Völkerverständigung

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EU-Parlament: „Gefährlich paranoid“

Beitrag von Dagmar Henn
Was das EU-Parlament treibt, wird selten bemerkt, auch, weil es keine echten parlamentarischen Rechte hat. Aber manchmal werden Resolutionen beschlossen, die erkennen lassen, in welche Richtung die weitere Entwicklung gehen wird. Und glücklicherweise machte die ehemalige irische EU-Abgeordnete Clare Daly darauf aufmerksam, was in Straßburg am Mittwoch beschlossen wurde. Ihr Fazit zu dieser Resolution lautet: „Das alles klingt ein wenig irre. Zutiefst paranoid. Gefährlich paranoid.“ Und sie hat Recht damit. Derartige Resolutionen zu lesen ist eine Qual. Dieses Exemplar ist als PDF 28 Seiten lang. Wie alle derartigen Texte beginnt er mit einer langen Liste von Querverweisen; dann folgt das ganze Alphabet mit Absätzen, die die Voraussetzungen darlegen sollen. Bei denen unter anderem unter F davon die Rede ist, dass „feindselige staatliche Akteure, insbesondere Russland, die territoriale Integrität der EU an zwei Fronten ins Visier nehmen: …

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Welche Hymne ist denn nun die falsche?

Beitrag von Dagmar Henn
Sind sie nicht putzig, die Medien, die sich gerade darüber echauffieren, dass auf einer AfD-Veranstaltung in Dessau die DDR-Hymne gesungen wurde? „Es handle sich um die Hymne eines Staates, der politische Gegner verfolgte“, schreibt dazu die Tagesschau, in völliger Verkennung der Geschichte der anderen Hymne wie der deutschen Gegenwart, und zitiert Kanzleramtsminister Frei, der das „extrem befremdlich“ finde. Dabei ist die Westhymne auch nicht ohne, man tut nur immer erfolgreich so, als wäre dem nicht so. Unter Adenauer wollte man sich irgendwie nicht die Mühe machen, ein neues Lied zu finden, schließlich konnte man die Melodie ja schon, und hat in dem Lied von Hoffmann von Fallersleben nur die Strophe ausgetauscht, nun eben die dritte statt der ersten, die die Nazis als Nationalhymne spielten.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Verfassungsschutzbericht: Tut das weh oder ist das heilbar?

Beitrag von Dagmar Henn
Ja, man weiß wieder einmal nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man sich die aktuelle Ausgabe des jährlichen Hauptwerks des Bundesamts für Verfassungsschutz zu Gemüte führt. Und ob man diesen Text ernst nehmen oder nur als Steinbruch für Stilblüten gebrauchen soll. Wie zum Beispiel dies hier, aus dem Abschnitt zu China, genauer, zur Bedrohung durch chinesische Spionage: „Erkenntnisse zu Struktur, Bewaffnung und Ausbildung der Bundeswehr stehen ebenso im Interesse chinesischer Dienste wie die Beschaffung moderner Waffentechnik aus der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie oder auch militärisch nutzbare Hochtechnologien wie die Quantentechnologie.“ Erde an Verfassungsschutz: nur mal als Beispiel, in der Quantentechnologie liegt China weit vor Deutschland.

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