{"id":6850,"date":"2019-08-23T01:39:41","date_gmt":"2019-08-22T23:39:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6850"},"modified":"2019-09-16T04:13:39","modified_gmt":"2019-09-16T02:13:39","slug":"80-jahre-deutsch-sowjetischer-nichtangriffsvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6850","title":{"rendered":"80 Jahre Deutsch-Sowjetischer Nichtangriffsvertrag"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Vor 80 Jahren, am 24. August 1939 (Ortszeit) unterzeichneten der sowjetische Au\u00dfenminister W. M. Molotow und der deutsche Au\u00dfenminister von Ribbentrop in Moskau den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag. Er trat mit Datum vom 23.8.1939 in Kraft. Noch heute wird der Vertrag bis in linke Kreise als &#8222;Hitler-Stalin-Pakt&#8220; verunglimpft, verbunden mit der Behauptung, er habe der &#8222;Aufteilung Polens&#8220; gedient. (Ironischerweise h\u00f6ren wir nie, dass es sich beim &#8222;M\u00fcnchener Abkommen&#8220; von 1938, bei dem die Tschechoslowakei vor den Augen der Welt\u00f6ffentlichkeit zerschlagen wurde, um einen &#8222;Hitler-Chamberlain-Daladier-Mussolini-Pakt&#8220; gehandelt habe.) Seri\u00f6se Historiker sehen dagegen die Bedeutung des Vertrags f\u00fcr den Aufbau der sowjetischen Verteidigungskapazit\u00e4t und f\u00fcr die sp\u00e4tere Bildung der Antihitlerkoalition. Freidenker Wolfgang Sch\u00fcrer beleuchtet die komplizierten historischen Bedingungen, welche die sowjetische F\u00fchrung zu der au\u00dfenpolitischen Z\u00e4sur veranlassten.<\/em><\/strong><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>80 Jahre Deutsch-Sowjetischer Nichtangriffsvertrag<\/h4>\n<p><em>von <strong>Wofgang Sch\u00fcrer<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>1. Die Fakten<\/h5>\n<p>In Moskau, mit Datum vom 23. August 1939, unterzeichneten Deutschland und die Sowjetunion einen auf 10 Jahre befristeten Nichtangriffspakt. Beide Staaten sicherten sich Neutralit\u00e4t im Falle eines Krieges mit einem dritten Staat zu. Deutschland brach den Vertrag mit dem Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941.<\/p>\n<p>Am 01. September 1939 begann Deutschland mit dem Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg. Seit dem 30. Januar 1933, dem Tag der Macht\u00fcbertragung an die Nazis in Deutschland, war die Sowjetunion der erkl\u00e4rte \u201eTodfeind\u201c von Deutschland. Welche Gr\u00fcnde hatte die Sowjetunion, mit einem Staat, der sie selbst zum \u201eTodfeind\u201c erkl\u00e4rt hatte, diesen Nichtangriffspakt abzuschlie\u00dfen?<\/p>\n<h5>2. Der V\u00f6lkerbund 1920-39<\/h5>\n<p>Vier kapitalistische Gro\u00dfm\u00e4chte, das Vereinigte K\u00f6nigreich, Frankreich, Italien und Japan und 37 andere Staaten hatten auf der Pariser Friedenskonferenz den V\u00f6lkerbund mit Sitz in Genf gegr\u00fcndet. Sp\u00e4ter wurden weitere 21 Staaten des kapitalistischen Weltsystems aufgenommen, darunter 1926 die kapitalistische Gro\u00dfmacht Deutschland. Diese f\u00fcnf kapitalistischen Gro\u00dfm\u00e4chte bildeten den V\u00f6lkerbund-Rat, den Vorg\u00e4nger des heutigen Weltsicherheitsrates. Das Vereinigte K\u00f6nigreich war die dominierende Macht des V\u00f6lkerbundes, Indien und die vier britischen Dominions (Kanada, Australien, S\u00fcdafrika, Neuseeland) waren separate V\u00f6lkerbund-Mitglieder.<\/p>\n<p>Die \u00fcbrigen 52 V\u00f6lkerbund-Mitglieder des kapitalistischen Weltsystems waren:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">(a) Die 24 anderen europ\u00e4ischen Staaten einschlie\u00dflich der T\u00fcrkei;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">(b) Die 20 lateinamerikanischen Staaten;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">(c) China, Thailand, Iran, Afghanistan, Irak, \u00c4gypten, \u00c4thiopien, Liberia;<\/p>\n<p>Die V\u00f6lkerbund-Mitglieder hatten sich verpflichtet, auf den Krieg als Mittel der Politik zu verzichten und eventuelle Streitfragen ausschlie\u00dflich mit friedlichen Mitteln zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die USA, die wichtigste kapitalistische Gro\u00dfmacht, waren dem V\u00f6lkerbund nicht beigetreten.<\/p>\n<p>Die Sowjetunion war sowohl von der Pariser Friedenskonferenz als auch vom V\u00f6lkerbund ausgeschlossen worden.<\/p>\n<h5>3. Die diplomatischen Beziehungen der Sowjetunion zu den V\u00f6lkerbund-Staaten<\/h5>\n<p>Deutschland war 1923, drei Jahre vor seiner Aufnahme in den V\u00f6lkerbund, die erste kapitalistische Gro\u00dfmacht, die diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion aufgenommen hatte. Das Vereinigte K\u00f6nigreich, Italien und Frankreich folgten 1924, Japan 1925. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatten nur f\u00fcnf europ\u00e4ische Staaten noch keine diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion aufgenommen: Jugoslawien, Niederlande, Portugal, die Schweiz und Irland. Sechs au\u00dfereurop\u00e4ische V\u00f6lkerbund-Staaten hatten diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion aufgenommen: Iran, Afghanistan, China (1924), Mexiko, Uruguay und Kolumbien.<\/p>\n<h5>4. Die \u00c4nderung der weltpolitischen Lage ab 1931<\/h5>\n<p>Japan war die erste kapitalistische Gro\u00dfmacht, die in milit\u00e4rischer Expansion einen Ausweg aus der kapitalistischen Weltwirtschaftskrise (seit 1929) suchte. Am 18. September 1931 begann Japan mit der seit Jahrzehnten geplanten Eroberung und Kolonialisierung Chinas, errichtete an der Grenze zur Sowjetunion den Satellitenstaat Mandschukuo und trat am 27. M\u00e4rz 1933 aus dem V\u00f6lkerbund aus. Die anderen vier Mitglieder des V\u00f6lkerbund-Rates (Vereinigtes K\u00f6nigreich, Frankreich, Deutschland, Italien) unternahmen nichts Konkretes gegen die japanische Aggression, und China musste am 31. Mai 1933 einen Waffenstillstand mit Japan schlie\u00dfen. Die Sowjetunion musste seit 1931 mit einem Krieg gegen Japan rechnen.<\/p>\n<p>Deutschland plante seit der Macht\u00fcbertragung an die Nazis am 30. Januar 1933 die Eroberung und Kolonialisierung der Sowjetunion. Am 19. Oktober 1933 trat Deutschland aus dem V\u00f6lkerbund aus. Die Sowjetunion musste nunmehr mit einem Zweifrontenkrieg gegen zwei kapitalistische Gro\u00dfm\u00e4chte rechnen.<\/p>\n<p>Die USA und Japan betrachteten sich seit dem Ende des Ersten Weltkrieges gegenseitig als kapitalistische Hauptgegner. Nach Beginn der japanischen Aggression gegen China versch\u00e4rften die USA ihre Politik gegen\u00fcber Japan und nahmen am 16. November 1933, als letzte der kapitalistischen Gro\u00dfm\u00e4chte, diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion auf.<\/p>\n<p>Im V\u00f6lkerbund-Rat waren nur noch drei kapitalistische Gro\u00dfm\u00e4chte (Vereinigtes K\u00f6nigreich, Frankreich, Italien) vertreten. In Italien war allerdings schon am 28. Oktober 1922 die politische Macht an die Faschisten \u00fcbertragen worden.<\/p>\n<h5>5. Die Aufnahme der Sowjetunion in den V\u00f6lkerbund<\/h5>\n<p>Am 18. September 1934 wurde die Sowjetunion auf Initiative von Frankreich in den V\u00f6lkerbund und den V\u00f6lkerbund-Rat aufgenommen.\u00a0 Am 02. Mai 1935 schlossen die Sowjetunion und Frankreich ein Defensivb\u00fcndnis gegen Deutschland. Am 16. Mai 1935 schlossen die Sowjetunion und die Tschechoslowakei eine entsprechende Defensivallianz. Die Tschechoslowakei war mit Frankreich verb\u00fcndet, und der sowjetisch-tschechoslowakische Vertrag erhielt die Klausel, dass die sowjetische B\u00fcndnispflicht erst wirksam wird, wenn die Tschechoslowakei vorher Hilfe von Frankreich erhalten hat.<\/p>\n<h5>6. Die italienische Aggression gegen \u00c4thiopien<\/h5>\n<p>Italien plante seit vielen Jahrzehnten die Eroberung und Kolonialisierung \u00c4thiopiens. Am 07. Mai 1935 schloss Italien mit Frankreich einen Geheimvertrag, in dem es freie Hand gegen \u00c4thiopien erhielt. Am 03. Oktober 1935 griff Italien, ausgehend von seinen Kolonien Eritrea und Somalia, \u00c4thiopien an. Die Sowjetunion schlug im V\u00f6lkerbund-Rat vor, den italienischen Nachschub durch Sperrung des Sueskanals zu blockieren. Das Vereinigte K\u00f6nigreich, das den Sueskanal kontrollierte (bis 1956), lehnte den sowjetischen Vorschlag ab. Italien annektierte \u00c4thiopien am 09. Mai 1936 und trat am 11. Dezember 1937 aus dem V\u00f6lkerbund aus. Nunmehr waren nur noch zwei kapitalistische Gro\u00dfm\u00e4chte (Vereinigtes K\u00f6nigreich, Frankreich) und die nicht-kapitalistische Gro\u00dfmacht Sowjetunion im V\u00f6lkerbund-Rat vertreten.<\/p>\n<h5>7. Der Spanische B\u00fcrgerkrieg 1936-39<\/h5>\n<p>In Spanien hatte das Scheitern eines faschistischen Milit\u00e4rputsches am 18. Juli 1936 zu einem B\u00fcrgerkrieg gef\u00fchrt. Deutschland und Italien leisteten den Putschisten \u00f6konomische und milit\u00e4rische Hilfe. Das Vereinigte K\u00f6nigreich war gegen jede Hilfe an die demokratisch gew\u00e4hlte spanische Regierung und verlangte am 08. August 1936 in ultimativer Form von Frankreich, die Hilfe einzustellen. Frankreich gab nach. Die Sowjetunion war die einzige Gro\u00dfmacht, die der spanischen Regierung \u00f6konomische und milit\u00e4rische Hilfe gew\u00e4hrte. Am 27. Februar 1939 erkannten das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich die faschistische Gegenregierung an. Diese erkl\u00e4rte den B\u00fcrgerkrieg am 01. April 1939 f\u00fcr beendet und trat am 08. Mai 1939 aus dem V\u00f6lkerbund aus. Die Sowjetunion hatte bis 1977 keine diplomatischen Beziehungen zu Spanien.<\/p>\n<h5>8. Die Beseitigung von \u00d6sterreich 1938<\/h5>\n<p>Am 11. M\u00e4rz 1938 marschierten deutsche Truppen in \u00d6sterreich ein. \u00d6sterreich wurde von Deutschland annektiert, die \u00d6sterreicher wurden eingeb\u00fcrgert (bis 1945). Die Sowjetunion und Mexiko waren die einzigen Staaten, die gegen die Streichung \u00d6sterreichs von der Landkarte protestierten.<\/p>\n<h5>9. Die Beseitigung der Tschechoslowakei 1938-39<\/h5>\n<p>Die Tschechoslowakei war eine b\u00fcrgerliche Demokratie, die von der tschechischen Bourgeoisie dominiert wurde. Die ethnischen Minderheiten (Slowaken, Deutsche, Ungarn, Ukrainer, Polen) waren nicht voll gleichberechtigt.<\/p>\n<p>Am 24. April 1938 verlangte die pro-nazistische Sudetendeutsche Partei die Autonomie des Sudetenlandes. Das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich empfahlen der Tschechoslowakei, die Forderung anzunehmen. Deutschland verlangte nunmehr die \u00dcbergabe des Sudetenlandes. Ungarn und Polen stellten sich auf die deutsche Seite. Am 29. September 1939 fand in M\u00fcnchen eine deutsch-italienisch-britisch-franz\u00f6sische Gipfelkonferenz statt. Die vier kapitalistischen Gro\u00dfm\u00e4chte beschlossen, dass die Tschechoslowakei das Sudetenland an Deutschland abzutreten habe.<\/p>\n<p>Deutschland annektierte das Sudetenland, die Sudetendeutschen wurden eingeb\u00fcrgert. Ungarn annektierte den S\u00fcden der Slowakei. Polen annektierte Gebiete im Nordosten Tschechiens. Die faschistisch-katholische Slowakische Volkspartei proklamierte die Autonomie der Slowakei.<\/p>\n<p>Am 14. M\u00e4rz 1939 erkl\u00e4rte die Slowakei sich f\u00fcr unabh\u00e4ngig und wurde ein deutscher Satellitenstaat. Am 15. M\u00e4rz 1939 besetzte Deutschland das restliche Tschechien und verwandelte es in das \u201eProtektorat B\u00f6hmen-M\u00e4hren\u201c.\u00a0 Ungarn annektierte die Karpaten-Ukraine und trat am 11. April 1939 aus dem V\u00f6lkerbund aus.<\/p>\n<h5>10. Der faschistische Block in Europa vor Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939<\/h5>\n<p>Italien griff am 07. April 1939 Albanien an und annektierte das Land. Der faschistische Block in Europa bestand nunmehr aus vier Staaten (Deutschland, Italien, Spanien, Ungarn) und dem Gebiet von drei beseitigten Staaten (\u00d6sterreich, Tschechoslowakei, Albanien). Etwa 30 % aller Einwohner der 29 europ\u00e4ischen Staaten (einschlie\u00dflich der Sowjetunion und der T\u00fcrkei) geh\u00f6rten zum faschistischen Block.<\/p>\n<h5>11. Die Situation im Fernen Osten 1933-39<\/h5>\n<p>Am 25. November 1936 schlossen Japan und Deutschland den Anti-Komintern-Pakt. In der geheimen Zusatzvereinbarung sicherten sich beide wohlwollende Neutralit\u00e4t im Falle eines Krieges gegen die Sowjetunion zu und versprachen, keine Vertr\u00e4ge mit der Sowjetunion zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am 07. Juli 1937 brach Japan den Waffenstillstand mit China vom 31. Mai 1933 und begann mit der Eroberung von ganz China. Die Sowjetunion schloss am 21. August 1937 eine Defensivallianz mit China und leistete China \u00f6konomische und milit\u00e4rische Hilfe gegen die verst\u00e4rkte japanische Aggression. Im Winter 1938\/39 erstarrte die japanisch-chinesische Front im Stellungskrieg. Japan beherrschte etwa 40 % aller Chinesen (bis 1945).<\/p>\n<p>Am 29. Juli 1938 drangen japanische Truppen im Gebiet des Chassan-Sees in die Sowjetunion ein. Die Rote Armee schlug die Angreifer zur\u00fcck. Am 11. August 1938 verk\u00fcndete der japanische Botschafter in Moskau einen Waffenstillstand.<\/p>\n<p>Am 11. Mai 1939 drangen japanische Truppen in die \u00c4u\u00dfere Mongolei ein. Diese geh\u00f6rte v\u00f6lkerrechtlich zu China, war jedoch faktisch unabh\u00e4ngig und mit der Sowjetunion verb\u00fcndet. Es begann ein 127 Tage dauernder japanisch-sowjetischer Krieg in der \u00c4u\u00dferen Mongolei.<\/p>\n<h5>12. Der bevorstehende deutsche Angriff auf Polen<\/h5>\n<p>Polen wurde seit dem Milit\u00e4rputsch vom 12. Mai 1926 autorit\u00e4r regiert. Die polnische Bourgeoisie beherrschte den Staat. Die ethnischen Minderheiten (Ukrainer, Wei\u00dfrussen, Deutsche, Litauer) waren einer massiven Polonisierung ausgesetzt.<\/p>\n<p>Polen war das erste V\u00f6lkerbund-Mitglied, das am 26. Januar 1934 mit Deutschland einen gegen die Sowjetunion gerichteten Nichtangriffsvertrag geschlossen hatte. Am 24. Oktober 1938 verlangte Deutschland von Polen die R\u00fcckgabe von Danzig und eine exterritoriale Auto- und Eisenbahnverbindung durch den polnischen Korridor nach Ostpreu\u00dfen. Deutschland bot Polen ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis gegen die Sowjetunion an, nach dem gemeinsamen Sieg \u00fcber die Sowjetunion sollte Polen weitere Gebiete der Ukraine erhalten. Deutschland wiederholte diese Forderungen noch dreimal, am 19. November 1939, am 05. Januar 1939 und am 21. M\u00e4rz 1939. Polen lehnte die Forderungen am 26. M\u00e4rz 1939 endg\u00fcltig ab. Am 31. M\u00e4rz 1939 gab das Vereinigte K\u00f6nigreich eine britisch-franz\u00f6sische Garantieerkl\u00e4rung f\u00fcr Polen ab. Am 15. April 1939 k\u00fcndigte Deutschland den deutsch-polnischen Nichtangriffsvertrag vom 26. Januar 1934.<\/p>\n<h5>13. Die sowjetisch-britisch-franz\u00f6sischen B\u00fcndnisverhandlungen 1939<\/h5>\n<p>Am 18. April 1939 bot die Sowjetunion dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Frankreich ein Defensivb\u00fcndnis gegen Deutschland zur Verhinderung des drohenden deutschen Angriffs auf Polen an. Die Sowjetunion machte drei konkrete Vorschl\u00e4ge, der erste f\u00fcr den Fall eines deutschen Angriffs auf Polen, der zweite f\u00fcr den Fall eines deutschen Angriffs auf Frankreich und der dritte f\u00fcr den Fall eines deutschen Angriffs auf die Sowjetunion, unter Umgehung Polens, \u00fcber Lettland, Estland und Finnland (Litauen grenzte damals nicht an die Sowjetunion, da Polen das Gebiet um Wilna annektiert hatte;). Die Sowjetunion bestand bei den B\u00fcndnisverhandlungen darauf, dass Polen sich auch im zweiten und im dritten Fall am Krieg gegen Deutschland beteiligen m\u00fcsse. F\u00fcr den dritten Fall verlangte die Sowjetunion zwei Korridore in Polen mit Durchmarschrecht f\u00fcr die Rote Armee.<\/p>\n<p>Das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich waren nicht bereit, der Sowjetunion verbindliche Zusagen zu geben, wie sie sich im Falle eines deutsch-sowjetischen Krieges verhalten werden. Polen war gegen ein sowjetisch-britisch-franz\u00f6sisches B\u00fcndnis, betrachtete die britisch-franz\u00f6sische Garantieerkl\u00e4rung vom 31. M\u00e4rz 1939 als ausreichend, und es glaubte, eine eigenst\u00e4ndige \u201eGro\u00dfmachtpolitik\u201c zwischen Deutschland und der Sowjetunion betreiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>14. Der Nichtangriffsvertrag<\/h5>\n<p>Am 14. August 1939 lie\u00dfen das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich eine letzte sowjetische Anfrage zum Abschluss einer verbindlichen Milit\u00e4rkonvention unbeantwortet. Am 15. August signalisierte die Sowjetunion dem deutschen Botschafter in Moskau, dass die Sowjetunion auf die deutschen Vorschl\u00e4ge zum Abschluss eines Nichtangriffsvertrages unter bestimmten Bedingungen eingehen werde. Die sowjetischen Bedingungen wurden in einem Geheimen Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 festgeschrieben:<\/p>\n<ol>\n<li>Finnland, Estland und Lettland geh\u00f6ren zur sowjetischen Interessen-Sph\u00e4re.<\/li>\n<li>Das polnische Gebiet \u00f6stlich der Fl\u00fcsse Narew, Weichsel und San geh\u00f6rt ebenfalls zur sowjetischen Interessen-Sph\u00e4re.<\/li>\n<li>Deutschland betont das v\u00f6llige Desinteressement an Bessarabien. Dieses Gebiet war 1918 von Rum\u00e4nien annektiert worden, die Sowjetunion hatte diese Annexion nicht anerkannt.<\/li>\n<\/ol>\n<h5>15. Das Ende des japanisch-sowjetischen Krieges in der \u00c4u\u00dferen Mongolei<\/h5>\n<p>Der japanische Botschafter in Berlin protestierte am 23. August 1939 scharf gegen den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag und bezeichnete ihn als Verletzung des Anti-Komintern-Paktes vom 25. November 1936. Am 31. August 1939 erhielt der japanische Botschafter in Moskau aus Tokio die Anweisung, mit der Sowjetunion in Waffenstillstandsverhandlungen zu treten. Am 16. September 1939 erkl\u00e4rten Japan und die Sowjetunion die Kriegshandlungen f\u00fcr beendet.<\/p>\n<h5>16. Die Gr\u00fcnde der Sowjetunion f\u00fcr den Abschluss des Nichtangriffsvertrages<\/h5>\n<p>Die nicht-kapitalistische Sowjetunion hatte seit ihrer Aufnahme in den V\u00f6lkerbund am 18. September 1934 versucht, eine Defensivallianz mit dem Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich, den beiden b\u00fcrgerlich-demokratischen kapitalistischen V\u00f6lkerbund-Gro\u00dfm\u00e4chten, gegen die drei expansiven kapitalistischen Gro\u00dfm\u00e4chte Deutschland, Japan und Italien, die den V\u00f6lkerbund 1933 (Japan und sp\u00e4ter Deutschland) bzw. 1937 (Italien) verlassen hatten, zu bilden.<\/p>\n<p>Die geplante Defensivallianz scheiterte haupts\u00e4chlich an der Politik des Vereinigten K\u00f6nigreiches. Bei den Parlamentswahlen vom 14. November 1935 hatten die Konservativen 47,8 % der g\u00fcltigen Stimmen, jedoch auf Grund des relativen Mehrheitswalrechts die absolute Mehrheit, 387 der 615 Mandate, gewonnen. Die gro\u00dfe Mehrheit der Konservativen lehnte ein Defensivb\u00fcndnis mit der Sowjetunion ab.<\/p>\n<p>Am 06. Februar 1934 war in Frankreich ein faschistischer Umsturzversuch durch das Zusammengehen von Kommunisten und Sozialdemokraten vereitelt worden. Die Aufnahme der Sowjetunion in den V\u00f6lkerbund war auf franz\u00f6sische Initiative erfolgt, und am 02. Mai 1935 wurde die franz\u00f6sisch-sowjetische Defensivallianz gegen Deutschland unterzeichnet. Ein Gro\u00dfteil der franz\u00f6sischen Konservativen bek\u00e4mpfte jedoch dieses Defensivb\u00fcndnis.<\/p>\n<p>Am 29. September 1938 hatten das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich, die beiden b\u00fcrgerlichen Demokratien, mit den expansiven faschistischen Staaten das \u201eM\u00fcnchener Abkommen\u201c geschlossen und damit die b\u00fcrgerlich-demokratische Tschechoslowakei an Deutschland (und auch an Ungarn und Polen) ausgeliefert. Die Sowjetunion, die der Tschechoslowakei zu Hilfe kommen wollte, war \u00fcbergangen worden.<\/p>\n<p>Nach dem \u201eM\u00fcnchener Abkommen\u201c sah die Sowjetunion keinen Grund mehr, die Politik der beiden b\u00fcrgerlich-demokratischen Gro\u00dfm\u00e4chte grunds\u00e4tzlich anders zu betrachten als die Politik der expansiven Gro\u00dfm\u00e4chte Deutschland, Japan und Italien. Bei den sowjetisch-britisch-franz\u00f6sischen B\u00fcndnisverhandlungen, vom 18. April bis zum 14. August 1939, gewann die Sowjetunion immer mehr den Eindruck, dass das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich die deutsche Expansion auf die Sowjetunion ablenken wollten.<\/p>\n<p>Die Sowjetunion war seit dem 11. Mai 1939 im Krieg mit Japan in der \u00c4u\u00dferen Mongolei. Jetzt drohte der Sowjetunion ein isolierter Zweifronten-Krieg gegen Japan und Deutschland.<\/p>\n<p>Die Sowjetunion sah auch keinen Grund, die Interessen Polens f\u00fcr wichtiger zu halten als ihr eigenes Sicherheitsbed\u00fcrfnis. Polen wurde seit 1926 autorit\u00e4r regiert, die Kommunistische Partei war seit der Wiedergr\u00fcndung Polens 1918 verboten, die Sozialdemokratie durfte nur halblegal arbeiten, die ukrainischen und wei\u00dfrussischen Minderheiten waren einer massiven Polonisierung ausgesetzt.<\/p>\n<h5>17. Der erste Monat des Zweiten Weltkrieges<\/h5>\n<p>Am 01. September 1939 griff Deutschland, unterst\u00fctzt von der Slowakei, Polen an. Am 03. September 1939 erkl\u00e4rten das Vereinigte K\u00f6nigreich, Indien, Australien, Neuseeland und Frankreich den Kriegszustand mit Deutschland. S\u00fcdafrika folgte am 06. September 1939, Kanada am 10. September 1939. Frankreich sicherte Polen f\u00fcr den 15. September einen Entlastungsangriff auf Deutschland zu.<\/p>\n<p>Frankreich f\u00fchrte die zugesagte Entlastungsoffensive nicht durch. Die polnischen Streitkr\u00e4fte wurden in einem Blitzkrieg besiegt. Am\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 17. September 1939 floh die polnische Regierung nach Rum\u00e4nien. Am 30. September 1939 wurde in Paris eine polnische Exilregierung gebildet.<\/p>\n<p>Die deutschen Truppen waren am 17. September 1939 bereits weit in die am 23. August 1939 festgelegte sowjetische \u201eInteressensph\u00e4re\u201c Polens vorgedrungen. An diesem Tage, und einen Tag, nachdem Japan und die Sowjetunion den am 11. Mai 1939 von Japan begonnen Krieg gegen die Sowjetunion in der \u00c4u\u00dferen Mongolei beendet hatten, marschierte die Rote Armee in Polen ein. Am 18. September 1939 trafen sich erstmalig deutsche und sowjetische Truppen in Brest-Litowsk. Am 28. September 1939 schloss Deutschland mit der Sowjetunion einen \u201eFreundschaftsvertrag\u201c, in dem sich die Sowjetunion zu einer \u201ewohlwollenden Neutralit\u00e4t\u201c gegen\u00fcber Deutschland verpflichten musste. Das Geheime Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 wurde wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Gebiet zwischen Weichsel und Bug und einige n\u00f6rdlichere Gebiete geh\u00f6ren nunmehr zur deutschen \u201eInteressen-Sph\u00e4re\u201c.<\/li>\n<li>Litauen einschlie\u00dflich des Gebietes um Wilna geh\u00f6rt nunmehr zur sowjetischen \u201eInteressen-Sph\u00e4re\u201c.<\/li>\n<\/ol>\n<h5>18. Bemerkungen zur heutigen Grenze Polens mit der Ukraine, Wei\u00dfrussland und Litauen<\/h5>\n<p>Polen war am 11. November 1918, am Tag der deutschen Kapitulation, wieder als selbst\u00e4ndiger Staat entstanden und hatte durch milit\u00e4rische Eroberungen Gebiete erhalten, deren Bev\u00f6lkerung mehrheitlich nicht aus ethnischen Polen, sondern aus ethnischen Ukrainern bzw. ethnischen Wei\u00dfrussen bestand. Diese Gebiete hatten vor dem Ersten Weltkrieg zu Russland oder zu \u00d6sterreich-Ungarn geh\u00f6rt. Au\u00dferdem hatte Polen die alte litauische Hauptstadt Wilna und das umliegende Gebiet annektiert. Litauen hatte ebenfalls vorher zu Russland geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Bei der polnischen Volksz\u00e4hlung vom 09. Dezember 1931 war nicht nach der ethnischen, jedoch nach der religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeit der Einwohner gefragt worden. Die Bev\u00f6lkerung war zu 64,8 % r\u00f6misch-katholisch, zu 11,8 % griechisch-orthodox, zu 10,4 % griechisch-katholisch, zu 9,8 % j\u00fcdisch und 2,6 % protestantisch.<\/p>\n<p>Die ethnischen Ukrainer geh\u00f6rten fast alle zur griechisch-katholischen oder zur griechisch-orthodoxen Kirche. Die ethnischen Wei\u00dfrussen geh\u00f6rten in der Regel der griechisch-orthodoxen Kirche an, die ethnischen Polen fast alle zur r\u00f6misch-katholischen Kirche. Man kann annehmen, dass ca. 22,2 % der Einwohner Polens ethnische Ukrainer bzw. ethnische Wei\u00dfrussen waren.<\/p>\n<p>Die am 28. September 1939 festgelegte sowjetische Westgrenze gegen\u00fcber Polen entsprach s\u00fcdlich von Brest-Litowsk fast genau der Grenze, wie sie am 08. Dezember 1919 auf der Pariser Friedenskonferenz von den Alliierten als Grenze zwischen Polen und Sowjetrussland vorgeschlagen worden war. Das Gebiet um Bialystok geh\u00f6rte allerdings seit dem 28. September 1939 zur Sowjetunion. Am 16. August 1945 schloss die Sowjetunion mit Polen einen Grenzvertrag, in dem sie das Gebiet um Bialystok an Polen zur\u00fcckgab. Die heutige Ostgrenze Polens entspricht im Wesentlichen der von den Alliierten nach ethnographischen Prinzipien vorgeschlagenen Grenze.<\/p>\n<p>Polen hatte das Gebiet um Wilna am 09. Oktober 1920 okkupiert und am 08. April 1922 annektiert. Litauen hatte diese Annexion niemals anerkannt. Die Sowjetunion gab im Oktober 1939 den Westteil des Gebietes mit der Stadt Wilna an Litauen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Sch\u00fcrer, Rodgau, ist pensionierter Lehrer.<br \/>\nK\u00fcrzlich hielt er beim Freidenker-Verband Frankfurt am Main<br \/>\neine Vortragsreihe zur sowjetischen Au\u00dfenpolitik von 1934 bis 1946.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"moz-cite-prefix\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: Nach der Unterzeichnung des Nichtangriffsvertrags zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR am 23. August 1939: KPdSU-Generalsekret\u00e4r J.W. Stalin und der deutsche Reichsau\u00dfenminister J. v. Ribbentrop. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: Foto: ADN Zentralbild,\u00a0 <\/span><span class=\"licensetpl_attr\"><span class=\"licensetpl_attr\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Bundesarchiv, Bild 183-H27337 \/ CC-BY-SA 3.0 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5434059\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5434059<\/a><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div class=\"moz-cite-prefix\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Wolfgang Sch\u00fcrer<\/b><br \/>\nVor 80 Jahren, am 24. August 1939 (Ortszeit) unterzeichneten der sowjetische Au\u00dfenminister W. M. Molotow und der deutsche Au\u00dfenminister von Ribbentrop in Moskau den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag. Er trat mit Datum vom 23.8.1939 in Kraft. Noch heute wird der Vertrag bis in linke Kreise als &#8222;Hitler-Stalin-Pakt&#8220; verunglimpft, verbunden mit der Behauptung, er habe der &#8222;Aufteilung Polens&#8220; gedient.<br \/>\nSeri\u00f6se Historiker sehen dagegen die Bedeutung des Vertrags f\u00fcr den Aufbau der sowjetischen Verteidigungskapazit\u00e4t und f\u00fcr die sp\u00e4tere Bildung der Antihitlerkoalition.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6851,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162],"tags":[648,699,452,430],"class_list":["post-6850","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-2-weltkrieg","tag-aussenpolitik","tag-deutschland","tag-sowjetunion"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Bundesarchiv_Bild_183-H27337_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1Mu","jetpack-related-posts":[{"id":8531,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=8531","url_meta":{"origin":6850,"position":0},"title":"Politisch-moralische Zweckpropaganda: Ein neues Buch \u00fcber den \u201eHitler-Stalin-Pakt\u201c","author":"Webredaktion","date":"15. 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