Frieden – Antifaschismus – Solidarität

Frieden, Antifaschismus, Solidarität

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Belarus: Ein unbekanntes Land voller Gedenken

Reisebericht von Tilo Gräser, Teil 3
Wer mit dem Zug durch Belarus fährt, hört immer wieder Durchsagen, die mit der Melodie des Liedes «Журавли» (Schurawli; deutsch: Kraniche) beginnen. Es ist ein russisches Lied, das an die gefallenen Soldaten erinnert. Es erklingt, wenn der Zug an Orten vorbeirollt oder dort hält, die eng mit Verbrechen der Faschisten von 1941 bis 1944 und dem Kampf gegen sie verbunden sind. Mit ihm werden Informationen über die jeweiligen Ereignisse begleitet. Wir hörten das mehrmals, als wir mit dem Zug von Brest nach Minsk fuhren und dann wenige Tage später auch wieder auf der Rückfahrt. Das geschah zum Beispiel, als wir an der Station Bronnaja Gora vorbeikamen.

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Zwischen Vertreibung und Hoffnung: Wie der Libanon ums Überleben kämpft

Eine Reportage von Karin Leukefeld (Tyros, Beissour/Libanon).
Israel will eine Pufferzone zum Schutz der eigenen Bevölkerung einrichten. Es spricht von Verteidigung gegen die „Terrororganisation Hisbollah“, die entwaffnet, zerschlagen, vernichtet werden soll, wie der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerade zum wiederholten Mal erklärt hat. Der Südlibanon und Südbeirut würden aussehen wie Rafah und Khan Younis (Gazastreifen), so der israelische Verteidigungsminister Israel Katz. Die libanesische Hisbollah beruft sich auf das 1. Zusatzprotokoll der Genfer Konvention 1977 und erklärt, dass sie die Souveränität des Libanon gegen eine rassistische Kolonial- und Besatzungsmacht verteidigt. Die Bewohner des südlichen Libanon suchen Zuflucht in der Hauptstadt Beirut, deren südliche Vororte ebenfalls in Trümmern liegen. […]. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist groß, die Autorin hat verschiedene Orte besucht und mit denen gesprochen, die vertrieben wurden, und denen, die helfen.

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Irak war die Ouvertüre – US-Imperialismus im NMO folgt dem Öl, Israel und den Plänen der Neocons

Beitrag von Joachim Guilliard
Diversen Berichten zufolge hatte sich US-Präsident Trump von Israel in den erneuten Krieg gegen den Iran drängen lassen, vorschnell und ohne konkrete Planung. Während das Netanyahu-Regime sein primäres Ziel, die USA zu einem umfassenden Krieg gegen den Iran zu bewegen, erreichte, entwickelte sich dieser aus US-Sicht nahezu desaströs. Damit stellt sich einmal mehr die Frage inwieweit die Nahost-Politik der USA, getrieben von einer mächtigen zionistischen Lobby, mehr von israelischen als US-Interessen gesteuert wird oder ob Israel nicht doch noch militärische Vorhut des US-Imperialismus in der Region ist. Diese Frage kam schon Anfang des Jahrhunderts auf, als die kriegstreiberischen Falken in und um die Bush-Regierung, die als „Neokonservative“ oder „Neocons“ bezeichnet werden, begannen ihre radikalen Pläne umzusetzen.

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Belarus: Ein unbekanntes Land voller Geschichte

Ein Reisebericht von Tilo Gräser, Teil 2
Belarus mitten im Herzen Europas ist ein mittelgroßes Land, mit seinen 207.600 Quadratkilometern und seinen knapp 9,5 Millionen Einwohnern. Fast 81 Prozent von ihnen leben in den Städten wie Minsk, Brest, Grodno, Witebsk, Gomel und anderen. Statistisch gesehen ist es mit 46 Einwohnern je Quadratkilometer relativ dünn besiedelt. Aber es ist ein Land mit vielen geschichtsträchtigen Orten – wobei der faschistische Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1944 die tiefsten Spuren hinterließ. Die Orte der verschiedenen deutschen Todeslager für Kriegsgefangene, sowjetische Funktionäre und Bürger, jüdische Menschen aus der Sowjetunion und Europa, mit den vollständig oder teilweise zerstörten Dörfern, Siedlungen und Städten füllen die Karte des Landes aus.

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Ratten in Gaza – Folter in israelischen Gefängnissen

Beitrag von Annette Groth
Die Bevölkerung Gazas, rund zwei Millionen Menschen, ist unter schlimmsten prekären hygienischen Bedingungen auf engstem Raum in Lager eingepfercht, ohne ausreichend sauberes Wasser, fast ohne medizinische Versorgung, aber mit großen Müllbergen, die nicht abtransportiert werden. 40 Millionen Tonnen Müll in ganz Gaza sind ein idealer Nährboden für Epidemien und Krankheiten. In mindestens 80 Prozent der Lager wimmelt es von Nagetieren. Ärztinnen und Ärzte, die in Gaza arbeiten, berichten, dass sie viele Patienten – darunter auch Kinder – haben, deren Zehen und Finger von Nagetieren angenagt und zerbissen wurden. Auch Krätze und Flöhe sind weit verbreitet. Es gibt keine ordentliche Abfallentsorgung, und Reinigungsmittel wie beispielsweise Seife dürfen nicht nach Gaza eingeführt werden.

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Belarus: Ein unbekanntes Land des Friedens

Ein Reisebericht von Tilo Gräser, Teil 1
Wer anderen in Deutschland sagt, dass er nach Belarus fahren will, erntet mindestens Verwunderung. Dafür sorgt nicht nur die weitverbreitete Unkenntnis über das Land. Dazu trägt ebenfalls die massenmediale Einseitigkeit in den Berichten über das Land zwischen Polen und Russland bei. Die laufen alle unter dem Stichwort «Diktatur». Wer sich in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender über Belarus informieren will, findet dort derzeit nichts anderes. Das führt dann dazu, dass diejenigen, die dennoch hinfahren, besorgt gefragt werden, ob das nicht gefährlich sei. […] Am 6. Mai dieses Jahres machte sich dennoch eine Gruppe von rund 20 Menschen aus Deutschland auf den Weg nach Belarus. Die meisten von ihnen glaubten den offiziellen Erklärungen über das unbekannte Land im Herzen Europas nicht. Und wenn ansatzweise doch, so wollten sie aber selber sehen, wie es dort ist.

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Nein zur Kriegswirtschaft

Beitrag von Felicitas Rabe
Vertrauensleute von Ford in Köln und Mercedes in Düsseldorf berichteten über die Kämpfe gegen Rüstungsproduktion in den Unternehmen. Sie erinnerten auch an die Rolle der Autoindustrie im Zweiten Weltkrieg und den brutalen Umgang mit russischen Zwangsarbeitern bei Ford. […] Am Mittwoch (13.05.2026) fand im Düsseldorfer Kulturzentrum ZAKK eine Podiumsdiskussion mit gewählten Vertrauensleuten der Kölner Ford-Niederlassung und von Mercedes Düsseldorf statt. Ein Vertreter der Organisation See Red berichtete über die Diskussionen unter Jugendlichen über Wehrpflicht und Kriegstüchtigkeit. Die Belegschaft in der Kölner Ford-Niederlassung sei zu 95 Prozent gewerkschaftlich organisiert, erklärte der IG-Metaller Nico, der bei Ford als gewählter Vertrauensmann die Anliegen der Beschäftigten an den Betriebsrat vermittelt.

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Israelische Drohnen auf Menschenjagd im Libanon

Vor erneuten Botschaftergesprächen weitet Israel seine Angriffe aus
Beitrag von Karin Leukefeld
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam traf sich am vergangenen Wochenende in Damaskus mit Ahmed al Sharaa, dem selbsternannten syrischen »Präsidenten«. Der langjährige Al-Qaida-Chef in Syrien, bekannt unter dem Namen Abu Mohamed al Jolani, war Ende 2025 sowohl vom UNO-Sicherheitsrat als auch von der USA-Administration von internationalen Sanktionen wegen des mörderischen Treibens der Nusra-Front, die er aufgebaut und kommandiert hatte, freigesprochen worden. USA-Präsident Donald Trump ernannte Al Sharaa/Al Jolani zum neuen Partner im »Kampf gegen den Terror«. Ziele sollen u.a. die irakischen Hasht a-Shaabi, die Hamas und die Hisbollah im Libanon sein. Damaskus berichtet fast wöchentlich, illegale »Hisbollah-Zellen« im Libanon enttarnt zu haben, die angeblich Waffen in den Libanon schmuggeln sollten.

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Liederverbot und Redezensur – Verbots-Salamitaktik auch beim Gedenken am Tag der Befreiung

Beitrag von Felicitas Rabe
In feierlichem Rahmen wurde am Freitag (08. Mai 2026) in Berlin-Karlshorst des 81. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus und der Kapitulation der deutschen Wehrmacht vor den alliierten Siegermächten gedacht. Dass es maßgeblich die Sowjets waren, die Deutschland zur Kapitulation zwangen, wird heute vom deutschen politischen Establishment in plumper Geschichtsignoranz geleugnet. Damit wurden bei der Gedenkveranstaltung in Karlshorst am Freitag auch die teilnehmenden Friedensaktivisten konfrontiert. Der Ort des Gedenkens, das deutsch-russische Museum Karlshorst, wurde peinlicherweise umbenannt in deutsches Museum Karlshorst! Die reinste Satire war die lange Liste der Auflagen für die Veranstaltung. […] Mit deutscher Gründlichkeit hatte die Obrigkeit aufgelistet und im Detail beschrieben, welche Fahnen, Abzeichen und Symbole nicht mitgeführt und welche Lieder und welche Inhalte und Themen nicht vorgetragen werden durften.

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Tag der Befreiung vom Faschismus und Tag des Sieges 2026

Zum Tag des Sieges / Tag der Befreiung fanden auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt, an denen vielerorts auch Freidenker beteiligt waren. Wir berichten hier von den Veranstaltungen in Frankfurt am Main am 03. und 09. Mai, Potsdam am 07. Mai, Offenbach am 08. Mai und Berlin am 09. Mai 2026.
Am 3. Mai 2026 nahm der Freidenkerverband wieder am Gedenkmarsch „Unsterbliches Regiment“ in Frankfurt am Main teil. Dabei hielt Sebastian Bahlo, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, eine Rede, die wir wiedergeben. Am 09.05.2024 – fand eine Gedenkstunde zum Tag des Sieges am Mahnmal für die sowjetischen Kriegsopfer auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main statt. Hier hielt Klaus Hartmann, stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, eine Rede, die wir ebenfalls im Wortlaut wiedergeben. Desweiteren enthält dieser Artikel mehrere Videos und Bildergalerien zu den Feierlichkeiten.

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Haben Friedenskräfte in Deutschland eine Chance auf Vereinigung?

Elbe-Tag in Torgau macht es vor
Beitrag von Wladislaw Sankin
„Dem Elbe-Tag zu gedenken heißt: Raus aus der NATO! Die Erhaltung des Friedens ist oberstes Gebot.“ Mit diesem Banner der DKP-Torgau zogen Demonstranten am Elbe-Tag durch die Straßen der schmucken sächsischen Kleinstadt. […] Hinter dem Banner stand eine Kolonne mit roten Fahnen und weiteren Anti-NATO-Plakaten, aus den Lautsprechern tönte Musik. Nicht sehr zahlreich, aber gut organisiert und entschlossen wirkte die Gruppe. Man fragte sich unwillkürlich: Was passiert jetzt? Denn der Ton aus den Lautsprechern wurde nicht leiser, sodass es für einen kurzen Moment zum Gewirr aus Stimmen, Musik und Rufen kam. Der DKP-Zug stand quer vor einer Menschentraube einer anderen Kundgebung, „Torgau für Frieden“ Diese wurde bei vielen Friedensbewegten als Konkurrenz zum DKP-Marsch wahrgenommen. Würden jetzt beide Gruppen miteinander kollidieren? Auf der Bühne stand Sänger Tino Eisbrenner und hielt eine Ansprache, die alle derartigen Sorgen beseitigte.

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