„Trump verrät alle“

Beitrag von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
US-Präsident Trump habe entschieden, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, erfahren wir aus den Medien. Wie ist es um den Wahrheitsgehalt dieser Mitteilungen bestellt? Wir wissen, dass Informationen aus den transatlantischen Herrschaftsmedien mit Vorsicht zu genießen sind. Wie ist es in diesem Fall? Betrachten wir einige Überschriften. „Das ist ein schrecklicher Fehler“, heißt es am 20.12.2018 in der „Süddeutschen Zeitung“, „Heftige Kritik an Trumps Entscheidung“ in der TAZ, „Trump begeht einen Obama-mäßigen Fehler“ bei „t-online“. … Damit können wir einigermaßen sicher sein, dass die Information über den Truppenabzug zutrifft. Denn wir haben gelernt, die Herrschaftsmedien zu lesen. Sie würden nicht so extrem aufheulen, wenn sie nicht befürchten würden, dass US-Präsident Trump Ernst macht.

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Foto auf BBC vom syrischen Massaker in Houla wurde 2003 im Irak aufgenommen

Der italienische Fotograf Marco Di Lauro veröffentlichte gestern auf seiner Facebook-Seite die Mitteilung, dass das Foto in dem BBC-Artikel vom 27.Mai 2012 von ihm am 27. März im Jahr 2003 aufgenommen wurde. Es zeigt unzählige Skelette in weissen Tüchern, die damals in der Wüste südlich von Bagdad gefunden wurden. Ungeprüft hat eine Zeitung, die einen weltweit führenden Anspruch im Journalismus erhebt, ein Bild in dem Artikel “Syria massacre in Houla condemned as outrage grows” verwendet, ohne den Urheber und die Umstände der Aufnahme zu überprüfen. Das ist kein Lapsus, hunderte von Kinderleichen abzubilden, den man mal soeben wegen Zeitdruck und Erhöhung der Dramatik durchgehen lassen kann.

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