Missbrauchsskandal und Kollateralschaden

Beitrag von Dagmar Henn
In wenigen Tagen soll ein neues Gutachten zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising vorgestellt werden. Seit dem Jahr 2010, also bereits seit über zehn Jahren, wird insbesondere die katholische Kirche dieses Thema nicht mehr los. Es hat ihr einen gravierenden Einflussverlust beschert. Dass sich die Politik heute auf Äußerungen eines obskuren Ethikrates beruft, ist eine der Spätfolgen dieses lang anhaltenden Skandals. Das Gutachten über München und Freising erregt vor allem wegen eines ehemaligen Münchner Bischofs Aufmerksamkeit, der inzwischen der erste pensionierte Papst der Weltgeschichte ist – Joseph Ratzinger, später Benedikt XVI.

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US-Medienbericht: Deutsche Nonnen „vermieteten“ Waisenkinder für Orgien

Beitrag von RT DE
Die katholische Erzdiözese in Köln steht schon seit Längerem schwer in der Kritik. 2020 sollte ein Gutachten der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl zu Missbrauchsvorwürfen erscheinen, die zum Teil Jahrzehnte zurückreichen. In Auftrag gegeben wurde das Gutachten vom Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki. Der Bericht sollte untersuchen, wie Bistumsverantwortliche in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester umgegangen sind. Doch nach der Fertigstellung des Gutachtens kündigte Woelki plötzlich an, ihn nicht veröffentlichen zu wollen, weil er „erhebliche Mängel aufweist“. 

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Papst und Teufel: Kein Wunder in der Hölle

In der Rubrik Tagesdosis wurde am 27.04.2018 bei KenFM der Beitrag „Papst und Teufel: Kein Wunder in der Hölle“ von Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, veröffentlicht.
Glaubt man der italienischen Zeitung „La Repubblica“ kurz vor Ostern 2018, soll Jorge Mario Bergoglio alias Papst Franziskus gesagt haben: „Die Hölle gibt es nicht, was es gibt, ist die Auslöschung der sündhaften Seelen.“ … Fast hätten auch wir Freidenker an ein Wunder geglaubt, doch es war wohl keines: „Vatican news“, das amtliche Online-Organ des Vatikanstaates dementierte umgehend: Die Hölle existiere – auch der Papst habe nie daran gezweifelt. … Na, wenn das keine frohe Botschaft ist. Auf die Kirchenoberen ist doch immer noch Verlass. „Falsch zitiert“ oder „falsch verstanden“ sei der Gottesmann geworden, hieß es zur Begründung.

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Katholische Kirche und die Missbrauchsskandale

Beitrag von Dennis Riehle aus FREIDENKER 1-13
Dass der Vatikan es nicht so ernst mit der Aufklärung der weltweiten Missbrauchsskandale durch die eigenen Bischöfe und Priester nimmt, hat nicht zuletzt der Austausch des dortigen Beauftragten gezeigt, der den oberen Kirchenhütern in seiner Arbeit offenbar zu engagiert schien und Tatsachen zutage führte, die nicht hätten öffentlich werden sollen. Das vage Eingehen des Papstes auf die immer neu bekannt gewordenen Abgründe als auch sein als Hohn wirkender Bittruf um Vergebung waren in Sachen Unehrlichkeit kaum zu überbieten. Daher wundert nicht, dass Rom so gar nichts daran liegt, alle Mühen um Wiedergutmachtung vor der Versandung zu retten.

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Priesterlicher Missbrauch – Erklärung des DFV

Erklärung der Tagung des Verbandsvorstandes am 14. März 2010 in Magdeburg
Der Deutsche Freidenker-Verband verurteilt in schärfster Form die massenhaften Vergehen und Straftaten, die von Würdenträgern insbesondere der Katholischen Kirche gegen junge Menschen begangen wurden. Erst durch Einzelbeispiele, die mehr oder weniger zufällig an die Öffentlichkeit kamen, wurde eine Lawine von Enthüllungen ins Rollen gebracht, die ein unerhörtes Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch offenlegt. Diese sind seit Langem in kirchlichen Institutionen und klerikalen Bildungseinrichtungen an der Tagesordnung.

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