{"id":7015,"date":"2019-09-19T01:35:01","date_gmt":"2019-09-18T23:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7015"},"modified":"2019-10-31T02:34:25","modified_gmt":"2019-10-31T01:34:25","slug":"staat-und-kirchen-in-der-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7015","title":{"rendered":"Staat und Kirchen in der DDR"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6996\">FREIDENKER Nr. 3-19<\/a>, September 2019, 78. Jahrgang, S. 43-49<\/p>\n<p><em>Von <strong>Renate Sch\u00f6nfeld<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Kirchen und Christen lebten zu keiner Zeit und an keinem Ort im luftleeren Raum. Sie waren und sind auf ihr gesellschaftliches und politisches Umfeld bezogen und haben bis heute im Klassenkampf Position bezogen, indem sie\u00a0 auf der Seite der Herrschenden ihren Platz sahen \u2013 mit einer Ausnahme der herrschenden Arbeiterklasse in den sozialistischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Klassenbindung der Kirche ging auf \u00a0die Zeit Kaiser Konstantins im 4. Jahrhundert nach der Zeitrechnung zur\u00fcck. Die Christen hatten bis dahin eine Jahrhunderte w\u00e4hrende, zum Teil sehr blutige Verfolgung \u00fcberstanden. Im Gro\u00df\u00adreich Konstantins wurde sie legalisiert. Das brachte ihr Eigentum an Grund und Boden ein. Daf\u00fcr hatten sie ihre Aufgabe bis ins vergangene Jahrhundert als Volkskirche, die moralische Ma\u00dfst\u00e4be und Werte setzte und die Ideologie, zumeist in Form von Theo\u00adlogie lieferte, aber auch f\u00fcr den caritativen Bereich verantwortlich war. Um ihren Platz an der Seite der Herrschenden entsprechend auszuf\u00fcllen, dr\u00fcckte sie zum Beispiel die Christianisierung der Sachsen an der Seite Karls des Gro\u00dfen auch blutig durch. Es gab eine Kontinuit\u00e4t von den Kreuzz\u00fcgen bis hin zur Rolle im vergangenen Jahrhundert als Kriege und Waffen segnende Institution. Bis heute erf\u00fcllt die Milit\u00e4rseelsorge ihren Auftrag an Soldaten, um \u201eunsere Freiheit\u201c in aller Welt, auch am Hindukusch zu verteidigen.<\/p>\n<p>Mit ihrer Klassenbindung ist bis heute ihre finanzielle Absicherung verbunden. Eine kurze Unterbrechung dieser Art von Kirche war die Zeit der Bekennenden Kirche (BK) w\u00e4hrend des Faschismus. Ihre Mitglieder \u2013 zumeist evangelische Pfarrer \u2013 verstanden sich als Illegale, die von den Gemeinden finanziert wurden. Der inhaltliche Schwer\u00adpunkt der BK war die Theologische Er\u00adkl\u00e4rung von Barmen im Jahr 1934 unter Federf\u00fchrung des Schweizer Theologen Karl Barth. Sie beginnt mit dem Satz aus dem Johannesevangelium: \u201eIch bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.\u201c Und in der 5. These folgt: \u201eWir verwerfen die falsche Lehre, als solle und k\u00f6nne der Staat \u00fcber seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung des menschlichen Lebens werden und also auch die Bestimmung der Kirche erf\u00fcllen.\u201c<\/p>\n<p>Die Bekennende Kirche war nicht darauf orientiert, generelle Kritik am bestehenden System zu \u00fcben. Ihr Ziel war es, den totalen faschistischen Anspruch innerhalb der Kirche nicht zuzulassen. Da die verfasste Kirche der Deutschen Christen (DC) weit gr\u00f6\u00dfer war als die BK, unterlie\u00df es Karl Barth, seine Kritik an der Judenverfolgung in den Text aufzunehmen. Die DC lie\u00dfen es zynischer Weise zu, das Neue Testament von Judaismen zu \u201ereinigen\u201c.<\/p>\n<p>Sie waren ein offenes B\u00fcndnis mit Hitler und dem faschistischen Staat eingegangen, das beim Festakt zur konstituierenden Sitzung des Reichstages am 21. M\u00e4rz 1933 in der Potsdamer Garnisonkirche demonstriert wur\u00adde. Ihr Wiederaufbau ist heute wieder im Gange.<\/p>\n<p>Nach der Befreiung vom Faschismus setzte in den westlichen Besatzungszonen und nach 1949 in der BRD politisch und folglich auch kirchlich ein Proze\u00df der Restauration ein. Dieser Teil Deutschlands verstand sich rechtlich als Nachfolger des Deutschen Reiches. Dort gab es nach anf\u00e4nglich gezeig\u00adter Betroffenheit keineswegs einen Neuanfang, bei dem die Frage nach den Ursachen von Krieg und Faschismus gestellt worden w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Stuttgarter Schulderkl\u00e4rung vom Oktober 1945 war eine kirchliche und \u00f6kumenische Reaktion auf die Zeit von 1933-45, die Zeit von Krieg und \u201eNationalsozialismus\u201c. Es mu\u00df aber angesichts der Fakten als sehr halbherzig angesehen werden, wenn darin gesagt wird: \u201eMit gro\u00dfem Schmerz sagen wir: \u201eDurch uns ist unendliches Leid \u00fcber viele V\u00f6lker und L\u00e4nder gebracht worden. \u2026 wir klagen uns an, da\u00df wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fr\u00f6hlicher geglaubt, nicht brennender geliebt haben.\u201c Jede Konkretion wird in dieser Erkl\u00e4rung vermieden. Vielmehr gingen die verfa\u00dften Kirchen wieder zur Tagesordnung \u00fcber, und als tragende ideologische S\u00e4ule profitierten sie in der BRD von Wirtschaftswunder und Marschallplan.<\/p>\n<p>Zwar sind seit der Weimarer Republik Staat und Kirche verfassungsrechtlich getrennt, jedoch alte Vertr\u00e4ge haben weiterhin G\u00fcltigkeit. Die finanziellen Staatsleistungen f\u00fcr die beiden gro\u00dfen Kirchen betragen j\u00e4hrlich rund eine halbe Milliarde Euro. Dazu kommen Zahlungen f\u00fcr die karitative\u00a0 Arbeit der Kirchen sowie f\u00fcr das Betreiben von kirchlichen Kinderg\u00e4rten und Schulen, die fast ausschlie\u00dflich von unseren Steuergeldern bestritten werden, ebenso der Einzug der Kirchensteuern durch den Staat \u2013 f\u00fcr die katholische Kirche 5,5 Mrd und die Protestanten 4,8 Mrd Euro.<\/p>\n<p>Anders verhielt es sich in der sowjetischen Besatzungszone und seit dem 7. Oktober 1949 in der DDR. Dort hatte mit der Befreiung von Krieg und Faschismus ein geschichtlicher Bruch stattgefunden. Als Lehre aus der Geschichte wurden Frieden und Antifaschismus oberste Grunds\u00e4tze der Politik. Wer das nicht vertreten konnte, ging in den Westen, darunter viele Nazis.<\/p>\n<p>Die politisch Verantwortlichen kamen zumeist aus der Arbeiterklasse. Sie hatten\u00a0 Berufe wie Tischler, Dachdecker oder Werkzeugmacher erlernt. Viele von ihnen \u2013 ob Kommunisten oder Sozialdemokraten \u2013 waren w\u00e4hrend des Faschismus in Gef\u00e4ngnissen und Konzentrationslagern eingesperrt oder in der Emigration \u2013 zumeist in der Sowjetunion. Sofern sie Faschismus und Krieg \u00fcberlebt hatten \u2013 der KPD-Vorsitzende Ernst Th\u00e4lmann wurde in Buchenwald ermordet \u2013 sahen sie gemeinsam die Aufgabe darin, das furchtbare Geschehen nie wieder zuzulassen und selbst die Macht zu \u00fcbernehmen. Als Lehre aus der Geschichte hatten sich KPD und SPD 1946 auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone zur SED, der Sozialistischen Einheitspartei\u00a0 Deutschlands vereinigt. Das war ein historisch bedeutsamer Schritt.<\/p>\n<p>Die wichtigste revolution\u00e4re Ver\u00e4nderung betraf das Eigentum. Aus privatem Besitz wurde Volkseigentum. Kriegsverbrecher wie Krupp wurden entsch\u00e4digungslos enteignet. Die Maschinen der Kruppwerke in Magdeburg geh\u00f6rten zu den Reparationszahlungen an die Sowjetunion. Es mu\u00df immer wieder betont werden, da\u00df die DDR im Unterschied zur BRD die erheblichen Reparationsleitungen des Krieges bezahlt hat. Zum Bruch mit der Geschichte geh\u00f6rte weiterhin die Enteignung der Gro\u00dfgrundbesitzer. Das betraf auch diejenigen unter ihnen, die w\u00e4hrend der Zeit von 1933-45 eine politisch kritische Haltung eingenommen hatten. Sie verlie\u00dfen fast alle das Land und wurden im Westen gro\u00dfz\u00fcgig entsch\u00e4digt, auch die Nazis, die in der DDR f\u00fcr sich keine Zukunft sahen. Lehrer, die Mitglieder der NSDAP waren, wurden aus dem Schuldienst entfernt. Einige von ihnen fanden, sofern sie geblieben waren, in der Kirche Unterschlupf und wurden beispielsweise Katecheten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kirche war dieser Proze\u00df aus ihrer Sicht verh\u00e4ngnisvoll. Mit der Gr\u00fcndung der DDR als Folge der Gr\u00fcndung der BRD war die konsequente Trennung von Staat und Kirche verbunden. Die Kirchen waren keine K\u00f6rperschaften \u00f6ffentlichen Rechts mehr mit besonderen Verg\u00fcnstigungen. Das wurde 1968 in der Verfassung verankert.<\/p>\n<p>Besonders in finanzieller Hinsicht waren die Ver\u00e4nderungen f\u00fcr die Kirchen einschneidend. Ihre Ausgaben konnten sie mit den Kirchensteuern der Mitglieder, die sie innerkirchlich eingenommen hatten, nicht mehr decken. Die bis dahin selbstverst\u00e4ndliche staatliche Finanzierung war weggebrochen. Aber ein tats\u00e4chlicher, inhaltlicher Neuanfang stand nicht zur Diskussion. Die westlichen Kirchen sprangen ein und mit ihnen das Ministerium f\u00fcr gesamtdeutsche Angelegenheiten. Ihre \u00f6konomische Basis bestimmte das Verhalten der Kirchen. Sie wurden fremdgesteuert. Die Gegnerschaft zum sozialistischen Staat war die Folge. Der damalige Bischof der Kirche Berlin-Brandenburg, Otto Dibelius, der auch Ratsvorsitzender der EKD war und \u00fcbrigens dem rechten Fl\u00fcgel der BK angeh\u00f6rt hatte, gab die Linie vor, wenn er vom \u201egottlosen Bolschewismus\u201c sprach und in seiner Obrigkeitsschrift die Ansicht vertrat, da\u00df man in der \u201eSowjetzone\u201c nicht einmal die Stra\u00dfenverkehrsordnung anerkennen d\u00fcrfte. So war es beispielsweise selbstverst\u00e4ndlich, da\u00df kirchliche Mitarbeiter ihre Teilnahme an Wahlen bis in die 70-er Jahre verweigerten und Gespr\u00e4che mit Funktion\u00e4ren von Staat und Partei zu melden hatten.<\/p>\n<p>Innerkirchlich stand in allen Grundordnungen der Landeskirchen und der EKD, da\u00df sie \u201edie kirchliche Gemeinschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland\u201c f\u00f6rdern. Das bestimmte ihre Haltung im kalten Krieg, in dem sie es auf Konfrontation anlegten. In den Zusammenhang geh\u00f6rt die Totalitarismusdebatte, die in der Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus bis heute gipfelt.<\/p>\n<p>Die Kirchen nahmen nach 1949 ihre Chance nicht wahr, ihrerseits einen Neuanfang zu beginnen und sich aus den alten Bindungen zu befreien. Die evangelischen Kirchen standen nicht in der Tradition der BK, der zufolge es nahe lag, einen neuen, selbst\u00e4ndigen Weg zu gehen. In kirchlichen \u00c4u\u00dferungen und Erkl\u00e4rungen spielte es keine Rolle, da\u00df es den Menschen \u2013 besonders der Arbeiterklasse \u2013 im Sozialismus nicht nur besser ging, sondern da\u00df ihnen die Grundlage f\u00fcr eine andere Lebensqualit\u00e4t geboten wurde. Das Recht auf Arbeit und das auf Bildung waren in der Verfassung verankert. Die Ein- und Zweiklassenschulen auf dem Land wurden abgeschafft, Kinderg\u00e4rten wurden eingerichtet, auf den D\u00f6rfern gab es Erntekinderg\u00e4rten.<\/p>\n<p>Vor allem gab es kein Bildungsprivileg mehr, das sich am Einkommen der Eltern orientierte. Kinder aus Arbeiterfamilien wurden gef\u00f6rdert und konnten selbstverst\u00e4ndlich studieren, wenn die Voraussetzungen gegeben waren. Christen hatten aber aus kirchlicher Sicht selbstverst\u00e4ndlich Diskriminierte zu sein, und westliche Medien halfen ihnen, das \u00f6ffentlich zu machen, denn in der DDR hatten Kirchen nicht nur ihr Bildungsprivileg verloren, es gab auch keinen Religionsunterricht In den Schulen. Es gab aber die Pioniere und die FDJ, die in der BRD sehr bald verboten wurden, lange vor der KPD.<\/p>\n<p>Es soll aber betont werden, da\u00df es an sechs staatlichen Universit\u00e4ten theologische Fakult\u00e4ten gab, in denen ein Fach der Marxismus-Leninismus war. Die \u201ebesseren\u201c Christen studierten an kirchlichen Einrichtungen, die es au\u00dferdem gab.<\/p>\n<p>Ein Hauptkampfplatz der Kirchen war der gegen die Jugendweihe, die sich im Gebiet der DDR in vierzig Jahren etabliert hat. Sie wurde als Affront gegen die Kirche und als Konkurrenz zur Konfirmation betrachtet. Durch seine Politik gewann der Staat einen entscheidenden Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen.<\/p>\n<p>Die Volkskirche verschwand immer mehr, es gab einen starken R\u00fcckgang an Taufen, Konfirmationen und Trauungen.<\/p>\n<p>Innerhalb der Kirchen gab es zu diesen Problemen Auseinandersetzungen. Nach dem Stuttgarter Schuldbekenntnis war der linke Fl\u00fcgel der BK unter F\u00fchrung der Theologen Karl Barth, Martin Niem\u00f6ller und Hans-Joachim Iwand am 8. August 1947 mit dem \u201eWort des Bruderrates zum politischen Weg unseres Volkes\u201c an die \u00d6ffentlichkeit getreten.<\/p>\n<p>Die Verfasser sprachen von \u201eallen falschen und b\u00f6sen Wegen, auf welchen wir als Deutsche in unserem politischen Wollen und Handeln in die Irre gegangen sind.\u201c R\u00fcckblickend nannten sie es einen Irrweg, den Traum einer besondern deutschen Sendung zu tr\u00e4umen, und f\u00fcgten hinzu: \u201eEs war verh\u00e4ngnisvoll, da\u00df wir begannen, unseren Staat nach innen allein auf eine starke Regierung, nach au\u00dfen allein auf eine milit\u00e4rische Machtentfaltung zu begr\u00fcnden.\u201c Und sie wagten, ein Tabu in den Kirchen anzusprechen: \u201eWir haben das Recht der Revolution verneint, aber die Entwicklung zur absoluten Diktatur geduldet und gutgehei\u00dfen. \u2026 Wir sind in die Irre gegangen, als wir \u00fcbersahen, da\u00df der \u00f6konomische Materialismus der marxistischen Lehre an den Auftrag und die Verhei\u00dfung der Gemeinde f\u00fcr das Leben und Zusammenleben der Menschen im Diesseits h\u00e4tte gemahnen m\u00fcssen. Wir haben es unterlassen, die Sache der Armen und Entrechteten gem\u00e4\u00df dem Evangelium von Gottes kommenden Reich zur Sache der Christenheit zu machen.\u201c Es ist klar, da\u00df ein solches Wort nicht in den Kanon der kirchlichen Bekenntnisschriften pa\u00dfte wie das Stuttgarter Schuldbekenntnis, aber es war richtungweisend f\u00fcr die Bruderschaften, die aus dem linken Fl\u00fcgel der Bekennenden Kirche in der Bundesrepublik und der DDR hervorgegangen waren. In der DDR war es der Wei\u00dfenseer Arbeitskreis (WAK), der 1958 gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Es gab auch die internationale Christliche Friedenskonferenz, die 1958 in Prag gegr\u00fcndet wurde. Dort standen die Erhaltung des Friedens und die Forderung nach der weltweiten Gerechtigkeit im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Die deutlichsten Akzente setzte der WAK mit seinen \u201eSieben S\u00e4tzen\u201c aus dem Jahr 1963. Im 5. Satz hei\u00dft es: \u201e Die Kirche kann, wenn sie die freie Gnade Gottes f\u00fcr alle bezeugt, <em>nicht Ankl\u00e4ger, Verteidiger oder gar Richter der Parteien der Welt sein. <\/em>Erst recht kann sie <em>nicht<\/em> <em>selbst zur Partei der Christen gegen\u00fcber den Nichtchristen <\/em>werden. Dagegen tragen wir, ihre Glieder, im freien Gehorsam des Glaubens <em>konkrete gesellschaftliche Verantwortung\u2026. <\/em>Darum stehen wir vor der Aufgabe, f\u00fcr <em>menschliches Leben, Recht und Frieden Partei zu ergreifen, ohne eine christliche Front aufzurichten\u2026. <\/em>Darum <em>begegnen<\/em> wir der <em>nichtchristlichen<\/em> Gesellschaft <em>nicht \u00e4ngstlich oder geh\u00e4ssig, sondern hilfsbereit und besonnen<\/em> und k\u00f6nnen so auch in der sozialistischen Gesellschaftsordnung verantwortlich mit leben. Dabei haben wir \u2013<em> frei von Antikommunismus und Opportunismus \u2013<\/em> zu pr\u00fcfen, was Gott von uns will und seinen guten Willen zu tun.\u201c (Evangelische Zeitstimmen 21, Hamburg 1965, S. 46)<\/p>\n<p>Die Sieben S\u00e4tze des WAK waren eine Reaktion auf die innerkirchlichen restaurativen Kr\u00e4fte, die sich auch in der DDR formiert hatten. In ihren Zehn Artikeln \u00fcber Freiheit und Dienst der Kirche ist zum Thema Obrigkeit zu finden: \u201eDie Tr\u00e4ger staatlicher Macht bleiben in der Hand Gottes und unter seinem Auftrag, auch wenn sie diesen verfehlen, sich zu Herren der Gewissen machen und in das Amt der Kirche eingreifen. In dieser Gewi\u00dfheit haben wir der Obrigkeit die Wahrheit zu bezeugen, auch wenn wir daf\u00fcr leiden m\u00fcssen. \u2026 Wir handeln im Ungehorsam, wenn wir f\u00fcr die Wahrheit nicht einstehen, zum Mi\u00dfbrauch der Macht schweigen und nicht bereit sind, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen.\u201c (aaO, S.\u00a078 f)<\/p>\n<p>Diese Artikel wurden 1963 von der Konferenz der evangelischen Kirchenleitungen in der DDR gewisserma\u00dfen als Programmatik angenommen.<\/p>\n<p>Der WAK hingegen hielt es 1966 f\u00fcr unverantwortlich, da\u00df sich nach dem Tod von Bischof Otto Dibelius Kurt Scharf, der w\u00e4hrend des Faschismus pr\u00e4gend in der BK war, als dessen Nachfolger im Bischofsamt von der Kirche Berlin-Brandenburg zur Wahl stellte. Das war eine offene Br\u00fcskierung der Regierung der DDR, denn Scharf lebte in Westberlin, und die Einreise in die DDR wurde ihm verweigert. F\u00fcr den DDR-Teil der Kirche Berlin-Brandenburg wurde deshalb Albrecht Sch\u00f6nherr 1967 als sogenannter Bischofverweser eingesetzt. Er war Gr\u00fcndungsmitglied des WAK, machte dann aber kirchliche Karriere.<\/p>\n<p>Im Jahr 1969 wurde mit der Gr\u00fcndung des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR die Konsequenz aus der damaligen Situation gezogen.\u00a0 Der Bund der Kirchen sah sich schlie\u00dflich gezwungen, sich mit der DDR zu arrangieren. Das f\u00fchrte zu der Formel \u201eKirche im Sozialismus\u201c \u2013 nicht f\u00fcr, nicht gegen, nicht neben, sondern im Sozialismus, also schlichte eine Ortsbeschreibung.<\/p>\n<p>In der Folge kamen Vertreter von Staat und Kirche ins Gespr\u00e4ch, was darin gipfelte, dass am 6. M\u00e4rz 1978 eine Abordnung der Kirche \u2013 zumeist Bisch\u00f6fe \u2013 von Erich Honecker empfangen wurde. Die Widerspr\u00fcche blieben, ge\u00e4ndert hatte sich die Art des Umganges. Dem Greifswalder Bischof Horst Gienke verziehen es die evangelischen Kirchen der DDR nicht, da\u00df er zur Einweihung des Domes am 11. Juni 1989 nach umfangreichen Restaurierungarbeiten den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker eingeladen hatte. Die Denkmalpflege der DDR hatte rund ein Drittel der Kosten \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Um mit den Christen \u00fcber politische Themen ins Gespr\u00e4ch zu kommen, hatte die Nationale Front die Arbeitsgruppe \u201eChristliche Kreise\u201c eingerichtet.<\/p>\n<p>Der Weissenseer Arbeitskreis gab seit 1980 die Weissenseer Bl\u00e4tter heraus.<\/p>\n<p>Nach der Konferenz f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Helsinki im Jahre 1975 vollzogen sich Ver\u00e4nderungen in der Politik beider Seiten. Der kalte Krieg wurde durch den Slogan der Bundesrepublik \u201eWandel durch Ann\u00e4herung\u201c ersetzt. F\u00fcr die DDR war es eine Form der Politik der Friedlichen Koexistenz.<\/p>\n<p>Die Christen, die f\u00fcr den Sozialismus eintraten und mit ihm parteilich waren, sahen diese Ver\u00e4nderungen mit gro\u00dfer Sorge. Das Problem war der \u201eKorb 3\u201c des Abschlu\u00dfdokuments von Helsinki, in dem es um \u201emenschliche Erleichterungen\u201c ging, die in den Kirchengemeinden durch sogenannte Partnergemeinden unterst\u00fctzt wurden. Deshalb war dieser Korb sehr attraktiv, denn damit war die M\u00f6glichkeit gegeben, gut ausgebildete Fachleute der DDR anzulocken, die zu famili\u00e4ren Ereignissen in die BRD reisen konnten.<\/p>\n<p>Mit der \u00d6ffnung durch den \u201eKorb 3\u201c wurde aber vor allem Journalisten und Geheimdiensten Tor und T\u00fcr in die DDR ge\u00f6ffnet. Der Frieden, der durch die KSZE sicherer werden sollte, wurde immer gef\u00e4hrdeter. Strategie und Taktik waren auf Seiten des Gegners andere geworden.<\/p>\n<p>Roland Jahn, der gegenw\u00e4rtige Leiter in der BSTU, Beh\u00f6rde f\u00fcr die Stasiunterlagen, r\u00fchmte sich nach seiner Ausb\u00fcrgerung aus der DDR, auf dem Weg \u00fcber die Kirchen Kommunikationstechnik wie Computer, Drucker oder Kameras und anderes f\u00fcr die verschiedenen oppositionellen Gruppen in der DDR geschmuggelt zu haben, denen die Gemeinden R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung stellten. Nach der Grenzziehung am 13. August 1961 ging es um das Graben von Tunneln, mit denen kirchliche Mitarbeiter sp\u00e4ter prahlten.<\/p>\n<p>Durch die NATO-Hochr\u00fcstung Anfang der 80-er Jahre war der Weltfrieden akut in Gefahr. Das setzte innerhalb der Kirchen in Ost und West eine intensive Diskussion um die Erhaltung des Friedens in Gang. Die Friedensbewegung hatte in den westlichen L\u00e4ndern einen Aufschwung, wie er heute wieder w\u00fcnschenswert\u00a0 w\u00e4re. Die eindeutigste <em>innerkirchliche<\/em> Erkl\u00e4rung gaben die reformierten Kirchen ab. Sie erkl\u00e4rten zu den Atomwaffen ihr Nein ohne jedes Ja.<\/p>\n<p>In den DDR-Synoden ging es, anstatt sich eindeutig f\u00fcr die Abr\u00fcstung und die Friedenspolitik der DDR auszusprechen, um \u201eZeichen f\u00fcr den Frieden\u201c. Die Christen wollten in den Kinderg\u00e4rten mit der Erziehung zum Frieden beginnen, indem sie Kinder und Eltern aufforderten, milit\u00e4risches Spielzeug\u00a0 abzugeben.<\/p>\n<p>Diese Kleinkleinethik war dazu da, um von der Sache abzulenken. In diesem Zusammenhang hie\u00df die Verweigerung des Wehrdienstes das \u201edeutlichere Zeichen\u201c.<\/p>\n<p>Seit 1964 gab es die sogenannten Bausoldaten, die den Dienst mit der Waffe abgelehnt hatten. Von dieser M\u00f6glichkeit machten vor allem, aber nicht nur, Christen Gebrauch.<\/p>\n<p>In den Zusammenhang geh\u00f6rt, da\u00df der Friedensrat der DDR, der Mitglied des Weltfriedensrates war, abwertend als \u201eoffizielle Friedensbewegung\u201c bezeichnet wurde. Die Gruppen, die Zuflucht in den 1980-er Jahren verst\u00e4rkt in der Kirche gesucht und gefunden hatten, verstanden sich als <em>die<\/em> Friedensbewegung der DDR.<\/p>\n<p>Das m\u00fcndete in die Demonstrationen im Oktober 1989. Um eine \u00d6ffentlichkeit und vor allem Jugendliche zu gewinnen, wurden seit Mitte der 80-er Jahre die \u201eBluesmessen\u201c angeboten, sie hatten ihre Hochzeiten, schliefen aber ein, als sie nicht mehr gebraucht wurden. Der kirchliche Beitrag zur Vorbereitung der Konterrevolution war auf protestantischer Seite auf die Menschen gerichtet, um auf sie Einflu\u00df zu nehmen und ihre Unzufriedenheit zu steuern. Genannt wurde das dann \u201eB\u00fcrgerrechtsbewegung\u201c. Auf der katholischen war\u00a0 die Wahl des polnischen Kardinals Karol Woytila zum Papst nicht zuf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Die Haltung von Christen zum Sozialismus brachte k\u00fcrzlich Heinz-Joachim Lohmann von der Ev. Akademie der Kirche Berlin-Brandenburg auf den Punkt: \u201eIn der deutschen Teilung hielt sie (die Kirche, d.V.) an der Einheit der Evangelischen Kirche in Deutschland fest. Die Verbindung sollte st\u00e4rker sein als der politische Druck der Gegenwart. Als die DDR-Verfassung von 1968 diese Einheit zum Verbrechen erkl\u00e4rte, beschlo\u00df die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg die organisatorische Einheit sobald als m\u00f6glich wieder umzusetzen. Das geschah dann 1990. Der Evangelischen Kirche ist es bis zum Schlu\u00df gelungen, Freir\u00e4ume zu er\u00f6ffnen und zu erhalten, Menschen gegen staatliche Repression zu unterst\u00fctzen und f\u00fcr sich zu definieren, was Treue zu Jesus Christus in einem System bedeutet, das alle Relgion ausmerzen wollte. F\u00fcr diesen Weg w\u00e4hlte sie die Formel \u201eKirche im Sozialismus\u201c.\u201c<\/p>\n<p>Die Kirchen bleiben sich treu in ihrer Rolle im Klassenkampf, aber es gab die 70 Jahre Sozialismus, davon 40 in der DDR, und die Geschichte vergi\u00dft nicht. Der Kampf geht also weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Renate Sch\u00f6nfeld, Berlin, ist evangelische Theologin, Pastorin i.R.<br \/>\nund Beiratsmitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Freidenker_2019-03_Schoenfeld-StaatUndKirchenInDerDDR.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Renate Sch\u00f6nfeld: Staat und Kirchen in der DDR<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 3-19, ca. 360 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Beitragsbild oben: <span class=\"mw-mmv-title\">Kirche <i>Von der Verkl\u00e4rung des Herrn<\/i> in Berlin-Marzahn (errichtet 1987)<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Angela M. Arnold, Berlin (2011), CC BY-SA 3.0, <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=12811927\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=12811927<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b> Beitrag von Renate Sch\u00f6nfeld aus FREIDENKER 3-19<\/b><br \/>\nKirchen und Christen lebten zu keiner Zeit und an keinem Ort im luftleeren Raum. Sie waren und sind auf ihr gesellschaftliches und politisches Umfeld bezogen und haben bis heute im Klassenkampf Position bezogen, indem sie  auf der Seite der Herrschenden ihren Platz sahen \u2013 mit einer Ausnahme der herrschenden Arbeiterklasse in den sozialistischen L\u00e4ndern. &#8230;<br \/>\nMit der Gr\u00fcndung der DDR als Folge der Gr\u00fcndung der BRD war die konsequente Trennung von Staat und Kirche verbunden. Die Kirchen waren keine K\u00f6rperschaften \u00f6ffentlichen Rechts mehr mit besonderen Verg\u00fcnstigungen. Das wurde 1968 in der Verfassung verankert. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7018,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162,15],"tags":[455,1193,454,335,54,1194,564,1144],"class_list":["post-7015","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","category-religions-kirchenkritik","tag-brd","tag-christen","tag-ddr","tag-frieden","tag-kirche","tag-opposition","tag-sozialismus","tag-staat"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Kirche_Von_der_Verklaerung_des_Herrn_31-2._800x445jpg.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1P9","jetpack-related-posts":[{"id":259,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=259","url_meta":{"origin":7015,"position":0},"title":"50 Jahre Verfilzung von Staat und Kirche","author":"Webmaster","date":"16. 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