Zu viel Kriegsvorbereitung

Kurzbericht der Offenbacher Friedensinitiative über die Veranstaltung “Eine neue Kriegsgefahr”  am 30.01.2019, an der u.a. Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Fredenker-Verbandes, teilgenommen hatte.

Quelle der Erstveröffentlichung: https://offenbacher-friedensinitiative.de/zu-viel-kriegsvorbereitung/


Zu viel Kriegsvorbereitung

Die Frage, ob es eine neue Kriegsgefahr gibt, wurde in der öffentlichen Veranstaltung der Offenbacher Friedensinitiative am 30.01.2019 bejaht.

Aber erst einmal zu den erfreulichen Aspekten: es kamen mehr Menschen als erwartet zu Vortrag und Diskussion. Dies werten wir als Erfolg.

Das Klingspormuseum – mit einer Ausstellung von Schülerarbeiten gegen Rassismus und Krieg – bot einen sehr schönen Rahmen. Dr. Stefan Soltek (Museumsleiter) präsentierte zur Begrüßung zwei Künstlerbücher, die sich mit den Gefahren von Kriegen auseinandersetzen. Dies wurde von vielen als Erweiterung unseres Horizonts empfunden. Danke noch mal dafür!

Renate Fresow-Zietlow berichtete von der Machtübergabe an die Nazis am 30.1.1933 und die ersten Monate ihrer Herrschaft in Offenbach. Erschreckend ist, wie schnell der Widerstand von der Straße verschwand. Schon in den ersten Tagen nahm Hitler Kurs auf den Zweiten Weltkrieg, der vielen Offenbachern das Leben kostete und die Stadt verwüstete.

Daran zu erinnern, ist gerade heute nötig. Wieder wird von einer Politik der Stärke gesprochen und Aufrüstung gemeint. Klaus Hartmann knüpfte an den Vortrag von Renate Fresow-Zietlow an und schlug den Bogen des Ost-West-Verhältnisses von 1945 bis heute. Seine Argumentation hier nachzuvollziehen würde den Rahmen sprengen. Nur eine Tabelle sei aufgegriffen.

Rüstungsausgaben in Mrd Dollar
2017 2019 geplant
USA 610 706
Russland 66 55

 

Vergleicht man die Summen nur in ungefähr, so wird deutlich, dass von einer Notwendigkeit zur Erhöhung der Rüstungsausgaben durch die USA nicht die Rede sein kann, auch nicht für Deutschland, das immerhin 43 Mrd € eingeplant hat. Die OFI wird weiter Unterschriften sammeln für den Aufruf Abrüsten statt Aufrüsten.

Die Diskussion nach dem Vortrag hätte mehr Vielfalt gut vertragen können. Positiv allerdings war das Einverständnis der Anwesenden, dass wir stärker werden müssen. Die Mehrheit der Menschen lehnt Aufrüstung ab, dem muss die Bundesregierung endlich Rechnung tragen. Die OFI wird weitere Veranstaltungen und Info-Stände durchführen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir möchten jetzt schon für eine Teilnahme am Ostermarsch werben:

am Ostermontag, 22.04.2019 gibt es am Vormittag in Offenbach eine Kundgebung mit anschließender Demonstration nach Frankfurt.

 


Bild: Während der Veranstaltung. Im Podium v.r.n.l.: Dr. Stefan Soltek (stehend), Klaus Hartmann (verdeckt), Renate Fresow-Zietlow
Foto: © by  Manfred Rößmann