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Nach dem Angriff der Ukraine auf eine Berufsschule in Starobelsk: Besuch vor Ort

Die Ukraine hat am 22.05.2026 im Gebiet Lugansk eine Berufsschule und das dazugehörige Wohnheim beschossen, in dem die 14 bis 18-jährigen Schüler leben. Dabei wurden 21 Jugendliche getötet und über 40 verletzt. Thomas Röper hatte das Ereignis am folgenden Tag in seinem Blog kommentiert. Einen weiteren Tag später bot sich ihm die Gelegenheit mit ca. 20 weiteren Journalisten die zerstörte Berufsschule in Starobelsk bei Lugansk zu besichtigen. Darüber hat er ebenso in seinem Blog berichtet. Noch am Abend desselben Tages gab er Frank Höfer für die Videoplattform NuoFlix ein Interview, wo er über seine Reiseeindrücke berichtete. Wir dokumentieren hier seinen ersten Kommentar, den Reisebericht (mit Fotos) und das Video.

Webredaktion

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Teil 1: Kommentar: Warum die Leugnung des ukrainischen Kriegsverbrechens in Lugansk verlogen ist
Teil 2: Bericht (vor Ort) über die Zerstörung der Berufsschule nahe von Lugansk nach dem ukrainischen Kriegsverbrechen
Teil 3: Erster Videobericht von meinem Besuch im von der Ukraine bombardierten Schülerwohnheim


Teil 1: Die Lügen des Westens

Westliche Medien tun immer so, als ließen sich die Kriegsverbrechen, die die Ukraine in Russland verübt, „nicht unabhängig überprüfen“. Warum das nicht stimmt.

von Anti-Spiegel (d.i. Thomas Röper)

Erstveröffentlichung am 23.05.2026 auf anti-spiegel.ru

Die Ukraine hat im Gebiet Lugansk eine Berufsschule und das dazugehörige Wohnheim beschossen, in dem die 14 bis 18-jährigen Schüler leben. Dabei wurden fast 40 Jugendliche verletzt und über 20 sind tot oder unter den Trümmern verschüttet, aus denen kein Lebenszeichen zu hören ist und aus denen bisher nur tote Jugendliche geborgen wurden.

Der Westen bezeichnet den Vorfall als „russische Manipulation“ oder „Fake“ und die westlichen Medien stellen die ukrainische Version, die Ukraine habe ein militärisches Ziel angegriffen, als wahr dar, während sie die russischen Vorwürfe als „russische Propaganda“ darstellen und hinzufügen, man könne die Angaben „nicht unabhängig überprüfen“.

Das stimmt schlicht nicht, denn ein Blick auf die Regionalmedien der Region Lugansk reicht aus, um zu erfahren, dass die russische Version der Wahrheit entspricht. Wer nun einwendet, Lugansker Medien seien nicht neutral, dem sei gesagt, dass das zwar so sein mag, dass Regionalmedien sich so einen Vorfall jedoch nicht ausdenken oder ihn beliebig falsch darstellen können, weil die Menschen in der Region ja wissen, was bei ihnen „vor der Haustür“ passiert. Würden diese Medien dreist lügen, würde man das in den russischen sozialen Netzwerken, vor allem auf den Lugansker Telegram-Kanälen sehen, weil sich dort ein Shitstorm über die Regionalmedien ergießen würde.

Und wäre das so, würden westliche Medien das sofort aufgreifen. Das geschieht aber nicht, weil sich der Vorfall tatsächlich so zugetragen hat, wie Russland berichtet.

Und das könnten die westlichen Medien auch selbst überprüfen, denn das russische Außenministerium hat alle in Russland akkreditierten ausländischen Journalisten eingeladen, nach Lugansk zu reisen und sich selbst vor Ort umzusehen und mit den Zeugen und Opfern zu sprechen. Ich habe die Einladung angenommen und werde auch berichten, ob zumindest ein Kollege aus den Moskau-Büros der westlichen Medien die Einladung angenommen hat. Meine Erfahrung aus früheren, derartigen Vorfällen sagt mir, dass ich bei der Reise keinen Kollegen der westlichen Medien treffen werde.

In Lugansker Medien werden unterdessen die ersten Fotos der Opfer veröffentlicht:

Alle Fotos der Galerie: Aus Lugansker Medien, übernommen von Thomas Röper

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Teil 2: Anti-Spiegel vor Ort

Ich war am Sonntag in Starobelsk im Gebiet Lugansk, wo die Ukraine am Freitag eine Berufsschule und deren Wohnheimbombardiert und dabei 21 Kinder und Jugendliche getötet und 42 verletzt hat. Was ich dort gesehen habe, war nichts für schwache Nerven.

von Anti-Spiegel (d.i. Thomas Röper)

Erstveröffentlichung am 25.05.2026 auf anti-spiegel.ru

Nachdem die Ukraine am Freitag eine Berufsschule und deren Wohnheim in dem kleinen Ort Starobelsk im Gebiet Lugansk angegriffen und dabei 21 Kinder und Jugendliche getötet 42 verletzt hat, haben einige Länder des Westens das Verbrechen bestritten, während andere die ukrainische Erklärung nachgeplappert haben, Kiew habe dort eine Militäreinheit und einen Standort zur Produktion von Drohnen angegriffen.

Daraufhin hat das russische Außenministerium am Samstag alle in Russland akkreditierten ausländischen Journalisten eingeladen, den Ort umgehend zu besuchen und sich selbst ein Bild von dem Vorfall zu machen. Am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr ging die Reise in Moskau los, wir wurden mit dem Flugzeug in die Region geflogen und dann mit dem Bus nach Starobelsk und Lugansk gebracht.

Hier werde ich von den Eindrücken der Reise berichten.

Die Zerstörungen

Am Freitag hat die Ukraine mehrere Drohnen auf das Hauptgebäude und das Wohnheim der Berufsschule in Starobelsk im Gebiet Lugansk (LNR) abgefeuert, in der Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren unterrichtet werden. Bei dem Angriff wurden 21 Jugendliche getötet und 42 weitere verletzt. Inzwischen sind alle Opfer geborgen, dies sind die endgültigen Zahlen.

Vor Ort bot sich jedoch ein dramatischeres Bild, denn es waren weit mehr Gebäude beschädigt oder zerstört, wie ich auf diesem Video auf Telegram gezeigt habe. Das Wohnheim der Berufsschule, in dem die Jugendlichen wohnten, ist teilweise eingestürzt.

Das Gebäude der Berufsschule wurde getroffen und ist komplett ausgebrannt.

Außerdem wurden zwei Geschäfte zwei Privathäuser, die neben der Berufsschule standen, getroffen und zerstört. Darüber hinaus haben die schweren Explosionen die Fassaden und Fenster weiterer Gebäude im Umkreis beschädigt.

Die eingesetzten Waffen

Vor allem die Tatsache, dass ein Teil des Wohnheims eingestürzt ist und ein Krater vor der Berufsschule, der so tief ist, dass ein erwachsener Mann darin verschwindet, haben den Eindruck gemacht, dass die Ukraine nicht nur Drohnen, sondern auch schwerere Raketen eingesetzt hat.

Allerdings haben uns die Experten vor Ort erklärt, dass das Drohnen waren, die allerdings wegen der geringeren Entfernung von der Ukraine offenbar mit weniger Treibstoff, dafür aber schwereren Sprengköpfen ausgestattet waren. Die bereits gefundenen Reste der Drohnen wurden uns gezeigt, darunter waren Teile der Flügel, der Elektronik und so weiter. Auf einem Bauteil war sogar das Produktionsdatum der Drohne angegeben, die demnach im April (vielleicht in Europa) hergestellt wurde.

Die Ermittler konnten die genaue Zahl der bei dem Terrorangriff eingesetzten Drohnen noch nicht nennen, da die Ermittlungen noch laufen. Aber müssen laut den Ermittlern mindestens zehn gewesen sein.

Der Verlauf des Angriffs

Der Angriff begann um kurz nach 2 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Nach den ersten Explosionen gerieten die Kinder in den Wohnheim in Panik und versuchten, aus dem Gebäude zu fliehen. Da bei dem ersten Angriff jedoch bereits die Fenster zersplittert waren, waren alle Böden mit Glasscherben bedeckt, sodass sich die meisten Kinder, die barfuß oder in dünnen Pantoffeln aus den Zimmern liefen, die Füße aufschnitten. Die Blutspuren davon waren gut zu erkennen, auch an den Wänden, weil die Kinder sich mit den blutigen Händen dort abstützten.

Bei der zweiten Angriffswelle wenige Minuten nach der ersten wurde das Wohnheim direkt getroffen und stürzte teilweise ein. Dabei starben die meisten der Opfer, die sich unglücklicherweise in den Teil des Gebäudes geflüchtet hatten. Die verletzten Kinder sind fast alle aus dem Krankenhaus entlassen, etwa zehn werden noch stationär behandelt.

Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort und versuchten, den Kindern zu helfen. Aber während der Rettungsarbeiten folgten weitere Angriffswellen. Das erzählte uns der Chef der örtlichen Feuerwehr, der als einer der ersten am Ort der Tragödie eingetroffen war.

Die Besichtigung

Wir wurden in Gruppen von etwa zehn Leuten durch das Wohnheim geführt und konnten alles begutachten. Die ukrainische Version, dort habe sich eine Militäreinheit und eine Drohnenproduktion befunden, lässt sich nicht halten. Wir sahen in dem Wohnheim einige Verwaltungsbüros, die Kantine für die Kinder, Klassenzimmer und in den oberen Etagen ihre Schlafzimmer.

In den Schlafzimmern waren Schreibtische, jeweils vier Betten und für jedes Kind ein Schrank für persönliche Sachen und Kleidung. In den nicht völlig zerstörten Zimmern war deren Inhalt unberührt. Da das eine pädagogische Berufsschule war, waren die meisten Schüler Mädchen und das sah man auch an der Kleindung in den Schränken.

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Das Gebäude der Berufsschule haben wir nur von außen gesehen, aber da es vollkommen ausgebrannt war standen davon fast nur noch die Außenmauern.

Vor Ort waren Vertreter der Rettungskräfte, die in der Nacht im Einsatz waren, Menschenrechtler und Vertreter der Verwaltung und des Katastrophenschutzes, die uns geduldig Rede und Antwort standen.

Die Journalisten

Die Gruppe der Journalisten war ungewöhnlich groß für eine solche Pressetour. Es waren insgesamt 55 Journalisten von Medien aus folgenden 19 Ländern dabei: Österreich, Brasilien, Großbritannien, Ungarn, Venezuela, Deutschland (ich war der einzige Deutsche), Griechenland, Spanien, Italien, Katar, China, Kuba, Libanon, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Pakistan, den USA, der Türkei, Finnland und Frankreich

Erwartungsgemäß waren der Einladung des russischen Außenministeriums fast keine Vertreter westlicher Mainstream-Medien gefolgt, die Büros und Mitarbeiter in Moskau hatten. Nach dem, was ich mitbekommen habe, war der italienische Fernsehsender Rai mit einem Team dabei und der ORF hatte zwei russische Mitarbeiter geschickt.

Ich bin gespannt, ob und wie der ORF darüber berichten wird, denn das können wir ja verfolgen. Deutsche Medien, die ebenfalls Büros in Moskau haben, sind der Einladung nicht gefolgt.

Die Eindrücke

Ich war seit 2022 oft im Kriegsgebiet und bin den Anblick zerstörter Gebäude daher gewohnt. Journalisten, die zum ersten Mal im Donbass waren, waren hingegen schon beim Aussteigen aus dem Bus von der Szene geschockt, die sich ihnen bot.

Aber auch an mir ist das nicht spurlos vorbeigegangen, denn es war so eindeutig, dass dieser Angriff sich auf 14 bis 18-jährige Kinder und Jugendliche gerichtet hat, dass es auch mir die Sprache verschlagen hat. Alle Opfer des Angriffs sind zwischen 14 und 17 Jahren alt gewesen.

Sich die Szenen vorzustellen, die sich bei dem Angriff in den verwüsteten Korridoren des Wohnheims abgespielt haben, als die Kinder und Jugendlichen in Panik fliehen wollten und dabei barfuß über die mit Glasscherben übersäten Böden gelaufen sind, ist fast unmöglich. Umso eindrücklicher waren die Berichte der Rettungskräfte, die uns von vielen Einzelschicksalen von Kindern erzählten, die sie gerettet haben – oder deren Tod sie ansehen mussten.

Ich war ehrlich gesagt froh darüber, dass die Bergung der verschütteten Opfer bereits abgeschlossen war, als wir den Ort der Tragödie am Sonntagmittag erreichten, denn ich wollte wirklich nicht Zeuge davon werden, wie tote Mädchen aus den Trümmerbergen gezogen werden.

Das Motiv

In Russland, und vor allem natürlich in der betroffenen Region Lugansk, herrscht Rätselraten darüber, warum die Ukraine ausgerechnet eine Berufsschule und deren Wohnheim in dem kleinen Ort Starobelsk mit so einer Intensität angegriffen hat. Militärische Ziele gab es dort definitiv keine, der Ort ist recht weit von der Front entfernt.

Entsprechend groß ist die Wut vor Ort, denn an den Krieg ist man dort leider gewöhnt, aber so ein abscheuliches und sinnloses Verbrechen mit so vielen verletzten und toten Kindern und Jugendlichen hat es selbst dort noch nicht gegeben.

Ein amerikanischer Kollege hat viele Gespräche mit den Anwohnern geführt und als er sie als Ukrainer bezeichnet hat, haben sie ihn angeschrien, sie seien ganz sicher keine Ukrainer, das seien Bestien. Daraufhin fragte er die Gruppe, wer sich als Russe sehe, woraufhin alle die Hände gehoben haben.

Der Westen

Leider wird auch dieses bestialische Kriegsverbrechen im Westen totgeschwiegen. Ich war den ganzen Sonntag unterwegs und konnte daher keine Nachrichten verfolgen, sondern nur kurz die Überschriften des Tages überfliegen, während ich diesen Artikel um 2 Ihr nachts schreibe.

Westliche Medien bleiben sich treu und verschweigen die Tragödie, während sie ausführlich über die russische Reaktion in Form eines heftigen Angriffs unter anderem auf Kiew berichten.

Dabei hat Russland fast 700 Drohnen und Raketen eingesetzt, aber es gab nur fünf Todesopfer, was zeigt, dass Russland weiterhin versucht, zivile Opfer nach Möglichkeit zu vermeiden.

Und die westlichen Medien erwähnen nicht, dass der russische Angriff eine Vergeltung für das ukrainische Verbrechen an den Kindern von Starobelsk ist, von denen 21 nicht mehr leben.

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Teil 3: Verschwiegenes Kriegsverbrechen

Erster Videobericht von meinem Besuch im von der Ukraine bombardierten Schülerwohnheim

Frank Höfer von NuoViso hat unmittelbar nach meiner Rückkehr aus dem Gebiet Lugansk ein Interview mit mir über meine Eindrücke vom Ort des ukrainischen Kriegsverbrechens aufgenommen.

von Anti-Spiegel (d.i. Thomas Röper)

Erstveröffentlichung am 25.05.2026 auf anti-spiegel.ru

Nach meiner Rückkehr aus Starobelsk im Gebiet Lugansk, wo die Ukraine am Freitag das Schülerwohneim einer Berufsschule für angehende Pädagogen bombardiert und 21 Jugendliche getötet und über 40 verletzt hat, hat Frank Höfer von NuoViso ein Interview mit mir über die Reise, meine Eindrücke und die Hintergründe des Kriegsverbrechens aufgenommen.

Direktlink zum Video von NuoFlix auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=-u3wzW51Pec

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Alle Fotos im Text: Thomas Röper
Bild ganz oben: Übernommen von Thomas Röper