026 Ostermarsch in Frankfurt am Main
In einem Sternmarsch marschierten und fuhren nach Angaben der Informationsstelle Ostermarsch rund 5.000 Menschen aus den Frankfurter Stadtteilen sowie umliegenden Städten zum Römerberg.
Beim Frankfurter Ostermarsch am Ostermontag auf dem Römerberg wurde die Grußadresse von Aida Touma-Sliman aus Israel verlesen:
Grußadresse aus Israel zum Ostermarsch in Frankfurt

Genossinnen und Genossen,
aus Israel sende ich euch diese Botschaft im Namen aller Friedensliebenden. Ich zolle euch meinen Respekt für eure Entschlossenheit, eine Zukunft abzulehnen, die von endloser Militarisierung, Angst und Kriegen geprägt ist.
Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Erfahrungen hier in Israel das beste Beispiel dafür sind, dass Kriege und der Wettlauf um Militarisierung uns niemals Frieden oder Sicherheit bringen werden.
Ich sende euch meine Grüße, während wir einem schrecklichen regionalen Krieg mit weltweiten Auswirkungen gegenüberstehen, der von der israelischen Regierung unter Netanjahu und der amerikanischen Regierung unter Trump aggressiv entfacht wurde.
Der Krieg gegen den Libanon und den Iran ist eine Fortsetzung des Krieges im Gazastreifen und im Westjordanland. Es ist ein Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt und vor allem Menschenleben kostet – das Leben ganz normaler Menschen in der gesamten Region, im Libanon, im Iran und auch in Israel. Es ist immer dasselbe: Familien werden vertrieben, Kinder wachsen unter dem Lärm der Bomben auf, Gemeinschaften werden auseinandergerissen. Die Menschen zahlen den Preis, nicht diejenigen, die die Entscheidungen treffen.
Wir stehen an eurer Seite und weigern uns, Geiseln der Militarisierung großer Konzerne oder imperialistischer Politik zu sein.
Jede Rakete, die heute abgefeuert wird, sät den Keim für den nächsten Krieg von morgen. Das ist keine Verteidigung – es ist ein gefährlicher Weg, der nirgendwohin führt außer zu noch mehr Leid.
Wir müssen auch ehrlich sein: Maßnahmen, die im Namen der Macht ergriffen werden, dürfen das Völkerrecht nicht außer Kraft setzen. Wenn Staaten außerhalb dieser Gesetze handeln, wenn Gewalt die Diplomatie ersetzt, wird das globale System geschwächt, das uns alle schützen soll. Es darf nicht sein, dass für die einen andere Regeln gelten als für die anderen.
Aber wir sind nicht machtlos. Unsere Stimmen zählen. Die Geschichte hat gezeigt, dass Menschen, wenn sie sich zusammenschließen, dem Krieg die Stirn bieten und einen anderen Weg fordern können. Genau das tun wir derzeit: Wir kämpfen und demonstrieren jeden Tag und überall gegen den Krieg. Wir sind hier, um auf Diplomatie, Dialog und Gerechtigkeit zu bestehen – nicht auf Bomben, nicht auf Eskalation.
Lassen uns eines klarstellen: Wir lehnen Krieg ab. Wir lehnen Militarisierung ab. Und wir werden weiterhin gemeinsam Stellung beziehen, unsere Stimme erheben und handeln – bis Frieden kein Traum mehr ist, sondern Realität.
Vielen Dank.
Aida Touma-Sliman ist Mitglied der Kommunistischen Partei Israels (Maki) und sitzt seit 2015 für das Linksbündnis Chadash in der Knesset
Text übernommen von frieden-und-zukunft.de
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Bilder von Karl Heinz Peil. Übernommen von frieden-und-zukunft.de
04.04.2026 Demonstration „Weltweites Friedenszeichen“ in Frankfurt am Main
Bereits am Ostersamstag versammelten sich auf dem Frankfurter Römerberg über 700 Demonstranten unter dem Motto „Weltweites Friedenszeichen“ mit zahlreichen Infoständen, auch vom Deutschen Freidenker-Verband. Es gab zahlreiche Rede- und Kulturbeiträge auf der Kundgebung, u.a. mit Diether Dehm, Mitglied des Freidenker-Verbandes und seines Beirats sowie mit Major a.D. Florian D. Pfaff, der am Abend bei der Freidenker- Veranstaltung im Saalbau Südbahnhof vor gut 70 Teilnehmern über den aktuellen Kriegskurs und die Möglichkeiten sprach, aus der Eskalation auszusteigen. Link: https://www.klartext-rheinmain.de/blog/krieg-oder-frieden-wohin-steuert-unser-land
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Auf freidenken.tv Interviews mit Florian https://www.youtube.com/watch?v=a6PfFkmgoh0
und mit Diether https://www.youtube.com/watch?v=oByS0sWjZ1M
Bild oben: Ostermarsch 2026 in Frankfurt a.M.
Foto: Karl Heinz Peil. Übernommen von frieden-und-zukunft.de
