Domenico Losurdo ist tot

Nachruf von Andreas Wehr
Die Gegner der kapitalistischen Unordnung haben am 28. Juni 2018 ihren wohl wichtigsten Denker verloren, und das weltweit. … Wenn jemand Internationalist war, dann war er es, der Präsident der Internationalen Gesellschaft Hegel-Marx für dialektisches Denken. Es war sein weiter Blick auf die Klassenkämpfe in der ganzen Welt, der ihn nach dem Zusammenbruch des europäischen Sozialismus nicht verzweifeln ließ. Über den zerknirschten Eurozentrismus so vieler hiesiger Linker konnte er sich nur wundern.

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Konferenz: Individuum und Gesellschaft – Menschenbild und Persönlichkeitstheorie im Marxismus

Öffentliche Wissenschaftliche Konferenz zum 200. Geburtstag von Karl Marx am Samstag, 28. April 2018, in Hannover
Individuum und Gesellschaft – Menschenbild und Persönlichkeitstheorie im Marxismus
Vorträge und Diskussion:
– Was ist der Mensch? (Klaus Hartmann)
– Persönlichkeit und sozialer Sinn (Prof. Dr. Wolfgang Jantzen)
– Die Leere der Frankfurter Schule (Klaus Linder)
– Warum und wie passen Mensch und Arbeit zusammen? (Dr. Elmar Witzgall)
– Das Menschenbild des informationstechnologischen Kapitals (Dr. Werner Seppmann)

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Offenes Freidenkertreffen vom 16. bis 18.03.2018 im Harz

Die Landesverbände des DFV Niedersachsen und Sachsen-Anhalt laden vom 16. bis 18.03.2018 zu einer gemeinsamen Bildungsveranstaltung in den Harz nach Sankt Andreasberg ein. Diese Veranstaltung ist offen und dient nicht nur der politischen Bildung und dem Meinungsaustausch, sondern auch des gegenseitigen Kennenlernens.
Dem Programm entsprechend spielt politische Bildung eine bedeutende Rolle und somit ist auch ein Ziel der Veranstaltung, über Möglichkeiten der Entwicklung kontinuierlicher Bildungsangebote nachzudenken und entsprechende Vernetzungen gleichgesinnter Organisationen und Personen zu fördern.

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15.03.2018 – Kritik des Computers, Autorenlesung mit Werner Seppmann

Der Deutsche Freidenker-Verband e.V. Quedlinburg und der Rosa-Luxemburg-Club Harz laden am 15.3.2018 um 20:00 Uhr zu einer Autorenlesung mit Werner Seppmann zu seinem Buch „Kritik des Computers“ aus dem Angroven-Verlag ein.

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Selbstdarstellung des KORSO

Der Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) hat eine Selbstdarstellungsbroschüre herausgegeben. Neben einem Überblick über die Ziele und Forderungen des KORSO sind darin Kurzportraits aller Mitgliedsorganisationen enthalten.
Aus dem Vorwort: Die Ziele und Strategien der säkularen Organisationen sind keineswegs identisch. Sie sind zudem unterschiedlich alt, unterschiedlich groß, regional unterschiedlich entwickelt und in der Öffentlichkeit unterschiedlich stark sichtbar. Gemeinsam ist ihnen das Erbe der Aufklärung, die Ablehnung religiöser Alleinvertretungsansprüche und das Eintreten für demokratische und humanistische Grundüberzeugungen.

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Religion: Thesen

Aus: „FREIDENKER“ Nr. 4-16
Diese Thesen standen zwei Jahre im Freidenkerverband zur Diskussion, das zum Verbandstag im Juni 2016 in Potsdam vorgelegte Ergebnis wurde in dessen Auftrag nochmals vom Verbandsvorstand bearbeitet.
Auszug: Weltweit erleben Religiosität und Religionen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen wieder einen Aufschwung. Um diese Entwicklung zu verstehen, muss man sich klarmachen: die Menschen haben nicht einfach Ideen, sondern sie reflektieren in ihnen ihr soziales und politisches Dasein. …
Als Kulturorganisation treten die Freidenker für eine menschenwürdige, humane Gesellschaft ein. Sie ist keine Gottesgabe, sie muss erkämpft werden. Deshalb müssen die Menschen aus der passiven Rolle als Objekt der Herrschenden heraustreten, und zum Subjekt ihrer Geschicke werden.

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Wissenschaft – Technik – Weltanschauung

Beitrag von Horst Schild auf der Konferenz „Zweifel und Kritik an Fortschritt, Wissenschaft und Technik“ am 08.10.2011 in Dresden. Aus: FREIDENKER 2-15
Müssen wir die Wissenschaft fürchten, Sorge vor ihren Resultaten, auch technischen Resultaten, haben? Sind gar die Wissenschaftler schuld, wenn ihre Erkenntnisse von eben diesen „Machthabern“ missbraucht werden? Liegt es denn aber an den Physikern, wenn noch immer die Menschheit von Atomwaffen bedroht wird, an den Chemikern, wenn unsere Nahrungsmittel gepanscht, ja vergiftet werden? Ist die Wissenschaft schuld am Hunger in vielen Ländern, an Wirtschafts- und Finanzkrisen, an Arbeitslosigkeit, an der Zerstörung der Natur? – Hat sie nicht vielmehr unzählige positive Ergebnisse hervorgebracht, die aus unserem Leben sich wegzudenken niemand wünscht?

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Freidenker und Religion

Thesen von Horst Schild aus: FREIDENKER 4-13
Zwischen Religiosität und präsenter Religion einerseits und sozialökonomischer und politisch-ideologischer Situation andererseits besteht ein Zusammenhang. Ihn weiterhin transparent zu machen, sollte Teil unserer Aufklärungsstrategie bleiben. Denn die krisenhafte, durch den Imperialismus verursachte globale Entwicklung, die daraus resultierende Zunahme von Massenverelendung und auch von medienunterstützter geistiger Verunsicherung und Verdummung ist nicht zu übersehen.

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Vor dreihundert Jahren – „Discourse of Free-thinking“

Beitrag von Horst Schild aus FREIDENKER 1-13
Im Jahr 1713 erschien in London ein Buch mit dem Titel „Discourse of Free-thinking“ (dt. „Abhandlung über das freie Denken“). In ihm rückten erstmals die Begriffe „Freidenker“ und „freies Denken“ ins öffentliche Bewusstsein. Sein Verfasser war Anthony Collins (1676 bis 1729). Collins stammte aus einigermaßen begüterten Verhältnissen, er war Vertreter einer Gruppe englischer deistischer (Früh-)Aufklärer, die sich selbst Freethinkers, also Freidenker, nannten.
Wie Francis Bacon und René Descartes die Naturerkenntnis und Thomas Hobbes die Staatstheorie von kirchlicher Autorität befreit und auf sich selbst, also auf Natur, Gesellschaft und Vernunft gestellt hatten, so will der Deismus die Religion von kirchlicher Dogmatik und dem blinden Bibel- und Geschichtsglauben loslösen und ausschließlich aus der natürlichen Erkenntnis ableiten.

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Die Strenge des Begriffs

Beitrag von Prof. Dr. Hans Heinz Holz, thematisch gehörend zu FREIDENKER 4-10
Warum nennen wir Engels in einem Atemzuge mit Marx den Begründer der neuen Denkhaltung und Wissenschaftseinstellung, die abgelöst von den Namen ihrer Gestalter als dialektischer und historischer Materialismus bezeichnet wird? Gewiß, die Theorie wurde in einem lebenslangen Gedankenaustausch, in Gesprächen und einem intensiven Briefwechsel, entwickelt, und Engels, der über ein enzyklopädisches Wissen verfügte, war dabei durchaus der gebende Teil; Marx hat unzählige wissenschaftliche Informationen von ihm bekommen, Erkenntnisse der historischen Zusammenhänge und der naturwissenschaftlichen Forschung, sprachwissenschaftliche Querverweise und vieles mehr.

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Wissenschaft und Glaube – der Neoatheismus und seine Grenzen

Beitrag von Horst Pickert und Horst Schild aus FREIDENKER 1-09
In den letzten Jahren hat sich nun ein „neuer“ Atheismus mit viel Kämpfertum und teilweise auch aggressiver Wortwahl zurück gemeldet. Seine Vertreter sind vorwiegend Neurowissenschaftler und Evolutionsbiologen … aber auch Philosophen. Dieser Neoatheismus beansprucht und verficht, gestützt auf den Erkenntnisfortschritt der letzten Jahrzehnte, die Deutungshoheit über das (moderne) Menschenbild ebenso wie über die Welt generell. Dabei geht er in der Auseinandersetzung mit dem religiösen Glauben meist nicht zimperlich um. Religionen seien nicht nur irrational und destruktiv, als Erklärungsmodell antiquiert, gar untauglich und stünden dem Fortschritt der Menschheit diametral entgegen.

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