London

AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Von der City of London zur Wall Street und zurück (2)

Teil 2: Das Morgan-Netz im 21. Jahrhundert
von Wolfgang Effenberger
Die Londoner Peabody-Bank war ein früher institutioneller Transmissionsriemen zwischen dem City-Kapital und dem rasch industrialisierten US-Finanzmarkt. Aus dieser transatlantischen Infrastruktur erwuchs später das Haus Morgan als einer der wichtigsten Machtkomplexe der Wall Street. George Peabody wurde am 18. Februar 1795 in South Danvers, eine Stadt im Essex County im Nordosten des US-Bundesstaats Massachusetts, rund 27 km nordöstlich von Boston, geboren. Am 30. April 1868 wurde die Stadt ihm zu Ehren in „Peabody“ umbenannt. Vor 1838 verdiente Peabody sein Geld im Groß- und Importhandel; ab 1837 begann er von London aus zusätzlich, US-Staats- und Infrastruktur-Anleihen an europäische Investoren zu vermitteln. Ab 1838 nahm Peabody seine Londoner Banktätigkeit auf.

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AktuellesDemokratie – Medien – Aufklärung

Von der City of London zur Wall Street und zurück (1)

Teil 1: Vom Fugger-Kapital zur Finanzwelt des Atlantiks
von Wolfgang Effenberger
Die City of London  ist die kleine historische Kernstadt Londons, eine seit der Römerzeit bestehende Handelsstadt mit eigener kommunaler Verfassung; ihre Umwandlung zum führenden Finanzzentrum verdankt sich vor allem durch die Krise der oberdeutschen Handelshäuser Fugger und Welser im 16. und 17. Jahrhundert, die Verlagerung der europäischen Handels- und Machtachsen zum Atlantik und den Aufbau des englischen Fiskal- und Kriegsstaates entscheidend beschleunigt, wobei der Dreißigjährige Krieg als Beschleuniger wirkte. Sie ist nicht gleichzusetzen mit „London“ insgesamt. Aus der mittelalterlichen Bürgergemeinde ging die heutige City of London Corporation hervor. Schon im 12. und frühen 13. Jahrhundert erhielten die Bürger Rechte auf Selbstverwaltung und Bürgermeisterwahl.

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Geschichte

Die langen Schatten des Ersten Weltkriegs (4)

Teil 4: Das Abendland marschiert in den Abgrund
Kommentar von Wolfgang Effenberger
Mit der Ermordung des österreichischen Erzherzogs Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajewo begann der Countdown zum Ersten Weltkrieg. Kaum jemand fragte sich, welche Kräfte die minderjährigen Attentäter für diesen Terroranschlag instrumentalisiert und welche Motive hinter diesem Anschlag gestanden hatten (bis heute!). Die Märkte nahmen den Mord an dem österreichisch-ungarischen Thronfolgerpaar zunächst gelassen hin. Hatte es doch in jedem der drei vorangegangenen Sommer Balkankrisen bzw. Balkankriege gegeben, die alle nicht zu einem Großbrand geführt hatten – nicht zuletzt auch, weil Deutschland und Österreich-Ungarn immer wieder zwischen den Konfliktparteien vermittelt hatten.

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Demokratie – Medien – Aufklärung

Den Prozess gegen Julian Assange sofort abbrechen!

Beitrag von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Über dem Haupteingang zum Londoner Gefängnis, in dem Wikileaks-Gründer Julian Assange zurzeit unter menschenverachtenden Bedingungen festgehalten wird, ist zu lesen: „HMP Belmarsh“. Das bedeutet: „Her Majesty’s Prison Belmarsh“ – „Das Gefängnis ihrer Majestät“ der Königin von England. Und das Gericht, an dem über den Auslieferungsantrag der USA befunden werden soll, befindet sich gleich nebenan. Doch, was an diesem Gericht „im Namen der Königin“ abläuft, entbehrt jeder Grundlage.

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