Christentum und Sozialismus

Eine religiöse Polemik zwischen Herrn Kaplan Hohoff in Hüffe und August Bebel (1873/74).
[August Bebel:] Was ist denn das Christentum? … Wie jede andere Religion Menschenwerk. Der Mensch, der auf seiner niedrigen Bildungsstufe keine klare Vorstellung von der Natur und den Naturereignissen, die ihm bald nützten, bald ihn schädigten, besitzen konnte, der keinen Begriff von seiner eignen Stellung als Mensch besaß, schrieb alles Unverstandene, das um ihn vorging, übersinnlichen Wesen zu, welche die für ihn unbegreiflichen Erscheinungen nach Laune und Willkür hervorriefen und deren Gunst er folglich, um sie sich geneigt und freundlich gesinnt zu erhalten, durch Bitten, Gebete, Zeremonien und Opfer zu erlangen suchte.

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Juan Cole: Papst zum Islam sachlich falsch

Beitrag von Juan Cole
Die Rede Papst Benedikts in der Universität Regensburg, in der er von Islam und Djihad spricht, hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Ansprache ist komplexer und feinsinniger, als in der Presse dargestellt. Aber am meisten irritiert, dass der Papst einiges am Islam sachlich falsch auffasst. Er stellt fest, dass in dem von ihm angeführten Text, der Polemik eines byzantinischen Kaisers gegen den Islam, der Koran [2:256] mit der Aussage zitiert wird: „Es gibt keinen Zwang in Glaubenssachen“. Benedikt behauptet, dass dies ein früher Vers aus der Zeit sei, als Mohammed noch machtlos war. Seine Behauptung ist nicht korrekt.

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FREIDENKER 4-07 – Weltzivilisation im Würgegriff der Superreichen

Die Ausgabe 4-07 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Weltzivilisation im Würgegriff der Superreichen“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Rainer Rupp: Die Mächtigen und ihre ,heilige Ordnung‘
– Klaus von Raussendorff: Wer regiert die Welt?
– Christian Christians: Außenpolitische Denkfabriken und Netzwerke
– Cathrin Schütz: „Nicht“-Regierungs-organisationen?
– Bernd Fricke: Die Macht der Medien
– André Scheer: Bank des Südens – Alternative zu Weltbank und IWF?
– Peter Betscher: Geschichte, Gegenwart und Zukunft Kubas

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FREIDENKER 3-07 – Wahrer Humanismus – ist mit dem Kapitalismus unvereinbar

Die Ausgabe 3-07 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Wahrer Humanismus – ist mit dem Kapitalismus unvereinbar“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Hans-Peter Brenner: John Lennon, Ché und der Humanismus
– Hans-Günter Eschke: Humanismus historisch und gegenwärtig?
– Eberhardt Schinck: Humanismus – Beitrag aller Kulturvölker
– Klaus Hartmann: Umstrittener Humanismus
– Robert Steigerwald: Wie Schmidt-Salomon die Quadratur des Kreises unternimmt
– Gottfried Schunke: Zum Humanismus am Lebensende

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Das Schattenkabinett aus Gütersloh

Beitrag von Jens Wernicke
Der größte und einflussreichste Politikberater im Land, die Bertelsmann-Stiftung, ist als „gemeinnützig“ anerkannt. Das ist alles andere als ein unbedeutendes Detail. Denn während es bspw. in den USA untersagt ist, dass steuerbegünstigte Stiftungen mehr als 20 Prozent der Anteile eines Unternehmens halten, hält die Bertelsmann-Stiftung ganze 76 Prozent der Anteile der milliardenschweren Bertelsmann AG, eines der bedeutendsten Medien- und Dienstleistungsriesen der Welt. … Das uneingeschränkte Stimmrecht in Sachen des Konzerns liegt dabei nicht etwa bei der Stiftung, sondern einzig bei den Mitgliedern der Familie Mohn, die auch in dieser selbst wiederum tonangebend sind.

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FREIDENKER 2-07 – Russland – alter neuer Feind?

Die Ausgabe 2-07 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Russland – alter neuer Feind?“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Eberhard Schinck: Von da ist etwas Neues in die Welt gekommen
– Klaus Eichner: Zur Strategie der Einkreisung Russlands
– Klaus Hartmann: Das Russlandbild der Medien
– Gerd Hommel: Tradition – Bewahren von Asche oder Weitertragen des Feuers
– Streit um Rat der Ex-Muslime (Interview mit Mina Ahadi)
– Klaus Hartmann: Nochmals zum Zentralrat der Ex-Muslime

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FREIDENKER 1-07 – Irrationalismus und Herrschaft

Die Ausgabe 1-07 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema „Irrationalismus und Herrschaft“ und enthält u.a folgende Beiträge:
– Robert Steigerwald: Zur Auseinandersetzung mit dem Irrationalismus
– Horst Schild: Anmerkungen zu Gebrauch und Missbrauch von Sprache
– Arnold Schölzel: Imperialer Irrationalismus
– Werner Seppmann: Auf dem Weg in die Armutsgesellschaft
– Eva Bulling-Schröter: Rente mit 67 ist unsozial
– Jan Bretschneider: Glück und Glas …
– Klaus Hartmann: Zum „Zentralrat der Ex-Muslime“

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Rechter Glaube, rechte Politik

Beitrag von Klaus Hartmann aus FREIDENKER 2-06
Die USA, die selbsternannte „Nation unter Gott“ hat eine lange Tradition rechter und ultrarechter Kräfte, die unter dem Banner christlichen Glaubens eine reaktionäre Politik nach innen und außen propagieren und durchsetzen wollen. Nicht ohne Wirkung in Deutschland. Der Name „Fundamentalisten“ wurde zunächst für jene Kräfte geprägt, die den Schöpfungsglauben wörtlich nahmen und in den 1920er Jahren einen Kreuzzug gegen die Verbreitung der von Charles Darwin begründeten Evolutionslehre unternahmen.

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Religiöser Fundamentalismus

Beitrag von Helmut Steuerwald aus FREIDENKER 2-06
Heute versteht man meistens unter „religiösem Fundamentalismus“ – und so möchte ich ihn auch verstanden wissen – eine Anschauung, die nicht hinterfragt werden darf, da die vertretenen Aussagen angeblich göttlicher Natur sind. So ist zum Beispiel für islamische Fundamentalisten der Koran im Auftrag Gottes unmittelbar Mohammed mitgeteilt worden; auslegen können ihn nur ausgewählte Gelehrte, falls doch noch Unklarheiten für das praktische Leben bestehen. Für christliche Fundamentalisten ist es die Unumstößlichkeit biblischer Aussagen, für Katholiken nach wie vor die Unfehlbarkeit des Papstes, für die Juden die Thora, das Alte Testament.

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Fundamentalismus – oder: Warum suchen so viele Menschen einfache Antworten auf komplexe Fragen?

Beitrag von Martin Mittwede aus FREIDENKER 2-06
Fundamentalismus ist heutzutage zu einem allseitig verwendeten Begriff geworden, der unterschiedlichste Phänomene beschreibt und häufig auch mit negativen Konnotationen versehen ist. Nicht selten wird der Vorwurf des Fundamentalismus benutzt, um Diskurse mit Andersdenkenden abzubrechen und diese zu diskreditieren. Im Fundamentalismusvorwurf ist also selbst ein Fundamentalismus verborgen. Fundamentalismus im weiteren Sinne kann man als eine Gegenbewegung gegen die Moderne bezeichnen, die religiös oder ideologisch gefärbt ist. Hierbei werden traditionell überlieferte oder diesen Anschein erweckende Werte und Normen mit vehementer Überzeugung als Rettung präsentiert, die dem aktuellen Niedergang der Kultur entgegenwirken sollen.

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„Dies ist der Wille Gottes: eure Heiligung!“- Das Opus Dei in Selbstzeugnissen

Beitrag von Wencke Strauß aus FREIDENKER 2-06
Mit Dan Browns Roman „Sakrileg“ (orig. „Da Vinci Code“) und dessen Hollywood-Verfilmung „The Da Vinci Code“, die zurzeit in den europäischen Kinos zu sehen ist, wird das Opus Dei erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und gleichzeitig, so die unbedarfte Rezeption, „als finstere Macht beschuldigt[…]“. Diese naive Kommentierung der Romanintention durch die Presse geht einher mit einer scharfen Polemik seitens der sich angegriffen Wähnenden: Für das Opus Dei bzw. seinen Vertreter John Wauck ist Browns Roman nicht einmal richtige Literatur, geschweige denn eine stimmige Darstellung des ‚Werkes’ oder der katholischen Kirche überhaupt.

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