Die Kirchenvertreter im Südwestrundfunk (SWR)

In den Aufsichtsgremien der Rundfunkanstalten haben “gesellschaftlich relevante Gruppen und Institutionen” das Recht auf Sitz und Stimme. Neben staatlichen Stellen wie Landtag oder Landesregierung sind dies Berufsverbände, Bildungseinrichtungen und verschiedene andere Interessensvertretungen. Immer dabei sind die evangelische und die katholische Religionsgemeinschaft, sowie andere religiöse Organisationen.
Seit dem 1. Oktober 1998 sind die beiden Landessender Süddeutscher Rundfunk (SDR) und Südwestfunk (SWF) aufgegangen im neugegründeten Südwestrundfunk (SWR). Am Beispiel dieses Senders soll einmal genauer untersucht werden, wie die kirchliche Interessensvertretung im Rundfunk in der Realität aussieht.

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Die Trennung von Staat und Kirche – Herausforderung für die Freidenker

Beitrag von Prof. Dr. Hans-Günter Eschke
Am Ende des XX. Jahrhunderts gewinnt die traditionelle Forderung der Freidenker nach der Trennung von Staat und Kirche zunehmend an Aktualität. Kürzlich stellte der einstige Leiter des vatikanischen Sekretariats für die Nichtglaubenden, der Kardinal Franz König, mit dem Blick auf die wachsende Säkularisierung fest: “Immer weniger Menschen bekennen sich zu einer religiösen Überzeugung, beachten religiöse Gebote und beteiligen sich an religiösen Tätigkeiten. Diese Tendenz spiegelt weniger eine Feindschaft gegen die Religion wider als vielmehr eine vollkommene Gleichgültigkeit.” Das heißt aber, daß eine zunehmende Zahl Menschen das Vertrauen zumindest zu den christlichen Kirchen als einst gültig erscheinenden Mittlern menschlicher Werte und weltanschaulicher Perspektiven verloren hat.

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Die Pius-Lüge – Der Vatikan erklärt sich zum Holocaust

Beitrag von Emil Carlebach
Deine Rede sei Ja, Ja und Nein, Nein – was darüber ist, ist vom Übel. Dieses biblische Gebot kann den Kardinälen nicht vor Augen gestanden haben, als sie im März 1998 ihre Erklärung zum Holocaust veröffentlichten, die den Vatikan und insbesondere den Papst Pius XII von der schweren Mitschuld an dem millionenfachen Judenmord zu entlasten suchte. Eher dachten sie wohl an den Satz, daß der Zweck die Mittel heilige. Aber es gelang ihnen nicht: Erfindungen (man könnte auch sagen: Lügen) auf der einen, Weglassungen (man könnte auch sagen: Unterschlagungen) sind hier so eindeutig vermischt, daß sie zumindest eine Frage beantworten – was die Herren Kardinäle in den 11 (elf!) Jahren getrieben haben, die sie an diesem Elaborat getüftelt haben.

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§ 218: Keinen Schein von den Scheinheiligen!

Beitrag von Klaus Hartmann
In Sorge gebeugt und mit einem Denken, das seinem Krummstab immer ähnlicher wird, hat sich der “Nachfolger Petri”(?) an seine deutschen “Brüder” gewandt. Zur Sorge hat Karol Wojtyla alias Papst Gründe genug. Am 12. Januar 1998 erst verlor er, der den Geschlechtsakt nur zum Zwecke der Fortpflanzung gelten lassen will, seinen Kammerherrn Enrico Sini Luzi – mit einem Kerzenständer erschlagen während Sado-Maso-Spielen. Aber mehr noch sorgt sich der heilige Vater um das ungeborene (und ungezeugte!) “Leben” – denn künstliche Geburtenkontrolle und Abtreibung seien “abscheuliche Verbrechen”, so “ER” zuletzt am 22. Januar 1998 in Santa Clara auf Cuba. Daß den Papst nur edle Motive umtreiben, bestätigte er bei seiner Rückkehr nach Rom: Er äußerte die Hoffnung, daß seine Cuba-Reise ähnlich wirken werde, wie seine “Pilgerreise” nach Polen 1979, die die “Wende” einleitete.

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Schwerpunktthema Religionskritik

Die Voraussetzung aller Kritik ist die Religionskritik nach Meinung von Karl Marx. Diesen Teil des Satzes aus der Einleitung Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie unterschlagen des öfteren Diskussionspartner aus Kirchenkreisen: Sie zitieren nur den ersten Teil (unvollständig), die Kritik der Religion ist beendet, habe der Herr Marx schließlich verlautbart. Komplett heißt der Satz aber: “In Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.” Wir haben keinerlei Anlaß, künftig auf die Kritik der Religion zu verzichten. Wir denken, Marx in der Weise richtig zu verstehen, daß die Religion kein Geheimnis mehr hat, daß sie vom wissenschaftlichen Standpunkt endgültig kritisiert ist, nichts mehr Neues kommen kann.

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Die Vernunft verteidigen – gegen Sekten, Aberglauben, religiösen Wahn

Der Bedarf an Heilsversprechen und Religiosität wächst in Krisenzeiten enorm, er ist Ergebnis von Orientierungsverlust und Abwesenheit von Sinn; klassisch gesprochen, der Geist geistloser Zustände. Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und der Zukunft finden viele keine rationale Antwort mehr. Wo Ausgrenzung, Existenzbedrohung, soziale Erniedrigung zu einem massenhaften Phänomen wird, wachsen Perspektivlosigkeit und Zukunftsangst, nimmt die Empfänglichkeit für neue Heilsbringer und ihre Botschaften zu. Die private religiöse Sinnsuche außerhalb der Großkirchen ist eine Folge der gepriesenen Individualisierung, sprich der Vereinzelung, Entsolidarisierung, des Egoismus und Kampfes jede/r gegen jede/n, Resultat von Entfremdung und Selbstentfremdung, der erfahrenen Zerrissenheit der realen Welt.

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