Solon von Athen und die Entdeckung des Rechts

Ein Stück pionierhafte philosophisch-historische Forschung ist das zur Frankfurter Buchmesse 2009 erschienene Werk des Freidenkers Wolf-Dieter Gudopp „Solon von Athen und die Entdeckung des Rechts“. Das Buch ist keine einfache populärwissenschaftlich Lektüre. Zum Inhalt heißt es in der Ankündigung des Verlags Königshausen & Neumann:

Solon war ein bedeutender Gesetzgeber und politischer Reformator. Ein Jahr lang stand er, ausgestattet mit allen nötigen Vollmachten, an der Spitze seiner Stadt. Seine praktisch-politische Tätigkeit hat er mit grundsätzlichen Überlegungen vorbereitet, begleitet und bilanziert. Diese in poetischer Form vorgetragenen Reflexionen, die uns zum Teil überliefert sind, haben Epoche gemacht. Solon ist die erste große Figur der Geschichte, die Politik und Wissenschaft konsequent miteinander verbindet, die politische Strategie theoretisch konzipiert und den politischen Kosmos gemäß den gegebenen Bedingungen realistisch modelliert. Seine große Entdeckung: Das Recht, die díke, ist die objektiv-reale Macht, die die labile Gleichgewichtsdynamik der Polis in einer selbst-organisierenden permanenten Erneuerung reguliert. Verletzungen der ordnenden und erhaltenden rechten Maß-Verhältnisse geschehen unvermeidlich; ebenso unvermeidlich „rächt sich“ díke mit gesellschaftlichen Krisen und Verwerfungen. Die Solonische Polito-logie ist Dikelogie, ist Wissen um die Wirkungsweise des Rechts. Die vorliegende Solon-Monographie erschließt den Gedanken vor allem durch eine gründliche Lektüre der dichterischen Fragmente. Deren Interpretation geht mit einer Einführung in die griechische Archaik einher – und selbstverständlich mit einer ausführlichen Vorstellung der Solon vorangehenden und mit ihm verflochtenen Gedankenwelten Homers und Hesiods.

ISBN: 978-3-8260-4119-8
Einband: geheftet
Preisinfo:  € 49,80
Seitenzahl: 384
Erscheinungsjahr: 2009


Bild: https://pixabay.com/de/users/Boboshow-2466254/ Bogdan Radu