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Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus – und die globale System-Alternative

von Werner Rügemer

Aus: „FREIDENKER“ Nr. 1-26, März 2026, S. 17-32, 85. Jahrgang

Aufgrund seines systemischen Niedergangs rüstet sich der US-geführte Kapitalismus noch weiter auf, vielgestaltig, beschleunigt durch die jüngere, noch aggressivere Fraktion des Kapitals, die der aktuelle US-Präsident Donald Trump verkörpert, gefolgt von seinen unruhig gewordenen, ebenfalls gescheiterten Vasallen vor allem in der EU und in Asien.

Wie kann also die Zusammenarbeit des viel größeren „Rests“ der Menschheit in Bezug auf Völkerrecht und Menschenrechte vertieft und ausgeweitet werden, auch auf nichtstaat­licher Ebene?

I. „Broken America“ soll die einzige Weltmacht bleiben!?

Die USA sind „eine brüchige Gerontokratie, die von innen heraus verrottet“ – aber dieses „zerbrochene Amerika“ („broken America“) ist Teil des „seltsamen Triumphs“ eben dieses Staates. Diese Diagnose ist nicht Teil der öffentlichen Mainstream-Debatte, sondern dient der internen Selbstverständigung der US-Elite, so ein hochvernetzter, prominenter US-Autor in Foreign Affairs.[1] Dies ist das Magazin des Council on Foreign Relations, dem führenden US-amerikanischen Think Tank für Außenpolitik, der nach dem Ersten Weltkrieg von führenden Kapitalisten gegründet wurde und seitdem die globale Expansion der selbsternannten „einzigen Weltmacht“ begleitet.

Dieser Diagnose zufolge halten 70 Prozent der US-Amerikaner ihren Staat für „nicht gut“ und für „arm“:

  • nur 20 Prozent haben noch Vertrauen in die Regierung;
  • der so wichtige Patriotismus ist auf ein Minderheiten-Tief gesunken,
  • vielfältige Gewalt mit Morden, Selbstmorden und Amokläufen nimmt zu, auch mit zwei „normalen“ Attentaten auf den derzeitigen Präsidenten Trump während des Wahlkampfs.

Aber trotz dieses „zerbrochenen Amerikas“ sind die USA erfolgreich und die „einzige Supermacht der Welt“, und das sollte nicht nur so bleiben, sondern weltweit ausgebaut und gesichert werden, mit nur wenigen Korrekturen, so heißt es in zahlreichen Artikeln berühmter Ex-Politiker und Professoren von US-Elite-Universitäten in Foreign Affairs. Man ist hoch nervös!

II. USA: Oligarchische Kapitalisten-Herrschaft

Selbst Laurence Fink, Chef von BlackRock, dem derzeit größten und einflussreichsten US-Kapitalorganisator und größten Anteilseigner in den Banken und Konzernen des US-geführten Kapitalismus, räumt ein, etwas diffus, aber zutreffend: „Der Kapitalismus funktioniert derzeit für zu wenige Menschen.“ Fink bezieht sich dabei in erster Linie auf die USA, aber auch auf befreundete Kapital-Demokratien. Er sieht dies in den niedrigen Renten und wirft den Regierungen vor, nicht genug in die Rentenkassen einzuzahlen.[2]

Systematische Senkung der Arbeitseinkommen

Fink spielt dies als vorübergehenden Zustand herunter. Vor allem vermeidet er, diejenigen zu erwähnen, die für die beschleunigte Absenkung der Renten der working class in den letzten drei Jahrzehnten verantwortlich sind: Es sind die führenden Konzerne und Banken und ihre führenden Aktionärs­gruppen, allen voran BlackRock. Sie haben das Arbeitseinkommen und damit die Renten weiter abgesenkt, national und global. Dies wurde seit den 1980er Jahren, beginnend unter Präsident Ronald Reagan, von allen Regierungen unterstützt.

Deshalb haben die USA, der angeblich wirtschaftlich erfolgreichste Staat, den nied­rigsten gesetzlichen Mindestlohn unter den führenden kapitalistischen Ländern. Er liegt bei 7,25 Dollar pro Stunde und ist seit 17 Jahren unverändert. Selbst die sich gewerk­schaftsfreundlich gebende Demokraten-Re­gierung des Grinse-Präsidenten Barack Oba­ma hat den Mindestlohn nicht angehoben. Kaufkraftbereinigt liegt er sogar unter den Mindestlöhnen in den EU-Armutsländern Osteuropas. Selbst wenn er formal gezahlt wird, wird er oft umgangen, indem er für die vertraglich vereinbarten Stunden gezahlt wird, aber zusätzliche Stunden für die erforderliche Arbeit verlangt werden, die dann nicht bezahlt werden, wie z. B. bei der Zustellung der vereinbarten Anzahl von Paketen.

Darüber hinaus kann der US-Mindestlohn für Berufe, in denen Trinkgelder zunehmend üblich sind, auf 2,13 Dollar gesenkt werden: In der Gastronomie, aber auch bei Paket- und Lebensmittellieferungen, Catering, Callcen­tern, Hotel-Zimmerservice, bei Friseuren, Taxifahrern, Reiseleitern, Altenpflegern und häuslichen Pflegern. Viele von ihnen arbeiten zudem in Teilzeit, mit befristeten Verträgen oder saisonal. So wurden nicht nur tradi­tionell schwarze und migrantische Beschäf­tigte verarmt und bleiben es auch weiterhin, sondern auch Mitglieder der weißen working class.

Modernisierte Sklavenarbeit I: in den USA

Und der Mindestlohn gilt noch weniger für die Millionen illegaler Migranten, die eine systemische Säule der US-Wirtschaft bilden: als Arbeitnehmer, Verbraucher und Steuer­zahler, denn Einkommenssteuer und lokale Steuern werden automatisch abgezogen, auch von Illegalen. Zu diesem Ausmaß an normaler Illegalität trägt auch die Tatsache bei, dass seit Obama das Personal der Behörden für Arbeitsaufsicht immer weiter abgebaut wurde.[3]

Einige Bundesstaaten haben einen höheren Mindestlohn, wie Kalifornien, wo der Min­destlohn mit 16,50 Dollar besonders hoch ist. Dies gilt jedoch nicht für die Millionen ille­galer Arbeiter allein in diesem Bundesstaat. So sind beispielsweise 75 Prozent der bis zu 800.000 Plantagenarbeiter in Kalifornien illegal. Sie schuften in Hitze und Kälte ohne Gesundheitsschutz für ein paar Dollar am Tag.[4]

Neben solchen Landarbeitern arbeiten Millionen weiterer illegaler Einwanderer auch in anderen US-Bundesstaaten im Bau­gewerbe und in privaten Haushalten, als Zeitarbeiter, Teilzeit- und Gelegenheits­arbeiter ohne Verträge, als Reinigungskräfte, Prostituierte, Gärtner und Altenpfleger – ebenso wie beispielsweise die vertragsfreien Fahrer des größten Taxi- und Transport­dienstes Uber und die Gig-Worker in digi­talisierten Dienstleistungen etwa der social media.

Deshalb dürfen Migranten dauerhaft und in großer Zahl in die USA einreisen – und wer­den gleichzeitig unter Androhung der Ab­schiebung zu sklavenähnlicher, unmensch­licher Arbeit gezwungen: Illegalität ist ein Geschäftsmodell. Illegale Einwanderer blei­ben unsichtbar, leben in Angst, sind oft obdachlos, dürfen nicht wählen, erhalten keine Gesundheitsversorgung und werden oft zu Kleinkriminalität gezwungen.

Modernisierte Sklavenarbeit II: Global

Nach der Abschaffung der Sklaverei haben die USA Formen der Sklavenarbeit, die gegen die Menschenrechte verstoßen, ständig modernisiert und im modernisierten Neokolonialismus in ungleich größerem Maßstab globalisiert, und tun dies heute immer weiter.

Dies geschieht über die globalen Liefer­ketten der Automobil-, Pharma-, Lebens­mittel-, Agrar- und Supermarktkonzerne, der Zahl nach angeführt von Digitalkonzernen wie Apple, Google, Facebook, Amazon, Nvidia, Intel und Microsoft. Ihre teuren Geräte werden hauptsächlich in der „Fabrik Asien” in Subunternehmer-Ketten hergestellt, die Niedriglohnarbeiter in überwachten Massenunterkünften einpferchen, also vor allem durch die global führenden Auftrags­fertiger Foxconn, Pegatron und Wistron aus Taiwan.

Da China die Löhne über viele Jahre hinweg nachhaltig erhöht hat, fliehen Apple, Foxconn & Co. so schnell wie möglich in abhängige arme Staaten. Allein Apple hat über 10.000 Zulieferer in Dutzenden von armen Staaten – unbekannt für die Öffentlichkeit und die Verbraucher. So montieren junge Frauen zwischen 18 und 25 Jahren Apple-iPhones seit den Varianten iPhone 12 bis heute (iPhone 17) in Chennai, Indien:

Foxconn pfercht sie in überwachte Massen­unterkünfte, meist ohne Arbeitsvertrag. Ihr Lohn beträgt 88 Cent pro Stunde, von denen die Kosten für Unterkunft, billige Verpflegung und den täglichen Transport zur und von der Fabrik abgezogen werden. Die Mehrheit dieser jungen Frauen, die über Arbeitsagenten aus den ärmsten Regionen rekrutiert werden, sind nach wenigen Jahren krank und werden durch neues „Frauenmaterial“ ersetzt.[5]

Übrigens: Darum kümmern sich die ich-bezogenen neuen „Frauen-Rechtlerinnen“ der LGBQ+- und Diversitäts-Bewegungen überhaupt nicht, aber die Handys aus Indien benutzen sie stundenlang jeden Tag, selbst­bewusst, blind und unwissend.

Modernisierter Rassismus

Für die neueren digitalisierten Arbeitsplätze – etwa für Content-Moderatoren im Bereich der Steuerung selbstfahrender Autos, für Obst­pflück- und Ernte-Roboter sowie für Lösch­arbeiten in den (a)sozialen Medien bauen US-Konzerne vor allem die „Fabrik Afrika” aus: Hier werden die neuen Sklavenarbeiter für zwei Dollar pro Tag ausgebeutet – 150 von ihnen eingepfercht in einen  ensterlosen Raum – in vertragsfreien Diensten für Subunter­nehmer in undurchsichtigen Lieferketten.[6]

Diese moderne Sklavenarbeit ist mit einer neuen Form des Rassismus verbunden, die bewusst neokoloniale Verhältnisse in den USA selbst und in befreundeten Ländern ausnutzt und verlängert. So rekrutiert auch der weltgrößte Taxi- und Transportkonzern Uber seine vertragsfreien Fahrer gezielt aus Einwandererslums in Großstädten auf der ganzen Welt zwischen San Francisco, New York, Montreal, London, Paris, München, Warschau und New Delhi: modernisierter Rassismus.[7]

Die Mittelschicht schrumpft und verarmt

Lange Zeit galt die middle class mit einigen Dutzend Millionen Mitgliedern als Garant für die Stabilität der US-Klassengesellschaft: Kinder aus der Arbeiterklasse konnten eine höhere Bildung erwerben und die soziale Lei­ter hinaufsteigen, um Lehrer, Wissenschaftler und Ingenieure zu werden. Einige ihrer Kinder konnten dann sogar noch höher aufsteigen, wurden Manager, Banker, Profes­soren, Politiker und Journalisten. Sie konnten sich ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung kaufen, sogar zwei Autos, sich einen Auslandsurlaub leisten und sich gegen Krankheit und Alter versichern.

Doch seit der Deregulierung und Priva­tisierung der 1980er Jahre – vorangetrieben von der Republikanischen Partei (Reagan, Bush) und noch mehr von der Demo­kratischen Partei (Clinton, Obama) – wurde auch die Mittel­schicht in vielerlei Hinsicht verarmt: Die Kosten für Gesundheitsver­sorgung, Kinder­betreuung, Schul- und Uni­versitätsbesuch sowie Mieten und Hauskauf sind gestiegen.

Die Mehrheit der Mittelschicht kann sich das Statussymbol einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims nicht mehr leisten. Die Gesundheitsversorgung ist teurer geworden und wird immer weniger von der Versiche­rung übernommen, Zuzahlungen auch für versicherte Behandlungen nehmen zu.

Die Studiengebühren sind gestiegen, ins­besondere an privaten Universitäten, die für den sozialen Aufstieg entscheidend sind: Absolventen treten hoch verschuldet ins Berufsleben ein und müssen jeden Job annehmen, den sie finden können. So war es dann spätestens um 2010 auch öffentlich klar: Die Mittelschicht befand sich in einem unaufhaltsamen Abstieg, in einem Verar­mungs- und auch zahlenmäßigen Schrum­pfungsprozess.[8]

Die führenden Oligarchen, erste Klasse

Diese Praktiken hatten eine Kehrseite: Explosion der Selbstbereicherung in der herrschenden Klasse. Sie erneuerte sich, vor allem mit den Digital-, Automobil-, Pharma- und Lebensmittelkonzernen und ihrer Globalisierungswelle, zusammen mit ihren neuen Kreditgebern und Aktionären, den deregulierten Emporkömmlingen der Private-Equity-Fonds, Hedgefonds und dann vor allem mit der Premier League der BlackRock, Vanguard, State Street & Co.

Spätestens seit der „Finanzkrise” und mit ihrer Hilfe sind sie zu den führenden Eigentümergruppen mehrerer tausend der wichtigsten US-Unternehmen und Banken geworden – denn BlackRock & Co. hatten mit ihren superreichen Kapitalgebern keine Finanzkrise, im Gegenteil: Sie stiegen weiter auf mithilfe der „Finanzkrise“, die nicht die ihre war, sondern die sie selbst verursacht hatten und dafür vom Staat noch belohnt wurden.[9]

Die private Armee des transatlantischen Kapitals

Diese Oligarchen werden von einer Armee spezialisierter, hochbezahlter Dienstleister unterstützt. Dazu gehören Wirtschaftskanz­leien, Unternehmensberater, Wirtschafts­„prüfer“, PR-Agenturen, Ratingagenturen. Dazu kommen zahlreiche Lobbyorgani­sationen, Think Tanks und Professoren der privaten Eliteuniversitäten. Sie übernehmen auch Regierungsaufträge, bekleiden Positio­nen im Staat und kehren dann in die Privat­wirtschaft zurück. Sie bilden sie die „zivile Privatarmee des transatlantischen Kapitals”.[10]

Die Oligarchen kontrollieren auch die politische Meinungsbildung und die Massen­kultur. Sie besitzen die traditionellen Medien für das akademische und geschäftliche Publikum,

  • so die New York Times, die Washington Post, das Wall Street Journal, Foreign Affairs,
  • aber auch die Medien für die nicht-akademische Mehrheit, wie USA Today und die großen Fernsehsender,
  • sowie die (a)sozialen Medien, die das antidemokratische Potenzial noch direkter und unkontrollierbarer als Geschäftsmodell ausnutzen und bearbeiten.

Gleichzeitig finanzieren die Oligarchen auch private Eliteuniversitäten und betreiben eigene private Stiftungen, sowohl national als auch international. Dies gilt auch für die Tausenden von sogenannten Nichtregierungs­organisationen (NGOs), die in Wirklichkeit kapitalfinanzierte Organisationen (CFOs) sind.

Die profitable De-Industrialisierung bedroht die nationale Sicherheit

So haben die US-Oligarchen die Volks­wirtschaft ruiniert. Millionen von Wohnun­gen fehlen, Leitungen, Kanäle, Kläranlagen, Schulgebäude und Straßen sind verrottet, Grundwasser wird abgesenkt und vergiftet.

Die Deindustrialisierung hat zu einem lang­fristigen Rückgang des industriellen und tech­nologischen Know-hows geführt. Es mangelt in den USA an Fachkräften, Ingenieuren, Handwerkern, Architekten und es fehlen heimische Lieferketten – dies gilt zunehmend auch in den mit den USA verbundenen „rei­chen“ Staaten in Europa und in Asien.

Beispiel: Aufgrund der fast vollständigen Auslagerung des Schiffbaus dauert es derzeit zwölf Jahre, um ein modernes U-Boot für die US-Armee zu bauen – in China dauert es nur ein Jahr. Auch bei Energieinnovationen, bei­spielsweise beim Bau der neuen Generation von Kernkraftwerken, hinken die USA inzwischen hinterher.[11] Laut Foreign Affairs bedroht diese profitable DeIndustrialisierung nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die „nationale Sicherheit”.[12]

Subventionen für Konzerne, staatliche Überschuldung

Auf jeden Fall funktioniert der Kapita­lismus nicht mehr nach der verkündeten Irr­lehre der „freien Marktwirtschaft“. Die füh­renden in- und ausländischen Unternehmen errichten heute nur noch dann Fabriken in den USA – und etwa auch in Deutschland, Frankreich, England undsoweiter – wenn der Staat hohe Subventionen zahlt, höhere als im deswegen verteufelten China.

Das damit noch beschleunigte Wachstum der Staatsverschuldung wird durch niedrigere Steuern für große Unternehmen weiter angeheizt, bis hin zur Nullbesteuerung mit Hilfe professioneller Unterstützung bei der Steuerhinterziehung zugunsten der super­reichen Kapitalisten, die 0,001 Prozent der Bevölkerung ausmachen.[13]

Alle führenden Kapital-Demokratien, voran die USA, sind so hoch und galop­pierend verschuldet, dass sie nach bisheriger Logik ihre Überschuldung nie mehr zurück­zahlen können. Alle bisherigen Regularien zur Begrenzung der Staatsverschuldung – in der EU etwa die „Maastricht-Kriterien“ – werden systemisch dauerhaft verletzt, auch als „Sonder-Haushalte“ außerhalb des „regu­lären“ Haushalts, zudem oft lügenhaft als Sonder-„Vermögen“ bezeichnet.

III. Kapitalistische Demokratie – von innen heraus verrottet

In der westlichen Kapital-Demokratie ist die Demokratie dem Kapital untergeordnet, und das in vielerlei Hinsicht. So finanzieren bei­spielsweise US-Kapitalisten auch die beiden von ihnen ausgewählten politischen Parteien.

Da jedoch die jeweils aktuelle Regierungs­partei aufgrund ihrer kapitalfreundlichen Politik spätestens nach zwei Amtszeiten an Unterstützung verliert, finanzieren die Kapi­talisten immer gleichzeitig auch die andere, jeweils (noch) nicht regierende Partei.

Kapitalistisches Einparteiensystem: populistische Zermürbung

Diese endlose Wiederholung populistischer Demagogie und die anschließende Demorali­sierung der großen Mehrheit der Menschen führen dazu, dass die Demokratie verrottet.

So hat die Demokraten-Partei die Kapita­listen aus dem Silicon Valley und ihre BlackRock-Aktionäre reich und die Mehrheit der Menschen arm gemacht. Deshalb gewann mit Trump von der Republikaner-Partei die Demagogie auch unter den weißen Arbeiter- und Mittelschichten an Boden – und deshalb sind die Silicon-Valley-Konzerne und ihre führenden Aktionäre BlackRock & Co. anschließend zum bisher kritisierten Trump übergelaufen.

Sein „Big Beautiful Bill” von 2025 mit wei­teren Steuersenkungen für Kapitalisten und mit Sozialkürzungen für die Mehrheit setzt lediglich fort, was frühere Regierungen der Demokraten-Partei begonnen haben.

In Wirklichkeit bilden also beide Parteien ein kapitalistisches Einparteiensystem, mit zwei Flügeln. Sie bekämpfen und vernichten deshalb gemeinsam jede neue Partei, die auch nur die geringsten Anzeichen einer Entste­hung zeigt, nicht nur antikapitalistische Par­teien, sondern auch sozialdemokratische, ökologische und Verbraucher-Parteien.

Ohnehin geht nur etwa die Hälfte der wahlberechtigten Amerikaner tatsächlich zur Wahl, und die Millionen illegaler Arbeiter und ihre Familien dürfen ohnehin nicht wählen. In völlig verarmten Stadtvierteln liegt die Wahlbeteiligung nahe Null.

Beide Kapitalparteien unter zionistischem Einfluss

Zusätzlich werden die beiden Kapitalparteien von zwei milliardenschweren Lobbyorgani­sationen des Kapitals finanziert und gelenkt: Die zionistische AIPAC finanziert die Demokraten-Partei, während die ebenso zionistische Republican Jewish Coalition RJC die Republikaner-Partei finanziert.

Dies festigt das Einparteiensystem weiter, nicht nur finanziell, sondern auch ideologisch in Richtung Zionismus. Denn beide Parteien sind sich einig über das Ziel der Besetzung, Vertreibung und nun auch Völkermord an den Palästinensern – unter Verletzung des Völker­rechts. So unterstützen beide ihren Stell­vertreter-Krieger Israel bei der militärischen Umgestaltung des Nahen Ostens, Palästinas, des Libanon und Syriens, um dort auf den Trümmern, unter denen noch ungeborgene Tote begraben sind, zu investieren: Hotels, Golfplätze, Datencenter.

Zerstörung menschlicher Gemeinsamkeiten

Auf diese Weise zerstört das Einparteien­system mit seinen Dienstleistern demo­kratische Kollektive wie Gewerkschaften, Umwelt- und Gerechtigkeitsinitiativen – oder sucht sich geeignete heraus und kauft sie, finanziert sie, instrumentalisiert sie und pervertiert sie: NGOs werden zu CFOs. So erging es beispielsweise großen Teilen der Frauenbewegung. Übrig blieb die Förderung des individuellen Aufstiegs von Frauen in Führungspositionen in Unternehmen, Ban­ken, Mainstream-Medien und Politik – wäh­rend die Mehrheit der Frauen in Arbeit und Rente noch ärmer wird als zuvor, national und global.

So hat die mit der Demokraten-Partei verbundene Kapitalfraktion „neue Werte“ entwickelt: Es wird egoistische Selbstbestim­mung gefördert, oft orientiert an Sexualität. So werden Diversität und LGBTQ+ ge­fördert, also eine kleine neue Minderheit, während gleichzeitig die globale Armee von Millionen profitabel ausgebeuteter Menschen, insbesondere Frauen, gedemütigt und un­sichtbar gemacht wird.

Deswegen konnte der Republikaner Trump mit seinen Oligarchen zweiter Klasse mit seiner neuen populistischen Parole „America First“ und der offenen Migrantenhetze einen Teil der Gedemütigten erreichen, darunter auch die verarmte weiße Arbeiterklasse – aber das verschlimmert die Lage des zerbrochene Amerikas noch weiter.

Der Staat fördert unverdientes und kriminelles Kapital

Der Großteil des oligarchischen Reichtums, der ohne eigene Arbeitsleistung anwächst, wird vom Staat durch die Nichtregulierung alter und neuer Monopole und durch die Nichteinhaltung bereits kapitalfreundlicher Gesetze gefördert, beispielsweise in den Bereichen Steuern, Insiderhandel, Korruption und Umwelt.

Dies hat die USA zur Nr. 1 im World Secrecy Index gemacht: Weltweit führend in Sachen Geheimhaltung und Nichtbesteu­erung großer Privatvermögen.[14] Der winzige US-Bundesstaat Delaware ist mit Abstand zum größten Finanz- und Steuerparadies des westlichen Kapitalismus geworden, mit mehr Briefkastenfirmen für anonyme Superreiche als seinen knapp einer Million Einwohnern. „Die USA sind das bevorzugte Ziel für Geld, das versteckt werden muss.“[15]

So trugen die drei führenden Rating­agenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch durch profitable Gefälligkeitsratings zur Finanzkrise von 2008 bei – und wurden mit Zustimmung des US-Kongresses nicht bestraft.[16]

Die Justiz behandelt auch die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie Price Waterhouse Cooper (PWC) und Ernst & Young (E&Y) in ähnlicher Weise. Sie „prüfen“ die Rechtmäßigkeit der Rech­nungslegung. Aber sie haben vor der Finanzkrise die Bilanzen betrügerischer, be­reits insolventer Banken als ordnungsgemäß bestätigt und damit hohe Gewinne für sich selbst erzielt – und auch sie bleiben ungestraft, und so geht es im gescheiterten, kriminellen Kapitalismus seitdem weiter, von einem folgenlosen „Skandal“ zum nächsten.

Die massenhafte Verbreitung von Hass, Rassismus, Pornografie und Ähnlichem, sogar an Kinder, durch Social-Media-Kon­zerne ist hochprofitabel, und bleibt ebenfalls straffrei. Führende Wirtschaftskriminelle, bis hin zum US-Präsidenten, bleiben ungestraft, während die USA weltweit führend sind bei der polizeilichen und gerichtlichen Verfol­gung von Kleinkriminellen und beim Anteil der Gefängnisinsassen an der Bevölkerung.

Offene und geheime Luxusexzesse der Oligarchen: beide Fraktionen

Die Oligarchen leben in abgeschiedenen Luxusresidenzen mit Privatjets, privaten Sicherheitskräften und mit Heerscharen von Bediensteten, wechseln zwischen Residenzen in den USA und auf Inseln, die sie gekauft haben, wenn sie nicht gerade auf ihren mehrstöckigen Luxusyachten residieren, die als schwimmende Hightech-Kommandozen­tralen ausgestattet sind und von livrierten Besatzungen bedient werden, geschützt durch spezielle Begleitschiffe und Hubschrauber.

Während dies nur die Außensicht und grundsätzlich öffentlich bekannt ist, und von einer wohlwollenden bis halbkritischen Be­richterstattung in den Mainstream- und Massenmedien begleitet wird, kommt das interne Verhalten selten ans Licht. So hielt beispielsweise der Milliardär Jeffrey Epstein, der sein Vermögen als Waffenhändler im Nahen Osten gemacht hatte, wichtige Treffen zunehmend in seiner Zweitresidenz auf einer Karibikinsel ab.

Sexuelle Dienstleistungen waren Teil des Angebots, aber sie waren nur eine nette Ne­bensache. Epstein war Mitglied der Tri­lateralen Kommission und des Council on Foreign Relations. So nahmen nicht nur der jetzt amtierende US-Präsident Trump an Epsteins Veranstaltungen teil, sondern auch ehemalige US-Präsidenten, die israelischen Regierungschefs Ehud Barak und Benjamin Netanjahu, der EU-Kommissar und britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson, Ver­treter der Deutschen Bank, Microsoft-Chef Bill Gates, Tesla-Chef Elon Musk, Royals aus Großbritannien, Norwegen und den Golf­staaten sowie Vertreter der jeweiligen Ge­heimdienste. Die sexuellen Dienstleistungen wurden populistisch skandalisiert, und Epstein wurde verurteilt, aber dann wurde Epstein 2019 tot im Gefängnis aufgefunden und wird in den Leitmedien weiter nur als „Sexualstraftäter“ angeprangert.[17]

Für ihr gefährliches globales Endspiel las­sen die Oligarchen zusätzlich zu ihren beste­henden Luxusresidenzen unterirdische Luxusbunker bauen. Als Diener stehen Roboter zur Verfügung. Dieses profitable Geschäft wird in 50 US-Städten, aber auch in befreundeten Ländern betrieben.[18]

IV. Die US-Arbeiterklasse: Tod aus Verzweiflung

Das alles sind Gründe, warum die USA auch weltweit bei Massenarmut und unbehandel­ten Krankheiten führen, bei mafiösem Dro­genhandel, bei Süchten aufgrund von Drogen- und Alkoholmissbrauch, Fettleibigkeit auf­grund schlechter Ernährung, frühkindlicher Sterblichkeit, Analphabetismus, Obdachlosig­keit, Polizeigewalt gegen die Unterschicht und nicht rückzahlbarer privater Überschul­dung (wie auch ihr Staat selbst).

Das US-Gesundheitssystem ist das teuerste der Welt und gleichzeitig gibt es die meisten unbehandelten Krankheiten! Zugleich gene­riert es extrem hohe Gewinne für Pharma­unternehmen, Privatkliniken, Versicherungs­konzerne und auch hohe Einkommen für die wenigen Ärzte im Verhältnis zur Bevölke­rung. Wir finden die höchsten Zuzahlungen, selbst für normal versicherte medizinische Behandlungen, verbunden mit einer hohen Zahl von Menschen, die sich die Zuzahlungen nicht leisten können oder sich verschulden müssen oder sich eine Versicherung über­haupt nicht leisten können. Infolgedessen erhalten Millionen von Menschen mit schwe­ren Krankheiten keine Behandlung. Gleich­zeitig werden ungetestete Schmerzmittel wie Opioide beworben, deren übermäßiger Ge­brauch jedoch noch mehr Schmerzen ver­ursacht, den Körper schwächt und zu Verzweiflung führt.

Die Epidemie des Todes: Tod aus Verzweiflung

Weil die Massenarmut mit dem öffentlich medial zur Schau gestellten Reichtum der Oligarchen konfrontiert ist (zumindest mit einem Teil des freiwillig bzw. demonstrativ ausgestellten Reichtums), sind nicht medi­zinisch definierbare Epidemien vorherr­schende, es ist vielmehr die „Epidemie des Todes”, d. h. der einsame und hoffnungslose Akt, sich aufzugeben, zu sterben. Der Wunsch zu sterben geht sogar bis hin zur aktiven Selbstzerstörung. Denn angesichts des strahlenden, unerreichbaren Reichtums und der superreichen Selbst-Entfaltung bleibt nur die Hoffnungslosigkeit, die Resignation, die Selbst-Zerstörung. Zu diesem Schluss kommt der US-amerikanische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Angus Deaton.[19]

So sinkt die Lebenserwartung der Arbeiter­klasse und der Mittelschicht seit Ende der 1990er Jahre, während die Superreichen im­mer länger leben. Sie finanzieren Forschun­gen, wie sie ihr gesundes Leben auf min­destens 120 Jahre verlängern (Longevity-Bewegung) und die zerstörte Erde in Richtung anderer Planeten verlassen können.

Eine Form der Selbstzerstörung ist Selbst­mord. Die Zahl der privat gehaltenen Schuss­waffen in den USA ist weit höher als die Zahl der Einwohner. Der häufigste Einsatz der privaten Schusswaffen ist der Selbstmord. Der Tod der Armen aus Verzweiflung grassiert sogar unter Kindern und Jugendlichen.

Die USA führen bei privaten Massenhinrichtungen: Amokläufe

Da die kollektiven Organisationen, die sich mit den existenziellen Fragen der Arbeiter­klasse und auch der Mittelschicht befassten, zerstört wurden, sind die Menschen sprachlos und allein gelassen. Während sie allein vor den Medien der Massenunterhaltung sitzen, brüten sie mit ihren Problemen allein und unbewusst vor sich hin. Und dann brechen schließlich Katastrophen aus, plötzlich, ohne Vorgeschichte und ohne Vorwarnung, „wie aus dem Nichts“.

Dem Selbstmord geht oft der Mord an denjenigen voraus, die dem Täter am nächsten stehen, seien es Ehepartner, Kinder, Geschwister oder Gangmitglieder. Die extre­me Form sind die wiederkehrenden Mehr­fachmorde in den USA in standardisierten Amokläufen, bei denen so viele Menschen wie möglich außerhalb der Familie ins Visier genommen und getötet werden.

Von 2020 bis 2023 verübten vor allem junge Menschen in den USA über 600 Massen­erschießungen pro Jahr, also zwei pro Tag. Dabei umfasst diese Definition nur Amok­läufe, bei denen mindestens vier Menschen getötet werden, den Schützen nicht mit­gerechnet. Insbesondere Amokläufe an Schu­len haben epidemisches Ausmaß.

Waffengewalt ist derzeit „die häufigste Todesursache für Amerikaner im Alter von einem bis 17 Jahren” – die USA sind auch hier weltweit die Nr. 1.[20]

V. Gebrochenes Amerika – gebrochene US-Verbündete

Diese Art der oligarchischen Herrschaft, begleitet von innerem Verfall und einer „gebrochenen“ Gesellschaft, breitet sich seit etwa zwei Jahrzehnten auch in Ländern aus, die eng mit den USA verbunden sind. Dies betrifft „befreundete“ Staaten wie Israel, die Ukraine und Großbritannien und auch das arme Osteuropa – und mit einer gewissen Verzögerung auch die reicheren Staaten Westeuropas sowie Japan und Südkorea.

EU-Osterweiterung unter NATO-Führung

So war nach dem 2. Weltkrieg nicht nur die Gründung der EU, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, von den USA angeführt worden. Dies setzte sich nach 1990 mit der „Osterweiterung“ der EU fort, die wiederum von der NATO dominiert wurde und wird. Es sind schon kleine Staaten wie Nordmaze­donien und Albanien Mitglied der NATO, die kaum Aussicht haben, EU-Mitglied zu werden.

Rechte, antikommunistische und anti­russische Medien, Parteien und Oligarchen wurden gefördert. Die Entwicklung führte, wie in den USA, zu wirtschaftlicher Ver­armung mit niedrigen Löhnen, die gegen die Menschenrechte verstoßen, mit staatlichen Subventionen für Zulieferunternehmen und mit Millionen von Menschen, die auf der Suche nach Arbeit emigrieren – alles zum Vorteil der aufstrebenden nationalen Oli­garchenclans und westlicher Konzerne.[21]

US-Investoren kaufen Unternehmen in der EU

Dies gilt nachholend und in abgewandelten Formen auch für die reichen westeuro­päischen Gründerstaaten der EU.

Bereits nach dem 1. Weltkrieg und noch mehr nach dem 2. Weltkrieg betrieben US-Konzerne und Banken in West-, Süd- und Nordeuropa Tausende von Niederlassungen. Seit der Jahrtausendwende machten jedoch neue US-Kapitalaufsteiger wie BlackRock, Vanguard, State Street und Private-Equity-Investoren wie Blackstone, KKR und Carlyle sich zu den Mehrheitsaktionären, Eigentü­mern und Umgestaltern des Kapitalismus in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien, Italien und der Schweiz; in England sind sie schon länger am Werk. Sie haben ihre „zivile Privatarmee” aus Beratern und Agenturen mitgebracht, die nicht nur Investoren, son­dern auch Regierungen und die Europäische Kommission beraten.

US-Investoren erhalten noch mehr staat­liche Subventionen und zahlen fast keine Steuern – vorneweg die reichsten Digitalkon­zerne aus dem Silicon Valley. Die vasal­lischen europäischen Oligarchen werden ebenfalls reicher, die Staaten verschulden sich noch mehr und verstoßen damit gegen die Schuldenregeln der EU – und Arbeiter, Ange­stellte, Rentner und die Mehrheit der Mittel­schicht werden weiter verarmt, seit etwa drei Jahrzehnten, nach dem Ende des sozia­listischen Gegenpols.

Infolgedessen hat das Einparteiensystem der USA auch tiefgreifende Auswirkungen auf die EU: Auch hier schwindet die Unterstützung für die Parteien, die seit Jahrzehnten prokapitalistisch regieren. Und ihre Überreste konvergieren, bewegen sich noch weiter aufeinander zu, inhaltlich auch hin zur populistischen Rechten. Wie in den USA gehört dazu auch immer mehr der Zionismus.

US-Waffengewalt dringt nach Europa vor

So breiten sich die Phänomene des inneren Verfalls auch in den mit den USA „be­freundeten“ Staaten aus: politische Rechts­entwicklung, Verzweiflung und sinkende Lebenserwartung für die Mehrheit. Oft direkt inspiriert durch US-Amokläufe, die in den Medien ausführlich berichtet werden, aber vor allem, weil die sozialen und klassen­bezogenen Voraussetzungen dafür auch in der EU vorhanden sind, nehmen Amokläufe in US-freundlichen Staaten wie Norwegen, Schweden, Frankreich, Österreich und Deutschland zu. Dies ist eine „besonders blutige Form des internationalen Einflusses der USA“ – und die US-Eliten sind sich dessen sehr wohl bewusst.[22]

Soziale Medienplattformen aus den USA – nicht nur im Umfeld des derzeitigen Präsidenten Trump – tragen zu diesem Export bei, „indem sie Gewalt, insbesondere unter desillusionierten jungen Männern, verherr­lichen“. Regulierungsversuche wie der Digital Services Act der EU sind hier völlig wir­kungslos.

Private Waffengewalt – die Kehrseite staatlicher militärischer Gewalt

Die globale Führungsrolle der USA bei der innerstaatlichen Waffengewalt – die auch mit internationalen und illegalen Exporten ver­bunden ist – ist die systemische Kehrseite der globalen Führungsrolle der USA bei mili­tärischer Präsenz, Kriegen und Militär­operationen, dem Betrieb von Militärstütz­punkten und der Förderung von Stellvertreter-Terroristen.

Entgegen der Propaganda dienen beide unregulierten Formen der Gewalt nicht dem Frieden und der Sicherheit, sondern den exzessiven privaten Profiten einer winzigen Minderheit. Sie sind eine Gefahr für das Leben und verbreiten noch größere Un­sicherheit.

VI. Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus

Der „seltsame Triumph des zerbrochenen Amerika“ mit seiner oligarchischen Herrschaft und inneren Fäulnis soll nach Ansicht der US-Kapitalelite fortgesetzt werden, wenn auch mit einigen Korrekturen.

Die erneute Hybris der USA begann mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der sozialistischen Staaten Osteuropas. Die USA führten daher in den 1990er Jahren eine neue Reihe von Kriegen, Stellvertreterkriegen und Kriegsvorbereitungen – Serbien/Kosovo, Palästina, Sudan, Irak, Afghanistan, Vene­zuela, Jemen, Ukraine, Libyen.

In Fortsetzung und Intensivierung dieser Politik forderte zunächst US-Präsident Obama die verstärkte Aufrüstung der euro­päischen NATO-Mitglieder. Es folgte die Ost- und Nordausdehnung der NATO, es folgte der Aufbau zusätzlicher militärischer Präsenz in Afrika und insbesondere in Asien – vor allem wurde die souverän aufsteigende Volksrepublik China durch Obama zum neuen Systemfeind erklärt („Pivot to Asia“).[23]

Warum die USA sich auf einen möglichen Weltkrieg vorbereiten

Es gibt zwei Gründe, warum sich die US-Oligarchen nach 1945 nun mit der Trumpisten-Truppe ein weiteres Mal auf einen möglichen neuen Weltkrieg und eine neue Welle einer aggressiveren kapita­listischen Globalisierung vorbereiten:

  1. In den USA selbst herrschen die De-Industrialisierung, Verarmung und Selbst­zerstörung der eigenen Bevölkerung, Verfall der Infrastruktur, Verlust der Innovationskraft auch im technologischen Bereich, verbunden mit dem Niedergang der beiden bisher re­gierenden, korrupten Parteien, der Verfall der Werte und der Glaubwürdigkeit der Leitmedien – und damit verbunden der Verlust der Kampfbereitschaft der Jugend und schließlich der Verlust des inter­nationalen Ansehens. Dies gilt mit Unter­schieden und Verzögerungen auch für die anderen Staaten des von den USA geführten Kapitalismus in der EU und in Asien;
  2. Die US-Oligarchen und ihre Vasallen würden dies akzeptieren, wenn es nicht die systemlogische, global wirksame Al­ternative gäbe: den raschen und vor allem systemischen, nachhaltigen, integrierten Aufstieg der Volksrepublik China zur kaufkraftstärksten Industrie- und Han­delsnation, in Verbindung mit er­folgreichen und wachsenden globalen friedlichen Kooperationen, im Unter­schied zur US-Globalisierung, die mit hunderten Militär-Stützpunkten auf allen Kontinenten und annektierten Inseln verbunden ist.
 Beide Kapitalfraktionen stehen nun hinter Trump

Deshalb hat sich die mit ihrer politischen Führungsfigur Trump aufgestiegene, jüngere Multi-Milliardärs-Kapitalfraktion, die in Be­zug auf Investitionen weltweit noch kaum präsent ist, organisiert. Diese Oligarchenclans der zweiten Reihe sind noch aggressiver und offener rechtsextremistisch. Auch sie suchen nun nach globalen Investitions- und Ko­operationspartnern – doch inzwischen sind auch die bisher noch ungleich reicheren Oligarchen aus dem Silicon Valley und von BlackRock & Co., die ihre Gewinne der Demokraten-Partei verdanken, zu Trumps Republikaner-Partei übergelaufen.

Hier sind ihre bisher mit Trump exekutierten, wichtigsten Maßnahmen:

  • Abschaffung der ohnehin schon schwachen US-Finanzregulierungen und Schließung oder Schwächung der US-Aufsichtsbehörden (Umwelt, Arbeit, Finanzen, Medien), Aufbau eines eigenen Deep State
  • Noch mehr minderheitliche Operationen – militärisch wie wirtschaftlich – außer­halb und gegen die Vereinten Nationen
  • Globale Handelskriege mit hohen Zöllen, auch gegen „Verbündete” und „beste Freunde”
  • Intensivierung der hoch subventionierten Re-Industrialisierung der USA
  • nervöse Forcierung der künstlichen Intelligenz
  • Beschleunigte Aufrüstung der euro­päischen NATO-Mitglieder als nächste Stellvertreterkrieger gegen Russland, nachdem die Ukraine ausgeblutet ist und keine neuen Soldaten mehr beschaffen kann
  • Langfristige globale Aufrüstung gegen den systemischen Hauptfeind, die Volksrepublik China
  • Suche nach Beziehungen zu offen rechtsextremen und/oder schwachen kleinen Regierungen weltweit, wie dem zionistischen Kettensägen-Kapitalisten Milei in Argentinien, und verstärkte Suche nach neuen Stellvertreterkriegern auf allen Kontinenten
  • Investitionen in die Lücken der aktuellen Globalisierungsstruktur, insbesondere im Nahen Osten, im Großraum Israel, der Palästina, den Libanon, Syrien, den Süden Zyperns und die Golfstaaten umfasst.
Nervöse Strategie mit neuen Konflikten, national und global

Diese Strategie führt zu neuen Konflikten. Daher können diese Maßnahmen bestenfalls nur langsam Wirkung zeigen. Die Re-Industrialisierung der USA kann nach der jahrzehntelangen De-Industrialisierung nicht so schnell zurückgeholt werden, wie ge­wünscht.

Darüber hinaus gefährden die extrem kurzfristigen Gewinnpraktiken der schnell aufsteigenden Kapitalfraktion um Trump selbst die nationale Sicherheit der USA, wie viele Autoren in Foreign Affairs analysieren, auch weil die langjährigen Alliierten ge­schädigt, ja gedemütigt werden, mehr noch als früher.

Auch wenn die großen Globalisten aus dem Silicon Valley und ihre Großaktionäre wie BlackRock politisch zu Trump übergelaufen sind, erfüllen sie keineswegs alle seine Wünsche. Apple beispielsweise verlagert die Produktion seiner iPhones und anderer Geräte nicht in die USA, sondern verlagert die Produktion zunehmend von China in das arme Indien und andere arme Staaten.

Vor allem stößt die Entwicklung innerhalb der Vasallen- und befreundeten Staaten in vielerlei Hinsicht auf Widerstand, insbeson­dere innerhalb der arabischen Staaten, auch durch neue Allianzen, beispielsweise zwi­schen Kanada und Mexiko.

So wächst in absehbarer Zukunft die Gefahr kleiner und separater sowie groß angelegter Militärschläge – wie gegen Venezuela mit dem Kidnapping von Regierungschef Maduro – wobei ungeklärt bleibt, wie die US-Konzerne langfristig an das begehrte Öl Venezuelas kommen können oder überhaupt wollen, und ob weitere Militärschläge nötig sind.

Der Zionismus triumphiert über das ausrangierte Christentum

Christliche protestantische Kirchen, darunter evangelikale Endzeitchristen, gehören tradi­tionell zu den ideologischen Säulen des US-Kapitalismus. Trump hat auch weitere christlich-fundamentalistische Sekten ange­zogen, darunter auch aus dem katholischen Lager. Auch „christliche Zionisten” gehören zu seinen Reihen.

Aber das Christentum zieht in den USA keine Massen mehr an. Bekennende Christen sind in den letzten Jahrzehnten zu einer Minderheit geworden. Deshalb wurde mit Trump die extremste Variante des Zionismus, die Religion mit dem Versprechen des end­gültigen Sieges über alle Feinde, offen zur führenden religiösen Ideologie der tradi­tionellen Gotteszentriertheit des US-Staates. So ist die reichste zionistische Stiftung, die Adelson Foundation des Casino-Moguls Sheldon Adelson, seit den 1990er Jahren der größte Geldgeber sowohl des derzeitigen US-Präsidenten Trump wie gleichzeitig auch des langjährigen israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu.[24] Trump wiederholt regelmäßig seinen Spruch: „Gott segne Amerika“ und „Gott segne Israel“.

Geopolitisch will Trump dies mit den Abraham Accords durchsetzen: Golfstaaten und das Königreich Marokko wurden mit Israel ausgesöhnt, sie unterstützen die Pa­lästinenser nicht mehr, sondern unterstützen Israel. Trump will im Zeichen Abrahams bzw. des Zionismus die drei verfeindeten Religionen Judentum, Christentum, Islam versöhnen.

So wurde und wird der zionistische „heilige Krieg“ und das Endspiel, das Israel seit Jahrzehnten vorbereitet und jetzt verschärft gegen die Palästinenser führt, von den USA jetzt gegen „die Linke, den Islam und China“[25] global ausgeweitet. Auch so wollen sich die neuen wie alten Kapitalisten des „zerbrochenen Amerika“ retten. So war gleichzeitig auch Israels jahrzehntelange Besatzungspolitik bereits ein hochprofitables Geschäftsmodell für US-amerikanische und israelische Rüstungs- und Überwachungskon­zerne – und auch der Völkermord und die fortgesetzte ethnische Säuberung Gazas und der Westbank waren und sind ein hoch­profitables Geschäft, wie die UN-Bericht­erstatterin Francesca Albanese dokumentiert hat.[26]

Ein erster Schritt ist laut Trump die Umwandlung des ethnisch gesäuberten Gaza­streifens in die „Riviera des Nahen Ostens“, als Luxus-Urlaubs-Digital-Paradies, aufge­baut auch mit reichen Investoren aus arabischen und muslimischen Staaten.

Auch in den europäischen Kapital-De­mokratien hat der traditionelle Einfluss der beiden großen christlichen Kirchen massiv abgenommen. Die Ungläubigen treten ebenso aus wie diejenigen, die wirkliche Christen sein wollen. Kirchen leeren sich, viele werden an Musik- und Event-Veranstalter verkauft oder verpachtet.

Und es gibt in Europa fast keine Parteien mehr, die sich christlich nennen, und diese schrumpfen seit Jahrzehnten, wie beispiels­weise in Deutschland die langjährige Regie­rungspartei CDU. Auch jetzt triumphiert un­ter diesen schwindenden Dienern der Kapi­talisten in Europa zum ersten Mal öffentlich das zionistische Alte Testament über das christliche Neue Testament. Das gilt auch für die beiden großen christlichen Kirchen: Sie protestieren nicht gegen den zionistischen Völkermord in Palästina. Der katholische Vatikan mit seinem neuen Papst Leo XIV. aus den USA protestiert nicht einmal, wenn Israel katholische Gemeinden in Palästina, im Liba­non und in Syrien zerstört.

Gleichzeitig führt diese ideologische Ver­engung zu einer weiteren globalen Isolation der US-Oligarchen und ihrer Vasallen. In­folgedessen stehen die USA mit Israel immer mehr allein da, beispielsweise bei immer mehr UN-Abstimmungen zu Israel und zum Bei­spiel auch zu Kuba, isoliert von der über­wiegenden Mehrheit der Menschheit.

VII. Die multipolare Selbstorganisation der Menschheit

Nach dem 2. Weltkrieg war die Gründung der UNO der wesentliche internationale Schritt zum Völkerrecht und zu den Menschen­rechten, zu denen auch Arbeits- und Sozialrechte gehören. Dies war das Ergebnis des Sieges über den Faschismus in Europa, Japan und China, verbunden mit dem enormen Aufschwung antikolonialer Kämpfe und Erfolge. Dies kam auch in der G77-Bewegung zum Ausdruck.

Dies wurde vor allem durch die USA, mit ihrem Anspruch als einzige Weltmacht und mithilfe von Vasallen und Stellvertreter­kriegern in Europa, Asien und Lateinamerika, militärisch, wirtschaftlich, finanziell, poli­tisch, durch Geheimdienste, ideologisch und kulturell, auch durch viele Dutzende Kriege und Regimewechsel, durch die Einsetzung von Diktaturen, durch Sanktionen und auch etwa durch die US-geführte Weltbank untergraben. Aber seit zwei Jahrzehnten ge­winnt die globale demokratische Gegenbe­wegung der Menschheits-Mehrheit wieder an Dynamik, und das aus vielen Quellen.

Nationale Souveränität: Volksrepublik China

Die Volksrepublik China hat durch ihre re­volutionäre Überwindung der feudal-kapita­listischen Diktatur des Faschisten Tschiang Kai-shek – der von den USA und gleichzeitig von Hitler unterstützt worden war – in kurzer Zeit nationale Souveränität erlangt.

China praktiziert Demokratie im besten Sinne und setzt die Interessen der Mehrheit erfolgreich durch: 700 Millionen Menschen wurden aus der Armut geholt, in Arbeit und Brot gebracht, Wohnung, Bildung, Gesund­heit und Leben gesichert. Während sich in der Volksrepublik China seit ihrer Gründung 1949 die Lebenserwartung fast verdoppelt hat, sinkt sie in den USA für die Mehrheit seit zwei Jahrzehnten. Auch damit hat China bewie­sen, dass die importierten kapitalistischen Praktiken zum Wohle der arbeitenden Mehr­heit der Bevölkerung reguliert und trans­formiert werden können.

Nachhaltige Lohnerhöhungen für Hunder­te Millionen Arbeiter, der Ausbau moderner Infrastruktur, umweltfreundliche Energieer­zeugung, Innovationen auf dem höchsten Stand der Technik, kapitalunabhängige Politik und Wissenschaft – all dies wurde ermöglicht. China ist führend bei erneuer­baren Energien und Wiederaufforstung. Betrügerische Manager werden bestraft und ausländische Digitalkonzerne, die chinesische Daten an US-Behörden ausliefern, werden verboten. Insolvente Unternehmen werden nicht unbedingt vom Staat gerettet – im Unterschied zum gescheiterten Kapitalismus, in dem die Kapitalisten nur noch Fabriken gründen, wenn sie vom Staat und auf Kosten ihrer Beschäftigten subventioniert werden.

Ausländische Unternehmen unterliegen ebenfalls Vorschriften, die sie in den USA und der EU nicht akzeptieren – in China jedoch akzeptieren sie diese Vorschriften, nur um an den Vorteilen des kommunistisch geführten Landes teilhaben zu dürfen! Die souveräne Nation China hat nationale Produktions- und Lieferketten aufgebaut, etwa im Bereich der seltenen Erden – im Gegensatz zum neokolo­nialen Raubtier-Kapitalismus unter Führung der USA, die jetzt darunter leiden.

Inklusive, kooperative Globalisierung

Die Praktiken Chinas gelten logischerweise auch für die internationalen Kooperationen, in denen China zur wirtschaftlichen Entwick­lung und politischen Souveränität der beteiligten Staaten beiträgt.

Obwohl die USA die UNO mitbegründet haben, agieren sie von Anfang an zunehmend ohne und gegen die UNO und gegen die UN-Charta, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, gemäß ihrer alternativen, selbst definierten Formel einer „regelbasierten inter­nationalen Ordnung“: Sie soll seit der US-Staatsgründung unter Bezugnahme auf „Gott“ zu einem religiös gestützten Endsieg geführt werden, wobei der christliche Gott wegen geschwundener Wirkung herabgestuft und jetzt mit Trump offiziell Zion unterstellt wurde.

So wurden auch UN-Unterorganisationen entweder boykottiert (Menschenrechtskom­mission), ignoriert (ILO) oder korrumpiert und dann verlassen (WHO). Dies gilt bei­spielsweise auch für internationale Insti­tutionen wie die WTO, den Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und aus dem Pariser Klimaabkommen. Und jetzt im Januar 2026 haben die USA gleichzeitig 66 internationale Organisationen verlassen, vor allem im Umkreis der UNO.

Dagegen basieren die neuen inter­nationalen und kontinentalen Formate der multipolaren Weltordnung – BRICS, SCO, CELAC, FOCAC, EEF usw. – auf der UN-Charta, entwickeln aber gleichzeitig ihre eigenen neuen Kooperationsstrukturen und viele einzelne Maßnahmen weiter, nicht nur im Bereich Wirtschaft, sondern auch Kultur, Wissenschaft, Sport, Forschung.

Das alttestamentarische Endspiel des von den USA angeführten Kapitalismus, das durch die derzeitige US-Regierung unter Präsident Trump noch verschärft wird, beschleunigt aber auch neue Kooperationen zwischen geschädigten Staaten und auch solchen Staaten, die sich an internationale Rechte und Menschenrechte halten. Dies gilt beispielsweise für die Haager Gruppe, die unter der Führung Kolumbiens und Südafrikas in Bogota mit 30 Staaten einen Plan zur Beendigung des Völkermords Israels entwickelt hat: „Die Ära der Straflosigkeit ist vorbei.“[27]

Neben solchen Beziehungen zwischen Staaten muss auch die multipolare Zusam­menarbeit der Zivilgesellschaften gestärkt werden, beispielsweise zwischen Unterneh­men, Gewerkschaften, antikapitalistischen Parteien und Bewegungen, Genossenschaf­ten, Initiativen für Frieden, für men­schenrechtliche Arbeit und Renten, für menschenrechtskonformes Wohnen, für menschenrechtskonforme Gesundheitsversor­gung und Bildung, für den öffentlichen Nahverkehr, für Frauenforen, für ökologische Landwirtschaft, für kapitalunabhängige Wis­senschaften, Kunst, Sport und Medien, für alte und neue gesellige Gruppen aller Alters­klassen – und dies auch in einer verstärkten, erneuerten internationalen Zusammenarbeit, selbst und gerade dann, wenn die Regie­rungen sich (noch) nicht vom US-geführten, gescheiterten, kaputten Kapitalismus gelöst haben, also auch mit Bewegungen, Initiativen und Parteien in den USA selbst!

Dr. Werner Rügemer ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats.

 

Quellen und Anmerkungen

[1] Michael Beckley: The Strange Triumph of a Broken America. Why Power Abroad Comes With Dysfunction at Home, Foreign Affairs, January 7, 2025

[2] Larry Fink: Unsicherheit ist allgegenwärtig, Handelsblatt, 30.4.2025

[3] Amy Bingham: Verlust von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst: Präsident Obamas Catch 22, abcnews.go.com/blogs/politics, 6. Juni 2012

[4] Joel Diringer/Nimrath Sandu: Überblick über die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte in Kalifornien, clc.ucmerced.edu/sites/g/files/ufvvjh626/f/page/documents/review-of-literature.pdf

[5] Werner Rügemer: Apple: Zwangsarbeit in Indien mit Foxconn, The International Magzine, 7. Januar 2023

[6] James Muldoon/Mark Graham/Collum Cant: Feeding the Machine. The Hidden Human Labor Powering AI, Edinburgh 2024

[7] Sophie Bernard: Uber Usés. Le capitalisme racial de platforme à Paris, Londres et Montreal, Paris 2023

[8] The American Middle Class is no Longer the World’s Richest (Die amerikanische Mittelschicht ist nicht mehr die reichste der Welt), New York Times 23.4.2014

[9] Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Kapitalakteure, 4. Auflage Köln 2024, S. 24ff.; auch in englischer, französischer, italienischer, russischer und chinesischer Ausgabe.

[10] Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, S. 228ff.

[11] Juzel Lloyd: America is Falling Behind China and Russia on Energy Innovation (Amerika fällt bei Energieinnovationen hinter China und Russland zurück), Foreign Affairs, 28. April 2025

[12] Brian Deese: Why AmercaStruggles to Build (Warum Amerika Schwierigkeiten hat, zu bauen), Foreign Affairs, 12. März 2025

[13] Werner Rügemer: BlackRock Deutschland. Die geheime Weltmacht, ihre Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz, 2. Auflage, Berlin 2025

[14] ssi.taxjustice.no/fsi/2022/USA/index/top

[15] Brooke Harrington: Offshore. Stealth Wealth and the New Colonialism, New York 2024

[16] Werner Rügemer: Die Rating-Agenturen. Einblicke in Kapitalmacht der Gegenwart. Bielefeld 2012

[17] Wikipedia: Jeffrey Epstein

[18] Jim Dobson: Inside the $300 Million Doomsday Bunker, With Opulent Medical Suites and Robotic Staff, Forbes, 27. Januar 2025

[19] Anne Case/Angus Deaton: Daeths of Despair and the Future of Capitalism, Princeton University Press 2020

[20] Jacob Ware: American Gun Violence Goes Global. How Its Spread Is Disturbing and Diminishing U.S. Soft Power (Amerikanische Waffengewalt geht global und stört und schwächt die US-Softpower), Foreign Affairs, 9. Juli 2025

[21] Werner Rügemer: Imperium EU: ArbeitsUnrecht, Krise, neue Gegenwehr, Köln 2022 (auch in englischer Ausgabe)

[22] Jacob Ware: American Gun Violence Goes Global, Foreign Affairs, 9. Juli 2025

[23] Siehe den historischen Bericht von Jeffrey Sachs: Die Geopolitik des Friedens, Rede im Europäischen Parlament, 19. Februar 2025, www.jeffsachs.org

[24] Casino-Mogul Sheldon Adelson, wichtiger Unterstützer von Trump und Netanjahu, The Times of Israel, 12. Januar 2021; Dalia Hatuqa: Adelsons „extreme Positionen” werden noch lange nachwirken, sagen Palästinenser, aljazeera.com 12. Januar 2021; Hussein Moghuiyeh: Die Adelson-Saga: Wie pro-israelische Milliardäre ihre „Trumpfkarte” einsetzen, um die USA zu einem Angriff auf den Iran zu bewegen, english.almanar.com.lb, 22. Juni 2025

[25] Pete Hegseth: American Crusade. Our Fight to Stay Free, New York 2020

[26] Francesca Albanese: Von der Wirtschaft der Besatzung zur Wirtschaft des Völkermords, www.un.org/A/HRC/59/23, 16. Juni 2025

[27] Staaten kündigen beispiellose Maßnahmen an, um den Völkermord in Gaza zu stoppen, www.thehaguegroup.org, 16. Juli 2025


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Werner Rügemer: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus– und die globale System-Alternative  (Auszug aus FREIDENKER 1-26, ca. 704 KB)


Bild oben: Vignette zum One Big Beautiful Bill Act vom Juli 2025 (Quelle: Soziale Medien);
davor das Titelbild des FREIDENKER 1-26