Es bleibt bei der Inquisition

Beitrag von Gerhard Feldbauer aus: FREIDENKER 3-13
Während des Besuchs des Papstes in Brasilien bewegte Katholiken, die auf Reformen hoffen, wie sich Franziskus zu der Befreiungstheologie verhalten werde, die wie in ganz Lateinamerika auch in dem besuchten Land stark vertreten ist. Diese Theologie breitete sich auf dem Kontinent, wo knapp die Hälfte der Katholiken der Welt leben, seit der zweiten Konferenz des dortigen Episkopats 1969 in Medelin (Kolumbien) machtvoll aus. Entscheidende Impulse erhielt diese Strömung von den nationalen Befreiungskämpfen auf dem Kontinent, besonders durch deren Erfolge in Kuba und Nikaragua, aber auch von dem unter dem Sozialisten Salvatore Allende in Chile unternommenen Versuch einer revolutionären Veränderung der Gesellschaft.

Weiterlesen …

Befreiungstheologen contra Vatikan

Beitrag von Klaus Hartmann aus FREIDENKER 2-12
„Es ist eine Tatsache, dass die Bibel die Reichen immer wieder verurteilt, auch wenn die Bibelübersetzungen dies oft verfälschen. Nicht selten wird „Reiche“ mit „Übeltäter“ übersetzt, womit die Verurteilung versteckt wird: Es ist sicher nicht falsch, „Übeltäter“ zu verurteilen. Auch in Deutschland übt sich die Züricher Bibel, eine der verbreitetesten hier, in dieser Praxis des Versteckens, und dort, wo der Text von „Reichen“ spricht, steht „Übeltäter“. Die Reichen sind in der Bibel die „Ungerechten“. Oft wird die Bibel auch bewusst gefälscht (auch die Züricher Bibel), indem „ungerecht“ mit „gottlos“ übersetzt wird. Auf diese Weise wird der Eindruck erweckt, als ob die Atheisten verurteilt würden, nicht die Reichen. Auch wenn viele dieser Reichen der Bibel keine Atheisten sind.

Weiterlesen …