Lesung am 05.02.2020: Peter Handke – Literatur-Nobelpreis und Autoren-Beschimpfung

„Leute, lest doch einfach mal seine Texte!“ – Einladung zur Lesung mit Schauspieler und Rezitator Erich Schaffner
Mittwoch, den 05.02.2020, um 19:00 Uhr, Bücherturm der Stadtbibliothek, Herrnstr. 84, 63065 Offenbach a.M.
Peter Handke galt schon lange als wichtiger deutschsprachiger Schriftsteller, als er in den 1990er Jahren mit seinen literarischen Reflexionen der Zerstörung Jugoslawiens begann. Damit machte er sich Feinde im politisierten Kulturbetrieb, und die Verteufelung Handkes steigerte sich nach Bekanntgabe des Nobelpreis-komitees, ihm die hohe Auszeichnung zukommen zu lassen, zu einer regelrechten Hexenjagd.

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Das Prinzip Telepolis

Beitrag von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Es ist zum Staunen. Wir lesen: „Israelkritik kann Antisemitismus sein“. Oder: „Nobelpreis für einen ‚Genozid-Leugner'“. Es sind die Überschriften von zwei Artikeln. Im ersten Fall geht es um die Verabschiedung eines Resolutionsentwurfs in der französischen Nationalversammlung, der die IRHA-Antisemitismus-Definition zum Maß aller Dinge erhebt. Im zweiten um die Verleihung des Literaturnobelpreises an Peter Handke. Was schließen wir? Richtig: in Artikel 1 wird die Auffassung des Autors dargelegt, dass Israelkritik Antisemitismus sein kann, und in Artikel 2 wird vermittelt, dass der Literaturnobelpreis an einen Genozid-Leugner verliehen worden ist – also dass Peter Handke ein Genozid-Leugner ist. …

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