{"id":7343,"date":"2019-12-29T13:49:46","date_gmt":"2019-12-29T12:49:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7343"},"modified":"2020-02-01T17:39:46","modified_gmt":"2020-02-01T16:39:46","slug":"ueber-den-begriff-des-anthropozaens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7343","title":{"rendered":"\u00dcber den Begriff des Anthropoz\u00e4ns"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7313\">FREIDENKER Nr. 4-19<\/a>, Dezember 2019, 78. Jahrgang, S. 49-54<\/p>\n<p><em>von <strong>Sebastian Bahlo<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das Philosophische W\u00f6rterbuch von M. Buhr und G. Klaus f\u00fchrt vier Bedeutungen des Begriffs Natur an, die wie folgt kurz paraphrasiert seien: 1. alles, was au\u00dferhalb des Bewu\u00dftseins existiert, gleichbedeutend mit Materie; 2. die den gesellschaftlichen Bewegungsformen gegen\u00fcberstehenden Bewegungsformen der Materie; 3. alles unabh\u00e4ngig von der T\u00e4tigkeit des Menschen entstandene; 4. Natur im Sinne von Wesen.<\/p>\n<p>Oft m\u00fcssen mehrere dieser Bedeutungen gemeinsam gedacht werden, wenn von Natur gesprochen wird. Sprechen wir vom Mensch-Natur-Verh\u00e4ltnis, denken wir zun\u00e4chst an die 2. und 3. Bedeutung. Wie verh\u00e4lt sich der Mensch zu den physikalischen, chemischen, biologischen Bedingungen seiner Existenz \u2013 2., und wie verh\u00e4lt er sich zu seiner vorgefundenen Umwelt \u2013 3.?<\/p>\n<p>Doch ein Begriff der Natur, der sie dem Menschen als ein schlechthin Anderes gegen\u00fcberstellt, ist nicht nur unvollst\u00e4ndig, sondern falsch. Fragen wir tats\u00e4chlich nur nach dem Verh\u00e4ltnis des Menschen zu seinen urspr\u00fcnglichen Lebensgrundlagen und seinem Verh\u00e4ltnis zur nichtmenschlichen Umwelt, so kann die Frage von Spezialwissenschaften (Naturwissenschaften, \u00d6konomie) vollst\u00e4ndig beantwortet werden, aber nur deskriptiv und unter Annahme gewisser Vorgaben, was zu gegebener Zeit und an gegebenem Ort als Gesetz menschlichen Handelns zu gelten hat.<\/p>\n<p>Um das Gesetz menschlichen Handelns selbst kritisch zu untersuchen und normative Erkenntnisse zu gewinnen, mu\u00df man sich in die Philosophie begeben. Philosophisch jedoch kann die Natur nicht willk\u00fcrlich dem Menschen gegen\u00fcbergestellt werden, sondern der Mensch (und zwar nicht nur als biologisches, sondern als gesellschaftliches Wesen) mu\u00df selbst als Teil der Natur begriffen werden. Als die menschliche Gesellschaft einschlie\u00dfend l\u00e4\u00dft sich die Natur aber nur in der 1. Bedeutung denken. Fragen wir aber nach dem Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Natur, der er selbst angeh\u00f6rt, so m\u00fcndet dies in die Frage nach seiner eigenen Natur, Bedeutung Nr. 4.<\/p>\n<p>Das Auftreten des Menschen in der Welt als eines mit Bewu\u00dftsein begabten Lebewesens entspricht dem Erreichen einer gewissen Entwicklungsstufe der Materie. Wodurch zeichnet sie sich aus?<\/p>\n<p>Unbelebte Materie gehorcht, (soweit wir sie erforscht haben), physikalischen und chemischen Gesetzen. (Diesen m\u00f6gen andere, noch nicht entdeckte Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zugrundeliegen.) Die phyiskalisch-chemi\u00adschen Elementarprozesse unterliegen der Zuf\u00e4lligkeit des Eintretens und der Reversibilit\u00e4t. Gesetzm\u00e4\u00dfige zeitliche Entwicklung findet nur makroskopisch statt, im statistischen Gleichgewicht riesiger H\u00e4ufigkeiten individueller Reaktionen. Mit zunehmender Komplexit\u00e4t der Molek\u00fcle und ihrer Wechselwirkungssysteme w\u00e4chst jedoch allm\u00e4hlich die individuelle Bedeutung des einzelnen Molek\u00fcls.<\/p>\n<h5>Entstehung von Leben<\/h5>\n<p>Auf einer bestimmten Stufe der chemischen Komplexit\u00e4t entsteht Leben, zun\u00e4chst in Gestalt einzelner Zellen. Die Zelle ist ein bestimmtes Dasein, das als Stoffwechselsystem aufgefa\u00dft werden mu\u00df. W\u00e4hrend einzelne Molek\u00fcle in jedem Augenblick ver\u00e4ndert, entfernt und ersetzt werden, bleibt das Gesamtsystem eine gewisse Zeit lang konstant, ver\u00e4ndert sich in, verglichen mit den chemischen Wechselwirkungen, gigantischen Zeitr\u00e4umen im Rahmen des Lebenszyklus der Zelle. Auf dieser Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit gr\u00fcndet die Einheit der Zelle, die durch die zahllosen sie konstituierenden chemischen Prozesse hindurch erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Die Revolution des Lebens besteht in der Vermehrung. Eine Zelle kann eine neue Zelle nach ihrem Bilde hervorbringen, aber nicht nur nach ihrem Bild, sondern sie vererbt ihr auch ihre Daseinsweise, also den chemischen Stoffwechselproze\u00df und selbst wieder die F\u00e4higkeit zur Fortpflanzung. Dies f\u00fchrt zu einer rasanten Besiedlung der Erdoberfl\u00e4che mit Lebewesen. Das zellul\u00e4re Leben gehorcht neuen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, die sich nicht ersch\u00f6pfend durch die zugrundeliegenden physikalisch-chemischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten beschreiben lassen. Eine neue Daseinsform der Materie mit eigenen Bewegungsgesetzen ist erschienen, deren Beschreibung der Biologie zuf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Das so charakterisierte zellbiologische Leben bildet eine immense Vielfalt immer komplexerer Formen aus, bis sich mit der Entstehung des Zentralen Nervensystems (ZNS) im Tierreich ein weiterer revolution\u00e4rer Umschlag vollzieht. Bisher waren die Reaktionen der Lebewesen auf Umwelteinfl\u00fcsse rein zellbiologisch determiniert. Das ZNS erm\u00f6glicht es, unter Ber\u00fccksichtigung zahlreicher Informationen aus der Au\u00dfenwelt und dem Organismus autonom zu entscheiden, welche Reaktion unter jeweils gegebenen Bedingungen Priorit\u00e4t hat. Das ZNS ist so veranlagt, da\u00df sein Wirken die Erhaltung der Art sowie die Selbsterhaltung der Organismen f\u00f6rdert. Mit der Entwicklung des ZNS geht die Ausbildung von Trieben, Instinkten der Lebewesen einher; diese stellen ein neues Bewegungsprinzip der Materie dar, das Gegenstand der Verhaltensforschung oder Ethologie ist.<\/p>\n<p>Das Auftreten des Menschen in der Entwicklungsgeschichte ist ein kompliziertes Ereignis. Es zu begreifen setzt bereits eine erste Antwort auf die Frage: Was ist der Mensch? voraus. Der Mensch geht aus der biologischen Evolution der Lebewesen hervor, tritt in die Welt als biologisch determiniertes Wesen, also als Tier, erhebt sich aber unter Ausnutzung seiner biologischen Anlagen \u00fcber das biologisch bestimmte Dasein. Auch der einzelne Mensch kommt, entsprechend dem Zusammenhang von Phylogenese und Ontogenese, in einem tierischen Zustand auf die Welt, aus dem er durch das Erlernen der Kulturtechniken herausw\u00e4chst.<\/p>\n<h5>Biologie und Kultur<\/h5>\n<p>Fraglich ist jedoch, ob die biologischen Anlagen des Menschen \u2013 die Beschaffenheiten des Gehirns, des Skeletts, der H\u00e4nde, des Kehlkopfes, des Zungenbeins u. a. \u2013, die ihm die Beherrschung der Kulturtechniken so gl\u00fccklich erleichtern, schon vor der Entwicklung dieser Techniken (zuf\u00e4llig?) fertig durch die biologische Entwicklung herausgebildet waren, oder ob sie sich gemeinsam mit dieser Kulturentwicklung und mit ihr wechselwirkend gebildet haben. Letzterer Annahme neigte Darwin in seinem Buch \u201eDie Abstammung des Menschen\u201c (1871) zu, wo er ausdr\u00fccklich vererbbare \u201eWirkungen des vermehrten Gebrauchs oder Nichtgebrauchs von Teilen\u201c annimmt.<\/p>\n<p>Noch weiter geht Engels in seinem ber\u00fchmten Fragment \u201eAnteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen\u201c (1876): \u201e(S)o ist die Hand nicht nur das Organ der Arbeit, sie ist auch ihr Produkt.\u201c \u201e(D)ie werdenden Menschen kamen dahin, da\u00df sie einander etwas zu sagen hatten. Das Bed\u00fcrfnis schuf sich sein Organ: Der unentwickelte Kehlkopf des Affen bildete sich langsam, aber sicher um (&#8230;)\u201c. Diese Hypothesen sind von der Wissenschaft lange nicht gezielt weiterverfolgt worden, weil das unselige \u201eZentrale Dogma der Molekularbiologie\u201c einen Riegel vorschob, wonach die DNS die Baupl\u00e4ne aller Eiwei\u00dfe und damit des Organismus ent\u00adh\u00e4lt, und dessen Anwendung auf die Evolutionsbiologie gebot, da\u00df nur rein zuf\u00e4llige Mutationen der DNS durch nat\u00fcrliche Selektion in langfristige erbliche Umgestaltungen der Arten einflie\u00dfen k\u00f6nnten und insbesondere im Lauf des individuellen Lebens erworbene Eigenschaften niemals erblich werden k\u00f6nnten; eine gesetzm\u00e4\u00dfige R\u00fcckwirkung der Lebensbedingungen auf die Evolution der Lebewesen wurde also nur in extrem langen Zeitr\u00e4umen f\u00fcr m\u00f6glich gehalten.<\/p>\n<p>Dank umfassender moderner Einsicht in das komplizierte Wechselwirkungssystem von Nukleins\u00e4uren und Eiwei\u00dfen im Vererbungs- und \u201eExprimierungs\u201c-Proze\u00df ist das \u201eZentrale Dogma\u201c jedoch unhaltbar geworden und steht kurz davor, endg\u00fcltig vom Sockel gesto\u00dfen zu werden. Dies wird weitreichende Folgen, auch f\u00fcr die neuerliche Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der kulturellen und der biologischen Entwicklung des Menschen haben.<\/p>\n<h5>Bewu\u00dftsein und \u00d6konomie<\/h5>\n<p>F\u00fcr das Verhalten des Menschen ist das Bewu\u00dftsein von entscheidender Bedeutung als einer neuen Daseinsform der Materie. Das Bewu\u00dftsein hat Vorl\u00e4ufer im Tierreich. Es \u00fcbertritt die Schwelle zu einer neuen Qualit\u00e4t durch seine Funktion bei der Arbeit \u2013 Arbeit ist nach Marx \u201egesellschaftlich vermittelter Stoffwechsel mit der Natur\u201c, (Natur hier in der 3. Bedeutung als vorgefundene Umwelt verstanden). Das menschliche Bewu\u00dftsein und mit ihm der Mensch kann nur in diesem gesellschaftlich vermittelten Stoffwechsel mit der Natur verstanden werden.<\/p>\n<p>Mit dem Menschen beginnt wieder ein neues Bewegungsprinzip der Materie zu wirken: das \u00f6konomische. Als gesellschaftlich arbeitendes, die vorgefundene Umwelt bewu\u00dft umgestaltendes Wesen erhebt sich der Mensch nicht nur \u00fcber das ihm vorgehende Instinktwesen, sondern \u00fcber die biologische Sph\u00e4re \u00fcberhaupt. Denn allen rein biologischen Lebensformen ist gemeinsam, da\u00df sie an die vorgefundene Umwelt erblich angepa\u00dft sind. Der Mensch pa\u00dft die Beziehung zwischen seiner Lebensweise und der Umwelt unabh\u00e4ngig von seinen biologisch ererbten Eigenschaften seinen ver\u00e4nderlichen Bed\u00fcrfnissen an. So wie das chemische Bewegungsgesetz auf dem physikalischen und wie das biologische auf dem chemischen, so beruht auch das \u00f6konomische Bewegungsgesetz auf dem biologischen. Wie jedoch die Chemie nicht hinreichend die biologischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten beschreibt, so beschreibt die Biologie nicht hinreichend die \u00f6konomischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten.<\/p>\n<p>Die menschliche Gesellschaft ist nicht denkbar ohne ihre bewu\u00dfte Beziehung zur vorgefundenen (und auch zum stets wachsenden Teil der bereits umgestalteten) Umwelt, die Arbeit und die Verteilung der Arbeitsprodukte. Der dem Marxismus oft vorgeworfene \u201e\u00d6konomismus\u201c besteht in nichts anderem als darin, diese fundamentale Bedeutung des Mensch-Natur-Verh\u00e4ltnisses f\u00fcr die Natur des Menschen anzuerkennen.<\/p>\n<h5>Stoffwechsel mit der Natur<\/h5>\n<p>Das \u00f6konomische Bewegungsprinzip der Materie wirkt nicht nur in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft als einer Summe von Menschen, sondern es schlie\u00dft auch den ganzen gesellschaftlich vermittelten Stoffwechselproze\u00df mit der Natur ein. Feuerstelle, Pfeil und Bogen, Keramik, domestiziertes Vieh und Getreide, Streitwagen, Dampfmaschine, Computer, \u00c4cker und Weiden, Stra\u00dfen und Schienen, Suez- und Panamakanal, k\u00fcnstliche Satelliten und Raumstationen \u2013 alle diese und zahllose weitere Gestalten nimmt die Materie nur dank des \u00f6konomischen Bewegungsprinzips an.<\/p>\n<p>Mitnichten \u201ereduziert\u201c der Marxismus die menschliche Gesellschaft auf das \u00d6konomische, sondern er dehnt sie auf ihr Verh\u00e4ltnis zur Natur aus. Der Begriff der Gesellschaft bleibt eine einseitige, reduzierte Abstraktion, solange ihre permanente bewu\u00dfte Wechselwirkung mit der Natur nicht als ihre Existenzbedingung verstanden wird \u2013 ganz so, wie wenn der Begriff des Fischs davon abs\u00e4he, da\u00df er im Wasser lebt.<\/p>\n<p>Andererseits bleibt auch der Begriff der Natur eine falsche Abstraktion, solange er entsprechend seiner 2. und 3. Bedeutung der Gesellschaft und dem vom Menschen Geschaffenen kategorisch gegen\u00fcbergestellt wird.<\/p>\n<p>Mit welchem Recht hei\u00dft das Kulturgetreide \u201eunnat\u00fcrlich\u201c? Das aus Erz geschmolzene Eisen? Der gentechnisch ver\u00e4nderte Mais? Erstens sind es die \u201enat\u00fcrlichen\u201c, vom Menschen vorgefundenen, entdeckten Eigenschaften der Ausgangsstoffe, die in der Herstellung der fertigen Erzeugnisse nutzbar gemacht werden. Zweitens ging das \u00f6konomische Bewegungsprinzip aus dem biologischen hervor wie einst das biologische aus dem chemischen. Es war die gesetzm\u00e4\u00dfige Entwicklung der chemischen Sph\u00e4re, die aus sich selbst heraus in das biologische Entwicklungsprinzip umschlug, welches jedoch die Chemie negiert, auf den Kopf stellt, indem sich \u00fcber die allgegenw\u00e4rtigen unabl\u00e4ssigen chemischen Verwandlungen die best\u00e4ndige Einheit des Organismus erhebt.<\/p>\n<p>Das Leben ist also gegen\u00fcber der chemischen Welt h\u00f6chst \u201eunnat\u00fcrlich\u201c. Und doch liegt dieses Negieren der alten Natur selbst in der Natur der Materie. Die Negierung des biologischen Entwicklungsprinzips durch den Menschen hat einen analogen Charakter. Sie stellt den Bruch mit einer bestimmten Stufe der Naturentwicklung dar, freilich durch diese selbst herbeigef\u00fchrt, aber nicht mit der Natur \u00fcberhaupt, denn die Ausbildung immer h\u00f6herer Daseinsweisen der Materie \u2013 das ist die Natur. Auch die Industrieprodukte sind in diesem allgemeineren Sinn auf nat\u00fcrliche Weise entstanden.<\/p>\n<p>Das Wirtschaften des Menschen, d. h. die bewu\u00dfte Umgestaltung der Natur einschlie\u00dflich der menschlichen Gesellschaft selbst, stellt eine gesetzm\u00e4\u00dfige Entwicklungsstufe der Materie, der Natur dar. Geologen haben den Begriff des Anthropoz\u00e4ns zur Benennung des gegenw\u00e4rtigen Erdzeitalters vorgeschlagen. Wenn auch nicht unproblematisch in ihrer Intention und erst recht nicht in ihrer Begrenzung, scheint diese Begriffsbildung doch f\u00fcr die oben bestimmte Epoche der Naturentwicklung durchaus attraktiv.<\/p>\n<h5>Anthropoz\u00e4n?<\/h5>\n<p>Die Philosophie des Anthropoz\u00e4ns ist mit ontologischen, gnoseologischen und ethischen Fragestellungen konfrontiert. Der Mensch ist das erste Lebewesen, das stets bewu\u00dft handelt, also in allem, was er tut, prinzipiell aufgrund der Entscheidung handelt, von allen m\u00f6glichen Handlungen gerade die eine vorzunehmen. (In dieser Entscheidung ist er alles andere als frei, aber das \u00e4ndert nichts daran, da\u00df er sie trifft.) Die Instinktwesen k\u00f6nnen zwar je nach Situation verschieden reagieren, aber die Zwecke dieser Reaktionsmuster sind ihnen eingeboren, nicht hinterfragbar. So ergibt sich von allen Lebewesen nur f\u00fcr den Menschen die Frage nach dem Sollen. Angewendet auf das Anthropoz\u00e4n lautet die Frage: In welcher Weise, nach welchen Ma\u00dfst\u00e4ben soll der Mensch die Natur umgestalten?<\/p>\n<p>Von dem, was jetzt \u00d6kologie hei\u00dft, h\u00f6ren wir immer, da\u00df wir die Natur \u201ebewahren\u201c, \u201eRessourcen schonen\u201c m\u00fc\u00dften, usw. Das ist einseitig. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir die Natur (d. i. die vormenschliche, vor\u00f6konomische Natur) bewahren. Der n\u00e4chstliegende Grund daf\u00fcr ist unser Interesse, unsere eigenen Lebensgrundlagen zu bewahren. Dies ist im Kern ein \u00f6konomisches Interesse, das \u00fcber die gew\u00f6hnliche (und besonders \u00fcber die kapitalistische) \u00d6konomie insoweit hinausgeht, da\u00df es weiter blickt und sich auf gr\u00f6\u00dfere Zeitr\u00e4ume bezieht. Selbst die Bewahrung der Natur um ihrer Sch\u00f6nheit, ihres Reichtums willen oder aus Ehrfurcht vor ihrer Gewaltigkeit ist auf menschliches Interesse, nat\u00fcrlich weniger rohes Interesse als das eigentlich \u00f6konomische zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Doch ein kategorischer Imperativ zur Naturbewahrung, der von menschlichem Interesse unabh\u00e4ngig ist, l\u00e4\u00dft sich rational nicht herleiten, er bedarf einer fremden rechtsetzenden Macht, und so verwundert es nicht, da\u00df die \u00d6kologie ein gro\u00dfes Einfallstor f\u00fcr religi\u00f6se und idealistische Anschauungen in der Gesellschaftswissenschaft ist.<\/p>\n<p>Es ist \u00fcbrigens keineswegs sicher, da\u00df der Mensch durch ungebremsten technologischen Fortschritt die vorgefundene Natur in einem immer gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00df zerst\u00f6ren mu\u00df, wie folgende Gegenbeispiele zeigen.<\/p>\n<p>Durch die Nutzbarmachung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen aus der Tiefe der Erde wurde die Notwendigkeit der Abholzung von Wald zur Brennstoffgewinnung verringert. Der f\u00fcr eine bestimmte Energiemenge n\u00f6tige Eingriff in die Umwelt f\u00e4llt also kleiner aus als zuvor. Durch Nutzbarmachung der Atomkraft l\u00e4\u00dft sich aus einem Kilogramm Natururan soviel Energie wie aus 20 Tonnen Steinkohle gewinnen, was den erforderlichen Eingriff in die Umwelt pro Energieeinheit weiter deutlich verringert hat. Molekularbiologische Eingriffe in die erblichen Eigenschaften von Nutzpflanzen k\u00f6nnen den Einsatz umweltsch\u00e4dlicher Pestzide \u00fcberfl\u00fcssig machen. Diesen Effekten steht nat\u00fcrlich die absolute Zunahme der Produktion entgegen, doch im Allgemeinen kann gesagt werden, da\u00df erweiterte F\u00e4higkeiten zur Umgestaltung der Natur die Naturbewahrung beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<h5>Umgestaltung<\/h5>\n<p>Dem Menschen das Recht zur Umgestaltung der Natur kategorisch absprechen zu wollen, w\u00e4re nicht nur rational nicht begr\u00fcndbar, sondern es w\u00e4re auch angesichts der oben hergeleiteten Stellung des Menschen in der Naturgeschichte unsinnig. Die Ver\u00e4nderung ist die Natur der Natur. Es gehen Stadien der Naturgeschichte aus sich selbst heraus in h\u00f6here \u00fcber, kompliziertere Bewegungsgesetze der Materie entstehen auf Grundlage fr\u00fcherer. Jedesmal geschieht eine Umgestaltung der alten Natur. Die Lebewesen haben die Beschaffenheit der Erdoberfl\u00e4che, der Erdkruste und der Erdatmosph\u00e4re, wie sie aus dem physikalisch-chemischen Bildungsproze\u00df des Sonnensystems hervorgegangen waren, radikal ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Als das Leben entstand, gab es keinen molekularen Sauerstoff in der Atmosph\u00e4re oder im Wasser. Die ersten Lebewesen waren daher Anaerobier, deren Reaktionsmechanismen zur Energiegewinnung aus Kohlenwasserstoffen, weniger effizient, andere Stoffe als Sauerstoff verbrauchten. Dann trat eine Entwicklung ein, die man wohl als industrielle Revolution bezeichnen mu\u00df: Durch Photosynthese wurden einige Lebewesen in die Lage versetzt, Sonnenenergie in chemische Energie umzuwandeln. Bei diesem Proze\u00df wird Kohlenstoffdioxid abgebaut und molekularer Sauerstoff freigesetzt. Die erfolgreiche Ausbreitung der zur Photosynthese f\u00e4higen Organismen f\u00fchrte zu zwei Entwicklungen:<\/p>\n<p>Einer radikalen Umgestaltung der Atmosph\u00e4re und Hydrosph\u00e4re \u2013 der hohe Kohlenstoffdioxidgehalt wurde auf den jetzigen Stand eines Spurengases reduziert, demgegen\u00fcber wurde der Anteil des vorher nicht existenten molekularen Sauerstoffs auf extreme Konzentrationen gebracht; da der molekulare Sauerstoff f\u00fcr viele anaerobe Organismen giftig war, setzte ein gewaltiges, vielleicht bis dahin einmaliges Artensterben ein. War das nicht f\u00fcrwahr ein \u201e\u00d6kozid\u201c auf dem Altar der modernen Technik, der Photosynthese? Und dies ist nur einer von vielen folgenden dramatischen und kleineren Ver\u00e4nderungen der \u00d6kosysteme durch die Entstehung und Ausbreitung neuer, erfolgreicher Lebensformen.<\/p>\n<p>In der Natur gibt es keinen dauerhaften Zustand, zu dessen Bewahrung der Mensch sich verpflichten k\u00f6nnte. Die Natur ist Entwicklung, und der Mensch ist Produkt und Motor dieser Entwicklung in einem. Die Natur in einem fixen Zustand erhalten zu wollen, hie\u00dfe ihr immanentes Gesetz negieren, hie\u00dfe wider die Natur handeln. Statt der Pflicht zur Bewahrung k\u00f6nnte man mit gleichem Recht eine Pflicht zur radikalen Umgestaltung der Natur proklamieren.<\/p>\n<p>Da\u00df der Mensch bewu\u00dft auf eine Natur einwirken kann, der er selbst angeh\u00f6rt, da\u00df er Produkt dieser Natur und Fortsetzer ihres Entwicklungswegs ist, allerdings im besonderen Stadium ihrer bewu\u00dften Umgestaltung, und da\u00df er sich \u00fcber die Richtung und das Ziel dieser Entwicklung zu verst\u00e4ndigen hat, will er seiner \u201enaturgeschichtlichen Mission\u201c gerecht werden, das macht die eigent\u00fcmliche Dialektik der politischen \u00d6kologie aus.<\/p>\n<p>Um diese Probleme zu l\u00f6sen, braucht die Menschheit ein einheitliches kollektives Interesse. Sie mu\u00df die Klassengegens\u00e4tze beseitigen, um den \u00f6kologischen Verst\u00e4ndigungsproze\u00df beginnen zu k\u00f6nnen. Erst wenn der Mensch die \u00f6konomischen Gesetze beherrscht und seine Selbstentfremdung \u00fcberwunden hat, wird er wissen, was der moderne, die Natur umgestaltende Mensch eigentlich ist und sein will, erst dann kann er auch die Entfremdung von der Natur \u00fcberwinden, erst dann kann er erkennen, in welcher Weise er die Natur umgestalten soll.<\/p>\n<p>Die \u201enaturgeschichtliche Mission\u201c des Menschen ist kein allein aus den fr\u00fcheren Entwicklungsstufen der Natur abzuleitendes Gesetz. Sie wird in der Menschheitsgeschichte selbst entwickelt. Doch nicht in der \u201eVorgeschichte der menschlichen Gesellschaft\u201c (Marx), der Klassengesellschaft. Die ausgebeuteten Menschenmassen haben zwar ein anderes Verh\u00e4ltnis zur Natur als die kleine Parasitenschicht, aber deswegen weder das richtige noch das falsche. Umweltschutz kann in bestimmten F\u00e4llen ein Motiv f\u00fcr den antikapitalistischen Kampf sein, in anderen F\u00e4llen profitieren die Kapitalisten davon.<\/p>\n<p>Da\u00df menschliche Industrie f\u00fcr eine Zunahme von Wetterkatastrophen verantwortlich sei, ist nicht bewiesen. Aber selbst wenn das stimmt, ist es nicht rational, den Schlu\u00df zu ziehen, da\u00df eine weltweite Beschr\u00e4nkung des industriellen \u201eTreibhausgas\u201c-Aussto\u00dfes die negativen Folgen f\u00fcr den \u00e4rmeren Teil der Weltbev\u00f6lkerung mildern k\u00f6nnte. Nur industrielles Wachstum, das notwendig mit \u201eTreibhausgas\u201c-Emission einhergeht, kann diese negativen Folgen mildern. V\u00f6llig falsch ist es daher, die \u00d6kologie in den gleichen Rang wie die soziale Frage zu setzen. Der Kapitalismus wird am Widerspruch zwischen Produktivkr\u00e4ften und Produktionsverh\u00e4ltnissen zugrunde gehen, nicht an der Umweltzerst\u00f6rung.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sebastian Bahlo, Frankfurt am Main, ist Mathematiker und<br \/>\nstellv. Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Freidenker_2019-04_Bahlo-UeberDenBegriffDesAnthropozaens.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sebastian Bahlo: \u00dcber den Begriff des Anthropoz\u00e4ns<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 4-19, ca. 389 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/evolution-d%C3%A4mmerung-karikatur-natur-3801547\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">pixabay.com<\/a> \/ User: <a class=\"hover_opacity\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/jplenio-7645255\/\">jplenio<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license\/\">Pixabay License<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Sebastian Bahlo aus FREIDENKER 4-19<\/b><br \/>\nGeologen haben den Begriff des Anthropoz\u00e4ns zur Benennung des gegenw\u00e4rtigen Erdzeitalters vorgeschlagen.  &#8230; Der Mensch ist das erste Lebewesen, das stets bewu\u00dft handelt, also in allem, was er tut, prinzipiell aufgrund der Entscheidung handelt, von allen m\u00f6glichen Handlungen gerade die eine vorzunehmen. &#8230; Die Instinktwesen k\u00f6nnen zwar je nach Situation verschieden reagieren, aber die Zwecke dieser Reaktionsmuster sind ihnen eingeboren, nicht hinterfragbar. So ergibt sich von allen Lebewesen nur f\u00fcr den Menschen die Frage nach dem Sollen. Angewendet auf das Anthropoz\u00e4n lautet die Frage: In welcher Weise, nach welchen Ma\u00dfst\u00e4ben soll der Mensch die Natur umgestalten?<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7345,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[1221,668,446,1220,1222,76,1039],"class_list":["post-7343","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltanschauung-philosophie","tag-entwicklungsgeschichte","tag-kultur","tag-mensch","tag-natur","tag-naturgesetze","tag-oekosysteme","tag-sein-und-bewusstsein"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/evolution-3801547_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1Ur","jetpack-related-posts":[{"id":14585,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=14585","url_meta":{"origin":7343,"position":0},"title":"Marx und Engels \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Mensch und Natur","author":"Webredaktion","date":"4. 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