Wenn die Völker wieder zu reden beginnen

Redemanuskript von Liane Kilinc zur „Alternativen Einheitsfeier“ am 07.10.2022 in Berlin
Wenn man feststellen will, wie es heute um den Frieden in der Welt bestellt ist, muss man erst einmal den Blick geraderücken. Das fällt nicht leicht, denn Tag für Tag werden wir mit Nachrichten bombardiert, die die russische Militäroperation in der Ukraine zum schlimmsten Krieg der Weltgeschichte erklären und Sympathie für das ukrainische Regime aufdrängen wollen, während gleichzeitig der Krieg gegen die besitzlosen Klassen und sogar einen Teil der Besitzenden im Inneren im Auftrag der USA erbarmungslos geführt wird. Da braucht es Geduld, viel Aufmerksamkeit und gründliches Nachdenken, um nicht den Überblick zu verlieren. Man könnte sogar den Eindruck haben, die Macht des Westens sei gewachsen.

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FREIDENKER 1-21 – Chinas Weg

Die Ausgabe 1-21 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Chinas Weg“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Björn Schmidt: Ein neuer Kalter Krieg gegen China
– Artur Leier: Neue Seidenstraße: Zukunftsprojekt für Europa und Asien / Kulturelle Vielfalt statt Kulturimperialismus
– Eike Kopf: China – „mit sozialistischer Orientierung“ oder sich entwickelndes sozialistisches Land?
– Einar Schlereth: WE love CHINABASHING
– Werner Rügemer: China gewinnt den Systemwettbewerb
– In memoriam Hans-Günter Szalkiewicz: Die chinesische Mauer oder wie kapi­talistisch ist die Volksrepublik China

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Neue Seidenstraße – Kulturelle Vielfalt statt Kulturimperialismus

Beitrag von Artur Leier
Die Neue Seidenstraße hat drei Hauptrichtungen: Es geht um gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung einer multipolaren Geopolitik. Es geht auch um Alternativen zum westlichen Kulturmonopol. Dies empfinden die Transatlantiker als Bedrohung, da sie die kulturelle Hegemonie brauchen, um an der Macht zu bleiben.
Am 31. Dezember 2020 beendete die Universität Hamburg, mit über 40.000 Studenten eine der größten in Deutschland, ihre Kooperationsvereinbarung mit dem chinesischen Konfuzius-Institut. Dabei ist das Hamburger Konfuzius-Institut seit seiner Eröffnung 2007 ein beliebter Ort zum Kennenlernen der chinesischen Kultur und Erlernen der Sprache

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Libanon: Perle der Neuen Seidenstraße oder Chaos-Zone des Finsteren Zeitalters

Beitrag von Matthew J. L. Ehret, aus dem Englischen übersetzt von Einar Schlereth
Der Nahe Osten wurde von gläubigen Anhängern des Hobbes’schen Weltbildes ,,, als „geopolitischer Dreh- und Angelpunkt“ der Weltinsel bezeichnet. …
Im Fall des Libanon hat die Rolle, die diese Region als „Perle der neuen Seidenstraße“ und Schnittpunkt aller wichtigen Zivilisationen der Welt spielt, in den letzten Jahren die weltpolitischen Überlegungen in Washington, London und Israel geprägt. Die zerstörerischen Ereignisse im Libanon sind nicht zu trennen von der atemberaubenden Ausbreitung der Gürtel- und Straßenprojekte im Irak, Iran, Syrien und anderen arabischen Ländern.

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Neue Seidenstraße: Zukunftsprojekt für Europa und Asien

Beitrag von Artur Leier
Die Neue Seidenstraße ist das größte Infrastrukturprojekt der Geschichte. Sie verbindet die kontinentalen Transportwege Eurasiens mit maritimer Infrastruktur in Süd-, Südostasien, Afrika und darüber hinaus. Das Ziel sind Investitionen in Höhe von 4000 bis 8000 Milliarden US-Dollar. Dabei legt die Neue Seidenstraße einen starken Fokus auf wenig entwickelte Wirtschaften und Regionen. Etwa die Hälfte der bisherigen Investitionen ging an Staaten, die von westlichen Ratingagenturen als wenig kreditwürdig eingestuft werden und keine Aussicht auf ernsthafte Investitionen aus der EU oder den USA haben.

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