Der Mensch ohne Identität…

Beitrag von Gregor Gasse
 Der Mensch ohne Identität ist der Mensch / der im Licht der Öffentlichkeit steht / der nicht nach Selbsterkenntnis / sondern nach Macht und Aufwertung strebt / weil er ohne inneren Kern lebt / in einem untrennbaren Bezug zum Gegenüber steht / was er als Entwertung seiner selbst versteht / und nicht als allgemein menschlichen Aspekt / da er allein durch die Bewertung des anderen besteht / weshalb er mit allen Mitteln nach Macht strebt / Er gehört verschiedenen Parteien an und ist doch austauschbar / beliebig, Überzeugungstäter und sein Claqueur / er ist der Mensch, der die Überschriften und Artikel regiert / gleichsam ist er der Mensch, der ihr Image orchestriert …

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Einladung: Wird der „Green New Deal“ die deutschen Wälder retten?

Themenabend mit Dr. Elmar Witzgall,
Freitag, 14. Oktober 2022 um 19.30 Uhr in der Villa Leon, Nürnberg
Die Wälder in Deutschland sind weit überwiegend Forsten, d. h. Wirtschaftswälder in öffentlichem oder privatem Besitz. Das aktuell beklagte „Waldsterben 2.0“ betrifft diese vor allem dann, wenn sie durch Aufforstung mit wirtschaftlich gut verwertbaren Fichten oder Kiefern auf grenzwertigen Standorten „hergestellt“ wurden (Beispiel Frankenwald). Nicht nur die deutsche Politik, sondern auch die EU behauptet, mit einem „Green New Deal“ (Waldstrategie 2030) das Überleben der Wirtschaftswälder und das Fortbestehen des damit zusammenhängenden, ökonomischen und ökologischen Nutzwerts sichern zu können. Die Realisierungschancen dieses Anspruchs erscheinen fraglich.

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Grün, bis das Licht ausgeht – die unterschätzten Gefahren der Energiewende

Beitrag von Dagmar Henn
Deutschland soll seinen Energiebedarf mit erneuerbaren Energien decken, Kohlekraftwerke abschalten und Elektroautos fahren. Gleichzeitig soll das Stromnetz in Europa immer enger verbunden werden. Das ist nicht nur für Deutschland riskant.
Schon seit einigen Jahren muss die Bundesrepublik massiv Strom zukaufen, wenn ein gefürchteter Zustand eintritt: dunkelkalt. Das geschieht üblicherweise im Winter, wenn die Fotovoltaik keinen Strom liefert und dann zusätzlich die Windräder stillstehen. Bisher ging das noch jedes Mal gut. Das ist aber keine Garantie dafür, dass das so bleibt. Der Blackout in Texas im vergangenen Winter hat gezeigt, welche Ausmaße das Problem annehmen kann.

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Zwei Gaukler vom Feinsten: E-lon Musk und Kobold Baerbock

Auftritt von Lisa Fitz in der SWR-Spätschicht am 23. 04. 2021
Einer der drei reichsten Männer der Welt, „der Visonär Elon Musk“ baut ein Tesla-Werk! In Brandenburg!! Das ist für die Regional-Fuzzis dort wie der Popo von Jennifer Lopez auf ihrer Wohnzimmer-Couch! Die „Giga-Factory“ wird mit 530.000 Quadratmetern das größte Fabrikgebäude der Welt sein, mitten in einem Trinkwasserschutzgebiet, sie soll dort 30% der Wasseressourcen verbrauchen. 400.000 Liter –  in der Stunde!
Was da wohl die GrünInnen dazu sagen? Dazu noch der Ressourcengau und die Umweltbelastung bei der Herstellung von so einem E-Auto – gut, wenn’s erstmal im Verkauf und auf der Straß sind, kräht kein Hahn mehr danach.

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Kapitalismus, Umweltzerstörung und Klimastreit

Beitrag von Klaus Hartmann aus FREIDENKER 4-19
In dieser Zeit zu Umweltthemen Position zu beziehen, ist ein riskantes Unterfangen. Die Diskussionskultur, wenn man noch von Kultur sprechen will, ist häufig durch Rechthaberei, Unduldsamkeit und Diffamierung des Gegenübers geprägt. Alles scheint auf eine einzige Frage hinauszulaufen: „Dafür oder dagegen?“ Gemeint ist: Unterstützung oder Ablehnung der These vom „menschengemachten Klimawandel“. Wie Fanclubs gegnerischer Mannschaften zum Fußballspiel anreisen, werden Texte, Vorträge, Sendungen vorrangig im Sinne einer Rasterfahndung danach durchsucht: Unterstützen sie „meine Meinung“ oder nicht?

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Der blinde Fleck

In der Rubrik Tagesdosis wurde am 20.09.2019 bei KenFM der Beitrag „Der blinde Fleck“ von Dagmar Henn veröffentlicht
Wenn heute die große Volksgemeinschaft der Klimafreunde auf die Straße geht, dann gibt es ein Thema, mit dem sie sich gewiss nicht befasst: die Containerschifffahrt. Eigenartig, oder? Schließlich sind Containerschiffe so ziemlich die größten Dreckschleudern und CO2-Emittenten, die man sich denken kann. „Allein die fünfzehn größten Schiffe der Welt stoßen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos,“ berichtete das Schweizer Fernsehen unter dem charmanten Titel ‚Das schmutzigste Gewerbe der Welt‘ und berief sich auf eine Studie des Naturschutzbundes.

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„Weniger Walfisch-Sterben durch mehr Fangschiffe?“

Beitrag von Eva Bulling-Schröter aus: FREIDENKER 3-15
„Wir müssen den Kapitalismus bändigen“, pustete jüngst nicht Sarah Wagenknecht, sondern Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel ins Aufnahmegerät eines Journalisten. Der Mitarbeiter des Polit-Magazin „Cicero“ hatte den SPD-Chef zu laufenden TTIP-Verhandlungen zwischen Europäischer Union und Vereinigten Staaten befragt. Und die viel zu wenig gestellte Frage bemüht, wozu die zwei mächtigsten Wirtschaftsblöcke der Welt ihre Handelsbeziehungen auf neue Füße stellen müssen. … Nur eine Sekunde und einen Satz später liefert der Vize-Kanzler seine Sicht der Dinge: „Wir müssen den Kapitalismus bändigen. Deswegen brauchen wir internationale Regelungen wie das Freihandelsabkommen wie TTIP mit den USA“.

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Wie groß ist unser „Ökologischer Fußabdruck“?

Beitrag von Jan Bretschneider aus FREIDENKER 1-10
Am 11. Januar 2010 begann das „Jahr der Biodiversität“. Zu Sachthemen ausgerufene Jahre orientieren immer unter anderem programmatisch auf Ziele und Aufgaben. In diesem Sinne geht es 2010 hauptsächlich um verstärktes Erfassen, Erhalten und um den weiteren Schutz der Biodiversität. Was verstehen wir unter Biodiversität? (lat. diversus – verschieden).
Die Biodiversitätskonvention definiert im Artikel 2 Biodiversität als „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme, und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören; dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme.“ Daher geht Biodiversität wesentlich über das landläufige Verständnis als Artenvielfalt hinaus.

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FREIDENKER 1-10 – Klima – Energie – Ressourcen

Die Ausgabe 1-10 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Klima – Energie – Ressourcen“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Rainer Müller: Das Scheitern von Kopenhagen: Die Welt in der Wachstumsfalle
– Eva Bulling-Schröter: Neue Klimabewegung jetzt überlebenswichtig
– Klaus Hartmann: Der Streit um das Klima
– Jan Bretschneider: Wie groß ist unser „Ökologischer Fußabdruck“?
– Gert Blumenthal: Die Energieversorgung der Zukunft – nachhaltig oder nuklear?
– Sebastian Bahlo: Nochmal zu „Der halbe oder der ganze Darwin?“

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