NATO-Überfall auf Jugoslawien

AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Haftstrafe für einen Freiheitshelden des Westens

Beitrag von Klaus Hartmann
25 Jahre Knast für Hashim Thaçi. Bei dieser Nachricht aus Den Haag haben sich viele verwundert die Augen gerieben. Die einen fassungslos darüber, dass dies einem widerfährt, der uns Jahrzehnte als Freiheitsheld des Kosovo verkauft wurde, und dass ein „westliches Gericht“ überhaupt Hand an einen ehemaligen Schützling gelegt hat. Die anderen, die das Strafmaß mit weit drakonischeren Strafen gegen Serben vergleichen, erblicken darin die Fortsetzung des antiserbischen Rassismus. Entscheidend ist, ob man die UÇK als Befreiungs- oder als Terrororganisation sieht. Das Urteil sprach ein „Kosovo-Sondergericht“, das auch für die Ex-UÇK-Führer Jakup Krasniqi, Kadri Veseli und Rexhep Selimi langjährige Haftstrafen verhängte, gegen die alle wohl in Revision gehen. Zunächst die Frage, „welches Gericht“? Denn davon gibt es in Den Haag so viele, dass man den Überblick verlieren kann.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Baburin am Grab von Milošević: Höchster Respekt zum 85. Geburtstag des großen Führers

Am 20. August legte der Co-Vorsitzende des Slobodan Milošević International Committee, der renommierte russische Wissenschaftler und Politiker Sergei Baburin, Blumen am Grab von Slobodan Milošević in Požarevac nieder. Bei dieser Gelegenheit erklärte Baburin: „Slobodan Milošević – am 20. August 2026 wäre dieser große Führer Jugoslawiens und Serbiens 85 Jahre alt geworden. Ich empfinde zumindest Verlegenheit angesichts der Versuche moderner serbischer Politiker, den Namen dieses Mannes zu vergessen und eine Bewertung seiner Rolle in der Geschichte des modernen Europas zu vermeiden. Ich bin überzeugt, dass die Anerkennung von Miloševićs großen Verdiensten um die Serben und Serbien sowie um die gesamte slawische Welt im Laufe der Jahre nur noch zunehmen wird. Milošević opferte alles für Serbien – sein Wohlergehen und sein Leben.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

1994: Karlsruhe und Force XXI (TRADOC 525-5)

Recht und Strategie ebnen den Weg zu globalen Militäreinsätzen
Beitrag von Wolfgang Effenberger
Das aktuell gültige deutsche Grundgesetz enthält kein allgemeines Verbot von Auslandseinsätzen, setzt dafür aber enge verfassungsrechtliche Grenzen. Die maßgeblichen Bestimmungen sind vor allem Artikel 24, 26, 87a und 115a GG sowie die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Das Grundgesetz von 1949 enthielt Art. 24 bereits, aber die konkrete Friedens‑ und Kollektive‑Sicherheitsformel in Absatz 2 wurde mit dem „Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes“ im Rahmen der Aufnahme in die NATO eingeführt, das am 19.03.1956 beschlossen wurde. Schon ein knappes Jahr vorher, am 6.05.1955 wurde mit der Hinterlegung der Beitrittsurkunde in Washington die Aufnahme der Bundesrepublik zur NATO völkerrechtlich wirksam – Deutschland wurde damit offiziell 15. Mitglied des Bündnisses. Mit Art. 24 Abs. 2 GG werden die heutigen Auslandseinsätze begründet.

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Allgemein

Die Welt braucht einen neuen Antifaschismus

Beitrag von Vladimir Kršljanin
Rede am Runden Tisch „Serbien, Russland und der Krieg im Nahen Osten“, gehalten am 28. April 2026 in Belgrad
Die „Erste Bewegung für Serbien“ verurteilt aufs Schärfste die unprovozierte israelisch-amerikanische Aggression gegen die Islamische Republik Iran und bekundet ihre uneingeschränkte Solidarität mit der Führung und dem Volk der befreundeten Islamischen Republik Iran. Die angloamerikanisch-zionistische Oligarchie stellt den gefährlichsten menschen- und zivilisationsfeindlichen Faktor in der Geschichte der Menschheit dar. Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene internationale Rechtsordnung basiert auf dem Antifaschismus. Der Faschismus war ein Nebenprodukt der oben genannten Oligarchie. Heute brauchen wir eine Erneuerung und Erweiterung des Konzepts des Antifaschismus sowie eine Ausweitung des Nürnberger Urteils auf die Anstifter und Finanziers des Faschismus.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Vom Internationalen Recht zur regelbasierten Ordnung … und Zurück

Vortrag von George Pumphrey
Das Völkerrecht der Nachkriegszeit schaffte einen Rahmen der relativen Sicherheit. Die meisten Leute machten sich kaum Gedanken darüber, was das Völkerrecht eigentlich ist, wie sicher es ist oder wie man es schützen und verstärken kann. Wir hielten es einfach für selbstverständlich. Was in Deutschland als „das Völkerrecht“ bezeichnet wird, ist ein Ergebnis des Sieges über den deutschen Faschismus im Zweiten Weltkrieg. Es ist ein System von Normen, das auf der souveränen Gleichheit der Nationen beruht. Es fußt auf einer demokratischen, konsensbasierten Entscheidungsfindung mit dem gemeinsamen Ziel, einen Weltkrieg zu verhindern. Es ist eine konsequente Folge der Nürnberger Tribunale nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Frieden durch „Kriegstüchtigkeit“? Aufrüstung, Militarisierung und die neue Wehrpflicht

Pressemitteilung vom 30.03.2026
Veranstaltung mit Bundeswehrmajor a. D. Florian D. Pfaff am 28.03.2026 in Schweinfurt
Auf Einladung von NachDenkSeiten-Gesprächskreis Schweinfurt/Würzburg und Deutschem Freidenker-Ortsverband Schweinfurt/Würzburg kam am Samstag, dem 28. März 2026 der Bundeswehrmajor a. D. Florian D. Pfaff von der Friedensinitiative Rosenheim nach Schweinfurt. Vor 35 interessierten Zuhörern sprach der pensionierte Offizier ab 19:00 Uhr in der Gaststätte „TV Oberndorf“ Schweinfurt über das Thema „Frieden durch ‚Kriegstüchtigkeit‘? Aufrüstung, Militarisierung und die neue Wehrpflicht“. […] Anlass der Veranstaltung war die aktuelle Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland, die mit dem Ukrainekrieg und der angeblichen Bedrohung durch Russland begründet wird. Doch Pfaff, 1957 in München geboren und 1976 der Bundeswehr beigetreten, zeichnete in seiner Präsentation historisch anhand zahlreicher Dokumente das Gegenteil nach: …

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Die Zerstörung des Völkerrechts

Videoansprache von Klaus Hartmann anlässlich einer Gedenkveranstaltung des Internationalen Milošević Komitees (IMC) zum 20. Todestages von Slobodan Milošević am 10.03.2026 in Belgrad
Die Nachrichten der letzten Tage und Wochen sind voll von Berichten über die aktuellen Kriege, Stichworte sind die Ukraine, Palästina, Venezuela und der Iran. Das sind nur die wichtigsten, aber nicht die einzigen – Jemen und den Sudan, die West-Sahara und Pakistan, die verschärfte Strangulation Cubas müssen wir dazuzählen. Diese zugespitzte internationale Situation, mit dem Potenzial jederzeit in einen 3. Weltkrieg zu eskalieren, ist wie ein Update, eine Fortsetzung dessen, was in den 1990er Jahren mit den Kriegen zur Zerschlagung Jugoslawiens begann. Damals, nach dem „Sieg im Kalten Krieg“, wähnte sich der Globale Westen als der Sieger der Geschichte, die USA als die „einzige Weltmacht“, wie es Zbigniew Brzeziński schrieb. Im Kampf um die US-Vorherrschaft in Eurasien spiele die Ukraine als geopolitischer Dreh- und Angelpunkt eine Schlüsselrolle, deshalb müsse Russland als Gegner angesehen und zurückgedrängt werden.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

OSZE als Friedensmacht für die Ukraine?

Kommentar von Tilo Gräser
Die derzeitige Führungsspitze der OSZE versucht, diese als Instrument für Frieden in der Ukraine ins Spiel zu bringen. Doch dafür scheint sie wenig zu taugen. […]
Die Suche nach Frieden für die Ukraine geht weiter, doch ein Ende des Krieges scheint nach nun fast vier Jahren nicht in Sicht. Die Bemühungen des US-Präsidenten Donald Trump haben immerhin für mehrere Gesprächsrunden gesorgt. Doch die westlichen Staaten, die sich in der „Koalition der Willigen“ zusammengeschlossen haben, verhindern eine Friedenslösung. Sie stützen weiter mit finanziellen und militärischen Mitteln den Kurs des ukrainischen Präsidentendarstellers Wolodymyr Selenskyj, den Krieg gegen Russland fortzusetzen. Zugleich torpedieren sie fortgesetzt mit Vorschlägen wie dem, nach einem Waffenstillstand westliche Truppen in der Ukraine als „Sicherheitsgarantie“ zu stationieren, eine mögliche Einigung.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Neuer Strafbefehl wegen Unterstützung eines „russischen Angriffskriegs“ – Video über 9. Mai-Gedenken

Beitrag von Felicitas Rabe
Mitte Januar erhielt der 42-jährige Krankenpfleger Jovica Jović einen Strafbefehl vom Amtsgericht Rheinberg. Die Staatsanwaltschaft Kleve hatte den Mann, der zurzeit Sozialpädagogik studiert, wegen angeblicher Unterstützung eines „russischen Angriffskriegs“ angezeigt. Am Montag traf sich RT DE mit dem Friedensaktivisten. Der gebürtige Deutsche, dessen Eltern in den 70er Jahren nach Deutschland kamen, berichtet im Interview, welche Straftaten man ihm vorwirft. Er erklärt auch die Motive seines Engagements: Aufklärung über den Krieg in der Ukraine aus einer anderen Perspektive, als sie von der Mainstreampresse angeboten wird. Gemäß der Strafanzeige vom 12. Januar soll er sich am 13. Mai nach § 140 Nr. 2 Strafgesetzbuch der Belohnung und Billigung von Straftaten schuldig gemacht haben. Konkret habe er einen „russischen Angriffskrieg“ in einer Weise unterstützt, die geeignet sei, den öffentlichen Frieden zu stören.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Trumps neue Nationale Sicherheitsstrategie auf dem Prüfstand

Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger
Donald Trumps neue Sicherheitsstrategie stellt eine stark national orientierte „America First“-Linie ins Zentrum und kündigt eine militärische und politische Schwerpunktverlagerung in die westliche Hemisphäre – beide amerikanischen Kontinente – und in den Indo-Pazifik an samt Wiederbelebung der Monroe-Doktrin von 1823 („Amerika den Amerikanern“). Daher stammt auch der Begriff „Korollar zur Monroe-Doktrin“. Ein Korollar bezeichnet eine Ergänzung, die Entwicklung eines bestimmten geopolitischen Projekts, und genau dieses Korollar Trumps ist im Wesentlichen die Schwerpunktverlagerung der Großmacht USA in die westliche Hemisphäre. Mit Russland soll nun eine „strategische Stabilität“ angestrebt werden. So finden sich im Strategiepapier keine scharfen öffentlichen Schuldzuweisungen im Ukraine‑Kontext.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Naht NATO Nahtod?

Beitrag von Stefan Siegert
Im gewohnt NATO-blauen Wikipedia ist … zu lesen: Operation Allied Force (OAF; ungefähre Übersetzung: „Unternehmen Bündnisstreitmacht“) war der Deckname einer militärischen Operation der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, die sie im Rahmen des Kosovokrieges vom 24. März bis 10. Juni 1999 durchführte. Die im Wesentlichen von den Vereinigten Staaten geführte Militäroperation war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne ausdrückliches UN-Mandat führte. Die Völkerrechtsmäßigkeit des Einsatzes ist bis heute umstritten.Dass „die Völkerrechtmäßigkeit des Einsatzes (…) bis heute umstritten“ ist, mag ja sein. Die Völkerrechtswidrigkeit ist unbestritten. Der somit völkerrechtswidrige Angriffskrieg der NATO auf die Bundesrepublik Jugoslawien, anschließend die sogenannten „Jugoslawienkriege“, waren erst der Anfang.

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