Iran-Berichterstattung: Warum man wahre Trauer zum Verschwinden bringen muss
Beitrag von Dagmar Henn
Könnten sie doch einmal einfach die Wirklichkeit abbilden, statt sie zur Kulisse ihrer Behauptungen zu machen … Während in Iran ein Weltereignis stattfindet, mühen sich die deutschen Medien nach Kräften, es zu verzwergen. Denn es schmerzt. […] Die Tagesschau verwendet in ihrem Bericht viel Platz darauf, aufzuzählen, wer alles nicht gesehen worden sei – als könne man das bei Abermillionen jemals verlässlich sagen. Am Samstag hatte sie zumindest davon geschrieben, dass zu den Trauerfeiern im Iran „internationale Gäste aus rund 30 Ländern“ erwartet würden; der Deutschlandfunk erwähnte China, Weißrussland, den Irak, Turkmenistan, Dmitri Medwedew aus Russland und den pakistanischen Ministerpräsidenten. Und das ZDF, das wieder einmal die Lorbeeren einheimsen will, treibt sogar einen „Experten“ auf, der dann erklärt: „Das zeigt, wie isoliert das Regime an sich ist.“
