Kunst

AktuellesKultur & Kunst

Lisa Fitz – Reformpaket Regierung

Video von Lisa Fitz
Wochenlang wurde uns das große Reformpaket angekündigt. Das klingtbeilt nach Aufbruch. Nach Motorsäge. Nach Entrümpelung des Staates. Da erwartet man mindestens, dass danach drei Ministerien verschwunden sind, 50 Beauftragte arbeitslos werden und man endlich einen Bauantrag stellen kann, ohne vorher seinen Stammbaum bis zu Karl dem Großen nachweisen zu müssen. Und was kommt dann erst mal? – Eine Pressekonferenz … Bei uns ist die Pressekonferenz inzwischen die größte Reform des Landes. Je schlechter die Umfragewerte, desto größer die Bühne.

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AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Deutsche Friedensfreunde mit Tolstoi-Schauspiel auf Russland-Tour

Interview von Ulrich Heyden
Das „Haus der deutschen Wirtschaft” [1] in Moskau ist nicht gerade ein Ort, an dem man die Aufführung eines Puppentheaters erwartet. Das moderne Haus liegt im Zentrum von Moskau nahe der U-Bahn-Station Poljanka in der Ersten Kosaken-Gasse. In einem Saal des Hauses führten drei Deutsche am 26. August ein Puppentheaterstück auf. Dabei saßen sie meistens, denn eine lebensgroße Puppe zu führen braucht Stabilität und Kraft. Aufgeführt wurde ein Auszug aus der Erzählung „Wovon der Mensch lebt“, welche der russische Schriftsteller Lew Tolstoi 1881 zu Papier brachte. Organisator der Veranstaltung war der Moskauer Rotary Club. Etwa 50 Deutsche und Russen waren zu der Vorstellung gekommen. Es waren Studenten, Wissenschaftler, deutsche Unternehmer und Mitarbeiter deutscher Firmen in Russland. Unter den Zuschauern war auch der ehemalige Moskau-Korrespondent des WDR, Hermann Krause, der jetzt das Moskauer Büro der Deutschen Kriegsgräberfürsorge leitet.

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Demokratie – Medien – AufklärungWeltliche Trauerkultur

Ein Leben im Dienst von Psychologie und radikaler Gesellschaftskritik

Nachruf auf und Gedicht für KLaus Jürgen Bruder
Am 17. Juli 2026 starb der Psychologe, Psychoanalytiker und Universitätsprofessor Klaus Jürgen Bruder. Mit ihm verliert die akademische Welt einen engagierten Wissenschaftler und mutigen Streiter für die Geistesfreiheit. Klaus-Jürgen Bruder verstand die Psychologie nie als bloße Anpassungswissenschaft, sondern stets als Werkzeug der Aufklärung und der Gesellschaftskritik.
Unser Beiratsmitglied Dr. Diether Dehm hat aus diesem Anlass das Gedicht „Gegen dein Ich“ geschrieben. Wir veröffentlichen nachstehend den Nachruf der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP), der auch als Einstieg in das Schaffen Klaus Jürgen Bruders gelesen werden kann, sowie das Gedicht von Diether Dehm.

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Kultur & Kunst

Spielt wieder Degenhardt und Süverkrüp – trotzt den Vergessenmachern!

Artikel von Diether Dehm
Ab 1964 wurde aus dem Festival „Chanson Folklore International” auf der Hunsrücker Burg Waldeck ein regelrechtes Labor für Friedenskünstler. Aber, obwohl Franz Josef Degenhardt und Dieter Süverkrüp dort die ersten und bedeutendsten westdeutschen Sänger gegen den Krieg nach dem Krieg waren: Als es vor 45 Jahren auf die ganz großen Bühnen in Bonn und Mutlangen ging, durften sie selten ans Mikrofon. Grund war die „Kontaktsperre DKP”, die damals gegen Kommunisten so ähnlich funktionierte wie heute gegen AfD-Leute, die es ehrlich für Frieden mit Russland meinen. Die damalige Brandmauer wirkte vor 45 Jahren tief hinein in die Linke und die Ostermärsche, als wir grade begonnen hatten, für die Großkundgebung gegen NATO-Raketen am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten zu mobilisieren.

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Kultur & Kunst

Lisa Fitz – Dreckschleuder Militär – Rede für den Frieden

Video von Lisa Fitz
Freunde, ich hab’ eine gute Nachricht: Die größte CO₂-Schleuder der Welt fährt nicht durch eure Straßen. Sie hat keinen SUV. Sie hat Flugzeugträger. Das Militär. Das Pentagon allein verbrennt schon mehr Öl als Portugal – nur ohne Strandurlaub und Portwein. Wenn das Pentagon ein Land wär, da hätt’s beim Weltklimagipfel einen VIP-Platz neben China. Mit Namensschild. Dort würde es sitzen und sagen: „Wir sind nicht Teil des Problems – wir sichern nur das Problem.“ Das Militär ist der einzige Veganer, der heimlich Steaks grillt. Aber darüber redet keiner. Warum nicht? Weil Militäremissionen von Klimaverträgen ausgenommen sind.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

„Närrische Tage“: Regierungsnarren sind nicht lustig

Beitrag von Klaus Hartmann
Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching – man muss nicht unbedingt von dieser „Jahreszeit“ begeistert sein, aber das Gebotene bietet zumindest Einblicke in das politische Bewusstsein der Akteure und des Publikums, die geistige Verfassung der Nation. Wie zu befürchten, ist es mit der nicht zum Besten bestellt. Historisch ein Protest gegen die Obrigkeit, deren Verspottung, sind die Narren oder Jecken unserer Zeit davon überwiegend weit entfernt, sondern gefallen sich meist darin, mit den Herrschenden und Regierenden ins gleiche Horn zu stoßen und die aufs Korn zu nehmen, die bereits die Mainstream-Medien zum Abschuss freigegeben haben. „Gegen Hass und Hetze“? – Aber doch nicht, wenn es „den Richtigen, den Russen“ trifft!

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Kultur & Kunst

Lisa Fitz – Geschichte ist die Politik von gestern

Video von Lisa Fitz
Geschichte war gestern. Und es lohnt sich, bissl Rückschau zu halten … Weil Geschichte ist ja die Politik von gestern, die zum Heute geführt hat. Heute gibt’s überall Alarm! Ganz Europa ist müde. Müde vom Denken, vom Erinnern, vom eigenen Dasein. 

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Demokratie – Medien – AufklärungKultur & Kunst

Collagen über Jahrhunderte deutsch-russischen Verstehen-Lernens

Beitrag in zwei Teilen von Rainer Rupp
Wer im „besten Deutschland aller Zeiten“ Russland und seine Einwohner nicht verurteilt, läuft Gefahr, zur Zielscheibe von gehässigen Medien- und Politiker-Attacken zu werden. Dabei haben sich Deutsche und Russen seit Jahrhunderten freudig bemüht, sich besser zu verstehen und zu achten.
Während Thomas Mann Alexander Sergejewitsch Puschkin für einen der vier größten Dichter des Abendlandes hält, werden aktuell in der Musterdemokratie Ukraine, der Beschützerin unserer westlichen Werte, die Denkmäler, die an Puschkin erinnern, auf offizielle Anordnung zerstört.

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Kultur & Kunst

Lisa Fitz – Dammbruch & Haarrisse (Neujahrsrede)

Video von Lisa Fitz
Neues Jahr. Neue Hoffnung. Oder zumindest der Wunsch danach. Viele Menschen waren oder sind unzufrieden, unzufrieden mit der aktuellen Lage. Die restlichen arbeiten im Ministerium – oder haben WLAN-Probleme. Oder es sind einfach Berufsignoranten, weil das fröhlicher macht, wenn einem was wurscht ist. Noch mehr sind vorsichtig geworden. Man kann seine Meinung sagen, sollte aber vorher prüfen, ob man danach noch eingeladen wird. Und ob man diese Meinung auch behalten darf. Und vorher überlegen, ob man dann noch einen Job hat, sein Bankkonto, Freunde oder wenigstens ein Haustier – oder einen Bademantel. Für den Notfall. Und an guten Anwalt. 

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Kultur & Kunst

Gedanken zur Madonna mit Kind

Beitrag von Stefan Siegert
Der Metzgersohn Filippo Lippi (um 1406 – 1469) ist neben den anderen Riesen der Renaissance, neben Leonardo, Rafaelo, Tiziano, Michelangelo leicht in den Hintergrund geraten. Unverdient. Er gehört, wenn auch als einer der älteren, zu den ganz Großen der Renaissancemalerei. Wie irdisch, ja wie erotisch das freigelassene rechte Ohr der Madonna. Die Doppelfigur der Madonna mit Kind ist fast grell aus dem Dunkel des Muscheldekors hervorgehoben. Innerhalb beider Figuren überwiegt – zulasten der Plastizität – das Licht die Schatten, der Kontur kommt zum Zug. Aber die deutliche Linie, die beider Köpfe auseinanderhalten soll, trennt nicht. Sie ist Chiffre für ein Zusammengehören.

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Frieden - Antifaschismus - SolidaritätKultur & Kunst

Künstler für den Frieden: Im Osten beständiger

Beitrag von Diether Dehm
Wie viele „Spezial“-Wünsche von Künstlern bei Friedenskundgebungen 1981-85 sollte ich berücksichtigen, doch bitte kurz vor oder nach einer Rede von Willy Brandt, Heinrich Böll oder einem anderen Promi auftreten zu dürfen. Jedenfalls, solange die TV-Kamerateams noch filmten. […] Bekenntnisse gegen die NATO waren damals Karrierebeschleuniger. Heute heißt es: Sag mir, wo die Künstler sind, wo sind sie geblieben? Gegen den völkerrechtswidrigen Kriegsangriff NATO-Deutschlands auf Jugoslawien standen wir Anfang April 1999 mit bundesweit erbärmlichen 10.000 Leuten auf dem Berliner Gendarmenmarkt. Und es waren – neben Wader und Wecker – überwiegend nur noch ostdeutsche Liedermacher wie Tino Eisbrenner, die beim Feindbild Serbien nicht mitspielen wollten.

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