Flucht

AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

25 Jahre nach 9/11: Der Tag, der die Welt veränderte – und die Fragen, die man nicht stellen sollte (2)

Teil 2 – Das fehlende Gebäude, die offenen Akten, die falschen Kriege, die neuen Strategien
von Wolfgang Effenberger
Ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wird vor allem erinnert: – an fast 3.000 Ermordete, – an die Bilder der brennenden Türme, an Feuerwehrleute und – Angehörige, an den Schock eines Tages, der Amerika und die Welt veränderte. Das Gedenken ist notwendig. Aber es darf nicht an die Stelle einer Bilanz treten. Denn 25 Jahre später liegt die eigentliche Frage nicht nur darin, wie al-Qaida die Anschläge ausführen konnte oder wo die US-amerikanischen Wurzeln dieser islamischen Terrororganisation liegend. Die Frage muss ebenso lauten: Was wussten die amerikanischen Behörden vor dem Anschlag? Warum versagte die Luftverteidigung am Morgen des 11. September? Welche politischen Interessen prägten die Aufklärung danach? Und weshalb führte die Antwort der Vereinigten Staaten in Kriege, die mit den unmittelbaren Tätern nur begrenzt oder – im Fall des Irak und Afghanistans– gar nicht verbunden waren?

Weiterlesen
AktuellesVeranstaltungen in den DFV-Landesverbänden

Buchlesung – Domenico Losurdo: „Die Deutschen“

Buchlesung: Auszüge aus Domenico Losurdo, „Die Deutschen“, es ist das einzige Buch, das er gezielt und ausschließlich in deutscher Sprache veröffentlichte, da es sich an das deutsche Volk richtet. 
Am Dienstag, 13. Oktober lesen wir um 18 Uhr im Kieztreff Wedding (Berlin, Stralsunder Str. 6, U 8 Bernauer Str.)
Schon in seinem Werk „Der Marxismus Antonio Gramscis – von der Utopie zum kritischen Kommunismus“ aus dem Jahr 2000 fokussierte Losurdo auf die einzelnen Etappen des globalen Emanzipationsprozesses und warnte vor der „Flucht“, ja vor einer „Religion der Flucht“: Anspielung auf linken Utopismus, der sich Ende des 20. Jahrhunderts zur „imperialen Linken“ mauserte, wo es ein identitäres „Paradies der Gläubigen“ (beispielsweise die bellizistisch-spätmoderne Ideologie der Grünen seit Ende der 1990er Jahre, wo Arbeiterinteresse durch Lifestyle, Sprachsensibilitäten und kulturelle Anerkennung ersetzt sind) gebe, wobei konkrete Klassenkämpfe ausgeblendet seien.

Weiterlesen
Geschichte

Der Krieg, der niemals endet

Beitrag von Wolfgang Bittner
Am 8. und 9. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos, Deutschland wurde besetzt und in vier Besatzungszonen aufgeteilt; Schlesien, Ostpreußen sowie Teile von Pommern und Brandenburg wurden unter polnische Verwaltung gestellt. Für Millionen Menschen, die mit dem Leben davongekommen waren, bedeutete das Vertreibung, Hunger und Not. Gehe ich in die Zeit um 1945 zurück, lassen sich meine Erinnerungen in Anlehnung an eine Gedichtzeile von Heinrich Heine in dem Satz zusammenfassen: Denk ich an Schlesien in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Noch während des Zweiten Weltkriegs geboren, wuchs ich bis zur Vertreibung im Oktober 1945 in Gleiwitz auf, das heute Gliwice heißt und in Polen liegt.

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - SolidaritätZentrale Veranstaltungen

14.02.2026 München: Stoppen wir den Rüstungswahnsinn!

Aufruf zu Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz am 14.02.2026 in München.
Aus dem Aufruf: Die Kriegsangst wird geschürt, jeden Tag eine neue Bedrohung: Drohnensichtungen, Sabotagemeldungen, Alarmismus – auf Basis von Falschbehauptungen statt Fakten. Ein neuer kalter Krieg wird heraufbeschworen. Alles um von sozialen Kürzungen und der endgültigen Militarisierung der Gesellschaft abzulenken. Wir sollen den Gürtel enger schnallen, am besten auf Kanonen wohnen und die Wehrpflicht schlucken. Mit der Behauptung, Russland wolle die NATO angreifen, wird eine Aufrüstungsorgie begründet. Der abgewählte Bundestag schrieb unbegrenzte Sonderschulden ins Grundgesetz. So soll das Land „kriegstüchtig“ gemacht werden. Das zielt auf das Führen von Angriffskriegen mit der Gefahr eines Weltkriegs.

Weiterlesen
Kultur & Kunst

Lisa Fitz – Flucht

Video von Lisa Fitz
Des Thema Flucht hat mich so beschäftigt. Die einen flüchten vor Krieg zu uns, die andern vom Inland ins Ausland, vor der Realität in die Illusion und vor der Steuer in die Oase. Man flüchtet vor’m Fortschritt in die Nostalgie, vor der Ehefrau ins Bier und vor der Politik ins Pokalspiel. Vor der Verwandtschaft flüchtet man zum Stammtisch. Jeder flüchtet …, vor der Kälte nach Malle, vor der Hitze zum See. Vor der Globalisierung in die Nationalisierung und vor Problemen in den Suff.

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Südlibanon: Verbranntes Land

Reportage von Karin Leukefeld
Seit dem 7. Oktober 2023 wird entlang der „Blauen Linie“ geschossen. Die libanesische Hisbollah bombardiert militärische Ziele und Überwachungsanlagen der israelischen Streitkräfte (IDF), die mit Drohnen, Kampfjets, Artillerie bis weit in den Libanon hinein bombardieren. Der Krieg begann mit dem Krieg gegen Gaza. Nach Angaben der Hisbollah werden die Angriffe gestoppt, sobald es in Gaza einen Waffenstillstand gibt. In der Zeit vom 7. Oktober 2023 bis 21. Juni 2024 haben sich entlang der „Blauen Linie“ mindestens 7.400 Angriffe ereignet. Das ergibt eine Dokumentation des Armed Conflict Location and Event Data Project (ACLED), das entsprechendes Kartenmaterial veröffentlichte. 83 Prozent dieser Angriffe wurden demnach von Israel verübt, insgesamt 6.142. Dabei wurden mindestens 543 Personen im Libanon getötet.

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Nikolai und der Blutzoll, den Deutschland fordert

Beitrag von Gert Ewen Ungar
Ich habe mich heute über einen Messengerdienst mit einem Bekannten unterhalten, den ich im vergangenen Jahr erst kennengelernt hatte. Ein Freund aus Russland fragte damals bei mir an, ob ich nicht jemandem aus der Ukraine Hilfestellung geben und vielleicht ein paar Nächte Unterschlupf gewähren könnte. Ich sagte zu. So lernte ich Nikolai kennen. Nikolai stammt ursprünglich aus Donezk und hat dann viele Jahre in Odessa gewohnt. Er fühlt sich als Ukrainer obwohl er nur Russisch spricht. Er entschloss sich nach Ausbruch des Krieges zur Flucht nach Deutschland. Wir sprachen damals nicht offen darüber, aber es war klar: Nikolai hat sich dem Wehrdienst in der Ukraine entzogen. Er kam seiner Einberufung zuvor und floh ins Ausland. Er wollte in Deutschland Fuß fassen, in Berlin, um genauer zu sein.

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Zu den Ereignissen in Chemnitz

Erklärung von Hans Bauer, Vorsitzender GRH, Vizepräsident des OKV sowie Beiratsmitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP
Wir erleben in diesen Wochen, dass tausende Menschen aus moralischer Empörung auf die Straße gehen. … Moralische Empörung als Antrieb für politisches Handeln ist legitim. Moralische Empörung als einziger Antrieb zum politischen Handeln läuft allerdings Gefahr, für die Interessen der Herrschenden ausnutzbar zu sein.

Weiterlesen
Verbandsorgan FREIDENKER

FREIDENKER 3-16 – Flucht – Migration – Imperialismus

Die Ausgabe 3-16 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Flucht – Migration – Imperialismus“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Klaus Hartmann: Gemeinsam für soziale Rechte und Frieden
– Andreas Wehr: „No Border – No Nation?“: Die Linken und die Nation
– Doris Pumphrey: Flucht, Migration und Solidarität
– Uli Gellermann: Kapitalismus rettet Flüchtlinge – ein schädliches Placebo aus dem Kanzleramt
– Dagmar Henn: Der Blick der Kolonisierten
– Jens Berger: Der türkische „Merkel Plan“

Weiterlesen
Frieden - Antifaschismus - Solidarität

Verwaltungsgericht: Stadt Freiburg muss abgesagte Nakba-Ausstellung zeigen

Nach ursprünglicher Zusage verweigerte die Stadt Freiburg kurzfristig die Räume für die Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“– auf Druck dubioser „Israel-Freunde“. Auf Antrag des veranstaltenden Freiburger „Café Palestine“ wies das Verwaltungsgericht die Stadt an, die Ausstellung doch stattfinden zu lassen. Die Ausstellung verstoße inhaltlich nicht gegen Strafgesetze und sei von der Meinungsfreiheit getragen. Eröffnung der bis zum 27.11. dauernden Ausstellung ist am Freitag, 12.11.10 um 20 Uhr, Stadtbibliothek.
Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Stadt und den Protestbrief von Abi Melzer, Herausgeber und Chefredakteur von DER SEMIT – Unabhängige Jüdische Zeitschrift

Weiterlesen