Wir trauern um Mira Marković

Das Internationale Komitee Slobodan Milošević trauert um

Prof. Dr. Mira Marković

10. Juli 1942 – 14. April 2019

Wir, die Mitglieder des ICSM, gedenken des  Lebens und Werks der Genossin Dr. Mira Marković, die ihr ganzes Leben lang für ein sozialistisches Jugoslawien gearbeitet hat. Als Patriotin kämpfte sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Präsidenten Slobodan Milošević, gegen die NATO-gesteuerten Kriege, die Jugoslawien auseinandergerissen haben, gegen die finale NATO-Aggression 1999 und gegen die nach einem Staatstreich im Jahr 2000  in Belgrad installierte westliche Marionetten-Regierung.

Mirjana wurde in Požarevaz  in dem von den deutschen Faschisten besetzten Jugoslawien geboren. Sie war die Tochter einer kommunistischen Familie. Ihre Mutter Vera Miletić wurde von der Gestapo verhaftet und bald nach ihrer Geburt ermordet. Ihr Vater Momcilo Marković kämpfte in der Volksbefreiungsarmee und war nach der Befreiung vom Faschismus hochrangiger serbischer Funktionär im Bund der Kommunisten Jugoslawiens.

Mira studierte an der Belgrader Universität Soziologie und war in der kommunistischen Studentenbewegung aktiv. Sie promovierte zum Doktor und wurde zur Professorin berufen.  Sie war ebenfalls Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Sozialwissenschaften, Honorarprofessorin an der Staatlichen Universität Moskau und veröffentlichte zahlreiche Bücher.

1965 heiratete Mira ihre große Liebe, Slobodan Milošević, mit dem sie zwei Kinder, Marija und Marko hatte, und die sie über alles liebten.

Nachdem der Bund der Kommunisten zur Sozialistischen Partei Serbiens umgebildet wurde, die von Slobodan Milošević geführt wurde, rief Mira zur Gründung der Partei der Jugoslawischen Linken auf. Sie war deren führende Persönlichkeit bis zu dem von der NATO, George Soros und anderen „Menschenfreunden“ aus den NATO-Staaten ausgelösten Staatsstreich im Oktober 2000.

Das in Belgrad installierte westhörige Marionettenregime veranlasste 2001 die gesetzwidrige Entführung von Slobodan Milošević  nach Den Haag in das frühere Gestapo-Gefängnis für politische Gefangene. Dann begannen sie die Verfolgung von Dr. Marković mit fingierten Anklagen und beantragten 2003 einen internationalen Haftbefehl. Die Gefahr für ihre Sicherheit und ihr Leben zwang sie, nach Russland zu fliehen und im Exil zu leben. Die Folge war, dass Mira ihren geliebten Mann fortan nicht mehr im Gefängnis besuchen konnte, während er gezwungen war, den NATO-Schauprozess im ICTY genannten Scheingericht über sich ergehen lassen zu müssen.

Die Grausamkeit der NATO- und EU-Staaten sowie ihrer bezahlten Laufburschen in Serbien ihr gegenüber zeigte sich, als sie Mira sogar daran hinderten, 2006 an der Beerdigung von Präsident Milošević teilzunehmen, nachdem er in Den Haag ermordet worden war. Diese Grausamkeit bricht umso mehr das Herz, als die Liebe zwischen ihr und ihrem Ehemann grenzenlos war. Wir werden diese Grausamkeit niemals vergeben oder vergessen.

Wir sind der Regierung der Russischen Föderation zu großem Dank verpflichtet, dass sie Mira und auch ihren Sohn Marko vor der politischen Verfolgung durch die „westlichen Demokraten“ schützten und ihnen politisches Asyl gewährten. Ihr Leben im Exil in Moskau wurde durch die Hilfe der russischen Regierung und die Unterstützung von Freunden und der Familie erträglich gemacht.

Während der gesamten Tortur ihrer Trennung von ihrem Land und von ihrem Mann schrieb sie weiterhin ihre Überzeugungen nieder, um die Flamme des Sozialismus und des Fortschritts am Leben zu erhalten und ebenso die Flamme des Patriotismus für das serbische Volk.

Die internationale Linke trauert um den Verlust einer Genossin. Serbien trauert um den Verlust einer Patriotin. Wir alle trauern um eine große Frau, Ehefrau und Mutter, und um eine Freundin.

 

Für das Internationale Komitee Slobodan Milošević:

Klaus Hartmann           Ramsey Clark           Sergej Baburin
(Co-Vorsitzende)

Vladimir Kršljanin           Cathrin Schütz
(Sekretariat)

Christopher Black           Tiphaine Dickson
(Juristisches Komitee)

 

Der Nachruf wurde zuerst veröffentlicht auf NRhZ Online.