Rolf Becker: Leningrader Blockade

Rede, gehalten auf einer Gedenkveranstaltung zur Belagerung Leningrads am 21.09.2022 auf dem „globalisierungskritischen Leipziger Filmfestival“
Die Belagerung Leningrads jährte sich am 3. September 2021 zum 80. mal. Rolf Becker wurde aber bereits 2021 wegen „Coronageschichten“ mit seiner zu diesem Anlass gedachten Gedenkveranstaltung stark ausgebremst. Seit dem 24. Februar 2022 aber wiederum wird seine Veranstaltung von zwei Lagern entweder stark besucht oder observiert: „Jetzt wird das [die Gedenkveranstaltung] nur darauf bezogen von bestimmten Gruppen – wir kennen sie alle – die alles torpedieren was ihrer Meinung nach eine inhaltlich tragfähige Erklärung für die Auseinandersetzung Russland – Ukraine/Nato sein könnte“. Mitveranstalter Mike Nagler hat sich für das politische Filmfestival „GlobaLE“ Rolf Becker als Highlight eingeladen. Der 1935 in Leipzig geborene Schauspieler und Synchronsprecher zeigte sich in den letzten Jahrzehnten politisch aktiv für Frieden und Völkerverständigung.

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Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde

Beitrag von Reinhold Brunner und Referat von Walter Schmid
Am 13. September 2022 jährt sich der Todestag von Ludwig Andreas Feuerbach zum 150. Male. Von 1859 bis zu seinem Tode 1872 lebte der Philosoph und Anthropologe im heutigen Stadtteil Rechenberg in Nürnberg. Seine Werke waren für die deutsche Philosophie und für die Aufklärung von außerordentlicher Bedeutung. In Landshut wurde er 1804 geboren, in München besuchte er die Elementarschule, in Bamberg die Oberprimärschule und in Ansbach das Gymnasium Carolinum. Ludwig Feuerbach studierte in Heidelberg, Berlin und Erlangen. … Schlagartig bekannt ist er durch die Publikation seines Hauptwerks „Das Wesen des Christentums“ geworden. Feuerbach gilt als Wegbereiter der marxistischen Philosophie.“

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Unsere Sache ist gerecht! Antifaschistische Strategie gestern und heute

Rede von Klaus Linder zur antifaschistischen Gedenkversammlung im Gamengrund (Brandenburg), 27. August 2022
Euch, die Ihr seit Jahren diese in der Deutschen Demokratischen Republik errichtete Gedenkstätte lebendig erhaltet und gegen wiederholte Schändungen verteidigt, – Euch muss ich nicht erklären, worum es bei der geheimen Zusammenkunft von Antifaschisten am 24. August 1941 ging; auch nicht, warum unserer Gedenkversammlung in der heutigen Weltlage eine im Vergleich zu den Vorjahren besondere Bedeutung zukommt.
Der Versammlung vom August 1941 war der Überfall des faschistischen Deutschland und seiner Verbündeten auf die Sowjetunion vorausgegangen. Das war der Grund für diese Zusammenkunft. Das heißt: sie war zwingend, es ging um zwingende Fragen des Klassenkampfes und des antifaschistischen Widerstandes. Sie waren so zwingend, dass die Antifaschisten, die hier zusammenkamen, sehenden Auges dafür ihr Leben riskierten.

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Aktionen am Tag der Befreiung und dem Tag des Sieges

Auch in diesem Jahr wurde am 8. und 9. Mai mit Kranzniederlegungen, Gedenkkundgebungen und Demonstrationen an den Tag der Befreiung vor 77 Jahren erinnert und selbstverständlich waren auch wieder viele Freidenker dabei. Wir veröffentlichen hier 4 Fotostrecken verschiedener Veranstaltungen in Berlin, Nürnberg, Frankfurt a.M. und Potsdam.

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Siegesparade auf dem Roten Platz

Die Rede von Waldimir Putin am 9. Mai 2022, dem Tag des Sieges, auf dem Roten Platz in Moskau löste ein gewaltiges Geraune im bekannt russophoben Tonfall in den „westlichen Qualitätsmedien“ aus. Klaus Hartmann hatte dem in seinem Interview vom selben Tag widersprochen und seine eigene Einschätzung zu Protokoll gegeben. Den Mangel, dass man sich nicht anhand des Originaltextes ein eigenes Urteil bilden kann, wollen wir mit dieser Veröffentlichung beheben: Dem Video von der Rede auf dem Roten Platz in deutscher Synchronisation (mit nur geringfügigen Fehlern), erschienen auf der Webseite www.neulandrebellen.de. Es folgt die deutsche Textfassung der Rede, die auf telepolis erschienen ist und die wir geringfügig korrigiert haben.

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Elbe-Tag 2022 in Torgau

Bericht von Klaus Hartmann und Rede von Liane Kilinc
Zur jährlichen Erinnerung an die Begegnung sowjetischer und US-amerikanischer Truppen am 25.April 1945 fand am 23.04.2022 eine große Friedensdemonstration statt, am 25.04.2022 folgte die Kranzniederlegung am Torgauer Denkmal der Begegnung. Der Deutsche Freidenker-Verband hatte ebenfalls zur Teilnahme aufgerufen. …
Leider hatten im Vorfeld Meldungen wie „Handschlag an der Elbe fällt aus“ (ND, 19.04.2022) für Verunsicherung gesorgt – zumindest unter jenen, die nicht weitergelesen haben. Es war lediglich die CDU-Oberbürgermeisterin, die den städtischen Festakt abgesagt hatte, die Demonstration war davon weder berührt noch beeindruckt.

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Buchenwald und die vertauschten Fahnen – Geht es noch zynischer?

Beitrag von von Dagmar Henn
„Unsere Sache ist gerecht – der Sieg muss unser sein!“ So endete nicht nur die Rede Molotows am Tag des Überfalls der Naziwehrmacht auf die Sowjetunion, dieser Satz ist auch Teil des Schwurs von Buchenwald. Ein Schwur, den Tage, nachdem die Häftlinge selbst ihre Bewacher überwunden hatten, alle überlebenden Häftlinge aller Nationen auf dem Appellplatz ablegten; ein Schwur, dessen Text weltweit bekannt ist.
Wenn man betrachtet, wie sich die Gedenkstätte seit dem Ende der DDR entwickelt hat, und insbesondere die Gestaltung der letzten Gedenkfeier diese Woche, dann ist es schwer zu sagen, ob Wut oder Zorn überwiegt.

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Auf zum „Tag der Begegnung“ am 23. April 2022 nach Torgau!

Am 23. April 2022 wird in Torgau anlässlich des „Tages der Begegnung“ erneut eine Friedensdemonstration stattfinden. Der „Tag der Begegnung“ erinnert an das Zusammentreffen der Soldaten der Roten Armee und der US–Armee am 25.April 1945 an der Elbe und Ihren historischen Handschlag, der zum Symbol der Befreiung vom Faschismus und Krieg wurde. Angesichts der Verbrechen des deutschen Faschismus schworen sie, alles zu tun, um künftige Kriege zu verhindern. … Angesichts des Krieges in der Ukraine, der dort existierenden faschistischen Bataillone und der massiven Hochrüstung der Bundeswehr und der NATO gilt diese Losung jetzt erst recht.

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Gedenken zum 125. Geburtstag von Wilhelm Hammann

Einladung zur Gedenkveranstaltung am Freitag, 25. Februar 2022 um 16:30 Uhr am Grab von Wilhelm Hammann auf dem Alten Friedhof in Groß-Gerau
Teilnahme an einer Gedenkstunde, zu der die DKP-Mörfelden-Walldorf einlädt und Niederlegung eines Blumengebindes.
Am 25. Februar 1897 wurde Wilhelm Hammann – in Biebesheim geboren. An seinem 125. Geburtstag wollen wir seiner gedenken und ihn würdigen. Wilhelm Hammann war Kommunist und erster Landrat des Kreises Groß-Gerau nach der Befreiung vom Faschismus, Lehrer, Widerstandskämpfer und Retter von Hunderten von Kindern im KZ Buchenwald. …. Wir wollen seinen Namen, sein Wirken, seine tiefe Menschlichkeit in Erinnerung bewahren.

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Protest gegen Angriff auf Thälmann

An Ernst Thälmann nehmen die Reaktionäre im Land nach wie vor Anstoß  – nicht nur in Berlin, aber dort besonders. …
Am 18. November 2021 wurde die lange angekündigte rot-rot-grüne Schändung des Ernst-Thälmann-Denkmals in Berlin durch Anbringung einer „künstlerischen Kommentierung“ eingeleitet, indem die „Installation“ einer „Künstlerin“ bestehend aus fünf Sockeln übergeben wurde. Gegen diese Schändung des Thälmann-Denkmals riefen die Berliner Freidenker zum Protest auf, und bezeichneten die sogenannte „Kunstaktion“ als „Teil einer erneuerten  Welle von ‚Cancel Culture‘, also Denkmalschändungen gegen Thälmann und die DDR“.
Wir dokumentieren hier einen Artikel von Hans Bauer über die Protestkundgebung am 18.11.2021 in Berlin und eine Bildergalerie von der Veranstaltung sowie die Protestnote der DKP Thüringen zur Verhüllung des Thälmann-Denkmals in Weimar.

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Vernichtungskrieg: Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Rede von Joachim Guilliard 
Wir sind heute hier, um an ein besonders finsteres Kapitel der dt. Geschichte zu erinnern. Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht heimtückisch, ohne Kriegserklärung die Sowjetunion. Damit startete der deutsche Imperialismus die größte militärische Operation der Geschichte, die in den folgenden vier Jahren mehr Opfer forderte als jeder bisherige Feldzug. … „Tag der Trauer“ nennen die Menschen in den Ländern der früheren Sowjetunion das Gedenken an den Überfall. In ihren Familien bleibt dieser Tag, dieser 22.Juni 1941 unvergessen. Denn es gibt wohl keine Familie dort, die keine Toten durch den deutschen Vernichtungskrieg zu beklagen hatten ‒ die meisten sogar sehr viele.

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