Wende zu Friedenspolitik ist notwendig!

Rede von Prof. Dr. Anton Latzo , gehalten am 07.10.2022 auf der Alternativen Einheitsfeier des OKV in Neuenhagen
Am 7. Oktober eines jeden Jahres wird der deutsche Staat gewürdigt, der Millionen Menschen geprägt hat, der ihnen aber genommen wurde. Seiner Hauptstadt wurde der Ehrentitel „Stadt des Friedens“ verliehen, weil seine Bevölkerung und seine Politik vom Streben nach Frieden durchdrungen waren. Er hatte  eine Verfassung, die durch Volksentscheid angenommen wurde, und durch die Volk und Regierung verpflichtet wurden, den Weg des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit, der Demokratie, des gesellschaftlichen Fortschritts und der Völkerfreundschaft zu gehen. Dieser Staat hieß Deutsche Demokratische Republik.

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Veranstaltung in Nürnberg: Die Revolution – Lieder vom aufrechten Gang

Veranstaltung mit den „Grenzgängern“ am 4. November 2021, 19:30 Uhr in der Villa Leon, Nürnberg
Von unbekannten Verfassern aus dem Volksliedarchiv in Freiburg, von Erich Mühsam, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Georg Herwegh, Hoffmann von Fallersleben, Ferdinand Freiligrath und vielen anderen mehr.
Die „Grenzgänger“ spüren den Liedern und Gedichten nach, die während der November-Revolution auf der Straße und den ersten Kabarettbühnen der Weimarer Republik entstanden. Sie wurden fündig im 1914 gegründete Deutschen Volksliedarchiv und dem deutschen Kabarettarchiv.

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Eine andere Welt bleibt unser Ziel

Kundgebung für Rosa und Karl am 09.01.2021 in Frankfurt am Main
Wir dokumentieren die Ansprache von Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes:
Freidenker haben vor über 100 Jahren gegen Militarismus und Krieg demonstriert, waren Teilnehmer der Novemberrevolution, haben sich in den Arbeiter- und Soldatenräten engagiert. Nach dem Verrat der Rätebewegung durch die rechte Mehrheitssozialdemokratie wurden viele Mitglied der USPD, dann der VKPD. Die Zentrale Lehre dieser Kämpfe war: Einheit statt Spaltung der Arbeiterklasse! Ein Zitat von Rosa Luxemburg – das über die Freiheit des Andersdenkenden – wird noch heute ehrfürchtig – meist aber leider nur abstrakt hochgehalten.

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Anfang und Ende eines bayrischen Wunders

Beitrag von Tilo Gräser aus FREIDENKER 2-19
„Die Revolution in Bayern verlief anders als im übrigen Deutschland“, betonte der Historiker Sebastian Haffner in seinem 1969 veröffentlichten Buch „Die verratene Revolution“ über die Ereignisse 1918/19. „Anders als in Berlin fiel die Revolution in München nicht von Anfang an in die Hände ihrer Feinde; anders als im übrigen Reich war sie nicht das Werk führerloser Massen.“
Es sei „kein Zufall, dass die bayrische Monarchie bereits in der Nacht vom 7. auf den 8. November gestürzt wurde, während es in der Reichshauptstadt erst am 9. November zur Ausrufung der Republik kam“. Das schrieb Bernhard Grau in einem Beitrag über Kurt Eisner …

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Frauen in der Bayerischen Revolution und Räterepublik von 1918/19

Beitrag von Nadja Bennewitz aus FREIDENKER 2-19
„Was saß denn da neben … Kurt Eisner?“ … Vor allem kriegsmüde Proletarierinnen, Frauen mit ausgelaugten Gesichtern, zerarbeiteten Händen und entschlossenen Augen. Sie waren eigentlich die Nüchternsten, die Mutigsten. … Schon seit 1917 waren es hauptsächlich Hausfrauen, Arbeiterinnen und Jugendliche, die mit Hungerdemonstrationen deutlich machten, wer zu Hause die Kriegslast zu tragen hatte. In München kam es infolge der zunehmenden Unzufriedenheit und materiellen Not zu Zusammenkünften um den Journalisten Kurt Eisner (1867-1919), der aus Protest gegen die „Burgfriedenspolitik“ seiner Partei in die neugegründete USPD eingetreten war.

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FREIDENKER 2-19 – 1919: Räterepublik in München

Die Ausgabe 2-19 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „1919: Räterepublik in München“ und enthält u.a. folgende Beiträge:
– Hermann Kopp: Die Arbeiter an der Macht – Zur Geschichte der Münchner Räterepublik
– Herrmann Kopp: Der Kaiser ging, die Generäle blieben
– Tilo Gräser: Anfang und Ende eines bayrischen Wunders: Von der Novemberrevolution 1918 zur Räterepublik 1919
– Nadja Bennewitz: Frauen in der Bayerischen Revolution und Räterepublik von 1918/19
– Eugen Leviné: Rede vor Gericht

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100 Jahre nach der Ermordung – Luxemburg und Liebknecht bewegen über Zehntausend

Bericht von Tilo Gräser von sputniknews.com
Menschen aus vielen Ländern haben am Sonntag der vor 100 Jahren ermordeten Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, gedacht. …
Ein Transparent forderte klar: „Frieden mit Russland statt weiter in den dritten Weltkrieg! Deutschland: Raus aus der Nato! Nato: Raus aus Deutschland!“ Witold Fischer aus dem thüringischen Jena gehörte zu den Trägern. Er sei Mitglied im Freidenker-Verband, erklärte er gegenüber Sputnik, der schon lange die Nato als größte Bedrohung für den Frieden ansehe.

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90 Jahre Novemberrevolution

Beitrag aus FREIDENKER 4-08: Rede von Klaus Hartmann anlässlich einer Veranstaltung zum 90. Jahrestag der Novemberrevolution am 15.11.2008 in Berlin
Im Gefolge der Novemberrevolution nahm die Freidenkerbewegung in Deutschland einen starken Aufschwung, sie organisierte rund eine dreiviertel Million Mitglieder. Die Lektion des 1. imperialistischen Weltkrieg, dass es bei diesem Völkermord ausschließlich um Profitinteressen ging, hat auch die Freidenkerverbände politisiert, die nun nicht mehr in der Religion, sondern in der Klassengesellschaft das entscheidende Übel sahen. Sie kämpften für die völlige geistige Befreiung der Arbeiterklasse, sahen aber als deren Voraussetzung ihre ökonomische Befreiung.

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Karl Liebknecht – Märtyrer, Held, Vorbild?

Beitrag von Horst Schneider aus FREIDENKER 4-08
Jährlich pilgern Zehntausende zur Erinnerung an die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde. Die Toten mahnen. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg waren die Verkörperung des Kampfes der besten Deutschen gegen die Rüstungshaie, die Kriegstreiber und Volksverhetzer. Sie setzten sich in der Novemberrevolution 1918 für eine sozialistische Perspektive Deutschlands ein, nachdem sie leidenschaftlich die Oktoberrevolution in Russland begrüßt hatten. Damit zogen sie den tödlichen Hass der Bourgeoisie auf sich.

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Kiel gab das Signal

Beitrag von Günter Stamer aus FREIDENKER 4-08
Vor 90 Jahren hatten Matrosen, Soldaten und Arbeiter in Kiel den Mut, gegen Krieg und Militarismus und für die „Beseitigung der herrschenden Klasse“ auf die Barrikaden zu gehen.
Ende 1918 ist klar, dass der 1914 vom kaiserlichen Deutschland und dessen Konzernherren, Landjunkern und Militaristen vom Zaun gebrochene Erste Weltkrieg verloren ist. Angetreten, Deutschland zur führenden Macht in Europa zu machen und dem Reich neue Kolonien in Übersee zu erobern, steht die herrschende Klasse vor den Trümmern ihrer Kriegspolitik. Militärisch in auswegloser Lage bietet sich im Reich ein Bild des sozialen Elends und des Hungers.

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Freidenker gegen alle Widerstände

Beitrag von Eberhard Schinck aus FREIDENKER 4-08
Der Erste Weltkrieg dezimierte die Freidenkerbewegung und zerstörte ihre Organisationsformen stark. Das kulturpolitische Leben der Freidenker wurde während des Krieges allerorts fast vollständig zerstört oder gänzlich unmöglich. Im Ergebnis führte der Krieg mit seinen ungeheuerlichen und schrecklichen Folgen allerdings zu einer erbarmungslosen Entlarvung und Diskreditierung der kirchlichen Institutionen und ihrer religiös-propagandistischen Mitwirkung am Krieg. Die Macht der Kirchen war aber damit längst nicht zerbrochen.
Die Novemberrevolution 1918 war eine direkte Reaktion der Unterschichten auf den im Wesentlichen vom deutschen Imperialismus verschuldeten Ersten Weltkrieg.

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