AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Die Zerstörung des Völkerrechts

Das Internationale Milošević Komitee (IMC) hat am 10.03.2026 anlässlich des 20. Todestages von Slobodan Milošević zu einer Gedenkveranstaltung nach Belgrad eingeladen. Klaus Hartmann, Co-Vorsitzender des Komitees hat dazu eine Rede per Video gehalten, die auf der Veranstaltung eingespielt wurde.

Videoansprache von Klaus Hartmann

Text auf deutsch

Text auf Englisch

Video auf Englisch

Video der Veranstaltung auf serbisch


Die Zerstörung des Völkerrechts

von Klaus Hartmann

Die Nachrichten der letzten Tage und Wochen sind voll von Berichten über die aktuellen Kriege, Stichworte sind die Ukraine, Palästina, Venezuela und der Iran. Das sind nur die wichtigsten, aber nicht die einzigen – Jemen und den Sudan, die West-Sahara und Pakistan, die verschärfte Strangulation Cubas müssen wir dazuzählen.

Diese zugespitzte internationale Situation, mit dem Potenzial jederzeit in einen 3. Weltkrieg zu eskalieren, ist wie ein Update, eine Fortsetzung dessen, was in den 1990er Jahren mit den Kriegen zur Zerschlagung Jugoslawiens begann. Damals, nach dem „Sieg im Kalten Krieg“, wähnte sich der Globale Westen als der Sieger der Geschichte, die USA als die „einzige Weltmacht“, wie es Zbigniew Brzeziński schrieb. Im Kampf um die US-Vorherrschaft in Eurasien spiele die Ukraine als geopolitischer Dreh- und Angelpunkt eine Schlüsselrolle, deshalb müsse Russland als Gegner angesehen und zurückgedrängt werden.

Nicht erst seit den aktuellen Scheinverhandlungen der USA mit dem Iran, nicht erst nach der Farce der Minsker Abkommen, steht die Frage, was die Versprechen des Globalen Westens wert sind. 1990 versprach die NATO, sie werde „keinen Zentimeter nach Osten vorrücken“. Im März 1999, rechtzeitig vor ihrem Überfall auf Jugoslawien, nahm sie schnell noch Polen, Tschechien und Ungarn in die Militärallianz auf.

Vor vier Jahren wollen die USA, NATO und die Bundesregierung überraschend das Völkerrecht wiederentdeckt haben – aber nur zu dem Zweck, Russland zu beschuldigen, eine „jahrzehntelange Friedensordnung in Europa zerstört“ zu haben. Diese Friedensordnung haben sie selbst zerstört, 1999 mit ihrer NATO-Aggression gegen Jugoslawien – das wollen sie aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen. Mit ihrer Entscheidung zum Krieg haben sie damals den UN-Sicherheitsrat gar nicht damit befasst – in Erwartung eines Vetos durch Russland und China: Ein klarer Bruch des Völkerrechts.

Ich sagte damals in verschiedenen Reden, dass es sich um einen „Türöffnerkrieg“ für weitere imperialistische Kriege handelt. Der damalige Oberkommandierende der Aggressiontruppen, General Wesley Clark, bestätigte dies nach einem Besuch im Pentagon 2001, wo ihm eröffnet wurde, dass die USA „in fünf Jahren sieben Länder ausschalten werden, angefangen mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und zum Schluss Iran.“ Abgesehen vom Zeitplan sind wir genau in dieser Situation angekommen. Kein Wort über „Demokratie“ und „Menschenrechte“, der Klartext heißt: Was den Interessen der USA und der Zionisten im Weg steht, soll erbarmungslos abgeräumt werden.

„Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einer Übergangsphase“, so der kanadische Premierminister Mark Carney beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos 2026. Die Entwicklung hat eine Reihe von Ursachen. Jahrzehntelang diente der Dollar als universelles Tauschmittel, Wertspeicher und Rechnungseinheit. Zum Vorteil der USA, für deren astronomischen Staatsschulden die anderen bezahlen durften. Diese Abhängigkeit von einem einzelnen Staat führte zu einer Vielzahl von Risiken, Reibungsverlusten und ist zum Hindernis für den globalen Handel geworden. Währungen, Zölle und Zahlungsverkehr werden zunehmend politisiert, das Vertrauen in den Dollar und die westlichen Finanzinstrumente sinkt. Die Hegemonie der USA war im Wesentlichen eine Dollar-Hegemonie.

Wie die Entwicklung zu einer multipolaren Weltordnung setzt sich der Trend zur De-Dollarization fort, die Schwellenländer gewinnen an Selbstvertrauen und Gewicht, sie zwingen Washington, seinen monetären Thron abzugeben. Zu den maßgeblichen Faktoren zählen neue Zusammenschlüsse von Ländern auf internationaler Ebene wie die 2001 entstandene Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und die Gründung der BRICS seit 2009.

Die RAND Corporation ist einer der größten militärischen US-Thinktanks, in einer Studie kommt sie zu dem Ergebnis, dass die einst unangefochtene militärische Überlegenheit der USA schwindet. Das ist aber kein Signal für ein friedliches, leises Abtreten aus Einsicht, vielmehr fordert die Studie ein „Überdenken der Verteidigungsstrategie, um die von den USA geführte internationale Ordnung (Dominanz) zu bewahren.“ Die Orientierung knüpft an das Rand-Strategiedokument aus dem Jahr 2019, das das Ziel ausgab: „Extending Russia – competing from advantageous ground“ („Russland überdehnen – Wettbewerb aus einer günstigen Position“).

Die „EU-Denkfabrik“ European Union Institute for Security Studies (EUISS) in Paris plädiert, die EU müsse Russland aktiv „entmachten“, indem sie seine Fähigkeit, europäische Interessen zu untergraben, abbaut. Die EU und Großbritannien wollen eine Dominanz in Europa, dazu brauchen sie ein schwaches Russland, für die eigenen Weltmachansprüche wollen sie ein halbkoloniales Russland als Hinterland und Rohstoffquell. „Dekolonialisierung“ Russlands nennen sie das – die Zerlegung des Landes in viele beherrschbare Einzelteile, ohne handlungsfähige Zentralmacht. Vor allem Deutschland, Frankreich, Polen und Britannien setzen deshalb auf die Fortsetzung des Krieges mit Russland, ja sogar auf dessen Eskalation.

Die russischen Historiker Trenin, Karaganow und Awakjanz schreiben unter „Von der passiven zur aktiven Abschreckung“: „Der Übergang von einer gescheiterten Partnerschaft in eine neue Konfrontation und dann in eine offene Konfrontation lässt eine Rückkehr zum ursprünglichen Format des ‚Kalten Krieges’ nicht zu.“ „Die herrschenden Kreise Europas sind bereits mit politisch-moralischen und militärökonomischen Vorbereitungen für einen großen Krieg mit Russland beschäftigt.“

Dmitri Trenin schrieb am 19.07.2025: Viele sprechen heute davon, dass die Menschheit auf einen „Dritten Weltkrieg“ zusteuert, und meinen damit, dass etwas Ähnliches wie im 20. Jahrhundert vor uns liegt. Der Krieg ändert jedoch ständig sein Aussehen. … In Wirklichkeit ist der Weltkrieg schon da, auch wenn es nicht jeder begriffen hat. Die Vorkriegszeit endete für Russland im Jahr 2014, für China im Jahr 2017 und für den Iran im Jahr 2023. Seitdem sind die Ausbreitung und die Intensität des modernen Krieges im Wachsen begriffen. Trotz seiner sich wandelnden Erscheinung ist die Ursache dieses Weltkriegs traditionell: die Verschiebung des Kräftegleichgewichts auf der Welt. Der Westen spürt, dass der Aufstieg neuer Machtzentren (vor allem Chinas) und die Wiedererstehung Russlands als Großmacht seine Vorherrschaft bedrohen, und hat eine Gegenoffensive gestartet.

Der Westen ist nicht in der Lage, sich mit dem Verlust der globalen Hegemonie abzufinden. Dabei geht es nicht nur um Geopolitik. Die westliche Ideologie (politisch-ökonomisch ist es der Globalismus, soziokulturell der Posthumanismus) lehnt Vielfalt, nationale oder zivilisatorische Identität und Tradition organisch ab. Das Ende des Universalismus bedeutet für den modernen Westen eine Katastrophe – deshalb versucht er, seine beträchtlichen Ressourcen zu bündeln und sich auf seine erschütterte, aber immer noch vorhandene technologische Überlegenheit zu stützen, um diejenigen zu vernichten, die er zu Rivalen erklärt hat.

Länder, die sich dem westlichen Befehl nicht unterordnen wollen, werden militärisch angegriffen, zuletzt traf es Venezuela als engen Handelspartner Chinas, Cubas und des Iran. Der US-Überfall auf Venezuela mit der Verschleppung seines Präsidenten Nicholas Maduro zeigt Parallelen zu dem von US-NGOs angeleiteten Regime Change-Staatsstreich 2000, als wurde Präsident Slobodan Milošević von der neuen Marionettenregierung gekidnappt, nach Den Haag entführt und vor ein Femegericht gestellt.

Dieses ICTY (International Criminal Court fort he Former Yugoslavia) ist unter Bruch der UN-Charta installiert worden, da dieses nur nach Beschluss der UN-Vollversammlung und durch einen völkerrechtlichen Vertrag möglich gewesen wäre. Es wurde auch nicht aus dem UN-Haushalt bezahlt, sondern überwiegend von „philanthropischen“ US-Stiftungen, insofern ähnelte es dem Finanzierungsmodell der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Milošević wurde im Scheveninger Gefängnis aufgrund unterlassener ärztlicher Hilfeleistung am 11. März 2006 zu Tode gebracht.

Eine weitere Parallele zeigt sich in der Kriegsvorbereitung gegen den Iran. Hier waren die US-Forderungen von Anfang an darauf ausgelegt, eine diplomatische Lösung zu behindern, in der Erwartung, der Iran würde aufgrund seiner Schwäche vor der US-Militärmacht kapitulieren würde. 1999 gingen der NATO-Aggression die sogenannten „Verhandlungen von Rambouillet“ voraus, die Jugoslawien im geheimen Anhang zu einem Abkommen dazu zwingen sollten, der NATO völlige Handlungs- und Bewegungsfreiheit auf seinem Territorium zu gewähren und damit seine Souveränität aufzugeben. Es ist das bleibende Verdienst von Präsident Milošević, dieses falsche Spiel nicht mitgemacht zu haben.

Entgegen seiner Wahlversprechen, Kriege zu beenden und keine neuen zu beginnen, insbesondere keine Regime Change-Operationen zu statten, hat US-Präsident Trump mit dem Angriff auf den Iran im Sommer 2025, der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, den Strangulationsmaßnahmen gegen Cuba und zuletzt dem neuerlichen Krieg gegen Iran und weitere Nachbarländer gezeigt: Er stellt sich „würdig“ in eine Reihe mit seinen Kriegsverbrecher-Vorgängern im Präsidentenamt. Seine Bewegung verdient einen neuen Namen: MAFA – Make Amerika Fail Again!

Endgültig zur Farce werden die Phrasen der deutschen Militaristen zu Ukraine und Völkerrecht angesichts des offiziellen Verhaltens gegenüber Israel. Es sei „Drecksarbeit“, die laut Kanzler Merz Israel derzeit für „uns“ macht, und für die „wir“ Waffen liefern. Aktuell geben sie die Komplizen bei der imperialistisch-zionistischen Aggression gegen die Iran. Diese Woche besuchte der deutsche Bundeskanzler Washington, und erklärte im Oval Office, neben Trump sitzend: „Wir sind uns einig, dass wir dieses schreckliche Regime in Teheran stürzen müssen.“

Die EU unterhält zahlreiche Kooperationsabkommen mit der NATO, sie marschieren im Gleichschritt. Ihren Kriegsplänen dient auch die Kriminalisierung internationaler Solidarität. Ein Mittel der Kriegsführung ist die Ausschaltung politischer Gegner mit juristischen Mitteln, mit medialer Unterstützung werden aggressive Kampagnen gegen die ‚Zielpersonen‘ eingeleitet, die geradezu eine Pogromstimmung erzeugen können. Die brachiale Durchsetzung der ausschließlichen NATO-Propagandasicht richtet sich gegen Bürger, Medien, Organisationen und alle die eine davon abweichende Sicht vertreten.

Die EU hat mittlerweile mehr als 2700 Personen und Organisationen auf Sanktionslisten gesetzt. Betroffen sind überwiegend Russen, aber auch EU-Bürger, darunter der linke kurdisch-stämmige Deutsche Hüseyin Dogru aus Berlin und die in Russland lebenden Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper. Das jüngste und prominenteste Beispiel ist der Schweizer Jaques Baud, ehem. Oberst der Schweizer Armee. Die sanktionierten Personen verlieren all ihre Rechte: Vermögensentzug, Kontosperre, Passabgabe, Verbot der Hilfe durch nahestehende Personen – alles ohne Gerichtsverfahren, d.h. ohne Anklage, Anhörung oder Verteidigung. Diese Repressionspolitik ist ein Hohn auf die Sonntagsreden über Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat, sie zeigt umgekehrt den Weg in einen autoritären Staat, wenn nicht sogar in einen neuen Faschismus.

Die EU verteidigt freie Wahlen, aber nur so lange, wie ihr die Ergebnisse passen. Bei der Präsidentschaftswahl in Rumänien ließ sie den ersten Wahlgang annullieren, weil der „falsche“ Kandidat in Führung lag, bei der Wahlwiederholung wurde dem aussichtsreichsten Kandidaten eine erneute Kandidatur verboten. Während die EU „Russische Wahleinmischung“ anklagt, unterstützt sie bei den Wahlen in Moldau massiv die „prowestliche Staatschefin“ Maia Sandu, die in der autonomen Region Gagausien die „prorussisch“ Regierungschefin Evghenia Gutul 2025 verhaften und ins Gefängnis werfen ließ. Auch in Ungarn und der Slowakei will die EU-Kommission wieder EU- und NATO-ergebene Kräfte an die Macht zu bringen.

Jedes Land, das der EU beitritt, kann sich auf seine Unterwerfung und den Verlust seiner Souveränität gefasst machen. Die Forderungen gegenüber Serbien, seine völkerrechtswidrig separierte Provinz Kosovo als „eigenen Staat“ anzuerkennen sowie seine freundschaftlichen Beziehungen zur Russischen Föderation und zur Volksrepublik China zu beenden, geben einen Vorgeschmack, was das Land unter der definitiven Knute von Brüssel zu erwarten hat.

Bewahren wir das Erbe und Vermächtnis unseres Freundes und Genossen, des großen Slobodan Milošević: Verteidigen wir die Freiheit und die nationale Souveränität, Solidarität mit allen Antimperialisten und Kämpfern für Befreiung und Unabhängigkeit, Freundschaft mit Russland und China!

Klaus Hartmann ist Co-Vorsitzender des Internationalen Milošević-Komitees
und Präsident der Weltunion der Freidenker

nach oben


Die Verlesung der Ansprache erfolgte in englischer Sprache. Hier die englische Version:

The destruction of international law

By Klaus Hartmann

The news in recent days and weeks has been full of reports about the current wars, with Ukraine, Palestine, Venezuela, and Iran being the keywords. These are only the most important ones, but not the only ones—we must also include Yemen and Sudan, Western Sahara and Pakistan, and the intensified strangulation of Cuba.

This escalating international situation, with the potential to escalate into World War III at any moment, is like an update, a continuation of what began in the 1990s with the wars to destroy Yugoslavia. At that time, after the “victory in the Cold War,” the Global West considered itself the victor of history, the US as the “sole world power,” as Zbigniew Brzeziński wrote. In the struggle for US hegemony in Eurasia, Ukraine plays a key role as a geopolitical hub, which is why Russia must be seen as an adversary and pushed back.

The question of what the promises of the Global West are worth has been around since well before the current sham negotiations between the US and Iran, and well before the farce of the Minsk agreements. In 1990, NATO promised that it would not “advance one inch to the east.” In March 1999, just in time for its invasion of Yugoslavia, it quickly admitted Poland, Czechia, and Hungary into the military alliance.

Four years ago, the US, NATO, and the German government suddenly claimed to have rediscovered international law—but only for the purpose of accusing Russia of having “destroyed decades of peace in Europe.” They themselves destroyed this peace in 1999 with their NATO aggression against Yugoslavia—something they want to suppress from public consciousness. At the time, they did not even bring their decision to go to war before the UN Security Council, anticipating a veto by Russia and China: a clear violation of international law.

I said in various speeches at the time that this was a “door-opener” for further imperialist wars. The then commander-in-chief of the aggression forces, General Wesley Clark, confirmed this after a visit to the Pentagon in 2001, where he was told that the US would “take out seven countries in five years, starting with Iraq, then Syria, Lebanon, Libya, Somalia, Sudan, and finally Iran.” Apart from the timetable, we have arrived at exactly this situation. No mention of “democracy” and “human rights”; the plain language is: anything that stands in the way of the interests of the US and the Zionists must be ruthlessly eliminated.

“We are in the midst of a rupture, not a transition,” said Canadian Prime Minister Mark Carney at the World Economic Forum (WEF) in Davos in 2026. There are a number of reasons for this development. For decades, the dollar served as a universal medium of exchange, store of value, and unit of account. This benefited the US, whose astronomical national debt was paid for by others. This dependence on a single country led to a multitude of risks and friction losses and has become an obstacle to global trade. Currencies, customs duties, and payment transactions are becoming increasingly politicized, and confidence in the dollar and Western financial instruments is declining. The hegemony of the US was essentially a dollar hegemony.

As the world moves toward a multipolar order, the trend toward de-dollarization continues, with emerging economies gaining confidence and influence, forcing Washington to relinquish its monetary throne. Key factors include new international alliances such as the Shanghai Cooperation Organization, formed in 2001, and the establishment of the BRICS in 2009.

The RAND Corporation is one of the largest US military think tanks. In a study, it concludes that the once unchallenged military superiority of the US is waning. However, this is not a signal for a peaceful, quiet retreat based on insight. Rather, the study calls for a “rethinking of defense strategy in order to preserve the US-led international order (dominance).” This orientation ties in with the 2019 RAND strategy document, which set out the goal of “Extending Russia – competing from advantageous ground.”

The European Union Institute for Security Studies (EUISS) in Paris argues that the EU must actively “disempower” Russia by reducing its ability to undermine European interests. The EU and the UK want dominance in Europe, and to achieve this they need a weak Russia. For their own global ambitions, they want a semi-colonial Russia as a hinterland and source of raw materials. They call this the “decolonization” of Russia—the dismantling of the country into many controllable parts, without a central power capable of acting. Germany, France, Poland, and Britain in particular are therefore pushing for the continuation of the war with Russia, and even its escalation.

Russian historians Trenin, Karaganov, and Avakjanz write in “From Passive to Active Deterrence”: “The transition from a failed partnership to a new confrontation and then to an open confrontation does not allow for a return to the original format of the ‘Cold War.’” “The ruling circles of Europe are already busy with political, moral, and military-economic preparations for a major war with Russia.”

Dmitri Trenin wrote on July 19, 2025: Many people today talk about humanity heading toward a “Third World War,” meaning that something similar to what happened in the 20th century lies ahead of us. However, war is constantly changing its appearance. … In reality, the world war is already here, even if not everyone has realized it. The pre-war period ended in 2014 for Russia, in 2017 for China, and in 2023 for Iran. Since then, the spread and intensity of modern warfare has been growing. Despite its changing appearance, the cause of this world war is traditional: the shift in the global balance of power. The West senses that the rise of new centers of power (especially China) and the resurgence of Russia as a great power threaten its dominance and has launched a counteroffensive.

The West is unable to accept the loss of its global hegemony. This is not just a matter of geopolitics. Western ideology (politically and economically globalism, socioculturally post-humanism) organically rejects diversity, national or civilizational identity, and tradition. The end of universalism spells disaster for the modern West—which is why it is trying to pool its considerable resources and rely on its shaken but still existing technological superiority to destroy those it has declared its rivals.

Countries that refuse to submit to Western command are attacked militarily, most recently Venezuela, a close trading partner of China, Cuba, and Iran. The US invasion of Venezuela and the abduction of its president, Nicholas Maduro, show parallels to the regime change coup d’état led by US NGOs in 2000, when President Slobodan Milošević was kidnapped by the new puppet government, taken to The Hague, and put on trial before a kangaroo court.

This ICTY (International Criminal Court for the Former Yugoslavia) was established in violation of the UN Charter, as it would only have been possible following a resolution by the UN General Assembly and through an international treaty. It was also not paid for from the UN budget, but mainly by “philanthropic” US foundations, in this respect resembling the financing model of the WHO (World Health Organization). Milošević was killed in Scheveningen prison on March 11, 2006, due to failure to provide medical assistance.

Another parallel can be seen in the preparations for war against Iran. Here, the US demands were designed from the outset to obstruct a diplomatic solution, in the expectation that Iran would capitulate to US military power due to its weakness. In 1999, NATO’s aggression was preceded by the so-called “Rambouillet negotiations,” which were intended to force Yugoslavia, in a secret annex to an agreement, to grant NATO complete freedom of action and movement on its territory, thereby surrendering its sovereignty. It is to President Milošević’s lasting credit that he did not play along with this false game.

Contrary to his campaign promises to end wars and not start new ones, especially regime change operations, US President Trump has shown with the attack on Iran in the summer of 2025, the kidnapping of Venezuelan President Maduro, the strangulation measures against Cuba, and most recently the renewed war against Iran and other neighboring countries: He is “worthily” following in the footsteps of his war criminal predecessors in the presidency. His movement deserves a new name: MAFA – Make America Fail Again!

The German militarists‘ rhetoric on Ukraine and international law becomes a complete farce in light of the official attitude toward Israel. According to Chancellor Merz, Israel is currently doing the “dirty work” for “us,” and “we” are supplying weapons for this purpose. Currently, they are accomplices in the imperialist-Zionist aggression against Iran. This week, the German chancellor visited Washington and, sitting next to Trump in the Oval Office, declared: „We agree that we must overthrow this terrible regime in Tehran.“

The EU enters into numerous cooperation agreements with NATO, and they march in lockstep. Their war plans also serve to criminalize international solidarity. One means of warfare is the elimination of political opponents by legal means. With media support, aggressive campaigns are launched against “target individuals,” which can create an atmosphere of pogrom. The brutal enforcement of NATO’s exclusive propaganda view is directed against citizens, media, organizations, and anyone who holds a different view.

The EU has now placed more than 2,700 individuals and organizations on sanctions lists. Most of those affected are Russians, but there are also EU citizens, including Hüseyin Dogru, a left-wing German of Kurdish origin from Berlin, and journalists Alina Lipp and Thomas Röper, who live in Russia. The most recent and prominent example is Jacques Baud, a former colonel in the Swiss army. Those sanctioned lose all their rights: confiscation of assets, account freezing, passport surrender, prohibition of assistance from close associates – all without trial, i.e. without charges, hearing or defense. This repressive policy is a mockery of the Sunday speeches about democracy, freedom of expression and the rule of law; on the contrary, it points the way to an authoritarian state, if not a new form of fascism.

The EU defends free elections, but only as long as the results suit it. In the presidential election in Romania, it had the first round of voting annulled because the “wrong” candidate was in the lead, and in the repeat election, the most promising candidate was barred from running again. While the EU accuses Russia of “interfering in elections,” it is massively supporting the “pro-Western head of state” Maia Sandu in the Moldovan elections, who had the “pro-Russian” head of government Evghenia Gutul arrested and thrown into prison in the autonomous region of Gagauzia in 2025. In Hungary and Slovakia, too, the EU Commission wants to bring forces loyal to the EU and NATO back to power.

Any country that joins the EU can expect to be subjugated and lose its sovereignty. The demands on Serbia to recognize its province, which was separated in violation of international law, as a “separate state” and to end its friendly relations with the Russian Federation and the People’s Republic of China give a foretaste of what the country can expect under the definitive yoke of Brussels.

Let us preserve the heritage and legacy of our friend and comrade, the great Slobodan Milošević: Let us defend freedom and national sovereignty, solidarity with all anti-imperialists and fighters for liberation and independence, friendship with Russia and China!

Klaus Hartmann is co-chair of the International Milošević Committee
and President of the World Union of Freethinkers.

nach oben


Videos

Ansprache von Klaus Hartmann in englischer Sprache:

Direktlink zum Video des Deutschen Freidenker-Verbandes auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=KcarQ2G_9-E

nach oben

Die Gedenkveranstaltung des Internationalen Milošević Komitees (IMC) am 10.03.2026 anlässlich des 20. Todestages von Slobodan Milošević (in serbischer Sprache):

Direktlink zum Video von Press centar UNS auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=nj7ZxwofgJs

nach oben


Bild oben: Einspielung der Rede von Klaus Hartmann auf der Gedenkveranstaltung des Internationalen Komitees „Slobodan Milošević“ (IKSM) am 10.03.2026 anlässlich des 20. Todestages von Slobodan Milošević. Collage von Ralf Lux aus Screenshots aus den Videos von Press centar UNS und Deutscher Freidenker-Verband