DDR

Demokratie – Medien – Aufklärung

Bundeskanzler Merz, Putin und die Geografie

Beitrag von Dagmar Henn
Womöglich löst Bundeskanzler Friedrich Merz mit einer Aussage in seinem Interview mit dem französischen Sender TF1 ganz andere Empfindungen aus, als er beabsichtigt. Denn neben seiner Betonung, er wolle wieder eine Wehrpflicht ‒ auch für Frauen ‒, lieferte er auch noch eine eigenartige Begründung. So zitiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland: „Friedrich Merz begründete den Ausbau des freiwilligen Wehrdienstes mit der russischen Bedrohung: Russlands Präsident Putin wolle nicht nur die Ukraine erobern, so Merz: ‚Er möchte die alte Sowjetunion wiederherstellen. Und dazu gehört auch ein Teil meines Landes‘, erklärte er.“ Das ist mit der aktuellen Geografie nicht ganz zu vereinen. Entweder der „Teil meines Landes“, auf den er sich bezieht, ist Kaliningrad ‒ dann müsste der Anspruch auf Schlesien, das heute zu Polen gehört, eigentlich gleich hinterher kommen. Oder aber er ist der Überzeugung, die annektierte DDR sei ein Teil der Sowjetunion gewesen. Was sie bekanntlich nie war.

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Weltliche Trauerkultur

Wir trauern um Prof. Dr. Erich Hahn

Wir trauern um unseren Freund und Genossen Prof. Dr. Erich Hahn, 5. März 1930 – 24. Juni 2025
Erich war Mitglied des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Nationalpreisträger der DDR, er leitete an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED das Institut für Marxistisch-Leninistische Philosophie und war Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates für Marxistisch-Leninistische Philosophie der DDR. Nach 1990 war Erich Hahn für die Marx-Engels-Stiftung, die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, die Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft sowie den Beirat des Deutschen Freidenker-Verbandes aktiv.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Von der DDR bis heute – über die Pflege Jahrzehnte währender deutsch-russischer Freundschaften

Interview von Felicitas Rabe mit Hans Bauer
Am 22. Juni um 4 Uhr morgens trafen sich die Freunde Russlands am Sowjetischen Ehrenmal Berlin-Treptower Park zu einem stillen Gedenken. Anlässlich des 84. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion hatte die Gesellschaft für „Deutsch-Russische- Freundschaft“ im Morgengrauen zu dieser Veranstaltung eingeladen. Zu den Teilnehmern zählten auch Mitglieder der „Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung“ e.V. (GRH). Um mehr über die GRH, ihre Mitglieder und den Vereinszweck zu erfahren, führte RT ein Interview mit dem Vorsitzenden, dem Rechtsanwalt Hans Bauer.

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GeschichteVeranstaltungen

„Verlust und Erwartung: Erinnerungen“

Egon Krenz liest aus seinem neuen Buch, dem 3. Band seiner 3- teiligen Autobiografie
Wann: Sonntag, den 29.06.2025, 10 Uhr (Einlass: 9:30 Uhr)
Wo: Ferienpark Retgendorf, Kiefernweg 1,19067 Dobin am See, OT Retgendorf
Was: Egon Krenz liest aus seinem unfassbar spannenden Leben in dem er Weltgeschichte geschrieben hat. Im Anschluß an die Lesung gibt es ein Meet & Greet mit dem Autor an einem kalt- warmen Imbissbüffet.
Eintritt:   24 € (inkl. Imbiss)
Im Anschluss an die Lesung werden Autogrammwünsche erfüllt und Bücher signiert.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Juristische Auslöschung ohne Urteil

Zwischen Wahrheit und Willkür – über Alina Lipp, ihre Berichterstattung und die europäische Realität
Standpunkt von Sabiene Jahn
Am 20. Mai 2025 will die Europäische Union das 17. Sanktionspaket verabschieden. Es ist ein Vorgang von historischer Tragweite – nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seines Charakters. Denn diesmal betrifft es keine Staaten, keine Konzerne, keine Waffenlieferanten. Es betrifft eigene Bürger, Journalisten und Blogger. Menschen, die schreiben, was nicht gesagt werden soll – oder nicht mehr gesagt werden darf. Die Namen, die in einem geleakten Entwurf von Correktiv genannt wurden, lauten Thomas Röper und Alina Lipp. Beide berichten aus Russland. Beide haben sich Reichweiten erarbeitet, die aus dem Stand – außerhalb der Systempresse – kaum jemand zu erreichen vermag …

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Frieden - Antifaschismus - SolidaritätGeschichte

Warschauer Vertragsorganisation war Pfeiler von Sicherheit und Frieden

Beitrag von Prof. Dr. Anton Latzo
Mitte der 1950er Jahre stand die Frage der Remilitarisierung der BRD im Mittelpunkt der Politik in Europa. Das Projekt der Herrschenden in den USA und in Westeuropa mit Hilfe des EVG-Vertrages zu verwirklichen, war gescheitert. Der Bonner Regierung gelang es aber, gemeinsam mit den USA, die Einbeziehung der Bundesrepublik in das NATO-System durchzusetzen. Bonn erhielt nun auch offiziell die Möglichkeit, eine Armee von 500.000 Mann aufzustellen. Auf einer Konferenz der NATO, die vom 9. bis 11. Mai 1955 tagte, wurde die BRD, nur 10 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschlands, offiziell in die NATO aufgenommen, die offen antisowjetische Ziele verfolgte, […]. Nachdem die vorherigen Warnungen und Vorschläge der UdSSR, der DDR und der volksdemokratischen  Staaten unberücksichtigt blieben, beschlossen diese, die Warschauer Vertragsorganisation zu bilden.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Die Friedensbewegung im Spannungsfeld

Vortrag von Doris Pumphrey, Gehalten auf dem Kongress „Krieg und Frieden“ der Neuen Gesellschaft für Psychologie, Berlin 10. bis 12. April 2025
Die Friedensbewegung ist eine sog. Graswurzelbewegung, die die Mühen durchlaufen muss eines Aufbaus und einer Mobilisierung von unten. Authentische, unabhängige Graswurzelbewegungen haben es heute viel schwerer als früher. Massen werden heute mobilisiert von professionell geführten, künstlich geschaffenen Graswurzelbewegungen, mit ihren unzähligen NGOs und Vereinen, die von Ministerien, der EU, Stiftungen, Finanzkonzernen, Soros, USAID etc. subventioniert werden. Mit viel professioneller PR und Medienrummel bedienen ihre Massenevents die staatlich geförderte Meinung und politische Agenda der herrschenden Elite. Der Protest der Friedensbewegung richtet sich gegen Regierungspolitik.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Putins Brief an das deutsche Volk

Beitrag von Rainer Rupp
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Potentaten westlicher Oligarchenregime mit friedfertigen Botschaften an die Bevölkerung von Ländern wenden, die sie bereits im Visier haben. Jede derartige Botschaft, mit denen sich US-amerikanische Präsidenten in der Vergangenheit direkt an die Einwohner der Länder gerichtet haben, die sie zu bombardieren, zu besetzen oder mit Sanktionen in den Hungertod zu treiben planten, hatten ‒ neben der Absicht, Volk und Regierung zu spalten ‒ auch noch den Zweck, die angebliche Friedfertigkeit und noblen Absichten der USA zu propagieren. Die Bemerkungen, zum Beispiel die von Barack Obama, die er in der UNO an das syrische Volk gerichtet hatte, oder die von George W. Bush an die afghanische Bevölkerung, zielten alle darauf ab, den gemeinsamen Wunsch nach Frieden zu betonen, …

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Demokratie – Medien – AufklärungGeschichte

Sie haben es nie aufgegeben! Von Jalta und Potsdam 1945 zu Neuer Weltordnung – zwei Linien sind wirksam!

Beitrag von Prof. Dr. habil. Anton Latzo
Die Frage der Herbeiführung einer friedlichen Neuen Weltordnung ist seit mehr als hundert Jahren ständiges Thema der internationalen Politik. Dieses Jahr ist besonders reich an Jahrestagen, die helfen können, die dabei gemachten Erfahrungen zu analysieren, die Geschichte vorurteilsfrei zu betrachten, um die Gegenwart besser zu verstehen, und der Lügenpropaganda wirksamer entgegen wirken zu können. Die Erfahrungen der Geschichte sind immer wichtiger, da u.a. neue Generationen politisch aktiv sind, die jene Zeiten nicht erlebt haben. Sie müssen in den Ländern des Kapitals sozial-ökonomische und politische Verhältnisse meistern, die im Wesen denen in den letzten hundert Jahren herrschenden gleich sind, deren Widersprüche sich zuspitzen, aber unter anderen nationalen und internationalen Bedingungen und Kräfteverhältnissen gestaltet werden müssen.

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Kultur & KunstVeranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

Lesung und Diskussion – Erik Neutsch. Der letzte Jacobiner

Samstag, 05.04.2025, 16:00Uhr, Ort: Pölkenhof, Pölkenstraße 38, 06484 Quedlinburg
Gunnar Decker liest ausgewählte Passagen aus seiner gerade entstehenden Biographie über Erik Neutsch, die zum 95. Geburtstag des Autors 2026 erscheinen soll.
Der DDR-Schriftsteller Erik Neutsch stellte wie kein zweiter das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes. Damit erreichte er zwar ein Millionenpublikum, aber stieß auch auf teils heftigen Widerstand von SED-Funktionären. Bereits sein erster großer Erfolg „Spur der Steine“ (1964) galt einigen von ihnen als zu anarchistisch. Das nachfolgende Buch „Auf der Suche nach Gatt“, die Geschichte eines Parteifunktionärs als Untergeher, erhielt jahrelang keine Druckerlaubnis und konnte erst 1973 erscheinen.

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Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Bericht: II. Nationales Denkfest der Aktiven – FRIEDENSTAUB(E)?

Bericht von Tino Eisbrenner und Henry & Andrea Marek
Vom 15. bis 17. November 2024 veranstalteten Tino Eisbrenner und das Schweriner Friedensbündnis mit Henry & Andrea Marek das 2. Internationale Denkfest der Aktiven. Über 230 Friedensfreunde aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich fanden sich ein, um sich über die ständig steigende Kriegsgefahr und deren Ursachen, das unheilvolle Wirken der Nato, des Wertewestens“ und der Mainstreammedien sowie Möglichkeiten des Gegensteuerns der Zivilgesellschaft zu verständigen. … Inhaltlicher Hauptschwerpunkt am Samstag war ‚China, eine Friedensmacht‘. Mit Egon Krenz, Dr. Wolfram Adolphi und Dr. Uwe Behrens entzauberten hochkarätige Experten, die aus eigener Anschauung, wissenschaftlicher und praktischer Arbeit sowie dem teilweise jahrzehntelangen Leben im Reich der Mitte wissen, wovon sie sprechen, das Märchen von der ‚Gelben Gefahr‘.

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