{"id":7793,"date":"2020-03-21T16:56:08","date_gmt":"2020-03-21T15:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7793"},"modified":"2020-04-21T03:28:47","modified_gmt":"2020-04-21T01:28:47","slug":"lehren-aus-dem-vii-weltkongress-fuer-den-kampf-gegen-faschismus-und-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7793","title":{"rendered":"Lehren aus dem VII. Weltkongress f\u00fcr den Kampf gegen Faschismus und Krieg"},"content":{"rendered":"<p><em>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7741\">FREIDENKER Nr. 1-20<\/a>, M\u00e4rz 2020, 79. Jahrgang, S. 8-14<\/em><\/p>\n<p><em>Interview mit <strong>Erika Baum<\/strong> von <strong>Klaus Linder<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Liebe Erika, glaubt man den Herrschenden, aber auch linkeren Teilen der deutschen Presse, dann m\u00fcsste heute die Regierung mitsamt Oppositionsparteien (au\u00dfer einer) und au\u00dferparlamentarischen \u201eBewegungen\u201c eine einzige antifaschistische Front bilden. Wie kann das sein?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika:<\/strong> Die imperialistischen Kr\u00e4fte wissen, dass die n\u00e4chste Krise kommt. Um die Massen noch still zu halten, brauchen sie diesen scheinbaren Zusammenschluss. Und das haben ihnen, wie wir gerade in Th\u00fcringen gesehen haben, auch die \u201eLinken\u201cmit Ramelow angeboten, \u00fcber ihre eindeutige Anti-DDR-Haltung. \u00dcber einen verdeckenden parlamentarischen \u201eHickhack\u201c wurde eine klare Gesamtorientierung nach rechts durchgesetzt.<\/p>\n<p>Das, was sich in Deutschland entwickelt, ist von allen jetzt gemeinsam verbandelten Parteien eine Entwicklung nach rechts. Du siehst an der sogenannten Linkspartei, wie sie nach rechts dr\u00fcckt, und kannst es an allen anderen Stellen nachweisen. Deshalb ist der Gedanke der <em>Tendenz<\/em> der Faschisierung \u2013 bei unterschiedlichen Methoden \u2013 meiner Meinung nach ein wichtiger, der diese Richtung erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p><strong><em>Wenn nun junge Leute in der \u00dcberzeugung, sie seien Antifaschisten, das alles mitmachen, um sich im Grunde selber in einer Rechtsentwicklung wiederzufinden \u2013 was sagen wir ihnen aufgrund der eigenen Erfahrungen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika:<\/strong> Das ist eine Frage der Methode. Ich geh\u00f6re von der Altersschicht zu denen, die 1989 bestochen wurden. Ich lebe ja im Luxus. Sie haben uns nicht gleich das geboten, was sie den n\u00e4chsten Generationen bieten. Diese leben immer <em>noch<\/em> schwieriger, in immer <em>noch<\/em> gr\u00f6\u00dferer Gefahr. Sie studieren zum Beispiel, und sie k\u00f6nnen dann nicht auf diesem Gebiet arbeiten. Wenn man klug ist, wei\u00df man, dass die n\u00e4chsten Jahre gepr\u00e4gt sein werden von noch mehr Arbeitslosen.<\/p>\n<p>Denn alles, was du mit Apparaten machen kannst, werden sie mit Apparaten machen, und die Leute fliegen raus. Das wissen schon eine Reihe Menschen, sie haben schon die Angst; und dann sind die <em>schnellen<\/em> Entscheidungen, die <em>schnellen<\/em> Losungen f\u00fcr Junge verst\u00e4ndlicher. Sie sind recht stark kleinb\u00fcrgerlich gepr\u00e4gt, sie neigen vor allem zur Angst, sie sind nicht gew\u00f6hnt, sich auf lange K\u00e4mpfe ein zustellen. Daher kommen diese utopischen Losungen \u2013 Riesenforderungen mit nichts dahinter. Ich glaube wirklich, dass die gr\u00f6\u00dfte Gefahr im Kampf gegen die Rechtsentwicklung gegenw\u00e4rtig der Linksradikalismus ist, mit seinen utopischen Forderungen. Es ist reinste Utopie. Sein Emporkommen ist unvermeidlich bei einer st\u00e4ndigen opportunistischen Politik von links.<\/p>\n<p><strong><em>Utopisch sind ja nicht nur Inhalte, sondern auch der Glaube: Wenn da eine \u201eBewegung\u201c ist und <\/em>wir<em> gehen dahin&#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika:<\/strong> &#8230; und das wir die umdrehen k\u00f6nnten! Das habe ich schon gemacht, als ich noch Mitglied in der Linkspartei war. Da geh\u00f6rte ich zur Kommunistischen Plattform und hatte die Illusion, wir k\u00f6nnen die nach links dr\u00fccken. (<em>Lacht herzlich<\/em>). Da habe ich gelernt!<\/p>\n<p><strong><em>Heute ist es verbreitet, dass man, anders als du, nicht von \u201eFaschisierung\u201c oder \u00e4hnlich spricht, sondern gleich von Faschisten, so, als ginge es beim ganzen Antifaschismus um Eigenschaften von Personen, die identifiziert werden m\u00fcssen. Ist das hilfreich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika:<\/strong> Nein. Zugleich damit werden dann Widerspr\u00fcche aller Arten gef\u00f6rdert \u2013 die homosexuellen M\u00e4nner und die homosexuellen Frauen und allerlei kulturelles Dingsbums. Du kannst hundert Gr\u00fcppchen nehmen, die bieten sich ja f\u00f6rmlich zum Fressen an, um finanziell unterst\u00fctzt zu werden und wieder ein buntes Revoluti\u00f6nchen irgendwo anzufachen. <em>Diese Aufsplitterung ist die organisatorische Grundlage f\u00fcr den Einfluss der reaktion\u00e4rsten Kr\u00e4fte<\/em>. Es bleibt uns in dieser Lage nichts anderes \u00fcbrig als zu \u00fcberlegen, welcher Schritt gangbar ist, wenn er nur in der richtigen Linie erfolgt. Mehr haben wir im Moment nicht drauf.<\/p>\n<p><strong><em>Zusammen mit diesem \u201eAntifaschismus\u201c, der die Zersplitterung bef\u00f6rdert, gelingt es den Herrschenden aber offenbar auch, Menschen dazu zu bringen, gegen ihre eigenen Interessen auf die Stra\u00dfe zu gehen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Sehr richtig: Gegen ihre eigenen Interessen lassen viele sich einspannen und mobilisieren. Ich habe mir zum Beispiel angeschaut, was die Leute dort bei den \u201eAntifaschisten\u201c in Italien mit all ihren Organisationen brachten. Sie propagieren eine Hurra-EU-Haltung! Die Analyse der EU und der Rolle des deutschen Imperialismus dabei kommt nicht vor \u2013 ungeheuerlich.<\/p>\n<p>In Friedrichsfelde hatte ich fr\u00fcher den Versuch gemacht zu zeigen, dass das, was wir in der DDR gemacht haben, immer gegen das Wiedererstehen des deutschen Imperialismus gerichtet war. Dabei habe ich gerne Ulbricht zitiert. <em>Jeden <\/em>Schritt, den wir getan haben, haben wir in Bezug auf die Gegnerschaft des deutschen Imperialismus gemacht.<\/p>\n<p>Aber es kann nicht jeder 95 Jahre alt werden&#8230; Ich habe nat\u00fcrlich lebendige Erinnerungen, aus denen ich auch heute bestimmen muss: den Klasseninhalt des Faschismus, n\u00e4mlich von Lenins Imperialismustheorie her. Reaktion auf der ganzen Linie bedeutet die Gruppierung des reaktion\u00e4rsten, am meisten am Krieg interessierten Teils des Finanzkapitals. Also: Klasseninhalt und kein moralisches Gerede!<\/p>\n<p><strong><em>Ist Moral ganz abwegig?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Es kommt bei diesem Moralisieren noch etwas dazu: Bei der \u00f6ffentlichen Darstellung des Hitlerfaschismus werden nur die Opfer genannt. Nicht die <em>K\u00e4mpfenden<\/em> gegen den Faschismus \u2013 die k\u00e4mpfenden Juden sowenig wie die nichtj\u00fcdischen k\u00e4mpfenden Linken. Mein Mann Bruno Baum beschrieb in seinem Buch, welche Widerstandsorganisationen in den Konzentrationslagern geschaffen wurden. Auch alle linken Kr\u00e4fte, die nicht\u00a0 Juden waren \u2013 oder, ich sag lieber: \u201enach den N\u00fcrnberger Gesetzen als Juden Eingesch\u00e4tzte\u201c. Nach dem Sieg \u00fcber den Faschismus waren dann in der Deutschen Demokratischen Republik im Zentralkomitee, nach Israel, die meisten \u201enach den N\u00fcrnberger Gesetzen einkatalogisierten Juden\u201c. Das lag bei uns ja aber doch daran: Weil sie im Kampf standen.<\/p>\n<p><strong><em>Demnach w\u00e4re es nicht nur die verbreitete Auffassung des Hitlerfaschismus, die uns zur Identifizierung der am Faschismus interessierten Kr\u00e4fte, oder seines Wesens, f\u00fchrt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Aus dem Klasseninhalt ergibt sich: Tendenz der Faschisierung bedeutet nicht, dass \u00fcberall die gleichen Methoden wie im Hitlerfaschismus angewandt wurden und werden. Wenn ich nur die Methoden des Hitlerfaschismus nehme, wird der Faschismusbegriff eingeengt. Dann g\u00e4be es in den USA ja keine Tendenz der Faschisierung, weil sie ein Parlament haben! Aber Dimitroff hat es beim VII. Weltkongress gesagt: Unter bestimmten Bedingungen lassen sie noch ein Parlament zu. Und auch heute, man sehe nicht nur die Wahlen in Th\u00fcringen: Bei solchen Parlamenten w\u00e4ren sie doch dumm, sie zu beseitigen, das entspricht doch der Tendenz der Faschisierung, sie in diesem Zustand zu behalten.<\/p>\n<p>Also die Unterscheidung ist wieder: Die Tendenz kommt von der Klassenfrage her.<\/p>\n<p><strong><em>So nehme ich die Frage wieder auf: Wie kommen wir zu vermittelbaren Lehren aus dem siegreichen Kampf gegen den Faschismus, wie in die Komintern f\u00fchrte?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Dazu habe ich diesen Gedanken, der mir wichtig erscheint als Lehre des Kampfes gegen den Faschismus: Dass auf dem VII. Weltkongress der <em>Haupt<\/em>widerspruch \u2013 der <em>weltweite<\/em> Hauptwiderspruch \u2013 formuliert wurde. Und das ist die Lehre, die man f\u00fcr heute ziehen muss: Dass wir klar erkennen m\u00fcssen, wie der Hauptwiderspruch in der Welt gegenw\u00e4rtig im Konkreten, in der Erscheinungsform seines Wesens ist.<\/p>\n<h5>Einheit von Russland und China \u2013 Hoffnung auf Rettung der Menschheit!<\/h5>\n<p>Da hast du heute auf der einen Seite, rechts, die imperialistischen M\u00e4chte, die zueinander im Gegensatz stehen, aber zugleich in Einheit gegen die Werkt\u00e4tigen verbunden sind. Auf der anderen Seite hast du die Vereinigung, die hoffentlich immer fester wird, zwischen Russland und China, als die Rettung \u2013 die Rettung! \u2013 der Menschheit, die Rettung insbesondere der Werkt\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Deshalb komme ich auf diesen Hauptwiderspruch in der Gegenwart, weil die Lage so anders ist. Wir haben keine Sowjetunion mehr. Aber wir haben eine Tendenz der Entwicklung in Russland und eine der Selbstkritik f\u00e4hige Kommunistische Partei in China. Die kommunistische Partei Russlands hatte in au\u00dfenpolitischen Fragen immer \u00dcbereinstimmung mit Putin und Lawrow. Aber in sozialen Fragen mussten sie nat\u00fcrlich bestimmte Fragestellungen aufwerfen.<\/p>\n<p>In Russland geht die Tendenz nun aber in die Richtung, dass Putin jetzt soziale Fragen angeht.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Der heutige Hauptwiderspruch ist nicht so offensichtlich begreifbar wie1935 zum VII. Weltkongress. Denn damals war dort der Faschismus und auf unserer Seite die Sowjetunion, was das Wesen des Antifaschismus klar hervortreten lie\u00df.<\/p>\n<p>Aber man muss bei der gegenw\u00e4rtigen Entwicklung Russlands und Chinas sehen, dass es da auch eine Richtung gibt. Wenn du den Putin und seine Aussagen nimmst, als er gerade eingesetzt wurde, und dich daran festklammerst, dann begreifst du nicht, wohin das sich entwickelt hat \u2013 wenn Du die letzten Ma\u00dfnahmen in Russland dir anschaust. Das hei\u00dft also: Es gibt auch hier eine Richtung der Entwicklung, die man zur Kenntnis nehmen muss, ohne sich an einzelnen fr\u00fcheren Losungen festzuhalten.<\/p>\n<p><strong><em>Wie kommt man von diesem Hauptwiderspruch zu notwendigen Schritten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Togliatti hat auf dem VII. Weltkongress gesagt, dass der <em>Kampf gegen den Krieg<\/em> das <em>Hauptkettenglied <\/em>des revolution\u00e4ren Kampfes ist. Er sagt: \u201eEs gibt keinen Krieg schlechthin, sondern es gibt konkrete Kriege, deren Charakter durch die gegebene historische Periode durch das gegenseitige Verh\u00e4ltnis der Klassenkr\u00e4fte in der ganzen Welt und insbesondere in den kriegf\u00fchrenden L\u00e4ndern bestimmt wird.\u201c Also wieder: die Konkretheit der Entwicklungsphase im Bezug auf Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis. Also eine Orientierung auf reale Verh\u00e4ltnisse, auf die jetzige Gestalt.<\/p>\n<p>Und deshalb bin ich der Meinung, dass im Augenblick dieser Widerspruch: imperialistische Kr\u00e4fte auf der einen Seite, mit Widerspr\u00fcchen, die sie untereinander haben \u2013 aber geschenkt! \u2013, und Russland und China als Gegensatz auf der anderen Seite der Hauptwiderspruch in der Welt ist.<\/p>\n<p><strong><em>Jetzt muss ich etwas nachfragen zu dem Hauptwiderspruch. Von Lenin gibt es ja die ausgef\u00fchrte Theorie des Hin\u00fcberwachsens von der demokratischen in die sozialistische Revolution. Nun spielt im Kampf gegen den Faschismus der Kampf um die Demokratie eine unerl\u00e4ssliche Rolle. Es bildeten sich daraus nun auch Theorien, die die Volksfrontstrategie so auslegten, als sei der Grundgegensatz zwischen Imperialismus und Sozialismus durch die faschistische Bedrohung au\u00dfer Kraft gesetzt, eben durch den Gegensatz zwischen Demokratie und Faschismus. W\u00e4re das mit dem Hauptwiderspruch so zu verstehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Nein. Das steckt ja auch in dem Bl\u00f6dsinn, wir erlebten jetzt die \u201eWiederkehr des Kalten Krieges\u201c. Der Witz ist: Den gab&#8217;s immer! Ein sowjetischer Genosse erz\u00e4hlte einst: W\u00e4hrend der Zeit der Antihitlerkoalition \u2013 die von der Sowjetunion und den Wissenschaftlern nie \u201eantifaschistische Koalition\u201c genannt wurde sondern Antihitlerkoalition, v\u00f6llig berechtigt \u2013 wenn Dosen kamen, die von den USA im Krieg geschickt wurden, w\u00e4hrend <em>sie<\/em> vormarschierten durch all das Elend, sagten die sowjetischen Soldaten: \u201eAha, da ist die Dritte Front\u201c. Denn die kam ja ewig nicht. Was sie jetzt als den gro\u00dfen Kampf und die gro\u00dfe Befreiung darstellen, das dauerte so lange, da mussten ganze V\u00f6lker der Sowjetunion zuvor im Kampf schon fallen.<\/p>\n<p>Truman hat Stalin dann in Potsdam gesagt, wie erfolgreich der erste Versuch mit der Atombombe gewesen sei. Stalin soll sich verhalten haben, als ob das \u00fcberhaupt nichts w\u00e4r\u2018. Jeder wusste: die erste Atombombe ist gegen die Sowjetunion gestartet worden. Das war der Druck, unter dem wir dann lange lebten: das\u00a0 Atombombenmonopol des Gegners.<\/p>\n<p>Also: Der Kalte Krieg war immer da \u2013 n\u00e4mlich als die Gestalt, als die konkrete Verwirklichung des grundlegenden Gegensatzes von gesellschaftlichem Charakter der Produktion und privatkapitalistischer Aneignung. Wenn man nicht lernt, die konkrete Gestalt richtig zu analysieren, dann kann man diesen grundlegenden Gegensatz nicht l\u00f6sen. Und dieser Haupwiderspruch, von dem ich rede, ist auch die gegenw\u00e4rtige Erscheinung eines wesentlichen Gegensatzes.<\/p>\n<p>Wenn es in einer kommunistischen Partei keine solche Analyse der Lage mehr gibt, entsteht nat\u00fcrlich die gegenw\u00e4rtige Schwierigkeit, die auch f\u00fcr junge Leute, die sich neu mit dem Marxismus besch\u00e4ftigen, gro\u00dfe Probleme bringt.<\/p>\n<p><strong><em>Nachdem nun das \u201eHauptkettenglied\u201c gemeistert war &#8211; der Faschismus war besiegt, der Krieg beendet \u2013 wie lebten danach die Lehren aus dem antifaschistischen Kamf, aus der Volksfrontstrategie weiter?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Zur Beantwortung braucht es den Gedanken, warum die DDR, mit der antifaschistisch-demokratischen Ordnung ein solcher <em>Pr\u00fcfstein<\/em> ist: Weil wir in dieser Zeit\u00a0 bewiesen haben, dass wir mit Etappen des Kampfes, mit Schritten den Weg hin zum Sozialismus erreichen. Es gibt keinen anderen Weg. Kein anderer hat es bisher noch geschafft, au\u00dfer \u00fcber solche Etappen, bei denen immer die Losung mit der T\u00e4tigkeit verbunden war \u2013 mit Herz, Hirn und H\u00e4nden.<\/p>\n<p>Wir haben die Bodenreform gemacht, als auch die Menschen aus Ostpreu\u00dfen und so weiter auf der Grundlage des Potsdamer Abkommens kamen. Wir sind \u00fcbrigens schon damals beschimpft worden von den \u201eLinken\u201c. Was haben wir gemacht? Wir haben den Boden aufgeteilt. Wie haben wir ihn aufgeteilt? Es wurde ein Hut genommen, da waren alle Bodenteile drin, und die Leute haben auf dem Feld gestanden und ihr Los gezogen. Es war nicht vorher bestimmt, wer was kriegt. Ein Genosse, der gerade aus einem Lager kam, erz\u00e4hlte: Wenn er den Pfarrer dazu gekriegt hat, dass er beim Auslosen dabei war, dann hat er gesungen \u201eEine feste Burg ist unser Gott\u201c. Aber: Er hat sich dabei nie verbogen! Er hat nie den Stimmungen nachgegeben, sondern er wusste, wohin wir gehen m\u00fcssen. Das ist ja die gro\u00dfe Sache der Strategie des VII. Weltkongresses. Wir haben eine klare strategische Linie, aber wir wissen, dass man die Schritte dazu mit den Massen organisieren muss.<\/p>\n<p><strong><em>Kannst du ein Beispiel f\u00fcr die Bedeutung der richtigen Losung zur richtigen Zeit nennen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Zun\u00e4chst mussten wir uns fragen: Welche Entwicklung haben wir? Zuerst die S\u00e4uberung, die Frage: Was muss der Umbau sein? Also: Gleichheit aller Mitb\u00fcrger, gegen Rassenhass, S\u00e4uberung des gesamten Erziehungs- und Bildungswesens.<\/p>\n<p>Wir haben die Enteignung mit einer Volksbefragung organisiert. Mit einer Volksbefragung in Sachsen \u00fcbrigens. Und wir haben das mit der Losung gemacht: \u201eEnteignung der Nazi-Aktivisten und Kriegsverbrecher\u201c. Wir haben also genau die Linie des VII. Weltkongresses im Sinn gehabt: Faschismus ist Herrschaft der reaktion\u00e4rsten, am meisten am Krieg interessierten Teile des Finanzkapitals. Es ist dem Wesen nach genau diese Durchsetzung, aber in der Wortwahl haben wir an den Erfahrungen, den Interessen der Menschen angekn\u00fcpft. Wir haben die Nazi-Aktivisten und Kriegsverbrecher enteignet. Da sa\u00dfen die Leute zusammen in den verschiedenen Parteigruppen \u2013 die h\u00e4tten am liebsten den kleinen Krauter enteignet, weil sie den gekannt haben. Den Konzernherrn haben sie ja nie zu Gesicht gekriegt! Aber: Wir haben an ihre Erfahrung angekn\u00fcpft, dass Nazi-Aktivisten und Kriegsverbrecher uns das Ungl\u00fcck gebracht haben. Und da hatten wir dann die Stimmen f\u00fcr die Enteignung der Konzerne, der Gro\u00dfbetriebe. Wir haben die Gro\u00dfbetriebe enteignet! Nat\u00fcrlich hatten wir eine Besatzungsmacht, die die gleiche Klassenlinie verfolgte.<\/p>\n<p>Aber: Diese Besatzungsmacht hat auch verstanden, welche Notwendigkeit an Schritten, an Konkretheit des Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses zu beachten war.<\/p>\n<p>Also das ist zum Beispiel eine F\u00e4higkeit, die wir heute \u00fcberhaupt nicht haben.<\/p>\n<p><strong><em>Diese F\u00e4higkeit k\u00f6nnte so verstanden werden, als sei es beim Kampf gegen den Faschismus nicht mehr um die Diktatur des Proletariats gegangen, auch nicht nach der Kapitulation des Hitlerfaschismus. K\u00e4men wir da nicht zu einer opportunistischen Verzerrung der Volksfrontstrategie?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Das ist richtig. Deshalb sag ich dazu: Hauptwiderspruch <em>und zugleich <\/em>sich nicht verbiegen. Die Linie im Auge behalten. Die Linie! Deshalb betone ich f\u00fcr die Bedeutung der DDR, dass wir die antifaschistisch-demokratische Ordnung errichtet haben, mit dem Hinweis: \u201eWir sind der Auffassung, dass der Weg Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen falsch w\u00e4re. Denn dieser Weg entspricht nicht den gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsbedingungen in Deutschland.\u201c So stand es schon im Aufruf der KPD von 1945 und es gab keinen anderen Weg zum Sozialismus als da durch zu gehen. Wenn du die Linie beh\u00e4ltst, dann hast du die Junker enteignet, du hast also Bodenreform gemacht, dann hast du aus den Schulen die Nazilehrer vertrieben, und dann hast du als erstes St\u00fcck, das von den Neuen inszeniert wurde am Deutschen Theater, \u201eNathan der Weise\u201c genommen. Lessing, also ein Aufkl\u00e4rer mit der Botschaft: \u201eAlle Religionen h\u00e4ngen nur davon ab, was die Leute von ihnen halten\u201c.<\/p>\n<p>Die antifaschistisch-demokratische Ordnung erf\u00fcllte also zuerst eine ganze Reihe von antifeudalen Restaufgaben, die die Novemberrevolution nicht erf\u00fcllte. Aber nur dadurch dass sie mit diesem Hauptwiderspruch verbunden war, haben wir nach 1945 den antifaschistischen Kampf weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Und wir haben die Schulreform durchgef\u00fchrt, was bedeutet hat, dass du mit linken Schulreformern zusammengehen konntest und damit Grundlagen f\u00fcr die Einheit der Arbeiterklasse schaffen konntest. Wir haben alles gef\u00f6rdert, was uns verbunden hat mit antifeudalen, antimilitaristischen, Anti-Hitler-Auffassungen, also antifaschistischen Auffassungen. Das haben wir <em>zusammengeschlossen<\/em>. Das halte ich deshalb f\u00fcr so wichtig, weil wir damit alle diejenigen, die in eine innere Emigration gegangen waren, die nicht ausgewandert sind, aktivieren konnten.<\/p>\n<p>Das war alles m\u00f6glich. Und damit haben wir den Weg zum Sozialismus geebnet. Aber immer in Verbindung mit konkreten Dingen. Das war und ist der einzig gangbare und erfolgreiche Weg. Es war ein Weg des Sieges. Das finde ich wichtig gegen den Linksradikalismus. Und deshalb m\u00fcssen sie in jedem Krimi und in jeder Sache irgendwas gegen die DDR anbringen.<\/p>\n<p><strong><em>Somit steht die Lehre des VII. Weltkomgresses gegen den rechten Opportunismus und den Linksradikalismus zugleich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Ich muss die gro\u00dfe Leistung immer einbeziehen, die die Kommunistische Internationale schon mit dem V. Weltkongress und dann bis zum VII. erbrachte, die gro\u00dfe theoretische Leistung, sich immer auf die Imperialismustheorie von Lenin zu beziehen.<\/p>\n<p>Der VII. Weltkongress hat gegen den Linksradikalismus eine ungeheure Z\u00e4sur geschaffen, aber auch nicht die opportunistischen Folgerungen gef\u00f6rdert, die du erw\u00e4hntest. Es hie\u00df in der Tat nicht mehr: Diktatur des Proletariats <em>jetzt<\/em>. Es wurde eben auch der Hauptwiderspruch benannt als einer zwischen Faschismus und Selbstbestimmungsrecht der Nationen, der V\u00f6lker. Das war nicht sofort die Diktatur des Proletariats. Das war nicht die Losung: Sozialismus jetzt. Das ist wichtig f\u00fcr die Gegenwart!<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rte zu den Lehren des VII. Weltkongresses: Der Kampf ging auch um die Rettung der deutschen Nation. Das geh\u00f6rt zur antifaschistischen Strategie.<\/p>\n<p>Auch hier wirkte Lenin weiter: Er hat in der Zeit von Zimmerwald den Kampf gef\u00fchrt um das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung \u2013 gegen Rosa Luxemburg, die das f\u00fcr Polen v\u00f6llig falsch fand, weil sie nicht begriff, dass die Souver\u00e4nit\u00e4t der Nation eine wichtige Frage ist im Kampf. Lenin benennt diesen Fehler.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen lernen, die nationale Frage richtig marxistisch-leninistisch anzuwenden. Sonst brauchen wir uns nicht zu wundern, dass wir die Menschen nicht gewinnen.<\/p>\n<p>Auch die \u00f6sterreichische Nation, in der ich aufwuchs, ist im Ergebnis des Kampfes um den VII. Weltkongress formuliert worden von den Kommunisten. Es gab damals von Alfred Klahr eine konsequente Orientierung auf die Entstehung der \u00f6sterreichischen Nation gegen die Nazi-Besatzer.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen heute wissen: Der n\u00e4chste Krieg trifft die Deutschen. Alle Deutschen. Hier wird er ausgetragen. Der USA-Imperialismus kann sich das ganz gut leisten, wenn hier der Konkurrent, die EU, zu einem Syrien wird.<\/p>\n<p><strong><em>So leben wir, bei allen konkreten Erscheinungen des Widerspruchs, weiterhin in der Epoche des \u00dcbergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus? W\u00e4re das noch richtig?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Ja \u2013 wenn ich nicht vergesse, dass Strategie und Taktik dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Also dass man die Schritte dorthin gehen muss. Noch ein Beispiel zu Losungen: Im Zuge der Oktoberrevolution gab es die Losung \u201eAlle Macht den Sowjets\u201c, die ja urspr\u00fcnglich Kontrollorgane waren. Es gewannen dann die Menschewiki die Mehrheit in den Sowjets. Da nahmen die Bolschewiki ihre Losung f\u00fcr eine gewissse Zeit zur\u00fcck und haben in den Sowjets um die Gewinnung der Mehrheit gek\u00e4mpft, und dann haben sie die Losung wieder aufgestellt. Deshalb hat Lenin immer gesagt: Die Wahrheit ist konkret.<\/p>\n<p>Das ist eine Lehre f\u00fcr mich gewesen: Wenn es eine richtige, den Interessen der Mehrheit entsprechende Haltung ist, kann ich damit jemand gewinnen. Aber es muss den Interessen der Menschen entsprechen. Ich muss ihre Interessen, ihre Lage studieren. Wenn eine Kommunistische Partei nicht die Interessen der am meisten Ausgebeuteten und in Gefahr sich Befindenden studiert,\u00a0 zur Kenntnis nimmt, und dadurch zu ihnen geh\u00f6rt, dann ist sie keine kommunistische Partei mehr. Wo machen wir das? Und da, wo es gemacht wird, wird\u2019s gest\u00f6rt durch eine scheinbare revolution\u00e4re Losung mit 27 \u201eR\u201c davor.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eSystemwechsel jetzt!\u201c.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Erika<\/strong>: Ja. Aus dem Grund bin ich, weil es gegenw\u00e4rtig so schwierig ist, daf\u00fcr, dass der Hauptwiderspruch \u2013 heute Russland-China gegen alles, was da an Imperialismus und Unterdr\u00fcckung ist \u2013 zur Kenntnis genommen wird.<\/p>\n<p>Wenn man begreift, dass der Imperialismus F\u00e4ulnischarakter hat, dann wissen wir doch, dass der Krieg gegenw\u00e4rtig f\u00fcr sie ein Hauptinstrument des Erhaltens der Ordnung des reaktion\u00e4rsten Teils des Finanzkapitals ist. Der Krieg ist <em>das <\/em>L\u00f6sungsmittel im Augenblick. Der milit\u00e4risch-industrielle und Medien-Komplex.<\/p>\n<p>Die Medien sind hinzuzunehmen, weil sie uns \u00fcber die Medien daran gew\u00f6hnen wollen, dass Krieg ist. Sie machen ja schon Krieg dort im Fernsehen. Und manche Leute glauben, das ist die Wirklichkeit. Dadurch kriegt der Krieg eine f\u00fcr sie noch wesentlichere Rolle der Herrschaft. Ohne Krieg k\u00f6nnen weder Obama noch Trump ihre Macht auf die Dauer sichern und den Krisenerscheinungen entgegentreten. Der Krieg ist im Moment, siehe Deutschland, Kramp-Karrenbauer und die andern, <em>das<\/em> Mittel, ihre Macht zu sichern. Und deshalb treffen wir mit der Au\u00dfenpolitik \u2013 gegen unipolar, f\u00fcr multipolar \u2013 ein wesentliches Mittel ihrer Herrschaft.<\/p>\n<p>Krieg ist auch die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Arbeiterklasse und die Werkt\u00e4tigen. Weil sie uns ausl\u00f6schen k\u00f6nnen. Und deshalb muss gegenw\u00e4rtig die Hauptsache Verhinderung des Krieges, also hier und jetzt \u201eKein Aufmarschgebiet gegen Russland\u201c hei\u00dfen. Diese Losung ist im Moment die richtige angesichts dieses Aufmarsches. Du musst bereit sein, eine Position zu <em>benennen<\/em>, um zu sehen, ob sie sich best\u00e4tigt in der Entwicklung.<\/p>\n<p><strong><em>Liebe Erika, hab herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Erika Baum lebt in Berlin und ist Mitglied im Deutschen Freidenker Verband. Die geb\u00fcrtige Wienerin (Jahrgang 1925) war schon als junges M\u00e4dchen durch ihre Familie Teil des kommunistischen Widerstands in Wien. Die Familie gew\u00e4hrte Widerstandsk\u00e4mpfern w\u00e4hrend der Nazi-Besatzung Unterschlupf, verteilte Flugbl\u00e4tter. 1945 siedelte Erika in die sowjetische Besatzungszone \u00fcber. Sie heiratete den Widerstandsk\u00e4mpfer Bruno Baum, wurde Junglehrerin, studierte Gesellschaftswissenschaften und arbeitete als Dozentin an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t. Sie war von der ersten Stunde aktiv am Aufbau der antifaschistisch-demokratischen Ordnung und des Sozialismus in der DDR beteiligt.<\/em><\/p>\n<p>Das Interview mit Erika f\u00fchrte der Berliner Freidenker-Vorsitzende Klaus Linder.<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Freidenker_2020-01_Baum-LehrenAusDemVIIWeltkongress.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erika Baum:\u00a0 Lehren aus dem VII. Weltkongress f\u00fcr den Kampf gegen Faschismus und Krieg<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 1-20, ca. 375 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: <span class=\"st\">Erika Baum bei ihrer Rede zum Gedenken an Ernst Th\u00e4lmann am 19.08.2017.<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=4771\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=4771<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Interview mit Erika Baum von Klaus Linder aus FREIDENKER 1-20<\/b><br \/>\nFrage: Glaubt man den Herrschenden, aber auch linkeren Teilen der deutschen Presse, dann m\u00fcsste heute die Regierung mitsamt Oppositionsparteien (au\u00dfer einer) und au\u00dferparlamentarischen \u201eBewegungen\u201c eine einzige antifaschistische Front bilden. Wie kann das sein?<br \/>\nErika: Die imperialistischen Kr\u00e4fte wissen, dass die n\u00e4chste Krise kommt. Um die Massen noch still zu halten, brauchen sie diesen scheinbaren Zusammenschluss. Und das haben ihnen, wie wir gerade in Th\u00fcringen gesehen haben, auch die \u201eLinken\u201cmit Ramelow angeboten, \u00fcber ihre eindeutige Anti-DDR-Haltung. \u00dcber einen verdeckenden parlamentarischen \u201eHickhack\u201c wurde eine klare Gesamtorientierung nach rechts durchgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7795,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[13,1162],"tags":[648,370,451,335,565,1062],"class_list":["post-7793","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-frieden-antifaschismus-solidaritaet","category-geschichte","tag-2-weltkrieg","tag-antifaschismus","tag-faschismus","tag-frieden","tag-kommunismus","tag-linksradikalismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/erika_baum_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-21H","jetpack-related-posts":[{"id":7741,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7741","url_meta":{"origin":7793,"position":0},"title":"FREIDENKER 1-20  \u2013 Was ist Faschismus &#8211; was Antifaschismus?","author":"Webredaktion","date":"19. 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