Russland

AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Deutsche Friedensfreunde mit Tolstoi-Schauspiel auf Russland-Tour

Interview von Ulrich Heyden
Das „Haus der deutschen Wirtschaft” [1] in Moskau ist nicht gerade ein Ort, an dem man die Aufführung eines Puppentheaters erwartet. Das moderne Haus liegt im Zentrum von Moskau nahe der U-Bahn-Station Poljanka in der Ersten Kosaken-Gasse. In einem Saal des Hauses führten drei Deutsche am 26. August ein Puppentheaterstück auf. Dabei saßen sie meistens, denn eine lebensgroße Puppe zu führen braucht Stabilität und Kraft. Aufgeführt wurde ein Auszug aus der Erzählung „Wovon der Mensch lebt“, welche der russische Schriftsteller Lew Tolstoi 1881 zu Papier brachte. Organisator der Veranstaltung war der Moskauer Rotary Club. Etwa 50 Deutsche und Russen waren zu der Vorstellung gekommen. Es waren Studenten, Wissenschaftler, deutsche Unternehmer und Mitarbeiter deutscher Firmen in Russland. Unter den Zuschauern war auch der ehemalige Moskau-Korrespondent des WDR, Hermann Krause, der jetzt das Moskauer Büro der Deutschen Kriegsgräberfürsorge leitet.

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AktuellesZentrale Veranstaltungen

Diskussion: „Die Russische Gefahr“ – Realität oder Mythos?

Einladung zur Diskussion: „Die Russische Gefahr“ – Realität oder Mythos? am 24.10,2026 in Magdeburg
Einleitungsreferat: Uwe Trostel, Ökonom
Die krisenhafte Situation in Russland und der Ukraine in den 1990er Jahren / Die Affinität Russlands zu Deutschland und die sich stürmisch entwickelnden Wirtschaftsbeziehungen / NATO-Osterweiterung: Die Position Russlands und die ihr zugrundeliegenden historischen Auffassungen / Russland – Westeuropa – NATO: Vergleiche auf wissenschaftlich-technischem, ökonomischem und militärischem Gebiet / Angriff Russlands auf einen NATO-Staat, insbesondere auf Deutschland? Warum dies Russland weder beabsichtigt noch er erfolgreich führbar wäre / Welcher Sinn steckt hinter der Aufrüstung Deutschlands und anderer westeuropäischer Staaten?

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Ist Deutschland wirklich kein Kriegsbeteiligter?

Von Dagmar Henn
Wie tief steckt sie drin im ukrainischen Krieg, die deutsche Nase? Das ist eine Frage, die sich von Anfang an stellte, wenn man an den Anfang zurückgehen will, schon am Tag des Maidan-Putsches. Denn ja, die Frage, wann das, was da getrieben wird, als Kriegsbeteiligung gilt, tauchte immer wieder auf in der deutschen Debatte, auch wenn sie in den Leitmedien stetig weiter in den Hintergrund trat und die Kasuistik immer einen Weg fand, die Behauptung eigener Unschuld aufrechtzuerhalten. Das, was man für sich beansprucht, nennt sich „Nichtkriegsführung“. Ein Zwischenzustand, der erst seit der UN-Charta überhaupt denkbar ist, die es zulässt, Angegriffene zu unterstützen. Die ältere Haager Landkriegsordnung kennt nur Neutrale oder Beteiligte, und die Regeln für Neutralität waren strikt. Aber ganz so einfach ist das nicht, und es lässt sich auch kein Weg finden, zu einer allgemein akzeptablen Definition zu kommen. …

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AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Offener Brief: Maßnahmen gegen die sog. ‚Maßnahmen gegen Russland‘

Offener Brief
Werte Herren Merz, Dobrindt, Wadephul und Pistorius! Was Sie gegen unser Nachbarland Russland sagen und unternehmen, erfüllt uns mit Entsetzen! Sie, Herr Merz, amtierender Bundeskanzler, haben u.a. folgendes gesagt: „Russland befindet sich zurzeit unter dieser Führung auf dem Tiefpunkt der tiefsten Barbarei.“ Das ist nicht weit entfernt von der Nazi-Propaganda: „slawische Untermenschen“. […] Das ist reine Demagogie! Wie und wo greift Russland unsere Freiheit an??? Vielmehr greift der ‚Westen‘ durch finanzielle, logistische, materielle und personelle Unterstützung der Kiew-Ukraine Russland direkt an, einer Ukraine, deren neuer Armeechef Mykhailo Drapatyi über Russland von sich gibt: „Im Großen und Ganzen handelt es sich hier um eine Nation mit einer Führung, die kein Recht zu existieren hat. Seit Jahrtausenden hat es dort nichts Zivilisiertes gegeben, weder in der Mentalität noch in den imperialen Ambitionen.“ Das ist ebenso grauenhaft wie Ihr oben zitierter Satz!

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Offene Türen und Herzen

Impressionen aus der Hauptstadt eines großen Landes, das Nachbar und nicht Feind sein will
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Aus den Boxen der Cafés dringt Pop- und Rockmusik, meist englischsprachig, während die Menschen draußen und drinnen Kaffee trinken oder etwas essen, miteinander reden, sich verabreden. Ein Kaffee kostet in der Regel ab 2,50 Euro aufwärts. Manche wirken ganz entspannt, manche sehr beschäftigt, Studenten diskutieren über Gelerntes oder ganz Privates. In den U-Bahnen sind die meisten mit ihren Smartphones beschäftigt. […] Die Stadt, in der ich bin, wirkt so europäisch wie Berlin, Paris oder irgendwo in Italien. Doch es gibt eine Reihe deutlicher Unterschiede: Auf den Straßen fahren vor allem asiatische Automodelle neben wenigen aus Europa, die Informationen auf den Schildern sind in kyrillisch und die Menschen sprechen fast alle russisch miteinander. […] Insgesamt ist es eine Stadt, die wie andere europäische Städte wirkt – und eben doch anders: Moskau.

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AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Oberstleutnant a. D. zur Frage: Kann Deutschland einen Krieg überhaupt überleben?

Beitrag von Felicitas Rabe
Aktuell gibt es in Deutschland keine so großen Friedensdemonstrationen wie zu Zeiten der Bundesrepublik in den Achtzigerjahren. Doch vielfach unbemerkt von der Öffentlichkeit finden bundesweit unzählige Veranstaltungen von Friedensinitiativen statt, die die Kriegspolitik der Merz-Regierung ablehnen. Die Menschen fordern Frieden und Freundschaft mit Russland – eine Mehrheit lehnt zudem jegliche deutsche Kriegsbeteiligung oder deren Vorbereitung ab. Am Donnerstagabend (10.09.2026) hatte die Hanauer Friedensplattform den Oberstleutnant a. D. Jürgen Rose zum Vortrag „Deutschland auf dem Weg in den Krieg mit Russland?“ im Bürgerhaus Hanau Südost zu Gast. Auf der Veranstaltung informierte der ehemalige Bundeswehroffizier rund 80 interessierte Bürger über das Kriegstüchtigkeitskonzept der Bundesregierung, über deutsche Sicherheitspolitik und über die Risiken bei einem Krieg mit Russland.

Rose ist Mitgründer des Arbeitskreises „Darmstädter Signal“. Das Netzwerk wurde 1983 von Berufssoldaten der Bundeswehr gegründet, die sich gegen die Stationierung neuer Atomraketen engagierten. Heute setzt sich der Arbeitskreis für friedliche Konfliktlösungen ein. Die Hanauer Friedensaktivisten baten den ehemaligen Dozenten der Bundeswehrhochschule um Antworten auf die Fragen: Welche Folgen hat die deutsche Aufrüstung? Kann es zu einem Krieg mit Russland kommen?

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Jeffrey Sachs: „Machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst ‒ niemand kann es aufhalten“

Beitrag von Rainer Rupp
In einer Reihe von Interviews und Diskussionen auf YouTube liegt die Ursache der gegenwärtigen Krise laut Professor Sachs im historischen Machtverlust des Kollektiven Westens. Aber im Aufstieg Chinas oder Russlands sieht Sachs nicht die Gefahr für einen neuen Weltkrieg, sondern in der Reaktion des Westens. Die Vereinigten Staaten und ihre engsten Verbündeten – Großbritannien, die Europäische Union, Japan und Australien – hätten über rund zwei Jahrhunderte die Welt maßgeblich bestimmt und ausgebeutet. Diese Ära gehe nun zu Ende. Nicht weil der Westen verschwindet oder wirtschaftlich bedeutungslos geworden wäre, sondern weil er seine frühere Fähigkeit verloren hat, die internationale Ordnung allein zu seinen eigenen Gunsten zu bestimmen. Sachs spricht deshalb von einer „doppelten Krise“: einer Krise der USA und einer Krise des Westens. Besonders problematisch sei, dass die amerikanische Außenpolitik noch immer von der Vorstellung geprägt wird, dass die Vereinigten Staaten ihre Vorherrschaft über den Globus verteidigen müssten und dies auch noch könnten.

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AktuellesFrieden - Antifaschismus - Solidarität

Ukraine-Krieg: Der Westen eskaliert

Zugespitzte Kriegstreiberei und erneute Friedenssuche
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Russische Vertreter kritisieren deutlich die westliche Eskalation. Unterdessen besuchten die US-Unterhändler Witkoff und Kushner erneut Moskau und zum ersten Mal Kiew. […] „Sie wollen wieder Krieg.“ So kommentierte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Sonntag (06.09.2026) die neuen Anschuldigungen aus Berlin und Brüssel sowie deren Maßnahmen gegen Moskau. Im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall von Leipzig Anfang August hatte die deutsche Bundesregierung den deutsch-russischen Vertrag für das „Russische Haus“ in Berlin gekündigt. Außerdem soll das letzte russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen werden. Zudem sollen neue Sanktionen beschlossen und russische „Schattentanker“ aufgebracht werden – neben weiteren Milliarden und Waffen an Kiew. Inzwischen hat Moskau reagiert und angekündigt, dass die deutschen Goethe-Institute in Russland geschlossen werden müssen.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Die gute und die schlechte Sabotage

Beitrag von Dagmar Henn
Man kann ja von Glück sagen, dass das erste Bekennerschreiben von Daniel V. auftauchte, als es erst um zwei versuchte Anschläge auf Umspannwerke ging. Inzwischen geht die Zahl der mutmaßlich von ihm gebastelten Sprengsätze in die Dutzende, über mehrere Bundesländer verteilt und stets in der Nähe von Braunkohlekraftwerken. Mittlerweile wäre die Versuchung wohl zu groß, auch daraus „russische Sabotage“ zu machen. Mit einem Schreiben, in dem auf die Erzählung des „menschengemachten Klimawandels“ Bezug genommen wird, wird das schwierig. Schließlich wurde die Grundlage für derartige Taten tagtäglich in den Leitmedien gelegt, die sich keine Gelegenheit entgehen ließen, Sommertage zu Katastrophen zu erklären und von Tausenden Hitzetoten zu schwadronieren.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Palantir, Dataroom und der Ukraine-Krieg

Viel Datenmacht, aber kein Wendepunkt auf dem Schlachtfeld
Beitrag von Rainer Rupp
Kaum ein Thema der modernen Kriegsführung wird derzeit so stark mit dem Versprechen technologischer Überlegenheit verbunden wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und autonomen Drohnensystemen. Besonders Palantir und die ukrainische Plattform Brave1 Dataroom stehen dabei im Mittelpunkt, auch der deutsch-ukrainischen militärischen Rüstungszusammenarbeit. In Teilen der unkritischen, technik-hörigen westlichen Berichterstattung entsteht der Eindruck, moderne Software könne den Charakter des Krieges grundlegend verändern und der Ukraine einen entscheidenden militärischen Vorteil verschaffen. Eine nüchterne Betrachtung der verfügbaren Informationen zeichnet jedoch ein deutlich differenzierteres Bild.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Die Drohne war nur der Zünder

Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn
Ein missglückter Anschlag erklärt nicht, warum Berlin Konsulate und Kulturkanäle kappt. Wer den Blick hebt, sieht eine Ukraine unter militärischem, personellem und finanziellem Druck, eine veränderte russische Kriegführung und ein Deutschland, das immer tiefer in die ukrainische Rüstungs- und Nachschubstruktur hineinrückt. Die Drohne zwischen Leipzig und Halle an der Saale detonierte nicht. Politisch war ihre Sprengkraft jedoch bemerkenswert. […] Noch bevor der Flughafen Leipzig/ Halle zur großen deutschen „Russland-Attribution“ wurde, hatte die Bundesregierung eine bemerkenswerte Verantwortungsformel entwickelt. Ende August fragte die AfD-Fraktion nach mehreren ukrainischen Angriffsdrohnen, die auf dem Weg zu Zielen in Russland in Finnland und den baltischen Staaten gelandet oder abgestürzt waren. …

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