Kiel gab das Signal

Beitrag von Günter Stamer aus FREIDENKER 4-08
Vor 90 Jahren hatten Matrosen, Soldaten und Arbeiter in Kiel den Mut, gegen Krieg und Militarismus und für die „Beseitigung der herrschenden Klasse“ auf die Barrikaden zu gehen.
Ende 1918 ist klar, dass der 1914 vom kaiserlichen Deutschland und dessen Konzernherren, Landjunkern und Militaristen vom Zaun gebrochene Erste Weltkrieg verloren ist. Angetreten, Deutschland zur führenden Macht in Europa zu machen und dem Reich neue Kolonien in Übersee zu erobern, steht die herrschende Klasse vor den Trümmern ihrer Kriegspolitik. Militärisch in auswegloser Lage bietet sich im Reich ein Bild des sozialen Elends und des Hungers.

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Die bösen Befreier von Zarismus, Faschismus und Kolonialismus

Buchveröffentlichung im Eigenverlag des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V.
Materialien der Wissenschaftlichen Konferenz aus Anlass des 90. Jahrestages der Oktoberrevolution 1917 in Russland am 20. Oktober 2007 in Berlin

Mit Beiträgen von Eberhard Schinck, Klaus Hartmann, Dr. Arnold Schölzel, Prof. Dr. Wolfgang Richter, RA Hans Bauer, Prof. Dr. Erich Hahn, Dr. Wolf-Dieter Gudopp v. Behm, Generaloberst a.D. Werner Großmann, Rainer Rupp, Prof. Dr. Dr. Blancanieve Portocarrero (Botschafterin Venezuela), Petra Lehmann und Prof. Dr. Detlef Joseph.

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„West“- und „Ost“-Freidenker – Gemeinsamkeiten, Unterschiede

Beitrag des Bundesvorsitzenden Klaus Hartmann für eine Broschüre der „Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“ der Evangelischen Kirche.
Der Titel dieses Beitrags entspricht nicht der freien Wahl des Autors, sondern gehorcht der Vorgabe des Herausgebers. Trotzdem soll er nicht das Folklore-Genre „Dein Ossi – das unbekannte Wesen“ resp. „Der Wessi, das bekannte Unwesen“ anreichern. Obwohl es auch bezüglich „Nord“- und „Süd“-Freidenkern ein weites Forschungsfeld gäbe, interessiert das kaum jemanden. Mit „West“ und „Ost“ scheint landläufig gemeint zu sein, wie sich die aus dem „totalitär geprägten“ Osten Gekommenen inzwischen in der „westlichen Demokratie“ eingelebt haben.

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Zum 100. Gründungstag der „Freidenker für Feuerbestattung“ in Berlin

Beitrag von Eberhard Schinck
Die Idee der Feuerbestattung hatte trotz vorangegangener jahrzehntelanger Diskussion und Propaganda durch eine Anzahl Intellektueller noch relativ wenig Verbreitung gefunden. Die große Masse der einfachen Menschen aus den untersten Klassen und Schichten waren von dieser Idee fasst noch gar nicht erfasst worden. Es gab in Deutschland nur einige wenige Krematorien, in Preußen waren noch nicht einmal die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Einäscherung geschaffen. Staat und Kirche standen beide einer Bewegung für Feuerbestattung todfeindlich gegenüber. Sie waren bereit, jede Feuerbestattung zu unterdrücken.

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Die Pius-Lüge – Der Vatikan erklärt sich zum Holocaust

Beitrag von Emil Carlebach
Deine Rede sei Ja, Ja und Nein, Nein – was darüber ist, ist vom Übel. Dieses biblische Gebot kann den Kardinälen nicht vor Augen gestanden haben, als sie im März 1998 ihre Erklärung zum Holocaust veröffentlichten, die den Vatikan und insbesondere den Papst Pius XII von der schweren Mitschuld an dem millionenfachen Judenmord zu entlasten suchte. Eher dachten sie wohl an den Satz, daß der Zweck die Mittel heilige. Aber es gelang ihnen nicht: Erfindungen (man könnte auch sagen: Lügen) auf der einen, Weglassungen (man könnte auch sagen: Unterschlagungen) sind hier so eindeutig vermischt, daß sie zumindest eine Frage beantworten – was die Herren Kardinäle in den 11 (elf!) Jahren getrieben haben, die sie an diesem Elaborat getüftelt haben.

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